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Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

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2010

16.01.2010

Trebsen: An dem Auto einer Bürgerin mit japanischem Migratinshintergrund wurden nun zum wiederholten Male Neonazi-Aufkleber befestigt. Diesmal handelte es sich nicht nur um einen, wie in der Vornacht, sondern das Auto wurde fast vollständig mit rechtem Gedankengut beklebt. Quelle: RAA Sachsen

19./20.01.2010

Colditz: ZeugInnen berichten, dass in der wieder mutmaßliche Neonazis der Stadt waren und mehrere Häuser in der Innenstadt mit Parolen und Symbolen beschmiert haben, so z.B. das Rathaus, die Sparkasse, die Raiffeisenbank, ein Modehaus, Gebäude auf dem Kirchberg sowie wiederholt ein Elektrogeschäft. Quelle: ZeugInnen

23.01.2010

Grimma: Drei junge Männer (19-20 Jahre) filmten sich Sonnabend Mittag gegenseitig beim Zeigen des Hitlergrußes. Laut LVZ hatten sie sich dafür einen besonderen Hintergrund ausgesucht: einen Funkwagen der Polizei. Als die dies beobachtenden Polizisten einschritten, versuchten die Männer zu fliehen, konnten aber gestellt werden. Quelle: Chronik.LE

28.01.2010

Eilenburg: Unbekannte beschmierten in der Nacht zum 28.1.2010 die Wand einer Mittelschule mit rechtsgerichteten Parolen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

29.01.2010

Colditz: Gegen 21.00 Uhr werden vier junge Männer (22-25 Jahre) in der Lausicker Straße von vier vermummten Neonazis geschlagen und verletzt. Die sofortige Fahndung und Täterermittlung führte zu vier Tatverdächtigen im Alter von 21-53 Jahren. Wie die Polizei mitteilte, werde mit Hochdruck nach weiteren Tätern gesucht.
Der Gewalt waren mehrfach Beschimpfungen und Bedrohungen vorausgegangen, die vom Fahrer (25) eines silbergrauen Mercedes Kombi begangen worden. Nur wenig später stiegen mehrere vermummte Personen aus dem PKW, unter ihnen der 53jährige Tatverdächtige. Dieser lief direkt zu einem der jungen Männer und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht, welcher stürzte und sich die Schulter verletzte. Das zweite Opfer wurde durch einen 23jährigen Tatverdächtigen mit Schlägen und Tritten im Gesichtsbereich verletzt. Andere wurde von zwei weiteren Tätern attackiert, wobei zwei weitere Personen verletzt wurden. Quelle: ZeugInnen, Polizei Sachsen

02.02.2010

Umland Leipzig: Zu einem Konzert in Torgau (OT Staupitz) kamen am 31. Januar etwa 200 Nazis. Dort spielten die Nazibands "Civil Disorder", "Fear rains down", "Painful Life" und "2 Minutes Warning". In Torgau gab es noch zwei weitere Konzerte: am 21. Februar mit 300 Teilnehmern und den Bands "Thematik 25", "Bloodline", "Oidoxie", "Ehre & Stolz" und "System Infarkt" sowie am 14. März mit 100 Teilnehmern [*]. Auch in Colditz fand laut Innenministerium ein Konzert statt, dieses wurde am 15. Mai mit 140 Teilnehmern durchgeführt [*]. In einem Artikel des Antifaschistischen Infoblatts wird über ein Konzert am 1. August im Gewerbegebiet Lüptitzer Höhe bei Wurzen berichtet. Dort traten die Nazibands "Inkubation" aus Döbeln, "Storm of Minds" und "Eastside" auf. Veranstalter war die Lok-Fangruppierung "Wurzener Jungs". Dort hatten unter anderem die Nazis gefeiert, die später am Angriff auf Fans und Spieler des Fußballvereins Roter Stern Leipzig beteiligt waren. Am 21. August gab es ein weiteres Konzert in Geithain im Rahmen einer Vortragsveranstaltung der NPD. Vor einem Publikum von über 50 Personen referierte der parteilose Direktkandidat der NPD für den sächsischen Landtag Gerd Fritzsche. Am 30. Oktober hielt die NPD in Geithain eine weitere Veranstaltung mit anschließendem "Liederabend" ab. Quelle: Chronik.LE

05.02.2010

Eilenburg: In der Torgauer Landstraße und der Puschkinstraße wurden gegen 09.00 Uhr mehrere Aufkleber und Schmierereien rechtsradikalen Inhalts festgestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen

06.02.2010

Eilenburg: Gegen 03.30 Uhr bis gegen 05.30 Uhr hielt sich eine Gruppe Neonazis in einem Jugendclub in der Dr.-Belian- Straße auf. Nachdem einer Person durch einem Verantwortlichen Hausverbot erteilt worden war, wurde die Stimmung gereizt, es kam zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen, zu Sachbeschädigungen und Skandieren von Naziparolen. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der angerichtete Sachschaden beträgt ca. 300 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

09.02.2010

Grimma: Unbekannte brachten in der Kreuzstraße vier Plakate an, die die Bombardierung Dresdens im Krieg thematisierten. Wann die Plakate angeklebt wurden, ließ sich bisher noch nicht ermitteln. Entdeckt wurden sie am 09.02.2010 gegen 5.30 Uhr. Quelle: Polizei Sachsen

10.02.2010

Colditz: Im Stadtgebiet wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Briefkasten mit einer rechtsgerichteten Parole beschmiert, in der Nacht zum Freitag ein Verteilerkasten mit ähnlichen Parolen. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: Polizei Sachsen

10./11.02.2010

Grimma: Unbekannte klebten in der Nacht zum Donnerstag vier Plakate in Grimma-West. Thema waren u.a. Nazi-Märtyrer Horst Wessel und die Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Quelle: Polizei Sachsen

12.02.2010

Colditz: Im Stadtgebiet wurde, in der Nacht zum Donnerstag, ein Briefkasten mit einer rechtsgerichteten Parole beschmiert, in der Nacht zum Freitag ein Verteilerkasten mit ähnlichen Parolen. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: RAA Sachsen

14.02.2010

Wurzen: Einen Tag nach dem gescheiterten so genannten Trauermarsch in Dresden veranstalteten Neonazis in Wurzen eine Kundgebung unter der Motto "Dresden – das deutsche Hiroshima und sie bomben weiter!". Ursprünglich für nur etwa zwei Dutzend TeilnehmerInnen angemeldet, kamen schließlich ca. 50 Personen aus der regionalen Neonaziszene im Zentrum von Wurzen zusammen, darunter vorrangig Jugendliche. Auch eine Reihe neonazistischer Hooligans beteiligte sich an der Kundgebung beziehungsweise hielt sich in ihrem Umfeld auf. Dabei waren auch mindestens zwei der Schläger, die im Oktober 2009 Spieler und Fans eines Fußballspiel in Brandis angegriffen hatten. Auffällig war, dass einschlägig bekannte regionale Neonazikader nicht erschienen waren. Veranstaltet wurde die Kundgebung aus dem Kreis der Jungen Nationaldemokraten Muldental. Anmelder soll deren "Stützungspunktleiter" Mathias König aus Wurzen gewesen sein. Er ist wiederholt als Aktivist der regionalen Neonazi-Szene und des "Freien Netz Muldental" in Erscheinung getreten. Als Redner trat neben König auch NPD-Kreisrat Gerd Fritzsche auf. Gegen die Kundgebung hatte in Wurzen unter Beteiligung von etwa 160 Menschen ein Friedensgebet mit anschließender Demonstration zum Kundgebungsort der Neonazis stattgefunden. Der regionale Grünen-Landtagsabgeordnete Miro Jennerhahn bezeichnete dies zu recht als "einen Quantensprung in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus". : Recherche Ost, NPD-Blog.info, miro-jennerjahn.eu, LVZ-Muldental

15./16.02.2010

Borna: Unbekannte besprühten in der Nacht zum Dienstag mehrere Wände des Volksplatzes mit rneonazistischen Parolen. Es entstand Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Quelle: Polizei Sachsen

17.02.2010

Borna: In den frühen Morgenstunden wurden mehrere neonazistische Schmierereien im Stadtgebiet entdeckt. So sprühten Unbekannte rechtsextreme Parolen an die Fassade des Wahlkreisbüros der Linken, wie die Partei mitteilte. Unter anderem sei zu lesen gewesen "Krieg hat begonnen". Man werte dies als eine klare Drohung gegen das Büro und die dort Arbeitenden.Die Beseitigung wurde veranlasst, die Polizei ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen

18.02.2010

Hohburg: Unbekannte beschmierten in der Nacht mehrere öffentliche Gebäude mit Graffiti, wobei mindestens eine einen neonazistischen Hintergrund aufwies. Sachschaden ca. 1.500 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

23.02.2010

Schkeuditz: Mit rechtsgerichteten Parolen beschmierten Unbekannte in der letzten Nacht (23./24.2.) die Wand eines Hauses im Hegelring. Sachschaden ca. 500 Euro. Bereits einen Tag (22.02.2010) vorher sprühten unbekannte Täter auf Wände einer Mittelschule in der Weststraße und den benachbarten Jugendclub, Schriftzüge mit rechtsradikalem Gedankengut. Der Sachschaden hier ist noch nicht beziffert, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: RAA Sachsen

01.03.2010

Schkeuditz: Mehrere Gebäude der Innenstadt wurden in der Nacht zum 1.3.2010 durch Unbekannte mit Parolen rechten Inhalts beschmiert. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: RAA Sachsen

03.03.2010

Colditz:Durch Bürgerhinweise wurde bekannt, dass mehrere Jugendliche sich gegen 1.00 Uhr laut grölend durch die Innenstadt bewegten. Dabei wurden im Bereich der Sparkasse und des Obermarktes Silvesterknaller gezündet. Ein pyrotechnisches Erzeugnis wurde gegen die Scheibe eines türkischen Imbiss am Untermarkt geworfen. Nach Zeugenaussagen wurden rechtsgerichtete Parolen gerufen. Durch sofort eingesetzte Polizeikräfte konnten fünf tatverdächtige Personen (m 27/19/25/22 w 21) festgestellt werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Quelle: Polizei Sachsen

04.03.10

Bad Lausick: Am frühen Abend wurde eine Schülerin von vier Männern angegriffen. Es ist von einem rassistischen Tathintergrund auszugehen, da sie dunkle Hautfarbe hat. In der Nähe des Bahnhofs umkreisten die Vier in einem Auto zunächst zweimal die Frau. Anschließend seien sie ein Stück zurückgefahren, hätten das Auto geparkt und seien aus dem Wagen gestiegen. Einer der Männer habe einen Baseballschläger in der Hand gehabt. "Wie auf Kommando“ seien die Männer auf die 19-Jährige zugestürmt. Sie habe jedoch auf ihrem Fahrrad vor den Angreifern fliehen können. Schutz fand sie bei einer in der Nähe wohnenden Freundin. Von dort aus wurde sofort die Polizei verständigt, die eine halbe Stunde später aus Grimma eintraf. Der Fall wurde mittlerweile von der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes Sachsen übernommen. Laut Betroffener sind die Männer dem Erscheinungsbild nach dem Neonazi-Spektrum zuzurechnen. Quelle: RAA Sachsen e.V.

10.03.2010

Böhlen/Großdeuben: Unbekannte beschmieren einen Brückenpfeiler der B 2 mit einem Nazi-Symbol und Fußballparolen. Entdeckt wurde die Schmiererei am 10.3.2010, gegen 8.30 Uhr. Quelle: Polizei Sachsen

14.03.2010

Naunhof: Am Sonntag gegen 2.30 Uhr wurde die Polizei über eine Auseinandersetzung in der Parthenlandhalle informiert. Nach Angaben des Verantwortlichen kam es durch ca. 20 Personen (Laut Bericht eines Zeugen handelte es sich bei der störenden Gruppe um Neonazis.) Beleidigungen und provokativen Sprüchen gegenüber von Turnierteilnehmern des Nachtfußballturniers. Die Personen wurden durch den Veranstalter aufgefordert die Halle zu verlassen. 20 Personen folgten der Aufforderung. Am Ausgang der Halle kam es zu Übergriffen von 3-4 Personen gegen andere Besucher. Diesen Übergriff wollten Besucher und Spieler des Turnieres beenden und wurden durch Einzelaktionen ebenfalls Opfer von Körperverletzungen, wobei mehrere Personen (7) zum Teil nicht unerheblich verletzt wurden. Weiterhin wird durch eine Zeugin bekannt, dass durch eine Person eine Fensterscheibe ( L/B 1,0 m x 0,6 m) zum Gastraum der Sportlerklause (Wiesenstraße) eingeschlagen wurde. Durch die Polizei konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Bei einem anderen Tatverdächtigen gibt es erste Hinweise, die zu seiner Identifizierung führen können. Quelle: RAA Sachsen

17.03.2010

Wurzen: In den frühen Abendstunden laufen zwei Jugendliche in der Lüptitzer Straße in Richtung Ortsausgang. Auf Höhe des Altenpflegeheimes stellt sich einer der Jugendlichen mitten auf die Straße und führt mehrfach den so genannten Hitlergruß gegen vorbeifahrende Autos aus, wie berichtet wird. Quelle: RAA Sachsen e.V.

21.03.2010

Colditz: Im Stadtgebiet kommt es in den frühen Morgenstunden nach einem Neonazikonzert zu körperlichen Auseinandersetzungen mehrerer Personen am Wettiner Ring und am Baderberg. Die Polizei ermittelt. Ein rechtsmotivierter Hintergrund wurde bestätigt. Quelle: Polizei Sachsen

01.04.2010

Kitzscher: An die Fassaden mehrere Gebäuden, so in der Seebergasse, Parkstraße, Trageser Straße, Ernst-Schneller-Straße und Steigerstraße, schmierten in der Nacht zum 01.04.2010, bislang unbekannte Täter, mittels roter Farbe eine Vielzahl rechtsgerichteter Symbole. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Höhe der angerichteten Schäden konnte noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen

31.03.-01.04.2010

Schkeuditz: Im Tatzeitraum vom 31.03.bis 01.04.2010 sprühte ein unbekannter Täter mittels blauer Farbe Schriftzüge mit rechtsgerichtetem Gedankengut an die Fassade eines Lebensmitteldiscounters in der Halleschen Straße. Die Höhe des Schadens ist noch nicht beziffert. Bereits in der nacht zum 30.03.2010 schmierten Unbekannte mittels schwarzer Farbe rechtsgerichtetes Gedankengut an die die Fassade der Mittelschule in der Weststraße. Der Sachschaden wurde auf ca. 200 Euro geschätzt, die Polizei ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen

02./ 03.04.2010

Delitzsch: Auf dem Jüdischen Friedhof haben in der Nacht von Karfreitag auf Ostersonnabend mutmaßliche Neonazis das gesamte Gräberfeld verwüstet. Zuerst rissen sie die Gedenktafel am Eingangsportal des 1861 errichteten Friedhofs aus der Verankerung und warfen sie auf die Straße. Dann brachen sie die Friedhofstür auf und wüteten drinnen weiter, warfen 30 Grabsteine um und zertrümmerten sie teilweise. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Zeugenhinweise bitte an die Polizei: Tel. 0341/255-100. Quelle: Bild

02.04.2010

Geithain: Am Freitag, den 02.04., haben Geithainer Nazis im alternativen Jugendclub „R9“ randaliert, wobei sie die Scheiben einwarfen und die Hauswand mit „Rot Front verrecke“ und anderen Parolen besprühten. Quelle: RAA Sachsen

07.04.2010

Brandis: Neonazis beklebten im Vorfeld einer antifaschistischen Demonstration die geplante Route mit Propaganda-Material sowie Schmähungen gegenüber der Leipziger Fußballmannschaft Roter Stern. Die AnwohnerInnen waren nach Aussage eines örtlichen Stadtrates mit Postwurfsendungen vor drohenden Chaoten gewarnt und über die 'heilsame Wirkung des nationalen Sozialismus' informiert worden. Am Sportplatz war unter anderem "NS" und "Fuck RSL" zu lesen, an der Strecke klebten großflächige Plakate mit Werbung für das neonazistische Internet-Portal "Freies Netz" sowie eine Vielzahl Aufkleber neonazistischen Inhalts. Spiegel Online berichtet von Aufkleber-Sprüchen wie "Treue um Treue - im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten", "Das abgewrackte System abschaffen: Nationale Sozialisten!", "Nationalisten gegen Kinderschänder", sowie "Gute Heimreise" (über dem Bild einer Frau mit Kopftuch). Quelle: RSL, Chronik.LE, Spiegel Online

08.04.2010

Grimma: Vermutlich Rechtsextreme haben am Donnerstagabend auf dem Parkplatz eines Grimmaer Einkaufszentrums randaliert und ein aus brennbarer Flüssigkeit gegossenes Hakenkreuz in Brand gesteckt. Wie die Polizei in Leipzig mitteilte, seien außerdem ein Müllcontainer abgebrannt, eine Glasscheibe von einem Imbiss aus dem Rahmen gedrückt, eine Hakenkreuzschmiererei gegangen und ein Marktstand umgeworfen worden. Quelle: RAA Sachsen e.V.

09.04.2010

Schkeuditz: Rund 20 Minuten dauerte am Freitagabend der Spuk: Etwa 30 Neonazis zogen mit Fackeln und Transparenten durch Schkeuditz. Wie das Lagezentrum der Polizeidirektion Westsachen am Wochenende informierte, hatten sich die rechtsorientierten Personen gegen 19.30 Uhr am Bahnhof getroffen. Die Versammlung und der anschließende Aufzug seien jedoch nicht angemeldet gewesen, so Polizeihauptkommissar Detlef Hölzel. Die Polizei, von wachsamen Bürgern schon im Vorfeld auf die Neonazi-Veranstaltung aufmerksam gemacht geworden, zog ihre Kräfte zusammen. So sei schon nach 20 Minuten der Aufzug in Höhe der Halleschen Straße beendet worden, teilte der Polizeiführer vom Dienst mit. Gegen den Versammlungsleiter und einen Teil der Teilnehmer werde nun wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Personen kamen bei der Demo nicht zu Schaden, auch zu Sachschäden liegen keine Angaben vor. Schkeuditz gilt seit langem als Betätigungsfeld der Neonazis. Immer wieder verunzierten in den vergangenen Wochen Unbekannte Häuser und Wände mit rechtsextremen Parolen. Quelle: RAA Sachsen

11.04.2010

Colditz: Drei Bundeswehrangehörige (21-22 Jahre) wurden in ihrem PKW gegen 19 Uhr von mutmaßlichen Neonazis überfallen, wobei zwei schwere Verletzungen davon trugen. Die Betroffenen wurden in der Bahnhofstraße von einem anderen PKW zuerst ausgebremst, dessen Fahrer dann einem der Soldaten grundlos ins Gesicht schlug und daraufhin die Fahrt fort setzte. Nur wenige Minuten später - in Schönbach - wurden die drei von mittlerweile drei PKW verfolgt und zum Anhalten genötigt. Sieben Angreifer schlugen auf die Soldaten ein. Nach Polizeiangaben soll es sich um Neonazis handeln. Quelle: Dresdner Morgenpost

14.04.2010

Naunhof: Auf der Kreistagssitzung in Naunhof pöbelten drei Anhänger der NPD - unter ihnen NPD-Chef Müller - mehrere Zuschauer an; u.a. eine junge Frau mit den Worten "Eh du Fotze!". Nach einer lautstarken Diskussion im Saal verwies Landrat Dr. Gey die drei NPDler des Saales, was sich allerdings der Nerchauer NPD-Kreisrat Sven Tautermann nicht gefallen lassen wollte und mehrmals äußerst aggressiv herum brüllte. Der Landrat griff durch und verwies auch Tautermann aus dem Tagungssaal. Unter inzwischen eingetroffener Polizeibegleitung und Beifall wurde daraufhin die gesamte NPD-Fraktion und deren Anhängerschaft aus dem Saal eskortiert. Quelle: grimmablog

16.04.2010

Wurzen: In einer Postwurfaktion werden gleichzeitig Faltblätter der NPD und der Nationalen Sozialisten Muldental in Wurzen verbreitet. Insbesondere das Flugblatt der Nationalen Sozialisten (als ViSdP wird wiederholt der Wurzener Conrad K. angeführt) zeigt inhaltlich deutliche Anzeichen von Antisemitismus und nationalsozialistischer Propaganda. Quelle: Zeug_innen

20./21.04.2010

Bennewitz: An der Schule werden in der Nacht rechtsgerichtete Schmierereien angebracht und an der Bahnüberführung wird ein Transparent ("Jugend kämpft für Deutschlands Zukunft") aufgehängt, welches für eine NPD/JN-Demonstration am 24. April in Torgau wirbt, an welcher sich auch das so genannte Freie Netz Nordsachsen beteiligt. An diesem Wochenende wird in der Stadt der historisch bedeutsame "Elbe-Day" aus Anlass des 65. Jahrestag der Begegnung von Sowjets und Amerikanern zum Ende des Zweiten Weltkrieges begangen. Am 20. April hattte das Landratsamt Nordsachsen ein Verbot der Demonstration erlassen. Quelle: Zeugin, Torgauer Zeitung, Polizei Sachsen

22.04.2010

Borna: In den Nachmittagsstunden des 22.4.2010 wurde bekannt, dass Unbekannte ca. 30 Plakate im Stadtgebiet geklebt hatten, die rechtes Gedankengut beinhalten. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: RAA Sachsen

23.04.2010

Wurzen: Mit einem Transparent protestieren Mitglieder und Sympathisanten der NPD/JN am Freitagvormittag gegen die Zusammenkunft historischer Militärfahrzeuge auf dem Wurzener Markt. Die so genannte Robertson-Patrouille, bestehend aus Geländewagen und Motorradgespannen amerikanischer und russischer Bauart, will im Vorfeld der Feierlichkeiten zum "Elbe Day" in Torgau an die Ereignisse des 25. April 1945 erinnern. Damals verließ ein amerikanischer Aufklärungstrupp, geführt von Unterleutnant William D. Robertson, die Stadt Wurzen mit dem Ziel, das Gelände bis zur Elbe zu erkunden. Dabei begegneten sie bei Torgau schließlich sowjetischen Truppen der Roten Armee. Von einem Polizisten werden die Protestierendent, darunter der Wurzener JN-Chef Mathias König, aufgefordert, den Platz zu verlassen, was sie auch tun. In einem Bericht auf der Internetseite "Aktionsbüro Nordsachsen" (Teil der Neonazi-Plattform "Freies Netz") behaupten die Neonazis kurze Zeit später, ein Stadtrat der Linkspartei habe sich unmittelbar vor diesem Platzverweis zu ihnen gestellt und damit "seine Solidarität für die nationalen Freiheitskämpfer" bezeugt. Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr eigenwillige Wahrnehmung des Geschehens, da der Stadtrat sich zusammen mit anderen Bürger_innen vor das revisionistische Transparent stellt, um es zu verdecken. Quelle: NDK

24.04.2010

Mügeln: Das Bezirksklassespiel SV Mügeln-Ablaß gegen Roter Stern Leipzig `99 wurde am 24.04.2010 durch den Schiedsrichter in der 80. Spielminute abgebrochen. Grund hierfür waren andauernde und lautstarke antisemitische Schmähungen seitens der Mügelner Anhänger_innen. Seit Spielbeginn riefen diese Parolen wie „Ein Baum, ein Strick, ein Judengenick“ und „Eine U-Bahn bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz“. Zudem gab es auch homophobe und nazistische Äußerungen: „Schwule, Schwule, Schwule“, „Scheiß, Schwuchteln“, „Zecken vergasen“ und „Frei, Sozial und National“. Genannte Äußerungen wurden seitens Vereinsvertreter_innen nicht unterbunden, der Leipziger Verein obendrein für den Spielabbruch verantwortlich gemacht, berichteten Zeug_innen. Bereits Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel längere Zeit unterbrochen, weil es im Fanbereich von RSL zu diesem Zeitpunkt zu einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz, so dass mehrere Personen auf das Spielfeld flüchteten, berichtete RSL weiter. Bei diesem Einsatz wurden mindestens fünf Anhänger_innen des Roten Stern verletzt. Noch vor Ort wurden mehrere Anzeigen gegen Polizeibeamte erstattet. Gegen 18.00 Uhr versammelten sich auf dem Marktplatz von Mügeln ca. 60 Mügelner Fußballfans, entrollten Plakate mit rechtsextremistischem Inhalt, die sich u.a. gegen linke Gewalt und den gegen Neonazis im Ort engagierten Verein Vive Le Courage richteten. Als durch ca. 30 Demonstrationsteilnehmer ein Lied mit verfassungsfeindlichem Inhalt angesungen wurde, löste die Polizei die nicht genehmigte Versammlung auf. Es wurden die Personalien der beteiligten Personen erhoben. Die Polizei leitete gegen alle Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung ein. Zudem wurden gegen alle Demonstranten durch die Polizei Platzverweise für den Bereich der Mügelner Innenstadt ausgesprochen. Quelle: RSL, Polizei Sachsen

24.04.2010

Torgau: In Torgau konnte eine genehmigte Versammlung der Jungen Nationaldemokraten unter dem Motto “Jugend kämpft für Deutschlands Zukunft” stattfinden, die durch ca. 400 Polizeibeamte abgesichert wurde. Als Anmelder fungierte der “Organisationsleiter” der NPD Sachsen, Maik Scheffler und als Co-Anmelder der JN-Sachsen-Vorsitzende Tommy Naumann. Im Vorfeld der Versammlung wurden mehrere verbotene Gegenstände sichergestellt. Während des Aufzuges durch die Torgauer Innenstadt kam es zu Flaschen- und Steinwürfen gegenüber der JN-Demonstration. In deren Folge wurden 16 antifaschistische Demonstranten kurzzeitig in Gewahrsam genommen. An diesem Wochenende fanden in Torgau zahlreiche veranstaltungen statt, die sich dem 65. Jahrestag der bedingungsloses Kapitulation Nazideutschlands und der historischen Begegnung der Alliierten an der Elbe widmeten. Quelle: Indymedia, Polizei Sachsen

24.04.2010

Wurzen: Im Stadtgebiet wurden in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von neonazistischen Aufklebern an Strommasten und Verkehrsschildern verklebt. Im Hintergrund des Motivs (eine nationalsozialistische Familienidylle) prankt ein Hakenkreuz. Gefordert wird Arbeit, Brot und eine sichere Zukunft. Hinweise auf Verfasser gibt es nicht. Quelle: Aufkleber

23.-28.04.2010

Eilenburg: In der Zeit vom 23. bis zum 28.04.2010 beschmierten Unbekannte in der Ziegelstraße die Hochwasserschutzwand auf einer Länge von 35 Metern und einer Höhe von 2 Metern mit rechtsextremistische Parolen in schwarzer Farbe. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen

28./29.04.2010

Bad Lausick: Unbekannte beschmierten in der Nacht mehrere Gebäude mit rechten Symbolen. Außerdem wurden Plakate mit gleichem Inhalt angebracht. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Augenzeug_innen berichten, dass die örtliche Neonazi-Szene nach den Vorfällen der letzten Monate verstärkt Propaganda-Aktivitäten entwickelt. So würden vielerorts Plakate geklebt, die sich gegen das "System" richten und vor einem angeblichen "Volkstod" warnen. Neben selbst gebastelten Blättern wurde in großer Stückzahl auch Propaganda-Material der "Nationalen Sozialisten Frohburg" verwendet. Dies lässt auf eine Vernetzung mit der organisierten Neonazi-Szene im Umland schließen. Quelle: Polizei Sachsen, Chronik.LE

04.05.2010

Borna:Durch eine Funkwagenbesatzung wurde am Dienstag, kurz nach Mitternacht ein 24-Jähriger gestellt, der gerade einen Schaltkasten in der Nähe des Nettomarktes besprühte. Er hatte rechtsgerichtete Aufkleber bei sich. Die Ermittlungen dauern noch an. Quelle: Polizei Sachsen

07.05.2010

Geithain: Am Abend wurde ein 15-Jähriger von Neonazis angegriffen und so schwer am Kopf verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde, wo eine schwere Schädelverletzung festgestellt wurde. Der Jugendliche verließ gerade den Verkaufsbereich einer Tankstelle, als aus einem in der Nähe stehenden Auto plötzlich ein ortsbekannter Neonazi auf ihn zustürmte und ihn mit Schlägen und Tritten auf den Kopf und ins Gesicht misshandelte. Der Täter verschwand anschließend mit seinen Begleitern. Er schwebte bis zur Operation am Sonntagmorgen in Lebensgefahr. Bereits im Dezember hatten Geithainer Neonazis im Internet mit "Erziehungsmaßnahmen" und körperlicher Gewalt gedroht, so auch explizit gegen den nichtrechten Jugendlichen. An das Haus seiner Familie wurden wiederholt Drohungen wie "Wir kriegen dich" gesprüht. Am 17. Mai wurde schließlich ein 19-Jähriger aus Lunzenau (Kreis Mittelsachsen) wegen dringendem Tatverdacht festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei ist der mutmaßliche Täter bereits wegen anderer Straftaten bekannt und stamme "aus der rechten Szene", er habe "ohne ersichtlichen Grund" auf sein "linksorientiertes" Opfer eingeschlagen. Quelle: Chronik.LE, LVZ, Polizei

07.05.2010

Rochlitz: Rechtsextreme versuchen systematisch ihre Gegner in Verruf zu bringen und zu kriminalisieren. In der Nacht vor einer linken Gedenkveranstaltung zur Befreiung vom Nationalsozialismus tauchten innerhalb von Stunden an rund 50 Häusern in Rochlitz Schmierereien auf. „Teils mit vorgefertigten Schablonen waren Sprüche wie ‚Nazis angreifen‘, ‚Nazifreie Zone‘ und ‚Sozialismus jetzt‘ gesprüht worden.“, wie die Polizei mitteilte. Die durch Anwohner gerufene Polizei suchte in der Innenstadt nach den Verursachern der Schmierereien und wurde fündig. Festgenommen wurden fünf Männer zwischen 19 und 21 Jahren. „Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei den Verdächtigen um polizeibekannte Personen dem rechtsextremistischen Spektrum handelt“, erklärte die Polizei, „ Außerdem seien die Täter teilweise aus Limbach-Oberfrohna und Burgstädt angereist.“ Quelle: Sächsische Zeitung, endstation-rechts.de

07./08.05.2010

Borna: In der Nacht vom 7. zum 8.Mai 2010 wurde das Mahnmal auf dem Friedhof für KZ-Häftlinge in Borna mit einer antisemitischen Parole ("Jude raus du") besprüht. Nach Angaben der Initiative "Flößberg gedenkt" haben auf dem Friedhof 98 zumeist jüdische Opfer des KZ-Außenlagers Flößberg in Eulatal bei Borna hier ihre letzte Ruhe gefunden. Die Schändung des Friedhofs ereignete sich unmittelbar vor dem 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Aus diesem Anlass fand auf dem Häftlingsfriedhof in Borna eine Gedenkveranstaltung statt. Nach Angaben von Bon Courage e.V. wurden in Borna zum 8. Mai noch an weiteren Stellen Nazi-Schmierereien angebracht, u.a. am am Schwimmbad, gegenüber der Grundschule Borna-West sowie auf einem Schalthäuschen am Bahnhof. In der Nacht zum 8. Mai wurden kurz nach Mitternacht zwei nicht-rechte junge Frauen von vier der Neonazi-Szene zuzuordnenden Männern und einer Frau überfallen und bestohlen. Quelle: "Flößberg gedenkt", Bon Courage e.V.

12.05.2010

Schildau: Mit Transparenten und Parolen hat eine Gruppe von etwa 60 Neonazis beim Bezirksklasse-Fußballspiel des TSV 1862 Schildau (Landkreis Nordsachsen) gegen den Roten Stern Leipzig (RSL) die angereisten Fans und eine Auseinandersetzung mit der Polizei provoziert. Bereits vor Spielbeginn hatte sich eine Gruppe von etwa 40 Neonazis auf dem Schildauer Marktplatz getroffen und wurde dort von der Polizei vorläufig festgesetzt. Nach dem Anpfiff im Stadion entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Love Football – Hate Roter Stern" und skandierten Parolen wie "Rotfront verrecke", "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" und "Wir sind Lokisten, Mörder und Faschisten". Bei den mutmaßlichen Urhebern, den "Schildauer Jungs" handelt es sich um eine neonazistische Kameradschaft, in der seit Jahren der Kern der Nazi-Szene in Schildau und der näheren Umgebung organisiert ist. In deren Tross befand sich der Wurzener Michael W., der am Überfall auf Fans des RSL am 24. Oktober 2009 in Brandis beteiligt war; ebenso war Thomas P. vor Ort - der Schildauer ist bekannt als Inhaber des in Wurzen ansässigen Neonazi-Versandhandels "Front Records". Nach dem 1:0-Sieg des RSL bewarfen Neonazis die Polizei mit Bierbechern und versuchten, gewaltsam durch die Reihe aufgestellter Polizist_innen aufs Spielfeld durchzubrechen. Die Polizei, die mit einer Hundertschaft vor Ort war, verhinderte dies. Mindestens zwei Polizeibeamte wurden verletzt, neun Schildau-"Fans" vorläufig fest- bzw. in Gewahrsam genommen. Im Anschluss versammelten sich etwa 20 Neonazis und beschimpften die abreisenden RSL-Fans, wurden aber von der Polizei zurückgehalten. Quelle: Chronik.LE

13.05.2010

Wurzen/ Bennewitz/ Brandis: Am Himmelfahrtstag fuhr von Wurzen bzw. Bennewitz aus ein Traktor mit Anhänger und Aufsatz auf der B 6 in Richtung Machern, auf welchem eine Reichskriegsflagge gehisst sowie ein Transparent mit der nationalsozialistischen Parole "Kraft durch Freude" befestigt war. Auf dem Anhänger feierten 12-15 bekannte Nazis aus der Umgebung, die laut Zeug_innen sehr angetrunken waren, aggressiv auftraten und szenetypische Lieder sangen. Station machten sie an den Lübschützer Teichen, in Machern und kehrten in einer einschlägig bekannten Kneipe am Markt in Brandis ein. Unter den Nazis befanden sich mehrere Personen, die sich an den Angriffen auf Fans und Spieler des RSL in Brandis im Oktober 2009 beteiligten. Quelle: Zeug_innen

13.05.2010

Borna: In der Zeit zwischen 06.00 Uhr und 18.30 Uhr, sprühten unbekannte Täter mit roter und schwarzer Farbe, unter Verwendung von einer Schablone, rechte Symbole und Sprüche an den ehemaligen C-Markt in der Röthaer Straße. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.Quelle: RAA Sachsen

20.05.2010

Bad Lausick: Eine Gruppe von 30 bis 50 Vermummten zog gegen 20 Uhr mit Fackeln, Megafon und Transparenten durch das Neubaugebiet von Bad Lausick. Beim Eintreffen der informierten Polizei hätte sich die Gruppe allerdings bereits aufgelöst und sei im Stadtgebiet nicht mehr auffindbar gewesen. Durch Befragungen von Hinweisgebern sei bekannt geworden, dass alle Personen vermummt waren, rote Transparente der NPD mitführten und im Frontbereich ein Transparent mitgeführt worden sei, auf dem "Freiheit für Albert" stand, mutmaßlich in Bezug auf den kürzlich verhafteten 19-Jährigen aus Lunzenau, der in Geithain einen 15-Jährigen brutal misshandelt hatte. Weiterhin wurde durch das Megafon "Freiheit für Deutschland" und "Nationaler Sozialismus jetzt" skandiert. Quelle: LVZ-Muldental, Chronik.LE

23./24.05.2010

Wurzen: In der Nacht vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag werden von zehn Jugendlichen, die in einem Garten in der Gartensparte Am Doktorteich feiern, lautstark neonazistische Musik abgespielt. Zudem singen sie ebensolche Lieder und grölen laut Parolen, wie berichtet wird. Erst gegen 3.30 Uhr kehrt Ruhe ein, nachdem die Polizei verständigt wurde. Quelle: Zeug_innen

23./24.05.2010

Eilenburg: In der Nacht zu Sonnabend wurde, nach einem WM-Spiel mit deutscher Beteiligung, gegen 4.30 Uhr ein Dönerimbiss in Brand gesteckt. Der in Eilenburg-Ost geparkte Wagen brannte trotz Feuerwehreinsatz vollständig aus. In derselben Nacht gingen in der Stadt auch mehrere Papiercontainer und Papierkörbe in Flammen auf. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Der Inhaber des Imbiss' geht laut einem LVZ-Bericht von einer gezielten Tat und einem rassistischen Motiv aus. Gegenüber der Zeitung erklärte der aus Tunesien stammende Mann, schon öfter rassistisch beleidigt worden zu sein. Auch gab es vor zwei Jahren schon einen Versuch, den Imbisswagen in Brand zu stecken, der jedoch fehlschlug. Quelle: LVZ-Muldental, Chronik.LE

29.05.2010

Wurzen: Mit mehr als 50 Teilnehmern findet bereits zum dritten Mal ein von Nazis organisiertes Fußballturnier in Wurzen statt. Eine Gruppierung namens "Nationale Sozialisten Muldental" organisiert den "Fußballwettstreit" unter dem Motto "Das System ins Abeits" im Stadtwald (Spitzbergpark). Angereist sind Mannschaften mit Namen, wie "Junge Nationalisten (JN) Muldental", "JN Torgau", "Terror Crew Muldental", "Hatecore (HC) Grimma" und "Sonntags Club Wurzen". Einige der Spieler tragen T-Shirts mit einschlägigen neonazistischen Motiven, etwa dem NS-Symbol der "schwarze Sonne" und dem Zahlencode "88", der für "Heil Hitler" steht. Als Siegermannschaft wird die "Terror Crew Muldental" (TCM) gekürt. Führende Aktivisten dieser Kameradschaft sind im Oktober 2009 an dem Überfall auf Fans und Spieler_innen des Fußballclubs "Roten Stern Leipzig" (RSL) bei einem Ligaspiel in Brandis beteiligt. Wie damals tragen die TCM-Anhänger auch in Wurzen einheitliche Kleidung: Auf ihren T-Shirts rühmen sie sich des Angriffs, bei dem etliche Menschen zum Teil schwer verletzt worden waren. Eine Brustaufschrift lautet "No Fairness, no Remorse" (engl. "Ohne Fairness, ohne Reue"), auf dem Rücken ist "TCM 1:0 RSL" zu lesen, nebst einem Bild, auf dem ein RSL-Fan am Boden liegend getreten wird. In einem auf Youtube verbreiteten Video vom Wurzner Turnier ist unter anderem Mathias König zu erkennen. Dieser leitet den Wurzner Stützpunkt der NPD-Nachwuchsorganisation JN ("Junge Nationaldemokraten"), die vermutlich identisch sind mit den Ausrichtern des Turniers. Quelle: Chronik.LE, youtube

31.05.2010

Bad Lausick: In der Nacht zu Montag warfen Unbekannte zwei Scheiben einer Wohngemeinschaft mit Steinen ein. Offenbar handelte es sich um einen gezielten Angriff: Eine Bewohnerin dieser WG war zuvor bereits mehrfach von Neonazis bedroht und einmal bis zu ihrer Wohnung verfolgt worden. Als die Polizei kam, waren die Täter bereits verschwunden. Die Beamten konnten nur noch den Sachschaden aufnehmen und stellten die Wurfsteine sicher. Quelle: RAA Sachsen

12.06.10

Borna: Fünf ortsbekannte Neonazis haben am Sonnabend in Borna einen Jugendlichen angegriffen und verletzt. Die jungen Männer trafen am Nachmittag an der Halfpipe in Borna-Ost auf ihr späteres Opfer. Sie bezeichneten den Jugendlichen als "Zecke". Ein Grund dafür, dass sie den nichtrechten Jugendlichen als Feind ihrer neonationalsozialistischen Ideologie ausmachten, war offenbar, dass dieser keine Schuhe trug. Die Angreifer traktierten den Betroffenen mit Tritten gegen Beine und Unterleib. Laut Aussage seines Arztes trug er nur mit viel Glück keine bleibenden Schäden davon. Quelle: RAA Sachsen

14.06.2010

Schkeuditz: Zu einer Körperverletzung kam es am 14.6.2010, gegen 21.55 Uhr, im Bereich der Flughafenstraße, in Höhe der Pizzeria. Zwei Unbekannte beleidigten zwei Mädchen (14/14). Der Freund der Mädchen antwortete, worauf die beiden Unbekannten auf den 21-Jährigen einschlugen. Dieser wurde verletzt und ärztlich behandelt. Die beiden Unbekannten flüchteten. Die Ermittlungen dauern noch an. Quelle: RAA Sachsen

21.06.2010

Muldental: Wie das Neonaziportal vom so genannten Aktionsbündnis Nordsachsen am 28.06.2010 berichtet, trafen sich pünktlich zur Sommersonnenwende "junge Deutsche des JN-Stützpunkt Muldental in einer verträumt schönen Kulisse. ... Es wurde gemeinsam gesungen, gescherzt und tiefgründige Gespräche geführt. Die Gemeinschaft ... genoss den Göttertrunk und die deftige Kartoffelsuppe. ... aber auch die schönste Feier muss einmal zu Ende gehen. Und so verließen die letzten jungen Germanen gegen zwei Uhr den geweihten und gesäuberten Platz." Über Anzahl der Gäste und Ort wird nichts berichtet. Quelle: Aktionsbündnis Nordsachsen

24.06.2010

Schkeuditz: Laut LVZ wurden ein 18Jähriger und sein Freund auf dem Schkeuditzer Stadtfest von einer 6köpfigen Personengruppe angepöbelt. Der Versuche der Beiden, den Neonazis aus dem Weg zu gehen, scheiterte, woraufhin die beiden verfolgt wurden. Dem 18Jährigen wurde dabei massiv gegen den Schädel getreten. Quelle: Chronik.LE

26./ 27.06.2010

Wurzen: Im Bereich der Lüptitzer Straße und der Kleegasse besprühten Unbekannte am vergangenen Wochenende rechtsgerichtete Symbole und Parolen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

26./ 27.06.2010

Eilenburg: Durch Unbekannte wurden über das Wochenende auf dem Parkplatz am Wasserturm verfassungsfeindliche Symbole an die Hochwasserschutzwand gesprüht. Mit schwarzer Farbe wurden Sigrunen, Hakenkreuze und andere nationalsozialistische Parolen aufgebracht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Quelle: Polizei Sachsen

27.07.2010

Eilenburg: In der Nacht wurde ein Imbisswagen von Gewerbetreibenden mit vietnamesischem Hintergrund angezündet. Dieser brannte völlig aus und ist derzeit unbrauchbar. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5000 €. Der Betreiber gab an, beinah täglich rassistischen Beleidigungen ausgesetzt zu sein. Die Opferberatung hat dazu einen Spendenaufruf gestartet. Quelle: NDK, RAA Sachsen

09.08.2010

Borna: Unbekannte beschmierten den Parkplatz in der Teichstraße mit rechtsgerichteten Symbolen. Entdeckt wurde die Schmiererei am 9.8.2010, gegen 10.50 Uhr. Quelle: RAA Sachsen

10.08.2010

Machern: Ein bekannter Tatverdächtiger (Alter noch nicht bekannt) besprühte gestern gegen 16.30 Uhr insgesamt fünf PKW mit einem Pulverfeuerlöscher. An einem der PKW zeichnete der Tatverdächtige, laut Aussage einer Zeugin, mittels Finger in das noch feuchte Pulver ein Hakenkreuz sowie jeweils links und rechts davon ein Runen-S. Trotz Wagenwäsche sollen die Zeichen noch erkennbar sein. Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen

16.08.2010

Wurzen: Unbekannte haben in der Nacht zum Montag im Eingangsbereich zum Kulturkeller von D5 antisemitische Schmierereien gemalt. So schrieben sie mit Edding "Jude" und "Hasse Juden". Entdeckt wurden die Schmierereien am Montag. Die Polizei wurde informiert. Quelle: eigene

19.08.2010

Grimma: Unbekannte brachten in der Nacht zum 19.8.2010 mehrere Aufkleber mit Heß-Bezug im Bereich des Parteibüros „Die Linke“ an. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: RAA Sachsen

19.08.2010

Colditz: Das Haus des Tennisvereins beschmierten Unbekannte in der Nacht zum 19.8.2010 mit rechtsgerichteten Parolen. Ein Sachschaden wurde nicht übermittelt. Quelle: RAA Sachsen

19.08.2010

Eilenburg: An einem Einkaufsmarkt in der Torgauer Landstraße brachten Unbekannte ein Graffiti mit Heß-Bezug an. Am Eingangsbereich des Marktes wurde ein 8m x 2m großer Schriftzug und daneben das Konterfei mit schwarzer Farbe gesprüht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Was die Beseitigung des rechtsextremistischen Graffiti kosten wird, war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht bekannt. Quelle: RAA Sachsen

20./21.08.2010

Grimma: In der Nacht zum Sonnabend klebten Unbekannte im Bereich der Innenstadt mehrere rechtsgerichtete Plakate. Quelle: LVZ-Muldental

22.08.2010

Böhlitz: Während der Bergfilmnacht von Sonnabend auf Sonntag, weit nach Mitternacht, fiel eine Gruppe von acht Personen zunächst durch rechtsextremistische Sprüche und Sieg-Heil-Gegröle auf. Die Veranstalter sind zunächst eingeschritten und haben angekündigt, die Polizei zu holen, was mit hämischen Bemerkungen abgetan worden sei. Als sich zwei Kletterer auf den Weg zum Zeltplatz gemacht hätten, sei ihnen die Gruppe gefolgt. Zeugen hätten die Bemerkung "Jetzt geht's los" gehört. Deshalb hätten Mitglieder und Freunde der IG Klettern eingreifen müssen, hätten die Störer festgehalten, als sie angreifen wollten. Ein Kletterer wurde verletzt, die Polizei alarmiert. Als die Polizisten auf dem Böhlitzer Dorfplatz ankamen, waren die Angreifer verschwunden. Bis zum Eintreffen habe es eine dreiviertel Stunde gedauert, klagten Verantwortliche. Der Sache werde jedoch nachgegangen. Erste Zeugenhinweise lägen bereits vor. Nach Auskunft von IG-Klettern-Mitgliedern handelt es sich bei den Angreifern um im Ort bekannte Jugendliche. Quelle: LVZ-Muldental

22.08.2010

Grimma: Laut einer Pressemitteilung der Polizeidirektion Westsachsen wurden in einer Gaststätte in der Bahnhofstraße mehrere anwesende Gäste von einem 28-Jährigen beleidigt, der auch rechtsgerichtete Parolen grölte. Quelle: LVZ-Muldental

03./04.09.2010

Naunhof: Zwei Hakenkreuze sowie weitere verfassungsfeindliche Zahlenkombinationen haben unbekannte Täter mit schwarzer Farbe zwischen Freitagabend und Samstagabend auf drei Granitstufen des Naunhofer Bahnhofsgebäudes aufgemalt. Der Sachschaden konnte laut Polizei noch nicht beziffert werden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugenhinweise bitte unter 03437/7089100 an das Polizeirevier Grimma oder jede andere Polizeidienststelle. Quelle: LVZ-Muldental

04.09.2010

Grimma: Gegen 15.30 Uhr sind zwei männliche Personen zur Frauenkirche, in der zu dieser Zeit, parallel zur Anne-Frank-Ausstellung in der Klosterkirche, die Ausstellung „Der gelbe Stern“ der Friedensbibliothek Berlin gezeigt wird, gegangenen und haben dort mit Fußtritten den Werbeträger beschädigt, der vor der Ausstellung steht und auf diese hinweist. Einer der beiden habe dann in die Kirche hineingerufen: "Heil Hitler". Durch den sofortigen Einsatz von Beamten des Polizeireviers Grimma konnten die beiden Männer (41 und 28 Jahre) bald darauf im Stadtgebiet von Grimma gestellt werden. Beide hätten, so die Polizei, während der Tatzeit unter Alkoholeinfluss gestanden und seien zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen worden. Eine Anzeige wurde aufgenommen, jetzt werden die Ermittlungen weitergeführt. Quelle: LVZ-Muldental

05.09.2010

Brandis: Zum Brand des China-Imbisses in der Bergstraße wurde die Feuerwehr Brandis kurz nach Mitternacht gerufen. Vor Ort brannte das Rad des Imbisswagens sowie beginnend die Verkleidung. Aus dem Wagen drang dunkler Rauch. Sich im Wagen befindliche Propangasflaschen wurden gesichert. Zum Hintergrund liegen derzeit noch keine Hinweise vor. Quelle: LVZ-Muldental

08.09.2010

Machern/Brandis. Rechtsgerichtete Parolen wurden an mehrere Objekte in Machern geschmiert, darunter an der Gemeindebibliothek. Mit Hakenkreuz-Schmierereien verunstaltet wurden laut Augenzeugen auch Außenmauern des Brandiser Schlosses. Quelle: LVZ-Muldental

08.09.2010

Grimma: Unbekannte Täter beschmierten in der Nacht die Wand eines Textilgeschäftes in der Bahnhofstraße mit einem Hakenkreuz ( 7 x 11 cm) und mit verfassungsfeindlichen Buchstabenfolgen. Der Staatsschutz ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen

11.09.2010

Hausdorf: Der einstige Anführer der 1973 gegründeten "Wehrsportgruppe Hoffmann" (WSG), Karl-Heinz Hoffmann, hat am Sonnabend im Gasthof Zollwitz in Hausdorf bei Colditz über die 1980 verbotene, rechtsterroristische WSG referiert. Laut einem Bericht beim neonazistischen "Freien Netz Borna-Geithain" sollen dem nachmittäglichen Vortrag knapp 100 Gäste gelauscht haben. Im Gasthof Zollwitz haben in jüngster Zeit bereits öfter neonazistische Konzerte und Veranstaltungen stattgefunden. Quelle: Chronik.LE

11.-13.09.2010

Beucha: Zwischen Samstag und Montag sprühten Unbekannte an die Wand eines Supermarktes in der August-Bebel-Straße einen rechtsgerichteten Spruch im Ausmaß von 8 x 2 Meter. Der Schaden wird mit ca. 300 Euro angegeben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen

06.10.2010

Hausdorf: Gestern Morgen führte die Polizei eine Razzia im Gasthof Zollwitz in Hausdorf durch. Die Beamten suchten in dem Haus nach Sprengstoff. Die Durchsuchung war Teil einer groß angelegten Polizeiaktion gegen die rechtsextreme Szene aus Thüringen. Die Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld ermittle seit Mitte September 2010 gegen mehrere Verdächtige, unter anderem wegen des Verdachts des unerlaubten Erwerbs und Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen, teilte Jürgen Graf, Pressesprecher der Thüringer Kriminalpolizei mit. Quelle: LVZ-Muldental

16.10.2010

Wurzen: Nachdem mehrere angemeldete Demonstrationen von NPD, JN und Freiem Netz in Leipzig für diesen Tag verboten worden waren, kam es auch in Wurzen zu einer kurzen Spontandemonstration von einem bis zwei Dutzend Neonazis auf dem Markt - hier wurde eine Rede gehalten - mit anschließendem Marsch durch die Jacobsgasse, wobei einzelne Fahnen geschwenkt und Parolen gerufen worden. Quelle: Nationale Sozialisten Döbeln

16./ 17.10.2010

Grimma: An zwei Schulen sprühten Unbekannte am Wochenende den Schriftzug „Recht auf Zukunft“, mutmaßlich in Anlehnung an die am 16.10.2010 in Leipzig geplanten und verbotenen Demonstrationen von NPD, JN und Freiem Netz. Sachschaden ca. 1.400 Euro. Quelle: Polizei

25./26.10.2010

Borna: Das Gebäude des Landratsamtes beschmierten Unbekannte in der Nacht zum 26.10.2010 mit rechtsgerichteten Graffitis. Die Höhe des Sachschadens wurde nicht übermittelt. Quelle: Polizei Sachsen

26./27.10.2010

Frohburg: An die Eingangstür der Grundschule klebten Unbekannte in der Nacht zum Mittwoch Plakate mit rechtsgerichtetem Inhalt. Sachschaden entstand nicht. Quelle: Polizei Sachsen

27.10.2020

Wurzen: Unbekannte sprühten u.a. an Glascontainer am Kaufland Slogans, wie „Recht auf Zukunft“, „BRD = Volkstod“ und „Konsum macht nicht frei“. Wann die Sprühereien angebracht wurden, konnte nicht ermittelt werden. Ein Zusammenhang mit dem Neonaziaufmarsch am 16.10.2010 in Leipzig ist wahrscheinlich. Quelle: eigene

27.10.2010

Grimma: Die Hauswand eines Hauses in der Tuchmachergasse wurde durch Unbekannte mit rechtsgerichteten Parolen beschmiert. Entdeckt wurde die Schmiererei gegen 19.10 Uhr. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

14.11.2010

Wurzen: Am Volkstrauertag marschierten wiederholt zwischen 16 und 19 Uhr ca. 150 Neonazis aus Wurzen und aus der Region mit Flaggen und Kerzen durch die gesamte Stadt. Sie hielten mehrere Kundgebungen mit Redebeiträgen und Musik ab, u.a. auf dem Markt. Zum „Heldengedenken“ aufgerufen hatte der Landesverband der Jungen Nationaldemokraten, namentlich Tommy Naumann und Mathias König. Die Teilnehmer waren unter anderem aus Eilenburg, Delitzsch, Torgau, Oschatz, Döbeln, Leipzig, Borna und Geithain angereist. Der Aufmarsch war am 8. November beim Landratsamt Leipziger Land im Namen der sächsischen "Jungen Nationaldemokraten" (JN) unter dem Motto "Wahren Helden gedenken. Nationalmasochismus beenden" angemeldet worden. Stadtverwaltung und Landratsamt versuchten, die Veranstaltung zumindest zu verkürzen und zeitlich einzuschränken, was jedoch misslang. Allerdings durften die Neonazis keine Fackeln und Trommeln tragen, wie es geplant war. Nur wenige Protestierende fanden sich in Nähe der Kundgebungen ein. Die Nationalsozialisten hatten 1934 den Volkstrauertag per Gesetz zum "Heldengedenktag" umdefiniert, bei dem nicht mehr stille Trauer, sondern "Heldenverehrung" im Vordergrund stand. Mit ihrer sprachlichen und inhaltlichen Ausrichtung stellen sich die Neonazis damit bewusst in die Tradition des historischen NS. Ein Bündnis aus Parteien, Stadtverwaltung, Kirche und zivilgesellschaftlichen Akteuren veranstaltete eine Gegenveranstaltung auf dem Domplatz mit ca. 120 Besuchern. Quelle: NDK, Chronik.LE 

20.11.2010

Borna: Am Nachmittag versammelten sich etwa 60 Nazis am Bahnhof in Borna unter dem Motto "Kinderschänder sind nicht therapierpar". Mit diesem Motto umschreiben Neonazis ihre Gewaltphantasie von der Todesstrafe. Die Route des Mini-Aufmarschs, die von einem Großaufgebot der Polizei begleitet wurde, zog sich durch die Innenstadt, vorbei am Grundstück der ehemaligen Gedächtnisstätte Borna bis zum Bahnhof zurück. Verwirrung herrschte scheinbar über die Zahl der Teilnehmer_innen. Die Polizei hatte mit bis zu 750 gerechnet. Genehmigt wurde die Veranstaltung sogar für 1500 Personen bereits am 15. November durch das Landratsamt. Quelle: Chronik.LE, LVZ-Borna/ Geithain, Bon Courage e.V.

28.11.2010

Eilenburg: 15 bis 20 teilweise vermummte und mutmaßliche Neonazis haben am frühen Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr versucht, gewaltsam in den Jugendclub "Rot-Schwarz" im Haus VI in der Dr.-Belian-Straße in Eilenburg einzudringen. Wie die Polizei mitteilte, misslang dies aber. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich etwa acht Jugendliche in den Räumen auf, die von innen die Tür zuhielten. Die Unbekannten zerschlugen eine Fensterscheibe, zerstörten einen Briefkasten sowie eine Wandleuchte und beschädigten die Eingangstür zum Club. Anschließend fuhr die Gruppe mit mehreren Autos weg. Schaden: 500 Euro. Quelle: Polizei, LVZ-Eilenburg/ Delitzsch

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