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Anne-Frank-Ausstellung mit großer Resonanz eröffnet

Exposition in der Klosterkirche Grimma erwartet mit umfangreichem Begleitprogramm bis zum 26. September viele Besucher

Grimma (fsw). "Anne Frank - eine Geschichte für heute". Unter diesem Motto ist am Sonnabend in der Klosterkirche Grimma mit großer öffentlicher Anteilnahme eine Ausstellung eröffnet worden, die dem jüdischen Mädchen Anne Frank und ihrem Tagebuch gewidmet ist. Die internationale Wanderausstellung des Anne-Frank-Hauses Amsterdam sowie des Anne-Frank-Zentrums Berlin hat auf mehreren Kontinenten bisher in 195 Orten Station gemacht.

Im Landkreis Leipzig wird das Ausstellungsprojekt vom Arbeiterwohlfahrt (AWO)-Kreisverband Mulde-Collm im Rahmen des Lokalen Aktionsplanes "Miteinander Tolerant Leben" organisiert. Begleitet wird die Ausstellung bis zum 26. September von zahlreichen Veranstaltungen eines weitgefächerten Rahmenprogramms unter anderem mit Führungen, mit Lesungen, Konzerten, Zeitzeugengesprächen, Vorträgen, Filmveranstaltungen.
Mit dem Projekt werde ein deutliches Zeichen gegen Rechtextremismus gesetzt, betonte zur Eröffnung der Schirmherr der Ausstellung, Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger in einer bis auf den letzten Platz besetzten Klosterkirche. Bedingt durch ihre Geschichte habe die Stadt Grimma "ein ganz besonderes Verhältnis zu dem, was Anne Frank uns vermittelt", sagte Berger und verwies darauf, dass in Grimma viele jüdische Familien gelebt haben. Spuren und Kontakte reichen bis in die Gegenwart.

Für die Ausstellung wünschte sich Eva Scharmann, Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes, "mit vielen Menschen, insbesondere mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen - zu Unterschieden und Parallelen zwischen dem Gestern und Heute, zu Menschenrechten und Demokratie sowie zu Freiheit und Toleranz."
Der Erste Beigeordnete im Landratsamt, Klaus-Jürgen Linke, der in Vertretung von Landrat Gerhard Gey das Wort ergriff, wertete die große Resonanz auf die Anne-Frank-Ausstellung schon zur Eröffnung "als einen Höhepunkt in der Arbeit im Rahmen des Aktionsplanes Miteinander Tolerant Leben". Thomas Heppener, Direktor des Anne-Frank-Zentrums Berlin, machte vor allem mit Blick auf das nötige Engagement von Bürgern für eine demokratische Gesellschaft deutlich, dass Anne Frank ein Vermächtnis fürs Heute sei.

Nach dem Festakt, der von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums St. Augustin mit Klavierspiel, Tanz und Interpretationen von Zitaten aus dem Tagebuch der Anne Frank in bewegender Weise mitgestaltet worden war, führten Gymnasiasten auch als Ausstellungsbegleiter durch die Exposition. Der Ausstellungseröffnung war am Sonntag auch ein Konzert des Westsächsischen Symphonieorchesters in der Klosterkirche gewidmet. Am kommenden Mittwoch wird in der Klosterkirche zu einer Autorenlesung mit dem Grimmaer Gerhardt Gimpel eingeladen (Beginn: 14.30 Uhr). Gimpel liest in der Ausstellung aus seinem Buch "Juden in einer kleinen Stadt".

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Anregung zum Nachdenken und für Gespräche: Die Anne-Frank-Ausstellung in der Grimmaer Klosterkirche will vor allem Impulse geben.Foto: Frank Schmidt
Anregung zum Nachdenken und für Gespräche: Die Anne-Frank-Ausstellung in der Grimmaer Klosterkirche will vor allem Impulse geben.Foto: Frank Schmidt