InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

nixlos?

Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

Aktuelles

Veranstaltungshinweise für unseren Kulturkeller finden Sie unter Veranstaltungen und in unserem halbjährlich erscheinenden Programmfaltblatt. Dieses sowie den aktuellen Newsletter und weitere Infomaterialien finden Sie hier im Downloadbereich.

Bitte achten Sie  auch auf unsere Veranstaltungsflyer und Plakate, die in vielen Lokalen und Geschäften in der Stadt ausliegen.

"Wir brauchen Frieden - sonst geht das alles nicht."

22.02.2018

 

Manchmal fehlen uns die Worte für die Dinge, die uns am wichtigsten sind. Sie erscheinen so selbstverständlich und sind doch so schwer zu beschreiben. Kinder können das, noch. Nicht mit großen Worten, aber wenn es sein muss in Bildern und mit ihrem ganzen Körper. Die 11 Kinder der Auftaktveranstaltung zum Projekt „12m² WELT“ (ein Projekt gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig) arbeiteten in ihrer ersten Winterferienwoche im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 an der Frage: Gibt es Punkte, die alle Menschen vereinen? – Regeln, die wir brauchen, um gut und friedvoll miteinander leben zu können?

 

Gruppenfoto Projekt 12m2

»Wir sind hier nicht alleine«

zuerst erschienen Jungle 2018/07, 15.2.2018

 

nachzulesen hier: https://jungle.world/artikel/2018/07/wir-sind-hier-nicht-alleine

 

Es ist nicht alles braun in Sachsen. Es gibt verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich gegen die rechte Hegemonie, Rassismus und Rechtsextremismus engagieren. Eine davon ist das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen (NDK). 

Die Geschäftsführerin des Vereins, Martina Glass hat mit der »Jungle World« über den täglichen Kampf gegen Rechtsextreme und die Förderung demokratischer Kultur in Wurzen.

 

Interview Von Carl Melchers

 

Angriffe auf Flüchtlinge haben Wurzen im Januar in die Schlagzeilen gebracht. Was ist in Wurzen passiert?
Es gab am 12. Januar eine gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Geflüchteten und deutschen jungen Menschen in einem Park am Bahnhof und anschließend vor und in einem Haus, in dem ausschließlich Geflüchtete wohnen. Alles Weitere ist nicht wirklich klar. Man spricht von 30 bis 50 Beteiligten. Von der Polizei gibt es überhaupt kein Statement dazu, außer das auch der Staatsschutz ermittelt.

 

Welche Rolle hat der Verein, für den Sie arbeiten, das Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK), in diesem Konflikt?

Was wir vor Ort machen, nennen wir »Demokratische Bildungsarbeit«, dazu zählt auch antirassistische Arbeit. Wir haben viel Kontakt zu Geflüchteten, weil wir für sie von Anfang an eine Anlaufstelle waren. Unser Haus ist offen für Interessierte und die Infrastruktur, wie beispielsweise das Internet, ist kostenlos nutzbar.

 

Was ist denn der Hintergrund des NDK?
Das NDK ist in den neunziger Jahren entstanden, als hier Neonazis alle Räume besetzt hielten und auch in der ­Öffentlichkeit sehr offen und offensiv auftraten. Wurzen hatte da bis weit über die Grenzen Deutschlands hinaus diesen sehr schlechten Ruf als »national befreite Zone«. Alternative Jugendliche aus der Umweltbewegung, Punks, Jugendliche von der Kirchengemeinde – solche Leute brauchten einfach einen Raum. Daraus entstand das NDK. Früher eher Treffpunkt und verschiedene kleine Projekte, betreiben wir heute ein großes Haus, das Zentrum mit Kulturkeller, unser Haus ist offen für alle, die sich für die Themen interessieren und sich engagieren möchten. Darüber ­hinaus veranstalten wir Konzerte, aber auch Lesungen, Podiumsdiskussionen und Tischgespräche zu ­aktuellen Themen. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise mehrere Ver­anstaltungen zu Fluchtursachen gemacht. Wir behandeln Themen, von denen wir denken, darüber muss man jetzt mal reden. Wichtig ist dabei auch das negative Selbstbild, das viele hier von Wurzen und der ländlichen Region haben. Es gibt diese Stimmung, man sei abgehängt und niemand tue etwas für die Region. 

Friedensgebet in St. Wenceslai

05.02.2018

Für Offenheit, Miteinander und Vertrauen – Wurzener ziehen an einem Strang und treffen sich zum Friedensgebet in der Stadtkirche St. Wenceslai.

Am 5. Februar 2018 ab 19 Uhr wird eingeladen, in einem Friedensgebet Gesicht zu zeigen

  • für ein friedliches, weltoffenes Wurzen
  • für eine Streitkultur, in der man sich mit anderen Meinungen respektvoll auseinandersetzt
  • für eine lebendige Gemeinschaft, die ihre Stadt und die Region aktiv gestaltet

Es laden ein: Stadt Wurzen, Evangelische Kirchgemeinde Wurzen, Katholische Kirchgemeinde Wurzen

Pressemitteilung zu erneuten rassistischen Vorfällen in Wurzen

18.01.2018, NDK, Presse bundesweit

Das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) sieht in den Angriffen auf Geflüchtete am vergangenen Freitag einen weiteren traurigen Höhepunkt der rassistischen Gewalt in Wurzen. Der Verein und seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen sorgen sich um die in der Stadt lebenden Asylsuchenden und deren Gesundheit und Leben. Soweit bekannt ist, sind die betroffenen Bewohner_innen mittlerweile in Sicherheit und vorerst andernorts untergebracht.

 

Für das NDK ist klar, dass die Ausschreitungen von bis zu 50 Neonazis und rechtsgerichteten Jugendlichen dringend durch die Polizei aufgearbeitet werden und juristische Konsequenzen haben müssen. Zudem müssen weitere Übergriffe verhindert werden. Derzeit kursieren u.a. in den Schulen der Region Aufrufe dafür, an diesem Wochenende (Freitag & Samstag) wieder nach Wurzen zu kommen, um „Rache“ an den Asylsuchenden zu nehmen.

 

Das NDK appelliert an alle Menschen in und um Wurzen, sich mit Geflüchteten und Asylsuchenden zu solidarisieren und Unterstützung zu leisten. Aus der Stadtgesellschaft heraus müssen deutliche Signale gegen Rassismus gesetzt werden. Die aus unserer Sicht erfolgreiche Arbeit für und mit geflüchteten Menschen muss fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Deutlich wird überdies, dass es Bedarf an einer Diskussion zu Jugend- und Sozialarbeit und vor allem auch zu Fragen der Sicherheit in Wurzen gibt.

 

Die Opferberatung der RAA Sachsen hat für die Betroffenen des Überfalls ein Spendenkonto eingerichtet (siehe unten), um Schäden und entstehende Kosten für juristische oder soziale Begleitung decken zu können. U.a. auch für die Unterbringung der Betroffenen. Menschen, die Kenntnisse zu den Vorkommnissen haben, können sich gerne auch an die RAA Sachsen wenden.

 

Spendenkonto: RAA Sachsen e.V.
Commerzbank AG
IBAN: DE33 8508 0200 0643 9986 00
BIC: DRESDEFF857
Verwendungszweck: Opferfonds Wurzen

 

Ein muslimischer Mann - Kein muslimischer Mann?!

17.01.2018, Vaterzeit.info

Ausstellung im D5 hinterfragt Bilder vom "muslimischen Mann"

Welche Bilder habe ich, wenn ich mir einen muslimischen Mann vorstelle? Sehe ich einen hippen, einen feinen, einen alten, Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.einen gut aussehenden Mann oder doch in erster Linie eher einen bärtigen mit Jelabiya? Was stelle ich mir vor? Geht es um die Rolle des “muslimischen” Vaters in seiner Familie? Sehe ich einen glücklichen Menschen, der sein Herz an sein Kind verloren hat, oder den Tyrannen am Wohnzimmertisch?

 

vaterzeit

 

Pressemitteilung: Wiederholt Überfall auf Wohnung von Geflüchteten in Wurzen

14.12.2017, NDK

Pflasterstein verletzt jungen Mann

Wurzen, 14.12.2017: In der Nacht zum 14.12.2017 gegen 2 Uhr wurde die Wohnung eines aus Eritrea Geflüchteten in der Schillerstraße angegriffen. Die Täter warfen drei Pflastersteine durch ein Fenster in die Wohnung und verletzten einen eritreischen Freund des Bewohners, welcher bei ihm zu Gast war und in dem Zimmer schlief. Er wurde von einem der Steine getroffen und am Bein verletzt. Er erlitt einen Bluterguss. Die mutmaßlichen Neonazis klebten zudem Aufkleber mit der Aufschrift "ACAJ - All Chemiker are Jews" (Alle Chemiker/ Chemiefans sind Juden)" an das demolierte Fenster. Die durch Bekannte der beiden jungen Männer informierte Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und nahm noch in der Nacht vor Ort Tatspuren auf.

ACAJ

Bild: Mehrere dieser Aufkleber wurden verklebt.
Quelle: www.chronikle.org

Demokratiefeindliche Umtriebe als gesamtgesellschaftliches Problem

11.12.2017, www.tolerantes-sachsen.de

Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Polizei diskutierten auf Fachtag in Wurzen

 

Zum Fachtag „Ignorieren, Protestieren, Verbieten – Was hilft gegen demokratie-feindliche Strukturen?“ sind am 27. Oktober 2017 im Plenarsaal des Wurzener Stadthauses 40 Vertreter_innen aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Polizei zusammengekommen, vor allem aus Westsachsen, aber auch aus den Landkreisen Meißen und dem Erzgebirgskreis.

 

 

„Wie können wir das Vertrauen in die staatlichen Strukturen wiederherstellen?“

 

Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) begrüßte die Teilnehmenden als Hausherr mit den Worten: „Außerhalb Sachsens wird gerade ein düsteres Bild des Freistaates gezeichnet.“ Dafür gebe es zwar viele Erklärungen, aber leider keine einfachen Lösungen. Eine zentrale Frage laute: „Wie können wir das Vertrauen in die staatlichen Strukturen wiederherstellen?“ Insbesondere müssten die Kommunen handlungsfähig bleiben, weil sonst Leerräume entstehen, die von demokratiefeindlichen Kräften genutzt werden. „Und wir müssen auf Augenhöhe miteinander reden.“ Der Fachtag des Netzwerks „Tolerantes Sachsen“ stellte dafür einen Auftakt dar, auch wenn es mit einer Veranstaltung sicher nicht getan ist. In Vertretung von Staatsministerin Petra Köpping (SPD), die kurzfristig terminlich verhindert war, begrüßte Jan-Ulrich Spies von der Stabsstelle Demokratieförderung die Teilnehmenden im Namen des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration des Sozialministeriums.

 

 

Das extrem rechte Milieu ist diverser geworden, mit vielen Übergängen und Grauzonen.

Zum Beginn der Inputphase am Vormittag stellte Steven Hummel als Vertreter des Sprecher_innenrats des Netzwerks Tolerantes Sachsen zunächst die Ergebnisse des vorigen Tolsax-Fachtags zu „Strukturen und Entwicklungen der Neonazi-Szene in Sachsen“ im Juni 2017 in Dresden vor. Dort hatten vor allem zivilgesellschaftliche Akteure eine Übersicht zu entsprechenden Aktivitäten in ganz Sachsen erarbeitet, die demnächst auf der Internet-Plattform www.rechtes-land.de einzusehen ist. Hummel führte aus, dass sich das Erscheinungsbild der rechten Szene in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Das extrem rechte Milieu ist diverser geworden, mit vielen Übergängen und Grauzonen. Beispiele dafür sind die mit der NPD konkurrierenden Parteien „Die Rechte“ und der „III. Weg“, die sogenannte „Identitäre Bewegung“ sowie Pegida und ähnliche Protestformationen. Nicht zu vergessen sind zudem die nach wie vor bestehenden neonazistischen Musiklabel wie „Front Records“ aus dem Raum Wurzen oder Konzertstätten wie in Staupitz bei Torgau.

 

 

Verbote haben einen gewissen Abschreckungseffekt. Aber an der Gesinnung ändern sie noch nichts.

 

Kriminaldirektor Maik Mainda vom Landeskriminalamt Sachsen widmete sich anschließend aus polizeilicher Sicht der Frage, was Verbote von Neonazi-Organisationen wie den „Nationalen Sozialisten Döbeln“ bringen. Herr Mainda leitet seit Anfang Oktober das aus dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) hervorgegangene Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ). Nach einer kurzen Vorstellung dieser neuen Struktur, die u.a. für das „Risikomanagement“, also die Beurteilung von sogenannten „Gefährdern“, zuständig ist, kam Mainda auf die 2013 durch einen Erlass des Sächsischen Innenministeriums verbotenen „Nationalen Sozialisten Döbeln“ zu sprechen. Diese neonazistische Gruppierung war unter Bezeichnungen wie „Division Döbeln“ seit mindestens 2001 im Raum Döbeln und darüber hinaus aktiv. Nach dem Vereinsverbot sind viele ehemalige Mitglieder unter den Deckmantel der NPD und deren Jugendorgansiation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) geflüchtet.

 

Das Verbot sei vor allem ein Signal an die Öffentlichkeit, dass sich der Staat nicht alles bieten lässt.„Das hat einen gewissen Abschreckungseffekt. Aber an der Gesinnung ändert das noch nichts.“ An Fällen „politisch-motivierter Kriminalität – rechts“ (PMK-rechts) gab es nach 2013 in Döbeln sowie im Landkreis Mittelsachsen sogar einen leichten Anstieg. Inwieweit dieser mit dem Verbot der „Nationalen Sozialisten“ zusammenhängt, bleibt aber unklar. Immerhin gab es in diesem Zeitraum in ganz Sachsen einen solchen Anstieg. Mainda sprach mit Blick auf die PMK-Statistik von einer „signifikanten Mehrbelastung gegenüber den alten Bundesländern“.

 

 

Demokratiefeindliche Umtriebe - Das wird noch zu wenig als ein gesamtgesellschaftliches Problem angesehen.

Sophie Spitzner vom Treibhaus e.V. aus Döbeln ergänzte die Ausführungen von Herrn Mainda aus zivilgesellschaftlicher Perspektive. Das Verbot der „Nationalen Sozialisten Döbeln“ kam für sie angesichts der u.a. von diesen ausgehenden gewalttätigen Übergriffen sehr spät. Bereits in den 1990er Jahren waren in Döbeln Freie Kameradschaften aktiv, die erstmals 2005 als „Division Döbeln“ aufgetreten sind. Die direkten Auswirkungen des Verbots beurteilte Spitzner als zwiespältig. Bereits davor seien einige führende Köpfe der Gruppierung in die JN und NPD eingetreten und hätten dort inzwischen Karriere gemacht. Die NPD sitzt mittlerweile sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag. Übergriffe auf Nicht-Rechte und die Mitglieder des Treibhauses seien zwar zurückgegangen, dafür hätten Propaganda-Aktivitäten zugenommen.

 

„Wichtig war das Verbot für uns vor allem deswegen, weil damit die Öffentlichkeit erreicht wurde.“ Was der Verein bis dahin teilweise vergeblich kritisiert hatte, konnte nun nicht mehr geleugnet werden. Aber auch das hat eine zwiespältige Wirkung: „Es wird sich jetzt ein Stück weit darauf ausgeruht. Es ist schwerer, die noch bestehenden Probleme zu thematisieren.“ Generell würde man in Sachsen schnell in eine „linksextreme“ Ecke gerückt, wenn man sich gegen Neonazis und andere rechte Strukturen engagiert. Gleichzeitig würde sich auf den wenigen aktiven Vereinen ausgeruht. „Das wird noch zu wenig als ein gesamtgesellschaftliches Problem angesehen.“

 

 

Reichsbürger - eine demokratiefeindliche und alles andere als homogene Gruppierung

Relativ viel Aufmerksamkeit gibt es gerade für das Thema „Reichsbürger“ – gerade bei den besonders davon betroffenen Mitarbeiter_innen der kommunalen Verwaltungen. Jan Rathje von der Amadeu Antonio Stiftung lieferte als letzter Redner vor der Mittagspause eine kurze Einführung in Ideologie und Handlungen dieser demokratiefeindlichen, alles andere als homogenen Gruppierung. Als Kern ihrer Weltanschauung macht er eine antisemitische Verschwörungsideologie und teilweise einen rechtsextremen Geschichtsrevisionismus aus. In Sachsen gibt es laut offiziellen Angaben rund 700 „Reichsbürger“, in ganz Deutschland etwa 15.000. Zum Abschluss nannte Rathje noch drei Thesen:

1) Die expliziten Reichsbezüge in der Szene nehmen ab, teilweise distanzieren sich die Akteure sogar davon. „Niemand will mehr Reichsbürger sein, so wie auch niemand mehr Neonazi sein will.“ Statt dessen würde vermehrt behauptet, dass Deutschland nicht souverän sei. Das sei vor allem bei den sogenannten Neuen Rechten, beim „Compact-Magazin“ und in Teilen der AfD anzutreffen.

2) Von den Aktivitäten der „Reichsbürger“ ist nicht nur die Verwaltung betroffen, sondern auch die Zivilgesellschaft. Teilweise würden Mitarbeiter_innen der Verwaltung auch im Privatleben bedrängt.

3) Auch Personen, die den Staat ablehnen, genießen weiterhin staatsbürgerliche Rechte, die man ihnen nicht so einfach aberkennen darf.

"Neue Rechte", alte Hetze?“ - Seminar

30.11.2017, pokubi-sachsen.de

Umgang mit Gemeinsamkeiten und Differenzen von AfD, PEGIDA ... und der "Neuen Rechten"

Gerade nach dem Wahlergebnis bietet dieses Seminar eine gute Grundlage für einen sowohl kritischen als auch differenzierten Umgang mit den Menschen, die ganz neu in das Parlament einziehen werden, und nicht nur dort. Parteien wie die AfD und rechte Bewegungen wie Pegida artikulieren Ängste vor gesellschaftlicher Veränderung. Diese lassen sich zwar teilweise nachvollziehen, doch gleichzeitig fällt auf, dass sie immer wieder mit personellen und ideologischen Bezugspunkten zum Neonazismus einhergehen. Insbesondere Pädagog*innen, Erzieher*innen und Personen,die eine Vorbildfunktion haben, stehen damit vor dem Problem politische Äußerungen etwa zur Flüchtlingsdebatte, zum Islam oder zur Globalisierung richtig einschätzen zu können: Während neonazistisches Gedankengut begründet zurückgewiesen werden kann, fordern konservative Positionen, auch wenn man sie nicht teilt, eine offene Erörterung. Im Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele gezeigt werden, was "Neonazismus" ist und in welchem Verhältnis dieser zu zentralen Programmpunkten von AfD und Pegida steht. Auf dieser Grundlage sollen pädagogische Zielgruppen zu einem kritischen, gleichwohl fundierten und differenzierenden Umgang mit der sogenannten Neuen Rechten befähigt werden. Das Seminar besteht aus Vortragsbestandteilen, Medienanalysen, offenen Diskussionsrunden und Gruppenarbeit. Gleichzeitig bietet das Seminar eine gute Gelegenheit, sich zu vernetzen und dadurch gegenseitig zu unterstützen.

 

Wann: 30.11.-1.12.2017, 10:00-16:30 Uhr
Wo: Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., Domplatz 5, 04808 Wurzen
Referent*innen: Robert Großpietzsch und Ulrich Schuster

Anmeldung: bis zum 20. November unter team@ndk-wurzen.de

Workshop zu Projektarbeit im NDK

29.11.2017, eigene

WIE AUS EINER GUTEN IDEE PRAKTISCHE UND WIRKUNGSVOLLE PROJEKTARBEIT WIRD

Das NDK veranstaltet am 29. November von 10 - 16 Uhr ein Weiterbildungsseminar zur Organisation von Projekten. Das Seminar richtet sich vor allem an Menschen aus Vereinen, Initiativen, Verbänden und Gemeinden, die in der Projektarbeit tätig sind.

"Natürlich sind auch Einzelpersonen herzlich willkommen. Vielleicht hat die eine oder der andere sogar schon eine tolle Projektidee und Lust, diese in die Tat umzusetzen, nur fehlt es leider noch an einer ausreichenden Finanzierung oder Mitmacher*nnen, dann sind Sie hier genau richtig.", motiviert Martina Glass, Referentin des Workshops. Sie ergänzt: "Hier erfahren Sie nicht nur, wie aus einer Idee ein guter Projektantrag wird, sondern auch, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und welches gute Projektpartner_innen sind, die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen können." Das Seminar ist kostenfrei, Anmeldungen sind erwünscht (03425.852710).

Gedenken an Wurzener Opfer des Holocaust

09.11.2017, eigene

Einladung zum traditionellen Stolpersteine putzen

Zum Gedenken an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die durch den Nazi-Terror vertrieben oder ermordet wurden, wird für Donnerstag, 09.11.2017 eingeladen. Treffpunkt ist 18 Uhr in der Jacobsgasse. In Wurzen wurden in den letzten Jahren mehrere Stolpersteine für vier jüdische Familien verlegt. Viele Einwohner nahmen daran teil und lernten Nachfahren der Familien persönlich kennen.

Die Aktionsgruppe „Stolpersteine“ hofft, dass das Stolpersteine-Putzen von vielen Wurzenern begleitet wird, teilte die Stadtverwaltung mit. Teelichter und Blumen können mitgebracht werden.

Goldschmidt