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Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

2008

Januar 2008

Muldental: Seit Jahresbeginn hat die NPD Muldental wieder einen Internetauftritt, nachdem jahrelang nur ein Kontaktformular erreichbar war. Inhaltlich werden neben diversen Presseartikeln und Kommentaren dazu nur wenige eigene redaktionelle Artikel veröffentlicht. Zudem werden Termine für "politische Gesprächskreise", Kreistagssitzungen und Mitgliederversammlungen bekannt gegeben. Quelle: NPD Muldental

12.01.2008

Wurzen/ OT Roitzsch: Am Abend findet ein Konzert der bundesweit bekannten Hooligan-Band "Kategorie C - Hungrige Wölfe" in der ehemaligen LPG-Halle im Eichenweg statt. Es kommen mehrere hundert Personen, die laut gröhlen und feiern ("Die Stimmung kochte, was nicht zuletzt an dem hoffnungslos überfüllten Raum lag.", so ein Besucher im Internet). Die Polizei wurde bereits in den Mittagsstunden darüber informiert, trotzdem konnte das Konzert von ca. 21 Uhr bis 23.30 Uhr veranstaltet werden. Wie am 18.01.2008 bekannt wurde, gibt es seit November 2007 eine Nutzungsuntersagung seitens der Bauaufsicht des Landratsamtes für diese Halle, nachdem dort eine "Geburtstagsfeier" stattgefunden haben soll. Dies ist auch dem OBM Wurzens bekannt, der diese wichtige Information aber mutmaßlich nicht an die Polizei weitergab. Die hätte mit diesem Wissen das Konzert verhindern bzw. abbrechen können. Dr. Schmidt äußerte in einem Artikel der LVZ am 15.01.2008, dass er das Konzert nicht einfach als "gewesen" hinnehmen werde. Bereits einen Tag vorher machte die Landtagsabgeordnete Köditz auf das Konzert aufmerksam und forderte die Stadtverwaltung endlich zum handeln auf. Das Konzert der Nazi-Band sollte eigentlich in Halle/ Saale (Organisator dort: Nils L. - Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion in Dresden und Organisator der so genannten Rudolf-Heß-Tour 2007 gemeinsam mit Hendrik Ostendorf) stattfinden, wurde dort aber abgesagt. Gerüchten zufolge soll Thomas P. mitverantwortlich dafür sein, dass die Veranstaltung in die Halle nach Roitzsch verlegt wurde. Besucher kamen laut KfZ-Kennzeichen aus dem gesamten Bundesgebiet, vor allem aus Sachsen-Anhalt, sachsen und Thüringen. In einem Konzert-Videomitschnitt, der im Internet angesehen werden kann, ist auch mehrmals der so genannte "Hitlergruß" zu sehen. Die Halle, die sich mittlerweile als überregionaler Veranstaltungsort für Nazikonzerte etabliert hat, soll Peter J. ("Victoria-Kurve") gehören, der es an Uwe T. verpachtet/vermietet haben soll. Dieser soll auch den seit einigen Jahren von mutmaßlich Rechtsextremen genutzten Proberaum (Aryan Sound bzw. Aryan Hope?) in der Halle betreiben. Die Band "Kategorie C - Hungrige Wölfe" ist in der Hooligan- und Naziszene eine sehr populäre Band. Der Bruder des Sängers Hannes O., Hendrik O., ist im "Deutsche Stimme Verlag" in Riesa beschäftigt. In der Muldentaler LVZ (15.01.2008) reagiert OBM Dr. Schmidt und kündigt wieder mal Gespräche mit der Polizei an. Quelle: Wikipedia/ LVZ-Muldental/ eigene

16.01.2008

Bundesrepublik/ Wurzen: Im Zuge einer länderübergreifenden Ermittlung werden Tonträger und Propagandamaterialien mit rechtsextremistischen Inhalten beschlagnahmt. So werden in den Morgenstunden in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg mehrere Objekte durchsucht und dabei diverse, offenbar strafrechtlich relevante, Asservate sichergestellt. Schwerpunkt der Aktion ist Sachsen. Hier werden "acht Firmensitze und Wohnungen in allen drei Regierungsbezirken" durchsucht (ddp). Allein hierbei seien 119 CDs sichergestellt worden, deren Inhalte als volksverhetzend eingestuft werde. Unter den konfiszierten Asservaten befänden sich gut 50 Exemplare einer zweiten Ausgabe der CD "Gift für die Ohren". Darüber hinaus seien 32 Zeitschriften aufgefunden und gleichfalls eingezogen worden, "in denen der Staat verunglimpft" werde. Zu den durchsuchten Objekten zählte der Vertrieb "Front Records" in Wurzen. Hier wurden 24 CDs "Gift für die Ohren" beschlagnahmt. Quelle: dpa, redok

30.01.2008

Grimma: Thomas P. steht wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Verunglimpfung des Holocausts vor dem Amtsgericht Grimma. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen, der in der Walther-Rathenau-Straße 18 in Wurzen den Versandhandel Front Records betreibt und Kleidung sowie CDs vertreibt, die Bagatellisierung des Judenmords im Dritten Reich sowie die Störung des öffentlichen Friedens vor. Anlass sind im Februar 2006 im Versandhandel 179 sichergestellte T-Shirts mit dem Aufdruck "Hooli Caust, Sport frei, Fußball 2006". Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass P. die Kleidungsstücke gelagert hatte und weiter verkaufen wollte. Verteidiger Curt-Matthias Engel drängt auf die Einstellung des Verfahrens,. da zu viele englische Wörter in der Anklageschrift verwendet werden. Zwei Polizeibeamte des Landeskriminalamtes (LKA) werden als Zeugen gehört, können sich allerdings nicht mehr an alle Details der Durchsuchung erinnern. Nach gut anderthalb Stunden schien nach Antrag der Verteidigung alles auf die Zahlung von 2500 Euro an eine soziale Einrichtung und die entschädigungslose Abgabe der T-Shirts hinauszulaufen, was jedoch abgelehnt wurde. A 15. Februar ab 9 Uhr geht der Prozess in Grimma weiter. Quelle: LVZ-Muldental

31.01.2008

Grimma: Der NPD-Abgeordnete Tautermann erklärt in seinem Redebeitrag zur Ablehnung der Mittelverwendung der Anschubfinanzierung im Rahmen der Umsetzung der Verwaltungs- und Funktionalreform in Sachsen: "Der Punkt 9 "Unterstützung von Vereinen" ist sehr schwammig gefasst. Da wird dann bestimmt auch die Vorfeldorganisation der Linkspartei, das so genannte NDK, wieder einen fetten Brocken von den 200.000 € aus Steuermitteln bekommen. Hier muss in der Vorlage stehen, dass politische Vereine und Verbände keine Fusionsunterstützung erhalten dürfen." Quelle: Kreistag Muldental

02.02.2008

Colditz: Nach einem Konzert gegen Rechts in der Turnhalle am Sophienplatz und einer Spontandemonstration (ca. 0.00 Uhr!) gegen Neonazis greifen nach Aussagen von ZeugInnen ca. 15 Rechtsextreme drei Konzertbesucher an und fügen ihnen Verletzungen zu. Einer der Betroffenen wird durch eine Scheibe gedrückt und dabei verletzt. Seit Anfang 2007 kommt es immer wieder zu neonazistischen Propagandadelikten, sowie Übergriffen auf nichtrechte Jugendliche, Anti-Rechts-Veranstaltungen und Objekte. Besonders der ehemalige Bikershop an der B167 in Colditz etablierte sich zunehmend zum Treffpunkt der regionalen Szene. Unterstützung soll die rechtsextreme Szene auch im städtischen Jugendclub in Colditz finden, welcher ein weiterer Treffpunkt der Neonazis sei. Quelle: Indymedia

03.02.2008

Wurzen: Über das Meldesystem der Opferberatung AMAL wird folgendes Statement (Originalwortlaut) "eines kritischer bürgers des muldentalkreises" abgegeben: "ich weiss nicht wieviel verständnis ein bürger wie ich aufbauen muss um zu tolerieren,dass hilfspolizisten wie ihr seine erbrachten steuern so sinnlos vergeuden.bei euch tat sich nie etwas,tut nicht und wird nichts getan.ihr dreht euch nur im kreis.wollt ankläger des bestehenden systems sein und merkt nicht wie es euch für seine zwecke missbraucht.sind da evtl. auch studierte personen unter euch?wenn ja,welchen abschluss erreichten sie mit wieviel mühe?öffnet endlich eure augen und erkennt den wahren feind!schafft ihr das nichts so ist das der beste beweis,dass ihr ein teil von ihm seid.die andere seit ist da glaube ich etwas weiter." Quelle: AMAL Sachsen

09.02.2008

Grimma: Die Eingangstüren der Grimmaer Frauenkirche sind in der Nacht zu Freitag von Unbekannten mit rechtsextremistischen und antisemitischen Aufschriften beschmiert worden. Unter anderem seien Sprüche wie "Juden raus" und ein Hakenkreuz neben einem Davidstern aufgetragen worden, sagte Pfarrer Christian Behr. Möglicherweise hänge die Tat mit dem geplanten Vortrag einer Israelin in der Geimeinde zusammen, hieß es weiter. Quelle: epd/ Neues Deutschland

15.02.2008

Grimma: Vor dem Amtsgericht Grimma wird Thomas P. freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 35jährigen Front-Records-Inhaber die Störung des öffentlichen Friedens und Volksverhetzung vorgeworfen. Gegenstand des Verfahrens waren T-Shirts mit der Aufschrift "Hoolicaust", welche Thomas P. über seinen Versandhandel in Wurzen vertrieben hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte darin eine Verunglimpfung des Massenmordes an den europäischen Juden während des Nationalsozialismus gesehen. Das Schöffengericht folgte dieser Argumentation jedoch nicht. Zwar sei ein Zusammenhang mit rechtsextremem Gedankengut erkennbar, doch damit, so argumentierte das Gericht (Vorsitz: Richter Weise), müsse man sich politisch auseinandersetzen. P. wurde bereits 2005 für den Vertrieb von Videos und CDs mit rechtsextremen Inhalten zu einer (lächerlichen) Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt. Quelle: LVZ-Muldental

16.02.2008

Colditz/ Geringswalde (Landkreis Mittweida): Fünf Jugendliche aus Geringswalde, die mit einem PKW unterwegs sind, werden von mehreren Fahrzeugen auf der B176 hinter Colditz am Abzweig Erlbach verfolgt und ausgebremst. Vier vermummte Männer steigen aus den Fahrzeugen und demolieren, mit Baseballschlägern bewaffnet, den PKW. Dabei versuchen sie immer wieder, die Türen zu öffnen. Erneut gelingt den jungen Leuten die Flucht. Die informierte Polizei kommt ihnen bereits entgegen. Die Täter, die vermutlich der rechtsextremen Szene (verbotene Kameradschaft Sturm 24) zuzuordnen sind, können flüchten. Es ermittelt der Staatsschutz. Die Betroffenen bleiben äußerlich unversehrt. Quelle: Linkspartei Mittweida/ Freie Presse Mittweida

Mitte Februar 2008

Falkenhain: Wie erst jetzt bekannt wurde, soll Thomas P., der u.a. den bundesweit bedeutende neonazistischen Versandhandel "Front Records" in Wurzen betreibt,seine Geschäftstätigkeit auch auf Falkenhain (zwischen Wurzen und Schildau) ausgedehnt haben. Dort habe er nach Aussagen aus der Gemeindeverwaltung einen Teil eines Gewerbegrundstückes am Doktorweg 2 bezogen und stehe auch im Grundbuch. ZeugInnen berichten von intensiven Bau- und Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen PGH, auf welchem sich mehrere Gebäude befinden. Gemutmaßt wird, dass P. die dortigen Gebäude vor allem als Textildruckerei und Lagerraum nutzen könnte. Die einige hundert Quadratmeter großen Garagen sind in den letzten Wochen bereits zu einem großen Teil umgebaut worden. Der Falkenhainer Bürgermeister Härtel wurde dem Vernehmen nach vom Staatsschutz auf die Hintergründe von P. hingewiesen. Handlungsbedarf sieht Härtel auf Nachfrage hin aber bisher kaum. In Wurzen hatte P. lange vergeblich versucht, weitere geeignete Räumlichkeiten zu finden.

Von der Adresse in Falkenhain aus betreibt Daniel S. seit Anfang des Jahres den Textilversand "Problemfans". Dieser gibt sich mit seinen Motiven scheinbar unpolitisch (Shirts für Fußballfans und Autofans), teilweise dem Hooligan-Milieu verbunden ("violence in our minds"). S. hatte im September 2005 einen Infostand des NDK auf dem Wurzener Markt angegriffen und war deshalb im August 2006 zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Zu diesem Zeitpunkt wohnte der gebürtige Leipziger bereits im Haus von Thomas P. in der Walther-Rathenau-Straße 18, dem Sitz von Front Records. Mit dieser Adresse ist S. zudem als inhaltlich Verantwortlicher auf der Internetseite der rechtsextremen Gruppierung Aryan Brotherhood aus Leipzig angegeben. Offizieller Inhaber auch dieser Domain ist allerdings Thomas P. bzw. Front Records. Nach dem Sommer wird zudem bekannt, dass sich auf dem Areal ein Holzhandel etabliert, dessen Inhaber ebenfalls Thomas P. sein soll. Quelle: ZeugInnen, Problemfans, Gemeindeverwaltung Falkenhain

21.02.2008

Colditz: Kooperationspartner berichten, dass in der Stadt zum wiederholten Mal alternative Jugendliche von Rechtsextremen geschlagen werden. Quelle: Kooperationspartner

22.02.2008

Colditz: Wie berichtet wird, versammeln sich ca. 30 Neonazis auf dem Netto-Parkplatz und bedrohen alternative Jugendliche. Einige von ihnen werden wenig später auch geschlagen. Quelle: Kooperationspartner

23.02.2008

Colditz: Etwa 100 teilweise vermummte Rechtsextreme, darunter laut Polizei auch Mitglieder der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" aus dem Landkreis Mittweida, randalieren am Samstagabend auf dem Colditzer Sophienplatz. Fensterscheiben gehen zu Bruch, Nebelbomben werden gezündet. Mit ihrer offenbar minutiös geplanten, blitzschnell ausgeführten Aktion zielt der Pulk auf ein Geschäft, dessen Inhaber auch den benachbarten Saal des einstigen "Wettiner Hofes" betreiben, in dem bereits drei Konzerte (Tanz gegen Rechts) stattfanden. Fensterscheiben des Geschäftes sowie einer darüber liegenden Wohnung und eine Türscheibe eines Dönerimbiss wurden zerstört. Derzeit ist allein von einem Sachschaden von ca. 8.000 € bis ca. 10.000 € auszugehen. Die Folgeschäden durch den Nebelkörper können erst in den nächsten Tagen bestimmt werden, teilte die Polizei mit. Die Konzertveranstaltungen wurden in der Vergangenheit ebenfalls mehrmals Ziel rechtsextrem motivierter Angriffe. Die Soko Rex und Polizeikräfte der Polizeidirektion Chemnitz–Erzgebirge sind in die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch einbezogen. Ein Zusammenhang mit früheren Ereignissen in Colditz werde geprüft. Nur wenige Tage später wird berichtet, dass der Saal, in welchem bisher die Veranstaltungen stattfanden, nicht mehr genutzt werden darf. Begründet wird dies mit Sicherheitsproblemen. In einem weiteren Bericht der Muldentalzeitung wehren sich MitarbeiterInnen des Colditzer Jugendtreffs gegen mittlerweile aufgetauchte Gerüchte, dass der Treff immer wieder auch von mutmaßlichen Rechtsextremen besucht werde. Quelle: LVZ-Muldental/ Linkspartei Muldentalkreis/ Polizei Sachsen

26.02.2008

Colditz: Wie die Polizei berichtet, hat ein 36-Jähriger gegen 21.15 Uhr verfassungsfeindliche Parolen auf dem Colditzer Markt gerufen. Der augenscheinlich unter Alkohol stehende Mann wurde einer Identitätskontrolle unterzogen. Ermittelt wird nun wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Quelle: Polizei Sachsen

09.03.2008

Wurzen: Im Stadtgebiet sind an Infotafeln (Markt), Schaufenstern, Verkehrsschildern und Laternenmasten (Wenceslaigasse) Aufkleber und "Spuckies" mit rechtsextremistischen Inhalten (Freier Widerstand, Gegen Zensur, Horst Wessel, Rudolf Heß, Nationaler Sozialismus) verklebt worden. Einige davon sind selbst "gemalt". Quelle: ZeugInnen

12.03.2008

Leipziger Land: Die Kreisverbände Muldentalkreis und Leipziger Land der NPD haben sich am Wochenende im "Krug zum grünen Kranze" zum Kreisverband Landkreis Leipzig zusammengeschlossen. Neuer Vorsitzender ist Marcus Müller, der einstimmig gewählt worden sei. "Ehrengast" und Hauptredner war der Landesvorsitzende Winfried Petzold. Ebenfalls anwesend war der Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung Hartmut Krien, wie die NPD mitteilte. "... als Stellvertreter, Beisitzer und als Schatzmeister [wurden] junge und bewährte Kameraden gewählt, deren Altersdurchschnitt 32 Jahre beträgt.", wie es dort weiter heißt. Quelle: NPD Leipziger Land

16.03.2008

Wurzen: Ca. 60-70 Rechtsextreme versuchen die TeilnehmerInnen des 4.Antirassistischen Stadtspaziergangs der Linksjugend in Wurzen am Wettiner Platz sowie am Bahnhof anzugreifen. Durch die Präsenz der Polizei kann dies verhindert werden. Die Angreifer trafen sich in unmittelbarer Nähe des Versandhandels Front Records in der Rathenaustraße. Bereits auf dem Wurzener Markt und entlang der gesamten Route provozierten ca. 12-15 Rechte den Demonstrationszug, skandierten Nazislogans, fotografierten und filmten TeilnehmerInnen. Vor Ort waren auch der NPD-Stadtrat Schroth und der ebenfalls als NPD-Stadtrat gewählte und als ATSV-Fußballtorwart bekannte Matthias M.. M. trat nach seiner Wahl sein Mandat allerdings nicht an. Beide fotografierten ebenso die DemonstrationsteilnehmerInnen.

Bereits Stunden vorher wurden in der Innenstadt kleine Zettel mit rechtsextremistischen und rassistischen Inhalten verbreitet, die den Freien Kräften sowie den Nationalen Sozialisten Muldental zugeordnet werden können. Gegen 20 Uhr schlägt ein Rechter aus einer Dreiergruppe heraus auf einen Jugendlichen ein, der sich mit zwei weiteren Freunden am Domplatz aufhält. Verletzt wird niemand. Noch während sich die Rechten Richtung Markt entfernen, drohen sie lauthals wiederzukommen. Die informierte Polizei konnte die Rechten wenig später nicht auffinden. Anzeige wird erstattet. Der Täter wird als Teilnehmer der versuchten Angriffe auf den Antirassistischen Spaziergang am Nachmittag erkannt. Quelle: ZeugInnen

23.03.2008

Eilenburg (Landkreis Delitzsch): Eine Partyveranstaltung im Haus VI in Eilenburg wird Sonntagfrüh gegen 1 Uhr von etwa 30 Vermummten aus der rechten Szene angegriffen, wie ZeugInnen berichten. Daber werden ca. 15 Personen verletzt. Die Polizei meldet unterdessen, dass lediglich 15 Personen die Feier störten. Gläser und Flaschen seien geflogen, die Störenfriede hätten zudem Totschläger gezückt, wie weiter berichtet wird. Die Rechten schlugen auch auf Frauen ein, die am Eingang eine Zigarette rauchten. Bei den Vermummten soll es sich um Jugendliche aus der rechten Szene aus Eilenburg-Ost und Laußig gehandelt haben. Zwei von ihnen konnten sofort identifiziert werden, weil sie ihren Ausweis verloren hatten. Einer sei vor Ort gestellt worden. Die Polizei ermittelt. Quelle: LVZ-Delitzsch-Eilenburg

28.03.2008

Colditz: Maskierte Unbekannte fuhren gegen 23.30 Uhr mit zwei Autos am Dönerimbiss in der Töpfergasse vor und warfen Feuerwerkskörper gegen die Eingangsscheibe, welche dadurch zerstört wurde. Bereits vor der Attacke beschimpften auf dem Markt mehrere deutsche Jugendliche den Sohn des Inhabers des Imbisses rassistisch und warfen Feuerwerkskörper auf ihn. Im Laufe der polizeilichen Vernehmungen gab es mehrere Hinweise, die zu einem 27-jährigen Deutschen als Tatverdächtigen führten. Dieser wurde in der Nähe des Albertplatzes vorläufig festgenommen und vorübergehend in den Zentralen Polizeigewahrsam gebracht. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen aufgenommen. Der Dönerimbiss war bereits mehrmals attackiert worden. Quelle: LVZ-Muldental/ Polizei

14.04.2008

Colditz: Etwa 40 NPDler, die u.a. mit einem Bus mit der Aufschrift »Unser Herz schlägt für Sachsen – NPD im Landtag« anreisen, demonstrieren abends vor und in der Stadtkirche St. Egidien in Colditz ihre Anwesenheit. Dort findet zum Zeitpunkt ein Friedensgebet für Demokratie und Zivilcourage, gegen Rechtsextremismus und Gewalt statt. Ca. 25 Rechte, unter ihnen der sächsische NPD-Vorsitzende Petzold nehmen zeitweise provokant an der Veranstaltung in der Kirche teil, verlassen es aber vor Ende wieder, wie berichtet wird. Quelle: Linkspartei Muldentalkreis

18.04.2008

Groitzsch (Leipziger Land): Gegen 22 Uhr schlug ein offenbar rechter Jugendlicher mit einer Bierflasche die Seitenscheibe eines Fahrzeugs in der Südstraße ein, das einem Inder gehört. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich dort sechs Jugendliche auf, die nach Polizeiangaben ebenfalls dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Wie die Polizei gestern weiter dazu gegenüber der LVZ mitteilte, wurde der Tatverdächtige ermittelt. Er sei aber bisher noch nicht vernommen worden. Der sächsische Staatsschutz sowie die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) haben die weiteren Ermittlungen übernommen. Quelle: LVZ-Borna-Geithain

20.04.2008

Grimma: Durch Bürgerhinweis wurde am Sonntag bekannt, dass Unbekannte auf dem Gerichtsweg unter anderem Hakenkreuze, „Adolf Hitler“ und „Ausländer raus“ gesprüht hatten. Der Staatsschutz ermittelt. Quelle: LVZ-Muldental

01.05.2008

Colditz: In der Muldestadt hat die Polizei einer Gruppe von 20 Personen einen Platzverweis für die Innenstadt erteilt. Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, sei die Gruppe mit zwei Pkw durch das Zentrum von Colditz gefahren, wobei „eine Person mit einem Megaphon aus dem Auto heraus rechtsradikale Parolen rief.“ Die Parolen sollen antisemitischen Inhalts gewesen sein. Ein Teil der Gruppe - acht Personen - sei wenig später auch aufgrund von Bürgerhinweisen von Polizeibeamten gestellt worden. Jetzt werde wegen Volksverhetzung ermittelt. Der 23-jährige tatverdächtige Megafonbenutzer sei zur Identitätsfeststellung vorläufig festgenommen worden. Quelle: LVZ-Muldental/ redok/ Polizei Sachsen

01.05.2008

Wurzen: Der Asia-Imbiss auf dem Parkplatz des Kaufland-Marktes ist gegen 3.45 Uhr des 1. Mai regelrecht explodiert und wurde vollständig zerstört. Die Überreste des Wagens waren im Umkreis von ca. 40 m verstreut. Er ist offenbar vorsätzlich angezündet worden, wie die Polizei mitteilte. Zwar seien die Untersuchungen der Brandursachen-Ermittler noch nicht abgeschlossen, doch es mehrten sich die Hinweise, dass „da nachgeholfen wurde“. Sollte sich die Tat als eine politisch motivierte entpuppen, würde der Vorgang an den Staatsschutz übergeben. Bei „klassischer“ Brandstiftung ermittelten die Wurzener Beamten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beziffern der Inhaber mit ca. 5000 €. Quelle: LVZ-Muldental/ Polizei Sachsen

06.05.2008

Dresden: Der Sächsische Verfassungsschutzbericht erscheint. Wurzen wird darin zwei mal benannt: Es gibt in Wurzen die Band Namens "Aryan Hope" und der Wurzener Ortsteil Roitzsch ist neben Schildau und Dresden einer der Hauptveranstaltungsorte für Konzerte rechtsextremer Bands in Sachsen. Weder der europaweite und als mittlerweile einer der größten geltende rechtsextreme Versandhandel Front Records aus Wurzen noch dessen Inhaber Thomas P. werden erwähnt. Quelle: VS-Bericht Sachsen 2007

07.05.2008

Berlin/ Borna (Leipziger Land): Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat ein Vereinsverbot gegen das "Collegium Humanum" aus dem nordrhein-westfälischen Vlotho verhängt. Neben dem Verein "Collegium Humanum" würden auch der ihm angegliederte "Verein Bauernhilfe" und der "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgter" verboten. Danach habe man mit bundesweiten Hausdurchsuchungen begonnen. Bei den nun verbotenen Vereinen habe es sich um "Sammelbecken für Holocaustleugner" gehandelt, deren Vereinstätigkeit aus antisemitischer Propaganda und der Verherrlichung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bestehe, sagte ein parlamentarischer Staatssekretär, der auch zusagte, dass eventuelle Reorganisationsversuche durch das Bundesinnenministerium kontrolliert würden. Das Verbot könnte auch Auswirkungen auf den Bornaer Verein "Gedächtnisstätte" haben, der seit einigen Jahren in der Stadt sein Domizil in der Röthaer Straße aufgeschlagen hat und über intensivste Kontakte zu eben jenem "Collegium Humanun" verfügen soll. Quelle: indymedia

07.05.2008

Groitzsch (Leipziger Land): Durch mehrere Bürgerhinweise wurde gegen 22:35 Uhr bekannt, dass Unbekannte an einem Asia-Imbiss randalierten und mit zwei Rundhölzer gegen den Container geschlagen. Es entstand erheblicher Sachschaden. Die eingesetzten Beamten bemerkten mehrere Blutspuren, die den Verdacht nahe legten, dass sich einer der Täter verletzt haben müsste. Nach intensiven Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige (20/17) aus Groitzsch ermittelt werden. Der 20-Jährige wies Verletzungen auf. Es erfolgte eine umfangreiche Spurensicherung. Zur Zeit wird geprüft, ob ein rechtsgerichteter Hintergrund besteht. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Quelle: AMAL Sachsen/ Polizei Sachsen

08.05.2008

Borna/ Geithain/ Schkeuditz (Leipziger Land): Mehrere Transparente und Flugblätter mit Aufschriften, die Bezug auf den 8. Mai 1945 nehmen, wurden heute im Stadtgebiet von Geithain, Borna, Schkeuditz und Eilenburg aufgefunden. Zu lesen waren Aufschriften wie "8. Mai 1945, Tag der Trauer" oder "8. Mai 1945, Tag der Befreiung von Heimat, Leben, Kultur, Besitz und Familie". In Geithain wurden an mehreren Wiesen Holzkreuze mit verschiedenen Inschriften wie „tausende Kriegsgefangene" aufgestellt. In Borna seien mehrmals am Tag an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet sieben junge Männer mit zwei Holzkreuzen und zwei Plakaten aufgetaucht. Auf einem Plakat habe gestanden "8. Mai Mord am Volk". Bevor die Polizei vor Ort war, seien die Personen jeweils auf Fahrrädern verschwunden, sagte Polizeisprecher. Die Plakate und Kreuze wurden entfernt.Zudem wurden hier überklebte bzw. zerstörte Wahlplakate festgestellt. Der Staatsschutz prüft, ob strafbares Handeln vorliegt. Quelle: Polizei Sachsen

10.05.2008

Belgershain: In der Nacht zum 10.05.2008 stören mehrere Rechtsextreme eine private Geburtstagsfeier. Nach Angaben von Betroffenen reicht es den Angreifern aus, dass einige Gäste nicht aus Belgershain, sondern aus dem nahe liegenden Leipzig kommen. Mit "Sieg Heil"-Rufen werden Gäste durch den Ort gejagt und geschlagen. Mehrere Jugendliche werden verletzt. Quelle: AMAL Sachsen/ Betroffene

11.05.2008

Bad Lausick: Über geplante Aktionen rechtsorientierter Jugendlicher am Pfingstsonntag im und am Freizeitbad Riff in Bad Lausick war die Polizei informiert worden und kam zum Einsatz. Beamte der PD Westsachsen waren am Sonntag von 15 bis 21 Uhr vor Ort. Im Verlauf des Einsatzes, so die Polizei, sei es zu keinen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gekommen. Es wurden 25 der rechten Szene zuzuordnenden Personen mit acht Fahrzeugen festgestellt. Es wurden Personalien festgestellt und die Präsenz der Polizei am Riff erhöht. Quelle: Polizei Sachsen/ LVZ-Muldental

11.05.2008

Groitzsch (Leipziger Land): Ein 22-Jähriger wird an einer Tankstelle in der Schusterstraße von drei mutmaßlich Rechten tätlich angegriffen. Gegen 01:10 Uhr wurde der Betroffene überraschend und ohne erkennbaren Grund mit einer Flasche gegen den Kopf geschlagen sowie durch Schläge und Tritte verletzt.

Nachtrag: Am 20.05.2008 werden die mutmaßlichen Täter bekannt und Haftbefehl gegen sie erlassen. (siehe Meldung vom 20.05.2008) Quelle: AMAL Sachsen/ Polizei Sachsen

12.-18.05.2008

Lindhardt/ Naunhof: Der Gedenkstein für die beiden ermordeten Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Lindhardt ist geschändet worden. Wie bekannt wurde, müssen Unbekannte bereits in der vergangenen Woche die Tafel mit den Namen abmontiert haben. Die Stadt Naunhof erstattete Anzeige. Quelle: LVZ-Muldental

12.05.2008

Koltzschen: Im Zschadraßer Ortsteil Koltzschen findet vom 9. bis 12. Mai auf einem Privatgelände das Pfingstlager der rechtsextremen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) mit über 150 Kindern und Jugendlichen statt, wie das antifaschistische Informationsheft "Blick nach Rechts" berichtet. Andere Quellen sprechen von mehr als 300 Teilnehmern. Sieben der jungen Teilnehmer mussten aufgrund einer Dehydrierung im Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Obwohl der Organisation ein Uniformverbot erteilt worden sei, sollen Uniformen getragen worden sein. Die Polizei erhielt Bildaufnahmen, die diesen Verdacht begründen. Es wurde Anzeige gegen die rechtsextreme Jugendorganisation HDJ erstattet. Das Pfingstlager sei die zweite größere Veranstaltung dieser Art nach dem HDJ-Osterlager im vogtländischen Limbach im März. Quelle: NDK/ BNR

12.05.2008

Borna (Leipziger Land): Nach dem Hinweis eines Zeugen konnte die Polizei in Borna vier Tatverdächtige stellen, die am Pfingstmontag gegen 22.50 Uhr in der Bahnhof- und Stauffenbergstraße Wahlplakate zerstörten. Vor allem auf Plakate von SPD und Linken hätten es die zwei männlichen und zwei weiblichen Personen abgesehen. Zumindest einer der Täter sei der rechten Szene zuzuordnen. Einer der Täter habe zudem ohne Waffenschein eine Schreckschusspistole mitgeführt und damit gegen das Waffengesetz verstoßen, während die Zerstörung der Wahlplakate als Sachbeschädigung geahndet werde. In der gleichen Nacht wurden in Borna im Hochhausgebiet und in der Lausicker Straße die Heckscheiben eines Seat und eines Skoda mit einem Nothammer zerschlagen, teilte Bornas Polizeichef mit. Auf beiden Heckscheiben habe der Schriftzug „Todesstrafe für Kinderschänder“ gestanden, der ein Slogan der Rechtsextremen sei. Die Polizei habe „Antifa“-Aufkleber an den Fahrzeugen gefunden, was Rückschlüsse auf die mutmaßlichen Täter zuließe. Die zerstörten Scheiben wurden der Polizei gestern um 1.30 Uhr und um 2.30 Uhr gemeldet. Zeugen sollten sich bei der Polizei melden. Quelle: LVZ-Borna-Geithain

20.05.2008

Groitzsch (Leipziger Land): Die Polizei hat zwei rechtsextreme Schläger verhaftet. Den Jugendlichen (16 und 17 Jahre) wird mehrfache Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. U.a. wegen des Überfalls auf einen 22-Jährigen am 11.05.2008 an der Tankstelle in der Schusterstraße. Die drei damaligen Tatverdächtigen im Alter von 16 sowie 22 Jahren aus Groitzsch konnten zwischenzeitlich mit Hilfe von Zeugenaussagen bekannt gemacht werden. Gegen sie wurden Haftbefehle erlassen. Gegen den 16-Jährigen laufen Ermittlungen zu weiteren Straftaten, die durch das Landeskriminalamt Sachsen bearbeitet werden. Die beiden anderen Männer wurden heute festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind jedoch noch nicht abgeschlossen, es werden derzeit weitere Zeugenvernehmungen durchgeführt. Zeugen, die sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden nochmals gebeten, ihre Beobachtungen der Polizeidirektion Westsachsen, Tel. (0341) 255-100 oder jeder anderen Polizeidienststelle mitzuteilen. Quelle: LVZ-Borna-Geithain/ Polizei Sachsen

22.05.2008

Borna (Leipziger Land): In der H.-Böll-Straße und in der Th.-Mann-Straße werden mehrere Plakate mit rechtsgerichtetem Gedankengut festgestellt. Die Plakate werden durch Polizei und Stadtverwaltung entfernt. Ob der Inhalt der Plakate strafrechtlich relevant ist, wird durch das Referat Staatsschutz überprüft. Quelle: AMAL Sachsen/ Polizei Sachsen

25.05.2008

Wurzen: Während einer Open-Air-Veranstaltung auf dem Festplatz an der Collmener Straße beschimpfte ein unbekannter junger Mann gegen 02:00 Uhr drei weitere Personen im Alter von 18, 22 und 24 Jahren. Er rief u.a. rechtsextremistische Parolen und zeigte den so genannten Hitlergruß. Die drei wollten daraufhin die Festwiese verlassen. Dieser ließ jedoch nicht ab und warf mit Bierflaschen nach ihnen. Der 24-Jährige wurde von einer vollen Bierflasche dabei leicht verletzt. Der Tatverdächtige soll ca. 20 Jahre alt, ca. 175 cm bis 180 cm groß und sportlich gewesen sein. Er trug ein blaues Kapuzenshirt, die Kapuze trug er über dem Kopf. Gesucht werden Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder dem Tatverdächtigen geben können. Polizeirevier Wurzen: Tel. (03425) 985-100 oder jede andere Polizeidienststelle. Quelle: Polizei Sachsen

26.05.2008

Wurzen/ OT Burkartshain: Unbekannte haben in der Nacht zum Montag sämtliche Wahlplakate, außer denen der NPD, von ihren Sichtplätzen entfernt. Bekannt wurde, dass drei Jugendliche durch den Ort zogen, die die Plakate abgerissen und in Gesbüsche geworfen haben sollen. Ein Plakat sei mit einem Hakenkreuz besudelt worden sein. Ortsvorsteher Jörg Grundig erstattete Anzeige. Quelle: LVZ-Muldental

27.05.2008

BAB 38 bei Naunhof (Leipziger Land): In Höhe des Parkplatzes Parthenaue schmierten Unbekannte 21 Hakenkreuze auf die Fahrbahn bzw. die Pfeiler der angrenzenden Brücke der Autobahn A38. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: LVZ-Muldental/ Polizei Sachsen

02.06.2008

Taucha (Landkreis Delitzsch): Bisher Unbekannte besprühten mehrer Objekte in Taucha mit Hakenkreuzen. Bemerkt wurde die Straftat am 02.06.2008, gegen 08.20 Uhr. Es wurde ein Reisebus besprüht und dessen Lack beschädigt. Außerdem wurde eine Pizzeria und ein Fahrschule beschmiert. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen aufgenommen. Quelle: AMAL Sachsen

08.06.2008

Muldentalkreis: Die NPD erhält bei den Kreistagswahlen für den neuen Landkreis Leipzig 4,7% der Wählerstimmen und wird mit vier Abgeordneten im neuen Parlament vertreten sein. Neben den bisherigen MTL-Abgeordneten Tautermann, Schroth und Forwerg wird nun Gerd Fritzsche einziehen. In Wurzen verlor die NPD nahezu 300 Stimmen und kam auf 7,3% (2004: 11,5%). Dagegen erhöhte sie ihre Stimmanteile in Trebsen auf 12,3%(2004: 11,4%). Mehr Stimmen - wenn auch gering - erlangte sie zudem in Falkenhain, Thallwitz, Bad Lausick, Bennewitz, Borsdorf, Brandis, Großbothen, Machern, Mutzschen und Thümmlitzwalde. In Colditz verlor die Partei über 2%. Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen

08.06.2008

Colditz: Ein betrunkener 37-Jähriger hat am Sonntagnachmittag fremdenfeindliche Parolen auf dem Marktplatz gerufen. Zudem beleidigte er die Landratskanditatiin Petra Köpping (Leipziger Land). Anzeige wurde erstattet. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

08.06.2008

Klagenfurt (Österreich): Wie die BILD-Zeitung berichtet gab es in der EM-Stadt rechtsextremistische Ausschreitungen bei denen auch Wurzener beteiligt waren. Die Polizei nahm über 100 Nazi-Hooligans fest, darunter mindestens einen Wurzner - Ronny L. - , wie u.a. ein BILD-Foto sowie ein Videobeitrag der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD beweisen. Quelle: BILD, DER STANDARD

09.06.2008

Colditz: In der Nacht wird ein in diesem Jahr bereits zwei Mal angegriffener Imbiss von ausländischen Gewerbetreibenden mit roten Farbkugeln attackiert. Diese wurden gegen die Eingangstür und die Fenster geschmissen. Es entstand Sachschaden. Quelle: RAA Sachsen

16.06.2008

Colditz: Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen einen 20-Jährigen. Der Mann wurde in der Nacht mit seinem Wagen in Colditz gestoppt. Die Aufschrift „Ruhm und Ehre der Waffen SS“ auf seinem T-Shirt sei zwar nicht strafbar, doch im Kofferraum seines Autos fanden die Beamten auch eine größere Anzahl von CDs. Diese und das TShirt wurden sichergestellt und dem Staatsschutz übergeben. Dieser überprüft nun eine strafrechtliche Relevanz. Quelle: Polizei Sachsen

25.06.2008

Colditz: In der Nacht nach dem EM-Fussballspiel Deutschland- Türkei wurde in den auf einem Parkplatz stehenden Imbiss ausländischer Gewerbetreibender überfallen. Die Betroffenen wurden somit zum vierten Mal in diesem Jahr Opfer von Angriffen. Quelle: RAA Sachsen

27.06.2008

Wurzen: Unbekannte haben an Zaun und Eingangsbereich eines Gebäudes in der Freiligrathstraße 9 ein Hakenkreuz sowie die Ziffern 88 (HH=Heil Hitler) und 14 (Synonym für die so genannten 14 Worte - siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Fourteen_Words) geschmiert. Zudem mehrere SS-Runen und den Slogan "Heil dem deutschen Volke". Der Staatsschutz ermittelt. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

29.06.2008

Wurzen: Nach der Übertragung des EM-Finales Deutschland - Spanien am Sonntag im Kulturkeller in D5 wurden zwei Gäste der Veranstaltung durch mutmaßlich rechte Jugendliche geschlagen und verletzt. Gegen 23.00 Uhr lief eine Gruppe von bis zu 30 Personen aus Richtung Domgasse auf den Domplatz und skandierten fußballtypischen Sprechchöre. Mindestens einer der Personen rief zudem: "Ich denke hier sind Zecken!", was darauf schließen lässt, dass die Gruppe dem rechten Spektrum zuzuordnen ist und sie vor hatten, die Veranstaltung zu stören und deren Besucher zu bedrohen oder zu schlagen. Der Großteil der Besucher konnte sich in das Gebäude zurück ziehen. Zwei Personen wurden jedoch von den Angreifern unmittelbar am und auf dem Gelände des D5 geschlagen, getreten und verletzt. Die Polizei wurde verständigt und Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt. Quelle: Augenzeugen

09.07.2008

Bennewitz: Am Mittwoch werden an einem Supermarkt des Ortes rechtsextremistische Schmierereien entdeckt. Die Ermittlungen dauern an, so die Polizei. Quelle: AMAL Sachsen, LVZ-Muldentalkreis

12.07.2008

Falkenhain/ OT Kühnitzsch: Während und nach dem traditionellen Teichfest provozierten und schlugen mehrere mutmaßliche Rechte, die zum Teil bekannt sind, Gäste und Einwohner. Die informierte Polizei soll Platzverweise ausgesprochen haben, nahm allerdings niemanden fest und Warnungen der Veranstalter, dass die sich kurzzeitig entfernten Angreifer sicherlich wiederkämen, nicht ernst. Zudem, so beschreiben es Zeugen, machte sich mindestens einer der Rechten über die anwesende Polizisten lustig - er sei ja erst 16 Jahre alt und die Beamten können ihn ja gar nicht mitnehmen. Ein anderer drohte damit, "seine Freunde" als Verstärkung zu holen.

Die Rechten kamen in den frühen Morgenstunden folglich nochmals wieder und schlugen und traten daraufhin auf mehrere noch anwesende Gäste ein. Einer Frau traten sie dabei in den Unterleib, so dass diese kurzzeitig mit Schmerzen auf dem Boden liegen blieb. Einen anderen Bürger jagten sie durch das Dorf und schlugen auch brutal auf diesen ein. Er erlitt Hämatome im Gesichtsbereich. Weitere Betroffene wurden am Körper und im Gesicht verletzt. Die mit mehreren PKW eintreffende Polizei nahm den Angriff in den frühen Morgenstunden auf. ZeugInnen sollen angehört werden. Über den Vorfall gab es seitens der Polizei bisher keine Meldung. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Angriffe durch Rechte auf Gäste des Festes. Quelle: AMAL Sachsen

16.07.2008

Naunhof: Drei unbekannte Täter halten sich gegen 22.55 Uhr auf dem Zufahrtweg zu einem Wohnheim der Lebenshilfe (geistig und körperlich behinderte Bewohner) auf. Sie entzünden mehrere Stückchen Kohlenanzünder. Damit übersteigen sie den Zaun und laufen in Richtung Heim. Als sie durch einen Zeugen überrascht werrden, wirft einer der Unbekannten den Anzünder in den Teich. Anschließend flüchten die Täter unter „Sieg Heil"-Rufen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: AMAL Sachsen, Polizei Sachsen

17.07.2008

Grimma: Durch einen Bürgerhinweis wird bekannt, dass gegen 3.45 Uhr vier Unbekannte versuchten, den China-Imbiss am Bahnhof aufzubrechen. Dies misslang, der Imbiss wurde stark beschädigt. Durch mehrere sofort eingesetzte Funkwagen konnten die vier Täterverdächtigen (19, 24, 25, 20) in der Leipziger Straße gestellt und aufs Revier verbracht werden. Während der Tatortarbeit wurde am Imbiss ein eingeritztes Hakenkreuz und mehrere rechte Parolen gefunden, die nach Angaben der Geschädigten bereits zwei Monte alt sind, aber nicht zur Anzeige kamen. Die Ermittlungen dauern noch an. Zur Zeit wird geprüft, ob den Tatverdächtigen weitere Einbrüche zugeordnet werden können. Die Polizei dankt dem aufmerksamen Bürger für seine Hilfe. Quelle: Polizei Sachsen

21.07.2008

Bahren: Ein PKW Audi, besetzt mit vier Personen, fährt gegen 00.25 Uhr am örtlichen Asylbewerberheim vorbei. Auf dem Vorplatz rufen die PKW-Insassen ausländerfeindliche Parolen. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Verantwortlichen des Heimes entfernen sich die vier Personen. Die Straftat wurde angezeigt. Ermittlungen zu den Tatverdächtigen laufen. Quelle: AMAL Sachsen, Polizei Sachsen

Anfang August 2008

Thümmlitzwalde/ Taucha/ Döbeln/ Borna: In den zu Thümmlitzwalde gehörenden Ortsteilen Ragewitz, Dürrweitzschen, Leipnitz und Böhlen sowie Zschoppach und Nauberg tauchen ab dem 5. August zahlreiche Plakate und Aufkleber auf, die den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß glorifizieren. Die Gemeinde ist großflächig zuplakatiert, auch viele Verkehrsschilder. In Taucha stellt die Polizei etwa 100 rechtsextreme Plakate und Aufkleber fest. In Döbeln werden in der Nacht zum 13. August vier junge Rechtsextremisten festgenommen, die Heß-Zettel an Türen kleben. In Borna werden am 15. August Bettlaken mit Heß-Sprüchen an verschiedenen Brücken und an der Arbeitsagentur angebracht. Am 18. August tauchen im Stadtgebiet von Borna an Mauern gesprühte Heß-Parolen auf. Der am 17. August 1987 in der Haft durch Selbstmord ums Leben gekommene Kriegsverbrecher Heß gilt in der Neonazi-Szene als Märtyrer und wichtiges Vorbild. Quelle: LVZ-Muldental, PD Westsachsen

02.08.2008

Brandis: Unbekannte zerstörten in der Nacht zum Samstag die Scheiben einer Pizzeria. Der Besitzer, der gegen Mitternacht aus dem Fenster schaute, sah zwei Männer, die ihn beschimpften. Die Polizei ermittelt. Der Schaden beträgt ca. 500 €. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

Bennewitz: Unbekannte haben in der Nacht mit Kreide mehrere rechtsgerichtete Symbole auf die Fahrbahn der Kurzen Straße gemalt. Die Schmierereien wurden zur Anzeige gebracht. Quelle: RAA Sachsen

09.08.2008

Borna/Bad Lausick: Rund 200 Alt- und Neo-Nazis begehen in der revisionistischen „Gedächtnisstätte“ in der Röthaer Straße in Borna den 95. Geburtstag des ehemaligen Göring-Vertrauten und späteren rechten Szene-Anwalts H.. Der Ritterkreuzträger gilt als einer der Initiatoren des Projekts. Die langjährige Vorsitzende des Gedächtnisstätte-Vereins Ursula Haverbeck-Wetzel zählt ebenso zu den Gratulanten wie NPD-Chef Udo Voigt, Mitglieder und Mitarbeiter der NPD-Fraktion in Sächsischen Landtag sowie Vertreter der rechtsextremen DVU. Neben solcher Prominenz hat sich auch Bernd Uwe H., Herausgeber der rechten Lokalpostille „Der Buchheimer“ aus Bad Lausick, auf dem Gelände eingefunden. Im Internet berichtet dieser anschließend stolz über die Feier mit den vielen Gästen „aus dem In- und Ausland im gesetzten Alter und meist mit vielen Doktorentiteln vor dem Namen“, die den „Oberst a.D. und Fliegerheld hochleben“ ließen, und freut sich darüber, dass es zu keinen „Link- und Antifaschistischen-Störungen“ gekommen sei. Das rechtsextreme Infoportal Altermedia erwähnt H. – „der lokal bekannte geistreiche und spöttische ‚Buchheimer’“ – in seinem Bericht über die Feier als eine von vielen anwesenden Persönlichkeiten, „die in Kreisen rechter Orientierung bekannt sind“. Quelle: LVZ-Muldental, Altermedia, Buchheimer-Homepage

13.08.2008

Oelschütz: In Oelschütz bei Wurzen sowei im Stadtgebiet von Markkleeberg und im Gewerbegebiet Ost und an der Muldeninsel in Döbeln wurden mehrere Plakate aufgefunden, die den Todestag von Rudolf Heß zum Inhalt haben. Die Entfernung der Plakate wurde veranlasst. Quelle: Polizei Sachsen

28.08.2008

Wurzen: In einem "Gemeinsamen Lagebild der Verfassungsschutzbehörden Sachsen und Brandenburg zu aktuellen Entwicklungen im Rechtsextremismus 2008" wird als Beispiel für die länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich rechtsextreme Musik auf "Front Records" aus Wurzen verwiesen. Es handele sich bei der Firma um "eine(n) der bedeutendsten Vertriebe bundesweit". Große Vertriebe wie dieser hätten erfahrungsgemäß mehrere Tausend Kunden im In- und Ausland und kämen auf einen Jahresumsatz von mehreren 100.000 Euro. Hingewiesen wird auf "weitere, vordergründig unpolitische Unternehmen", die neben dem dem eigentlichen Vertrieb betrieben werden. Darunter sei ein Handel mit Rohtextilien, von dem es auch eine Zweigstelle im brandenburgischen Eberswalde gibt. Unter der dortigen Anschrift seien ebenfalls rechtsextremistische Unternehmen gemeldet. Laut Einschätzung des Verfassungsschutzes lassen die "übereinstimmenden E-Mail-Adressen (...) den Schluss zu, dass die Online-Kommunikation des Rohtextil-Handels über die sächsische Hauptniederlassung erfolgt." Bei den "rechtsextremistischen Unternehmen" in Eberswalde dürfte es sich um das Firmengeflecht des bekannten Brandenburger Neonazis Gordon R. handeln, der dort u.a. eine Textildruck-Firma, einen Army-Shop und einen Laden für Hooligan-Bedarf betreibt. Ein ähnlich ausgerichteter, fast namensgleicher Versandhandel für "Problemfans" agiert seit Anfang 2008 von einem Grundstück in Falkenhain (bei Wurzen) aus, das ebenfalls "Front Records"-Inhaber Thomas P. gehört (siehe Meldung vom Februar 2008). Quelle: VS-Lagebild, LVZ-Muldental vom 09.09.2008

29.08.2008

Wurzen: Nach der Ermordung eines achtjährigen Mädchens in Leipzig tauchen auch in Wurzen Flugblätter auf, in denen mit Bezug auf dieses Verbrechen die "Todesstrafe für Kinderschänder" sowie "Nationaler Sozialismus jetzt!" gefordert wird. Ein Verantwortlicher im Sinne des Presserechts ist nicht angegeben, dafür prangt auf den Flugblättern das Logo der "Nationalen Sozialisten Muldental". Zudem wird auf die neonazistischen Internetseiten "(Freier) Widerstand" und "Freies Netz Leipzig" verwiesen. Quelle: Flugblatt

30.08.2008

Mügeln: Drei Neonazis bepöbeln auf dem Gelände des Oschatz-Parks eine ihnen entgegen kommende Familie türkischer Abstammung. Einer der Rechten präsentiert provokativ sein auf die Brust tätowiertes Hakenkreuz. Die Parkleitung bekommt dies mit, eilt herbei und alamiert die Polizei. Als diese eintrifft, fangen die Neonazis an, wild um sich zu schlagen. Es entsteht eine Prügelei mit der Polizei, wobei auch ein Beamter verletzt wird. Der Neonazi mit dem eintätowierten Hakenkreuz, welcher erst kürzlich aus dem Gefängnis freikam, wird festgenommen. Nun ermitteln der Staatsschutz und die Kriminalpolizei. Quelle: RAA Sachsen

01.09.2008

Wurzen: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr werden Montagmorgen gegen 1.30 Uhr alarmiert, um einen Brand am Laden für afrikanische Kunst in der Theodor-Körner-Straße zu löschen. Die Tür des Ladens wurde durch den Brand beschädigt. Bewohner des Mehrfamilienhauses kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden beträgt rund 2000 Euro. Nach ersten Spurenauswertungen gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass das Feuer gelegt wurde. Sowohl im Fenster- als auch im Eingangsbereich hätten sich Brandlegespuren befunden. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

07.09.2008

Eilenburg (Landkreis Nordsachsen)/Leipzig: Es sollte eine friedliche Aktion gegen illegale Plakatierung in Eilenburg werden. Am Ende musste die Polizei am Montagabend rund 30 engagierte Bürger der Muldestadt gegen 150 Personen aus dem rechtsextremen Spektrum schützen. Eilenburger aller Altersgruppen waren gegen 18 Uhr dem Aufruf von Stadtverwaltung und evangelischer Kirche gefolgt und hatten sich im Rathaus versammelt. Noch während innen die Aufgaben verteilt wurden, marschierten auf dem Nikolaiplatz hinter dem Rathaus die Rechtsextremen auf. Nach Angaben der Polizei zündeten sie dort Feuerwerkskörper, riefen Sprüche und Parolen, bedrohten die Versammlungsteilnehmer und warfen Zettel mit rechtsextremen Parolen. Quelle: LVZ-Online

20.09.2008

Borna: In der revisionistischen "Gedächtnisstätte" findet eine Vortragsveranstaltung mit Wehrmachts-Oberst a.D. Hajo H. statt, der hier im August bereits seinen 95. Geburtstag gefeiert hat. Zudem gibt es für die Besucher eine Führung durch das Gebäude und eine "Gedenkfeier vor unvollendetem Denkmal". Diese Aufgabe übernimmt an Stelle des bisherigen wissenschaftlichen Leiters Peter Hild jedoch kurzfristig der NPD-Kreisrat Gerd Fritsche aus Borsdorf. Außerdem soll bei der Veranstaltung ein Referent des NPD-Landesvorsitzenden Winfried Petzold aus Roda/Mutzschen gesprochen haben.

Der geschasste Militärhistoriker Hild beklagt sich einige Wochen später im Internet-Blog "Blaue Narzisse" über NPD-Funktionäre und diesen nahestehende Personen, die gegen ihn intrigiert hätten. Inzwischen wurde ihm gekündigt und zudem gegen ihn ein Hausverbot verhängt. Die Redaktion der neurechten Internetseite schlussfolgert daraus: "NPD-Funktionäre wollen anscheinend die Bornaer Gedächtnisstätte übernehmen". Damit sei das Projekt zur Totgeburt verurteilt. Laut Held seien bereits mehrere geplante Referenten abgesprungen und einige geliehenen Ausstellungsstücke zurückverlangt worden. Quelle: Endstation Rechts Sachsen, Blaue Narzisse

23.09.2008

Colditz: Mehrere Schmierereien mit vermutlich rechtsgerichtetem Inhalt wurden an mehreren Hauswänden in der Töpfergasse, am Sophienplatz, der Sophienstraße sowie der Schulstraße festgestellt. Die strafrechtliche Relevanz der Inhalte wird noch geprüft. Quelle: RAA Sachsen

Borna: In der Magdeborner Straße sowie der Geschwister-Scholl-Straße wurden mehrere Parolen mit rechtsgerichtetem Inhalt an Bushaltestellen-Wartehäuschen, Trafohäuschen sowie einer Hauswand festgestellt. Die Verantwortlichen wurden informiert und Anzeigen wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen gefertigt. Quelle: Polizei Sachsen

27.09.2008

Mügeln: Ein 35-jähriger Zeuge der Ausschreitungen gegen indische Bürger im Sommer 2007 wird durch mutmaßlich Rechtsextreme nach einem öffentlichen Fest nahe dem Schloss Ruhetal brutal zusammengeschlagen. Beim Verlassen des Festes gegen Mitternacht passierte er eine Gruppe von ca. 15 Personen, aus der eine Person heraus "Dort ist er!"rief. Er wurde von einem 20-Jährigen in der Schlossstraße von hinten angegriffen, umgestoßen und am Boden liegend getreten sowie geschlagen. Dabei erlitt er eine Platzwunde neben dem Auge sowie Prellungen am Kopf und am Oberkörper. Durch das Dezernat Staatsschutz der Polizeidirektion Westsachsen wird nun geprüft, ob die Tat im Zusammenhang mit dem Altstadtfest steht. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Quelle: Kooperationspartner

03.10.2008

Geithain: Ca. 150-200 Anhänger und Sympatisanten aus dem rechtsextremen Freien Netz versammeln sich in Geithain um unter dem Motto "Revolution ist machbar" ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Propaganda unters Volk zu bringen. Quelle: RAA Sachsen

04.10.2008

Delitzsch (Landkreis Nordsachsen): Ein 38 Jahre alter Polizist ist in der Nacht zu Sonnabend in Delitzsch bei einem Einsatz gegen Randalierer aus der rechten Szene schwer verletzt worden. Der Beamte sei mit einer Bierflasche beworfen worden und erlitt Platzwunden am Kopf, teilte die Polizei mit. Die Beamten waren gerufen worden, weil etwa zehn Personen aus der rechten Szene eine Geburtstagsfeier störten. Sie ignorierten die ausgesprochenen Platzverweise und widersetzten sich den Ordnungshütern. Quelle: Polizei Sachsen, RAA Sachsen

22.10.2008

Borna: Das Trafohäuschen in der Magdeborner Straße, den Netto-Markt und die Reithalle am Breiten Teich verunstalteten Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag mit rechtsgerichteten Parolen. Es wurde Anzeige aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen, RAA Sachsen

27.10.08

Eilenburg (Landkreis Nordsachsen): Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag vier Brandsätze vor ein Asylbewerberheim in Eilenburg geschleudert. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Glasflaschen mit Brandbeschleunigern brannten auf einem Parkplatz. Sachschaden entstand nicht. Die Suche nach den Tätern dauert an. "Ein politisch motivierter Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden", teilte die Polizei mit. Quelle: Polizei Sachsen

01.11.2008

Groitzsch: In der Nacht vom 1. zum 2. November wird eine Haustür sowie der Fußweg einer Straße mit rechtsextremen Parolen beschmiert. Quelle: RAA Sachsen

05.11.2008

Groitzsch: Nachdem zwei junge Männer gegen 16.30 Uhr auf einem Spielplatz sowie anschließend auf dem Markt lautstark rechte Parolen riefen, wurden sie durch die Polizei in Gewahrsam genommen. Die beiden 19- und 21-Jährigen müssen sich nun wegen dem Verwenden von verfassungswidrigen Kennzeichen verantworten. Quelle: Polizei Sachsen

16.11.2008

Wurzen:‭ ‬Gegen‭ ‬18.00‭ ‬Uhr marschieren anlässlich des Volkstrauertages unter Führung ihres Kreisvorsitzenden Marcus Müller ca.‭ ‬100‭ ‬Mitglieder und Sympathisanten des NPD-Kreisverbands Muldental ‬‬mit Fackeln,‭ ‬schwarz-weiß-roten Fahnen und Trommeln vom Jacobsplatz aus durch die Innenstadt zum Alten Friedhof am Bahnhof.‭ ‬Dort legen und hängen sie am so genannten Kriegerdenkmal Gebinde nieder und veranstalten eine‭ Art „‬Gedenkfeier‭“‬.‭ ‬(aus NPD-Homepage am 16.11.2008: "Dort angekommen, hörte man Rede, Rezitation und Instrumentalstück in würdigem, um nicht zu sagen in sakralem Rahmen.". Bereits gegen‭ ‬18.30‭ ‬Uhr ist die Veranstaltung vorbei.‭ ‬Die Polizei führte Personenkontrollen durch und unterbrach zumindest damit den Spuk.‭ ‬Die Demonstration war scheinbar nicht angemeldet worden, auch nicht als Spontandemonstration.‭ Quelle:‭ ‬ZeugInnen, NPD-Muldentalkreis

23.11.2008‭

Wurzen: Am Wochenende werden durch bisher Unbekannte im Stadtgebiet flächendeckend anitsemitische Aufkleber an Straßenlampen und -schildern verklebt. Inhalt: "Schluss mit der Judentyrannei - Nationalsozialismus jetzt!". In der Mitte der ca. 5x10 cm großen und in rot gehaltenen Aufkleber prankt ein schwarzes Hakenkreuz in einem weißen Kreis - Abbild der Flagge der Nazis im Dritten Reich. Quelle: ZeugInnen

27.11.2008

Dresden/ Borna: Die so genannte Gedächtnisstätte in Borna darf als rechtsextremistisch bezeichnet bzw. darauf verwiesen werden, dass der Verfassungsschutz diese als solches einschätzt. Dies stellte die Sächsische Staatsregierung in einer Antwort auf eine Große Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion zum Thema Rechtsextremismus fest. Quelle: Sächsischer Landtag, Drucksache 4/13281

29.11.2008

Wurzen: Wie bekannt wird, hat die Staatsanwaltschaft Leipzig die Revision gegen den Freispruch von Thomas P. vor dem Oberlandesgericht Dresden zurück gezogen. P. war im Februar vom Verdacht der Volksverhetzung (T-Shirts „Hooli-Caust“) von Richter Weise am Amtsgericht Grimma frei gesprochen worden. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

02.12.2008

Wurzen: Auf der Toilette einer Wurzener Schule werden antisemitische Parolen und rechtsextremistische Symbole entdeckt. Diese werden entfernt. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: Polizei Sachsen

04.12.2008

Bennewitz. Mit einem Elektroschocker wurde gegen 20 Uhr in der Leipziger Straße ein Jugendlicher mit dunkler Hautfarbe attackiert. Der 17-Jährige wurde leicht im Bauchbereich verletzt. Er war in einer Gruppe, die gegen 20 Uhr in der Leipziger Straße in Richtung Bahnhofsstraße ging, als ihnen der mutmaßliche Täter in Begleitung eines anderen entgegenkam. Ein rechtsmotivierter bzw. fremdenfeindlicher Hintergrund kann nach Informationen der Polizei nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

13.12.2008

Trebsen: Unbekannt sprühen in der Nacht Naziparolen an sechs Gebäude und einen Zigarettenautomaten in Trebsen, Altenhain und Seelingstädt. An die Fassade eines Hauses am Wurzener Platz, in dem ein vietnamesischer Händler sein Geschäft betreibt, stehen die Parolen "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutsen" (sic!). Anzeigen wurden durch die Stadtverwaltung und Hauseigentümer erstattet. Wie der Vietnamese, der seit zehn Jahren dort eingemietet ist, berichtet, wurden kurz nach der Geschäftseröffnung die Scheiben eingeworfen. Vor einigen Wochen wurde sein kleiner Sohn von Jugendlichen angegriffen und bedroht, berichtet er weiter gegenüber der LVZ. In Seelingstädt wurde zudem ein Trafohäuschen gegenüber der Wohnung einer deutsch-syrischen Familie mit der Parole "Deutschland den Deutschen" besprüht. Auf Nachfrage während der Stadtratssitung am 15.12.2008 in Trebsen hin "vermutet" der NPD-Abgeordnete Tauternmann die Täter in der politischen Gegnerschaft der NPD, um diese zu diskreditieren, wie die LVZ ebenfalls berichtet. Quelle: LVZ-Muldentalkreis

13./ 14.12.2008

Wurzen: Unbekannte beschmieren am Wochenende ein Wohnhaus in der Badergasse mit einem Hakenkreuz. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen

14.12.2008

Oschatz: Naziparolen werden am Wochenende an Grundstücksumfriedungen von fünf Grundstücken am Hellmichweg durch Unbekannte angebracht, wie die Polizei berichtet. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden beträgt ca. 1000 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

14.12.2008

Großbothen: Unbekannte beschmieren in der Nacht zum Montag die Eisenbahnunterführung mit rechtsgerichteten Graffitis. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

17.12.2008

Markkleeberg: Ebenfalls beschmiert wurde die Grundschule in der Raschwitzer Straße. Hier sprühten Unbekannte rechte Losungen. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Quelle: Polizei Sachsen

17.12.2008

Borna: Unbekannte besprühen die Mauer neben dem Gymnasium am Breiten Teich mit rechtsgerichteten Parolen. Entdeckt werden die Schmierereien am 18.12.2008, kurz nach Mitternacht. Quelle: Polizei Sachsen

18.12.2008

Döbeln: Am Abend wird an der Skulptur auf der Schiffbrücke ein mit rotem Stift aufgebrachtes Hakenkreuz (10 cm x 15 cm) festgestellt. Das Ordnungsamt der Stadt wird informiert, der Staatsschutz ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen

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