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Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

2014

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01.01.14

Borna: Gegen die Asylbewerberunterkunft in der ehemaligen Berufsschule wurden Silvesterraketen und Böller gerichtet. Verletzt wurde niemand. Quelle: LVZ

25.01.14

Borna: Am Samstag trafen sich etwa 100 Personen zu einer Kundgebung der sogenannten Bürgerinitiative "Wir sind Borna". Die Veranstaltung fand auf dem Königsplatz in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Borna statt und stand unter dem Motto "Unsere Heimat - unser Recht". Unter den etwa 100 Rassist_innen befanden sich der Geithainer NPD-Stadtrat und Kreisvorsitzende Manuel Tripp, der Landesvorsitzende der JN Sachsen Paul Rzehaczek, der stellvertretende Landeschef der JN Stefan Trautmann, sowie weitere bekannte Nazis. Die Kundgebung richtete sich gegen die Unterbringung von Asylbewerber_innen in der ehemaligen Berufsschule am Bornaer Königsplatz. Quelle: Chronik.LE

31.03.14

Großpösna: Die 59-jährige Verantwortliche des Lehr- und Versuchsgutes Oberholz teilte der Polizei mit, dass an einer Feldscheune Graffitischmiererein befinden. Nach dem Eintreffen der Beamten stellten sie fest, dass ein Davidstern in der Größe von 4,30 m x 3,20 m und die Buchstaben „NSU" in einer Größe von 1,40m x 0,70 m aufgesprüht worden waren. Außerdem wurde das Vorhängeschloss an der Tür zur Feldscheune entfernt und auf der Rückseite mehrere Bretter abgerissen. Der Sachschaden beträgt ca. 300 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

01.04.14

Landkreis: Im Landkreis Leipzig und Nordsachsen startet die NPD personell stark geschwächt in den Kommunalwahlkampf. So wird die Partei im Vergleich zu 2009 deutlich weniger Kandidaten ins Rennen schicken, in Wurzen überhaupt keinen. Damit zeichnet sich für den 25. Mai der Verlust bisheriger Hochburgen ab. Zur Kreistagswahl tritt sie mit nur noch zehn Kandidaten (2009: 26) in den zehn Wahlkreisen an. Im Wahlkreis 10/ Wurzen kandidiert NPD-Kreisvorsitzender Manuel Tripp aus Geithain. Der ehemalige Wurzener JN-Akteur Matthias König hat seine Aktivitäten scheinbar in den südlichen Landkreis verlegt und tritt im Wahlkreis 6/ Colditz an. Weitere Kandidaten sind u.a. Andreas Hufnagel aus Trebsen im Wahlkreis 7/ Grimma und Peter Köppe aus Pomßen im Wahlkreis 8/ Naunhof. Von den 2009 erfolgreichen Bewerbern gehört heute keiner mehr der NPD an.

Gab es bei den Wahlen für die Stadt- und Gemeinderäte vor fünf Jahren noch mehr als 50 Bewerber, sind es jetzt nur noch fünf. Sie verteilen sich auf Borna, Brandis, Geithain, Parthenstein und Trebsen. Doch 2009 hatte es allein für diese Orte 16 Kandidaten gegeben. Der Verlust bisheriger Mandate in Bad Lausick, Großbothen, Machern, Mutzschen, Thallwitz und Wurzen steht damit schon fest. Zuletzt hatte die NPD im Landkreis Leipzig insgesamt 2,6 Prozent der Stimmen erhalten. Das lag leicht über dem Landesschnitt (2,3 Prozent) und entsprach zwölf Sitzen in Stadt- und Gemeinderäten. Nur im allerbesten Fall wird es diesmal für fünf Mandate reichen. Fraglich ist, ob die Alternative für deutschland (AfD) diese Lücke auffüllen wird. Quelle: Chronik.LE, Kerstin Köditz

13.04.14

Borna: An einer Kundgebung auf dem Marktplatz einer so genannten Bürgerinitiative „Wir sind Borna“, die mutmaßlich von der NPD organisiert wurde, nahmen mehrere Dutzend Personen teil, die u.a. auch Transparente gegen Flüchtlinge und Migrant_innen trugen. Anlass war ein angeblicher sexueller Übergriff eines Mannes mit Migrationshintergrund auf eine junge Frau im Stadtgebiet einige Tage zuvor. Quelle: Facebook, LVZ

29.05.2014

Wurzen: In den Abendstunden des Himmelfahrttages wurde ein Mann in der Wurzener Innenstadt von einem Neonazi zusammengeschlagen. Das Opfer erlitt zwei Rippenbrüche und Hämatome im Gesichts und am Kopf. Quelle: Betroffener

31.05.2014

Wurzen: In der Nacht zum Samstag brannte ein Transporter, welcher in der Bahnhofstraße 21 abgestellt war, aus, wie die Polizei und LVZ berichtete. Der Transporter ist Teil des Firmengeflechts um Herrn P.. laut Angaben in der Presse, sollen auch Textilien verbrannt sein, der Schaden belaufe sich auf 25.000 Euro. Quelle: Polizei Sachsen, LVZ

21.06.2014

Wurzen: Während des WM - Public Viewing von Radio PSR auf dem Wurzener Markt kam es zu einen Angriff von zwei mutmaßlichen Neonazis auf einen augenscheinlichen Fan des ghanesischen Fußballteams. Nachdem dieser, so Zeugen, nach einem Tor für Ghana jubelte, wurde er verbal und körperlich attackiert. Beide Täter widersetzten sich laut Presseinformationen wenig später Polizeibeamten, die nach der Attacke vor Ort waren. Quelle: LVZ, eigene

01.06.2014

Leipzig: Auf dem Gelände der Alten Messe (Messepalast) fand am Abend eine so genannte Freefight-Veranstaltung (Imperium Freefight Championship) statt, die maßgeblich auch Unterstützung aus dem neonazistischen und semikriminellen Umfeld von Front Records fand, wie die Werbung auf Plakaten vermuten lässt. Neben der Rechtsanwaltskanzlei von Alexander P., den beiden Online-Labels „staffbull departement“ und „streetwar“, das Tattoo Royal (alle Falkenhain/ Wurzen) finden sich auch Sponsoren aus dem Handwerk. Hauptact war laut Plakat wieder mal Benjamin Brinsa. Quelle: Veranstaltungsplakat, facebook

05.06.2014

Wurzen: Laut einer eigenen Meldung hielt sich Norbert Gansel (Landtagsfraktion der NPD Sachsen) in der Stadt zu Wahlkampfzwecken auf und bestückte angeblich 4000 Haushalte mit dem NPD-Flugblatt "Heimat schützen - Asylbetrug stoppen". Zudem stellte er eine „Verausländerung Sachsens […] leider auch in Wurzen“ fest. Gansel: „Dabei kreuzten im Plattenviertel Nord nicht nur mehrere fröhlich schwatzende süd- und osteuropäische Hartz-IV-Großfamilien meinen Weg, sondern mir fiel auch die deutliche Zunahme ausländischer Namensschilder auf. Seit meiner letzten Verteilaktion im Wurzener Norden vor anderthalb Jahren kommt es mir so vor, als hätte sich die Zahl fremdländischer Namensschilder verdreifacht. Aber fällt den Fernseh- und Konsum-"Deutschen" überhaupt noch auf, was mit ihnen und ihrem Land geschieht? In Wurzen traf ich aber auch heute wieder auf stramme NPD-Anhänger. So kam ich mit einem mir bis dato unbekannten JN-Mitglied und einer freundlichen Stammwählerin ins Gespräch, der ich umgehend paar Exemplare der "Deutschen Stimme" zuschicken werde.“ Quelle: L-IZ.de, Facebook

08.07.2014

Wurzen: Fünf JN-Anhänger (Nordsachsen, Wurzen) verteilten in der Stadt Info- und Werbematerial der JN. Einer der jungen Männer lief in einem „Platzhirsch“kostüm, welches Bezug zur gleichnamigen JN-Schülerzeitung (Platzhirsch – Der Schülersprecher) nimmt, dessen Maskottchen es ist. Die Nazis drangen so z.B. in eine 8. Klasse des Wurzener Gymnasiums ein und verteilten dort ihre Propaganda, wie Zeug_innen berichteten. Wenig später wurden sie aus dem Schulhaus verwiesen. Verteilt wurden im Stadtgebiet u.a. o.g. Zeitung, Sticker gegen Drogen, gegen Gentechnik und Flyer für „Kinderschutz“ zur Landtagswahl am 31. August 2014. Zudem fotografierten sie sich gegenseitig, auch vor dem Kultur- und Bürger_innenzentrum D5. Mit Kreide schreiben sie JN-Parolen auf den Asphalt des Domplatzes, die aber Minuten später wieder verschwunden waren. Die Polizei beobachtete die Nazis. Quelle: eigene

30.07.2014

Wurzen: Aus einer Anzeige auf dem Verkaufsportal ebay.kleinanzeigen geht hervor, dass die 24-Stunden-Videothek in der Bahnhofstraße 21 verkauft werden soll. Angeboten werden zwei Terminals und ca. 900 DVDs zum Preis von 5.200 Euro. Quelle: ebay.kleinanzeigen

31.08.2014

Wurzen/ Landkreis Leipzig: Die NPD verpasst flächendeckend den Einzug ins sächsische Landesparlament. In Wurzen kam sie auf lediglich auf 6,3%, im Landkreis auf 4,7%. Die AfD schaffte den Sprung mit 9,1% im Landkreis und 9,0% in Wurzen. Quelle: statistik.sachsen.de

27.09.2014

Wurzen/ Leipzig: Der frühere Betreiber des Rechtsrock-Versandes "Front Records" P. muss wegen Volksverhetzung und Bedrohung 2.400 Euro zahlen. P. führte zumindest bis 2010 die CD "Adolf Hitler lebt" im Sortiment des o.g. Labels. Auf dem Tonträger wird der Holocaust in Frage gestellt. Außerdem glorifiziere ein Lied die Taten des Terror-Netzwerks "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Eine Berufungsverhandlung am Leipziger Landgericht sollte nun zweitinstanzlich ein Urteil des Amtsgerichtes Torgau klären. Die Band "Gigi & Die braunen Stadtmusikanten" um Neonazi Daniel G. stellen in ihrem Album "Adolf Hitler lebt" nicht nur den Holocaust in Frage. In dem Lied "Der Döner-Killer" verweist die Gruppe scheinbar auf die NSU-Mordserie. Die CD erschien bereits 2010. G. wurde mittlerweile wegen Volksverhetzung zu 1.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Zwar legte er damals ein Gutachten von Szene-Juristin Gisa Pahl vor, welche die Liedtexte allesamt als unbedenklich einstufte. Allerdings bewerteten die Richter deren Ausführungen als Gefälligkeitsgutachten. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg gegen G. könnte ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass P. letzten Endes in seinem Verfahren klein beigab und den Einspruch gegen das Torgauer Urteil vom 29.04.2014 zurückzog. Die CD ist mittlerweile indiziert. Quelle: L-IZ.de

02.10.2014

Wurzen: Benjamin B., ist zum Eintragsdatum der Meldung Ansprechpartner einer Webseite imperium-fight-team.de, die in Wurzen adressiert ist und sich im Aufbau befindet. Auch auf Facebook gibt es einen dazugehörigen Account und wirbt für ein „Mixed Martial Arts Team“ aus dem Raum Leipzig.“. Quelle: Facebook, o.g. Webseite

7.11.2014

Wurzen: In der August-Bebel-Straße riefen gegen 13.30 Unbekannte vor der Pestalozzi-Oberschule drei Mal „Sieg Heil“. Quelle: Zeuge

08.11.2014

Wurzen: Nach dem Nachtshopping gegen 00.30 Uhr bedrohten mehrere mutmaßliche Neonazis zwei alternative Jugendliche auf dem Marktplatz. U.a. riefen sie: „Ihr linksextremes Pack!“, „Heil Hitler!“ und „Ich bin Rassist, weil ich das gut finde!“, wie die Betroffenen berichteten. Einen anwesenden Mann animierten sie unter Drohungen, ebenfalls derartige Parolen zu rufen. Die Polizei wurde gerufen und zwei der Täter mitgenommen. Quelle: Betroffene

09.11.2014

Wurzen: In der Nacht vor dem Jahrestag der antijüdischen Pogromnacht beschmierten Unbekannte die für die Familie Goldschmidt im September in der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße verlegten Stolpersteine mit Teer. Nach einer Anzeige bei der Polizei reinigte die Stadt noch am Morgen die Steine. Am Abend nahmen mehr als 50 Menschen an den Mahnwachen zum Gedenken an die Wurzener Opfer der Pogromnacht am 9.11.1938. Quelle: Polizei

16.11.2014

Wurzen: Zumindest laut einem Eintrag der JN Muldental auf Facebook soll es am Volkstrauertag ein Heldengedenken am Denkmal für die Gefallen des Ersten Weltkrieges gegeben haben. Ein Gebinde oder ähnliches der Nazis wurde laut Zeugen allerdings nicht vor Ort vorgefunden. Über eine Anzahl der Beteiligten schweigen sich die Nazis aus. Quelle: Zeugen, Facebook

20.11.2014

Großzschepa: Zwischen dem 18. und 20.11.2014 wurden auf einem Container einer Firma, der auf dem ehemaligen Gelände des Schlosses abgestellt war, fünf Hakenkreuze mit schwarzer Farbe geschmiert. Quelle: Lokales Unternehmen, Zeuge

25.11.2014

Wurzen: Eine Familie, die seit dem Frühjahr als Asylsuchende in Wurzen lebt, wurde seitdem immer wieder durch einen Nachbar bedroht und beleidigt. U.a. soll er ihr gegenüber den Hitlergruß gezeigt haben. Aufgrund der weiterhin bestehenden Bedrohungssituation stellte der Vater nun eine Anzeige gegen den Nachbarn. Quelle: Zeuge

17.12.2014

Wurzen: Auf der Social-Media-Plattform Facebook etabliert sich eine Gruppe Wurzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch. Es wird vor allem um Beteiligung bei Legida- und Pegida-Demonstrationen geworben. Geteilt werden zudem verschwörungstheoretische und hetzerische Artikel und Filmbeiträge über Muslime, Asylsuchende, die USA und die „notleidenden Deutschen“. Gehetzt wird auch gegen den Zuzug von Flüchtlingen nach Wurzen. In Folge werden ab Februar 2015auch mehrere Demonstrationen in der Wurzener Innenstadt organisiert, die unter maßgeblicher Beteiligung von Neonazis aus der Region stattfinden. Quelle: Zeug_innen, Facebook

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