nixlos?

Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

2012

 

01.01.2012

Wurzen: In der Neujahrsnacht warfen Unbekannte eine Bierflasche auf die Eingangstür des Pfarramtes der Evang.-luth. Kirchgemeinde und riefen laut "Komm raus, du Judensau". Das Sicherheitsglas der Tür ging zu Bruch. Quelle: RAA Sachsen

12.01.2012

Leipzig/Dresden: Wie die LVZ berichtet, haben Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen und der Dresdner Bereitschaftspolizei insgesamt 44 Wohnungen und andere Räumlichkeiten von mutmaßlichen Neonazis in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg durchsucht. Schwerpunkt sei Sachsen mit 31 Orten gewesen. U.a. wurden Objekte in Borna, Eilenburg, Geithain und Wurzen kontrolliert. Den 41 Beschuldigten wird nach Aussagen des LKA vorgeworfen, sich Ende November vergangenen Jahres an einer nicht genehmigten Demonstration in Stolpen (Sächsische Schhweiz) beteiligt zu haben. Die Teilnehmer seien dabei vermummt gewesen. Der Aufmarsch habe unter dem Motto „Werde unsterblich“ gestanden. Die Demonstranten treten bei solchen Anlässen regelmäßig ohne Anmeldung auf, tragen schwarze Kleidung, meist mit aufgezogener Kapuze und weißer Gesichtsmaske. Oftmals führten die Teilnehmer Fackeln mit sich. Die Szene nenne diese Aktionen auch „Volkstod“.Quelle: LVZ-Leipzig

23.01.2012

Grimma: Unbekannte beschmierten zum wiederholten Male das Schild des Bürgerbüros der Linken in der Malzhausgasse mit schwarzer Farbe. Außerdem wurde ein Aufkleber angebracht, der dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen ist. Quelle: Polizei Sachsen

02.02.2012

Landkreis Leipzig/Dresden: Die NPD im Landkreis verlor zwei ihrer vier Abgordneten im Kreistag, meldete die LVZ. Der Landesvorstand der NPD erklärte in einer Mitteilung an Landrat Dr. Gey, die auch als Pressemitteilung verschickt wurde, dass Sven Tautermann (Nerchau) sowie Gerd Fritzsche (Borsdorf) die NPD künftig nicht mehr im Kreistag vertreten werden. Tautermann (Nerchau) sei aus der NPD ausgetreten, Fritsche war bisher als Parteiloser dem NPD-Quartett angehörig. "Die NPD lehnt daher eine Verantwortung für künftige Äußerungen und Handlungen dieser beiden Kreisräte ab", heißt es wörtlich. Fritzsche sei schon länger in der Partei umstritten gewesen, galt aber als Vordenker des Quartetts, so die LVZ. Quelle: LVZ-Muldental

10.02.2012

Eilenburg: Am Abend warfen drei bislang unbekannte Männer einen Mann aus seinem Rollstuhl und ließen ihn vor Ort liegen. Der 63-jährige Rollstuhlfahrer wollte vor sein Wohnhaus den Müll zu entsorgen. Dabei wurde er von drei Personen attackiert. Die Täter kippten den Rollstuhl, so dass das Opfer in den Schnee stürzte. Anschließend entwendeten sie den Rollstuhl. Unter großen Mühen gelangte der Zurückgelassene über eine Rampe in den Kellerbereich und per Fahrstuhl in seine Wohnung. Am darauf folgenden Morgen schilderte die ebenfalls gehbehinderte Ehefrau des Opfers das Geschehen einer Mitarbeiterin des ambulanten Pflegedienstes. Die daraufhin umgehend informierte Polizei sicherte vor Ort den Rollstuhl, der am Morgen vor dem Wohnhaus wieder aufgefundenen wurde. Quelle: chronik.LE

05.03.2012

Landkreis Leipzig:In Sachsen hat sich die Spaltung der NPD mit weiteren Austritten aus dem Kreisverband (KV) Landkreis Leipzig zugespitzt. Der dortige Kreisvorstand, bisher geleitet durch Marcus Müller (39, Mutzschen), ist demnach geschlossen zurück- und umgehend aus der Partei ausgetreten. Über den offenbar länger geplanten Schritt war bisher nur intern berichtet worden. Gestern wurde in einem Kommentar auf der Neonazi-Website “Altermedia” behauptet, ein nicht näher bezeichneter “NPD-KV in Sachsen” wolle “die Gefolgschaft zur Apfelmusfraktion aufkündigen”. Weiter hieß es, man wolle “auf jeden Fall als Freie Kräfte weiterarbeiten, ohne den Betonklotz der NPD am Fuß”. Einen NPD-Kreisverband werde es in der betroffenen Region “auf absehbarer Zeit nicht mehr geben.” Es ziehe sich nicht nur der Vorstand zurück, auch weitere NPDler aus der Region wollen die Partei verlassen. Der gesamte Kreisverband hatte bisher etwa 50 Mitglieder. Der faktischen Selbstauflösung des Kreisverbandes ging ein hartes Durchgreifen des Landesverbandes voraus. Anfang Februar war Sven Tautermann (41, Nerchau), der bisher für die Partei im Kreistag saß, aus der NPD ausgetreten. Zugleich distanzierte sich die Partei vom NPD-nahen Kreistagsmitglied Gerd Fritzsche (59, Borsdorf). Durch die neuerlichen Austritte wird die NPD vermutlich eine ganze Reihe kommunaler Mandatsträger verlieren, darunter die Kreisräte Heiko Forweg (35, Machern) und Wolfgang Schroth (65, Wurzen), außerdem ihren Stadtrat in Trebsen, Andreas Hufnagel (47). Quelle: GAMMA, chronik.LE

10.03.2012

Bad Lausick: Laut einer Polizeimeldung steckten Unbekannte ein Flugblatt mit "rechtsgerichtetem Inhalt" in den Briefkasten eines Wohnhauses. Tatsächlich handelte es sich um eine „Fahrplanauskunft“ für die Strecke von Bad Lausick nach Auschwitz. Diese Drohung unter Bezugnahme auf den Holocaust wurde mit einem Hakenkreuz auf dem Fahrplan noch verdeutlicht. Quelle: chronik.LE

17.03.2012

Naunhof: Bei einem Freizeitfußballturnier in einer Turnhalle sang eine aus zwölf Personen bestehende Gruppe "rechtsradikale Schmähgesänge", wie die Polizei berichtete. Nach Angaben des Veranstalters handelte es sich um das so genannte "U-Bahn-Lied", welches von Anhängern eines teilnehmenden Brandiser Teams skandiert wurde. Einige der Spieler seien ebenfalls beim FSV Brandis aktiv. Der Veranstalter sprach daraufhin Hausverbote aus und erstattete Anzeige. Die Polizei stellte die Identität der mutmaßlichen Täter_innen fest. Quelle: chronik.LE

18.03.2012

Delitzsch: Nach einem Ska-Konzert im Jugendhaus „YOZ“ wurden acht Konzertbesucher, davon drei tschechische und ein slowakischer Staatsbürger, auf den Nachhauseweg von etwa zehn Neonazis angegriffen. Dabei wurde einer der tschechischen jungen Männer schwer am Kopf und im Gesicht verletzt, und in eine Klinik gebracht. Infolge der Verletzungen könnte der Mann auf einem Auge erblinden, wie sich später herausgestellte. Seine Lebensgefährtin erhielt einen Schlag gegen den Kopf und wurde ebenfalls verletzt. Die Ermittlungen zu den Tätern hat der Staatsschutz übernommen, ermittelt wird wegen Landfriedensbruch und schwerer Körperverletzung.. Mindestens einer der Angreifer sei ein bekannte Neonazis und Gewalttäter, wie Zeug_innen bestätigten. Quelle: RAA Sachsen

19.03.2012

Bad Lausick: Am 19. März 2012, gegen 08.00 Uhr, wurde festgestellt, dass unbekannte Täter mit schwarzer Farbe an die Ausschenkklappe eines Imbisses ein Hakenkreuz in einer Größe von 25 cm x 25 cm geschmiert haben. Dadurch entstand ein Sachschaden in Höhe von 50 Euro.

Markkleeberg: Gegen 03.30 Uhr sprühten unbekannte Täter mit grauer Farbe auf die Begrenzungsmauer des Wendehammers im Bereich der Fußgängerpromenade des Markkleeberger Sees den Spruch: GOOD NIGHT + LEFT SIDE. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Quelle: RAA Sachsen, Polizei Sachsen

25.03.2012

Colditz: Am Sonntagnachmittag versammelten sich gegen 16:30 Uhr rund 30 überwiegend schwarz gekleidete Neonazis mit weißen Gesichtsmasken im Colditzer Schloss (Landkreis Leipzig), um an diesem historischen Ort (das Schloss diente den Nazis ab 1933 zunächst als "Schutzhaft"-Lager für Systemgegner_innen und ab 1939 als Lager für kriegsgefangene alliierte Offiziere) einen Propaganda-Clip für die sogenannte "Volkstod"- bzw. "Werde unsterblich"-Kampagne zu drehen. In einem Anfang Mai auf der neonazistischen Internetseite "Verdictum" (Selbstbeschreibung: "Die identitäre Kontrakultur aus West- und Mittelsachsen") veröffentlichten Youtube-Video sieht man die maskierten Personen mit entsprechenden Pappschildern ("Volkstod stoppen", "Deutschland muss leben", "Demokratie? Nein danke", "Eure Repression – unsere Bestätigung") durch den Eingang zum Schloss stolzieren, mit einem auf die Kampagnen-Seite verweisenden Transparent posieren und theatralisch ihre Arme in die Luft recken. Nach dem Betreten des Schlosses soll die Gruppe umgehend von einer Angestellten des Schlosses des Hofes verwiesen worden sein. Daraufhin positionierten sie sich in einem Halbkreis vor dem Schloss und skandierten mehrmals "Nationaler Sozialismus". Kurze Zeit später entfernten sich die Neonazis, die laut den Kennzeichen ihrer Fahrzeuge aus dem Landkreis bzw. der Stadt Leipzig, aus Chemnitz und dem Kreis Freiberg stammten, über die hintere Schlosszufahrt von dem Gelände und verließen flink die Stadt. Die von Augenzeug_innen alarmierte Polizei traf´vor Ort keinen der Beteiligten mehr an. Im Zuge der Ermittlungen sollen jedoch einige Teilnehmer identifiziert worden sein. Bürgermeister Matthias Schmiedel erfuhr erst durch eine Anfrage der lokalen LVZ von dem Aufmarsch. Zu einer Stellungnahme sah er sich offenbar nicht in der Lage. In einem LVZ-Artikel über die Aktion klagt ein Anwohner: "Wer etwas sieht und sich als Einzelner positioniert, muss inzwischen fürchten, selber ins Fadenkreuz der Nazis zu geraten. Deshalb ziehen es immer mehr Colditzer vor, einfach wegzuschauen. Ein Riesenproblem." Bereits am Abend zuvor waren in Halle ebenfalls rund 30 Neonazis aufmarschiert. Die überwiegend dunkelgekleideten Teilnehmer zogen weiß maskiert mit Fackeln durch die Viktor-Klemperer-Straße, zündeten Feuerwerksköper und skandierten die neonazistische Parole "deutsch, sozial und national". Im Anschluss verließen die Neonazis in sieben bis acht Fahrzeugen den Ort des Geschehens. Quelle: chronik.LE

31.03.2012

Bad Lausick: Mit Hakenkreuzen haben Unbekannte in der Nacht zum Sonnabend mehrere Gegenstände beschmiert. Laut Information der Polizei befanden sich die verfassungsfeindlichen Symbole an Mülleimern, Infotafeln, Türen sowie an der Freilichtbühne im Bereich des Klinik- und Stadtparkes. Ermittlungen zum Fall wurden aufgenommen, hieß es weiter. Quelle: LVZ-Muldental

15.04.2012

Markkleeberg: Ein 28-Jähriger hing am Sonntag gegen 12.00 Uhr eine Hackenkreuzfahne aus einem Fenster seiner Wohnung in der Hauptstraße. Die Fahne wurde beschlagnahmt. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen aufgenommen. Quelle: RAA Sachsen

21.04.2012

Grimma: Durch unbekannte Täter wurde mit einer Bierflasche eine Fensterscheibe vom Lokal Ali Baba in Grimma, Bahnhofstraße am 21.April 2012 zwischen 03.00 Uhr und 04.00 Uhr beschädigt. Es entstand ein Schaden von ca. 400 Euro.
Hinweise zu den Tätern (es soll sich um mehrere Personen handeln) bitte an das Polizeirevier Grimma (Vorgangsnummer 3542) Tel. (03437) 708925100 oder an jede andere Polizeidienststelle. Quelle: Polizei Sachsen

26.04.2012

Mügeln und Thallwitz: In Mügeln beschmierten Unbekannte in der Nacht zum 26.04. eine Hauswand im Bereich Johanniskirchhof mit "rechtsgerichteten Parolen" . In Thallwitz ritzten Unbekannte zwei Hakenkreuze in Bäume am Schloss, beschädigten eine Parkbank und warfen eine Fensterscheibe ein. Quelle: chronik.LE, Polizei Sachsen

26.04.2012

Leipzig/Brandis: Gegen einen weiteren Brandis-Täter begann am Landgericht Leipzig verhandelt. Angeklagt ist Gabriel S., der mit etwa 50 weiteren Angreifern am Überfall auf das Spiel des Roten Stern am 24. Oktober 2009 in Brandis beteiligt gewesen war.
Der Leipziger verbüßt derzeit eine mehrjährige Haftstrafe. Während die Ermittlungen zu Brandis noch liefen, verurteilte ihn das Landgericht in einem anderen Fall zu über drei Jahren Gefängnis. Die Beweislage für seinen Brandis-Ausflug gilt als ausgesprochen gut. Ein Fotoreporter hatte das Geschehen auf dem „Sportplatz der Freundschaft" damals dokumentiert. Auf mehreren Aufnahmen deutlich zu erkennen: Gabriel S. in der Rolle des Angreifers. Mit der Eckfahne in der Hand stürmte der 28-Jährige das Spielfeld. Ein anderes Foto zeigt, wie er eine Person brutal attackiert. Gabriel S. sei mit dem festen Entschluss nach Brandis gefahren, Anhänger des Roten Stern zu verletzen, lautet der Vorwurf der Anklage. Mit Eisenstangen, Holzlatten, Flaschen und Steinen bewaffnet, hatten die Angreifer damals Jagd auf die Fans gemacht. Vier weitere Verhandlungstage sollen erhellen, was an jedem Samstag in Brandis geschah. Quelle: LVZ-Muldental

02.05.2012

Wurzen: Während einer Info- und Diskussionsveranstaltung des Bündnis für Demokratie gegen Neonazismus im Plenarsaal des Stadthauses zur künstlerischen Gestaltung des Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges kam es zu tumultähnlichen und verbalen Ausschreitungenen gegenüber den angereisten Künstler_innen und der Initiator_innen des Projektes „Perspektivwechsel“. Neben den Statements mehrere Neonazis aus dem Umfeld der JN um Matthias König, kam es auch aus der so genannten bürgerlichen Mitte zu lautstarken fremdenfeindlichen und beleidigenden Äußerungen gegen die ehemalige Leiterin der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig und die Künstler_innen, die u.a. aus Berlin, München und Wien angereist waren. Beiträge von vor allem Wurzener CDU-Akteuren ernteten großen Beifall der ca. 15 anwesenden Neonazis und wurden ohne Widerspruch hingenommen. Nur wenige Befürworter der Idee einer künstlerischen Umrahmung und Interpretation des umstrittenen Denkmals meldeten sich zu Wort. Auf Unterschriftenlisten gegen den „Umbau“ des Denkmals trugen sich vor Ort der Großteil der anwesenden Nazis ein. Quelle: NDK

06.05.2012

Deuben/ Bennewitz: Wahrscheinlich in der Nacht zum Sonntag verstreuten Neonazis in den beiden Orten kleine Papierstreifen mit rassistischen und rechtsextremistischen Parolen, wie etwa „Multi-Kultur ist Rassismus pur!“ und „Rotfront verrecke“. Aufgefunden wurden diese in Nähe des Jugendhauses in Bennewitz und vor dem Gasthof Deuben, was mutmaßen lässt, dass der Adressat die Teilnehmer_innen des 13. Gedenkmarsches für die Opfer der Todesmärsche war . Verantwortlich zeichneten sich die so genannten Nationalen Sozialisten Muldental. Quelle. Eigene

06.05.2012

Geithain: Kurz nach Mitternacht sammelten sich vor der Pizzeria Bollywood ungefähr zehn mutmaßliche Neonazis und skandierten zunächst ausländerfeindliche Parolen, wobei auch Morddrohungen fielen. Einer der Angreifer habe ein großes Messer in der Hand gehabt. Mit einer Bierflasche sei mehrfach gegen die Scheibe geschlagen worden, sie bekam ein Loch. Durch das sei dann ein Stein geflogen, der im Innenraum auch Schaden anrichtete, so ein Angestellter, der ebenso wie andere große Angst hat. Die Ermittlungen dauerten an. Die Beamten suchen nun Zeugen und machen deshalb die Beschreibung von zwei Personen öffentlich. Der erste Mann soll etwa 160 bis 165 Zentimeter groß sein, circa 20 bis 25 Jahre alt. Bekleidet gewesen sei er mit einer roten Jacke mit Kapuze, die er über den Kopf gezogen hatte. Der zweite Mann ist etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, circa 20 bis 25 Jahre alt. Er trug eine schwarze Jacke sowie einen schwarzen Bart von der Unterlippe bis zum Kinn. Quelle: LVZ-Online.de

10.05.2012

Wurzen: Der kürzlich aus der NPD ausgetretene Kreistagsabgeordnete Sven Tautermann wurde wegen Beleidigung zu einer Strafe von 90 Tagessätzen á 10 Euro verurteilt. Er hatte im September 2011einen Kommentar auf der NDK-Homepage hinterlassen, der in verworrener und kruder Weise dem NDK u.a. Exotenverehrung, Bastdardverherrlichung, Negerkulturbelästigungen, Germanophobie, Verherrlichung der Kinderabschlachtung im Mutterleib (altes Testament, Abtreibung) Verhunzung der deutschen Sprache durch orwellschen Neusprech, Bespitzelung und das Denunzieren deutscher Patrioten vorwarf. Quelle: eigene

12.05.2012

Geithain: In der Nacht zum Sonnabend ist kurz nach Mitternacht vor einer Pizzeria in der Geithainer Katharinenstraße ein Sprengsatz detoniert. Möglicherweise handelte es sich dabei um einen selbstgebastelten Böller mit enormer Sprengkraft, wie die LVZ mitteilte. Geithains Feuerwehr wurde um 0.38 Uhr alarmiert, rückte mit drei Fahrzeugen und zwölf Kameraden an. 15 Personen des Wohnhauses wurden in Sicherheit gebracht, konnten dann aber wieder in ihre Wohnungen zurück. Verletzt wurde niemand. Die Pizzeria war bereits zum fünften Mal Ziel einer ausländerfeindlichen Attacke. Das Landeskriminalamt und die Soko Rex haben nach dem neuesten Vorfall nun die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: LVZ-Online.de

17.05.2012

Wurzen: Am Himmelfahrtstag ziehen etwa 10-12 mutmaßliche Neonazis und Hooligans durch die Innenstadt. Bereits gegen Mittag laufen sie laut grölend vom Marktplatz durch die Wenceslaigasse. Sie skandieren neben fußballtypischen Parolen u.a. auch mehrfach Juden-raus!-Rufe, wie Zeug_innen berichten. Quelle: eigene

Bahren: Durch einen Asylbewerber wurde am 17. Mai 2012, gegen 16.40 Uhr bekannt, dass sich mehrerer Personen zu Fuß dem Asylheim näherten und ausländerfeindliche Parolen riefen. Eine sofort eingeleitete Tatortbereichsfahndung führte zu keinem Ergebnis. Die Ermittlungsarbeiten dauern an. Quelle: Polizei Sachsen

21.05.2012

Grimma: In den Abendstunden wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Leipziger Straße lautstark Neonazi-Musik über eine Playstation abgespielt. Das Musikmaterial wurde sichergestellt. Der 20-jährige Täter konnte ermittelt werden. Anzeige wurde erstattet. Quelle: Polizei Sachsen

24.05.2012

Borna: Unbekannte haben an mehreren Orten in Borna Hakenkreuze mit Farbe aufgesprüht. So auf einen Stromverteilerkasten und auf ein Mehrfamilienhaus am Markt - jeweils in einer Größe von 20 mal 20 Zentimetern, wie die Polizei mitteilte. Auch an der Umfriedungsmauer an der Sachsenallee 36 wurde ein Hakenkreuz gesprüht. Und es wurden zwei weitere Hakenkreuze an der Wand eines Mehrfamilienhauses in der Kirchstraße entdeckt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen

26.05.2012

Bad Lausick: In der Nacht ritzten unbekannte Täter Hakenkreuze (15 x 15 cm) in den Lack von drei Pkw ein, die in der Goethestraße abgestellt waren. Quelle: Polizei Sachsen

28.05.2012

Geithain: Unbekannte Täter haben gestern Nacht in Geithain zwei große Steine an die beiden Schaufensterscheiben des LVZ-Redaktionsbüros in der Leipziger Straße geworfen. Das Glas ist dabei zersplittert. Eine Anwohnerin hatte gegen 4.30 Uhr einen Knall sowie Krach auf der Straße gehört und aus dem Fenster geschaut. Dabei bemerkte sie die Täter und alarmierte die Polizei. Einen Zusammenhang zu den aktuellen Ereignissen könne er nicht ausschließen, erklärte gestern Landespolizeipräsident Bernd Merbitz. Die Sonderkommission Rechtsextremismus hat am 12. Mai ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit den Angriffen auf die Pizzeria Bollywood aufgenommen. Die Soko will auch die Steinwürfe gegen das LVZ-Büro in ihre Ermittlungen einbeziehen. Hinweise zum Vorfall bitte an das Polizeirevier Geithain unter 034341800 oder an jede andere Polizeidienststelle. Quelle: Polizei Sachsen

29.05.2012

Grimma: Die Schaufensterscheiben des Aldi-Marktes wurden in Grimma mit "SS", "88" und "Nationaler Widerstand" beschmiert. Quelle: Polizei Sachsen

01.06.2012

Bad Lausick: Die akribische und beharrliche Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei (Staatsschutz) führte zur Feststellung von acht jugendlichen Tätern und einem Kind als Täter (Person unter 14 Jahre) für insgesamt zwölf Straftaten. Im Zeitraum vom Februar 2012 bis April 2012, kam es im Stadtgebiet Bad Lausick zu mehreren Straftaten. Die Täter beschmierten u.a. Hauswände und Bänke mit verschiedenen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Hakenkreuze), Schriftzügen oder anderen rechtsgerichteten Parolen. Sie verwendeten dabei Eddingstifte und Sprühfarbe. Die rechtsgerichteten Straftaten / Schmierereien im Bereich des Bahnhofes, an den Bushaltestellen Freizeitbad Riff und in der Turnerstraße, an der Werbetafel vom Einkaufsmarkt KIK, am Garagenkomplex in der Herderstraße oder im Kurpark von Bad Lausick , aber auch eine Volksverhetzung in der Hermann Straße und die zahlreichen Sachbeschädigungen durch die Plakatierungen an den Masten im gesamten Stadtgebiet sowie die Beschädigung der Beleuchtungseinrichtungen vom Freisitz am Cafe in der Badstraße, konnten in diesen Zusammenhang mit aufgeklärt werden. Durch diese Straftaten entstanden erhebliche Schäden, so zum Beispiel am Eigentum der Deutschen Bahn AG bzw. der Stadt Bad Lausick. Die Schadenshöhe ist bei ca.8000 Euro anzusiedeln. Die acht jugendlichen Täter sind im Alter von 14 Jahren bis 17 Jahre und wohnen selbst in der Stadt Bad Lausick und in ihrer Umgebung. Die Täter handelten in unterschiedlichen Formen, mal in einer Gruppe von vier bis fünf Personen oder allein. Sie sind geständig und gaben als Motiv Langeweile für ihre Taten an. Die Kriminalpolizei bedankt sich für die Unterstützung der Einwohner bei der Aufklärung dieser Straftaten und für die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vom Polizeiposten sowie von der Stadtverwaltung in Bad Lausick. Quelle: Polizei Sachsen

09.06.2012

Dürrweitzschen: Mehrere Neonazis begaben sich in der Nacht zum 9. Juni 2012 zum Wohnheim für rumänische Erntehelfer, überstiegen einen Zaun und schlugen auf einen der Helfer ein, wobei dieser nicht verletzt wurde. Nach ersten Aussagen sollen dabei ausländerfeindliche Parolen gerufen worden sein. Anschließend drangen sie in ein weiteres Gebäude ein. Der Staatsschutz hat seine Arbeit aufgenommen. Drei Tage nach dem Angriff trafen einige der Erntehelfer bei einem Fussballspiel in Dürrweitzsch zufällig wieder auf einige der Täter (im Alter von 14 - 17 Jahren) und informierten die Polizei, die die Identitäten der Beschuldigten feststellte. Diese gaben alle Vorwürfe zu. Quelle: LVZ-Online.de

14.06.2012

Borna:Ein 70-Jähriger Bornaer wird sich vermutlich wegen Beleidigung und des Verdachts der Volksverhetzung verantworten müssen. Wie die Polizei gestern informierte, habe der Mann am Donnerstag gegen 15 Uhr einen 27 Jahre alten Tunesier angespuckt und "Ausländer raus" gerufen. Der Vorfall habe sich vor Nachbarn und Familienangehörigen im öffentlichen Raum der Neuen Platekaer Straße in Borna ereignet. Der Tunesier habe bei der Polizei Anzeige erstattet, hieß es weiter. Zum Hintergrund des Vorfalls werde jetzt ermittelt. Quelle: RAA Sachsen

21.06.2012

Frohburg: Im Zuge einer Razzia durch Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) und Ermittler der Staatsanwaltschaft Rostock wurde eine Privatwohnung in Frohburg (Landkreis Leipzig) durchsucht. Es wurden Dokumente und Musik-CDs sichergestellt. Diese wurden von einem Familienvater im rechtsextremen Internetforum Thiazi gehandelt, gegen das sich die Ermittlungen richten. Gegen die Betreiber wird wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Bei dem Forum handelt es sich um das bedeutendste deutschsprachige rechtsextremistische Internetforum mit weit über einer Million Foren-Beiträgen, teilte das BKA mit.
"Bei den in Frohburg sichergestellten Dateien handelt es sich zumindest um Inhalte, die gegen das Jugendgesetz verstoßen. Die Lieder wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf den Index gesetzt und als jugendgefährdend eingestuft", erklärte gestern der Rostocker Oberstaatsanwalt Andreas Gärtner. Nicht ausgeschlossen wird, dass sich unter dem in Frohburg sichergestellten Material auch volksverhetzende Inhalte befinden. "Das wird derzeit überprüft". Ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann ist eingeleitet, auch wenn er nicht zu den Hauptbeschuldigten des Verfahrens zählt. In insgesamt elf Bundesländern sowie einer Wohnung in Großbritannien wurden am vorigen Donnerstag Razzien durchgeführt. In Sachsen waren neben Frohburg Wohnungen in Leipzig, Freiberg und Zittau durchsucht worden. Quelle: LVZ-Online.de

Eilenburg: Eine Gruppe von 16 Neonazis aus Nordsachsen feierte auf einem Feld bei Eilenburg die "Sommersonnenwende". Dazu türmten sie Holz zu einer 30 cm hohen Feuerstelle auf - in deren Mitte ein Holzkreuz gesteckt wurde. Dabei sangen sie ein Lied und trugen Fackeln. Zuvor sprach der nordsächsische JN-Stützpunktleiter Paul Rzehaczek zur Gruppe und schwadronierte vom drohenden Volkstod und dem "Feuer im Herzen des deutschen Volkes", das wieder entfacht werden müsse. Einen Tag später gab es eine ähnliche Feier im Leipziger Nazi-Zentrum. Quelle: chronik.LE

23.06.2012

Delitzsch: Die "Jungen Nationaldemokraten" (JN) in Nordsachsen haben zusammen mit den "Freien Kräften aus der Region" zum zweiten Mal zu einem Fußballturnier geladen. Im vergangenen Jahr fand das Spektakel in Hohenwussen bei Oschatz statt, diesmal in Delitzsch. Die Zahl der Teilnehmenden stieg angeblich von damals 120 auf nun 160. Die insgesamt zwölf Mannschaften kamen aus drei Bundesländern, darunter das Team "OST-Deutschland" aus Sachsen-Anhalt und "Franken" (vermutlich aus Bayern). Andere Mannschaften trugen Namen wie "Delitzsch-Ost", "DS-Mannschaft Riesa" (Deutsche-Stimme-Verlag der NPD), "New Society" (in Chemnitz gibt es eine gleichnamige Hooligan-Gruppierung, die sich mit den "Nationalen Sozialisten Chemnitz" überschneidet), "NS Muldental", "PC Records" (Nazi-Label/Laden aus Chemnitz), "ELB-Kaida" (Fangruppierung von Dynamo Dresden), "Ileburger Himbeerbrause" (Eilenburg) und "Multikultopia".Verfolgt hat das Geschehen auch der nordsächsische NPD-Kreischef und Landesvize Maik Scheffler aus Delitzsch. Den Siegerpokal überreichte JN-Stützpunktleiter Paul Rzehaczek. Beim ersten "Nordsächsischen Fußballturnier" im vergangenen Jahr hatte auch ein Team der "Terror Crew Muldental" (TCM) teilgenommen, gegen die mittlerweile wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wird. Quelle. Chronik.LE

30.06.2012

Bad Lausick: Schwere Schädel- und Gesichtsverletzungen erlitt ein junger Mann, der aus einer Gruppe heraus am Rande des Bad Lausicker Brunnenfestes angegriffen wurde. Der 20-Jährige war gegen 1.30 Uhr mit Freunden von der Eröffnungsparty des Bad Lausicker Festes im Gange war, in Richtung Ludolf-Colditz-Straße unterwegs. Vier Männer kamen der Gruppe entgegen, welche auf den 20-Jährigen einschlugen, wie die Polizeidirektion Westsachsen bestätigte. Auf den jungen Mann wurde auch noch weiter eingeschlagen und eingetreten, nachdem er bereits am Boden lag. Die Familie des Opfers spricht unter anderem von einem mehrfachen Gesichtsbruch. Der Rettungsdienst brachte den jungen Mann ins Krankenhaus nach Borna.
Ehe die Polizei eintraf, waren die Täter verschwunden. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um vier junge Männer, die schwarze T-Shirts, vermutlich mit einem rotweißen Aufdruck, trugen. Hinweise nimmt das Polizeirevier in Grimma (Telefonnummer 034 37/ 7 08 92 51 00) entgegen. Quelle: Polizei Sachsen

03.07.2012

Dresden: Der Innenminister Sachsens stellt den Verfassungsschutzberichtes des Freistaates der Öffentlichkeit vor. U.a. wird in dem Bericht die Band ARYAN HOPE aus Wurzen genannt (aktiv seit 2007, CD unser Kampf - 2008; Live-Auftritte von 2007-2011) und dem Versandhandel Front Records ein Absatz unter "ausgewählte rechtsextremistische Vertriebsstrukturen"gewidmet: "aktiv seit: 2001; sowie weitere szenetypische Materialien FRONT RECORDS ist einer der bundesweit bedeutendsten rechtsextremistischen Vertriebe. Er verfügt über mehrere tausend Kunden im In- und Ausland. Der Umsatz des Vertriebes dürfte bei mehreren hunderttausend Euro jährlich liegen. Das Unternehmen wurde 2011 umstrukturiert und von einem neuen Betreiber übernommen. Nach der Schließung des Ladengeschäftes in Wurzen (Landkreis Leipzig) setzt sich der Vertrieb nunmehr aus einem Internet-Versand und einem Tonträger-Label zusammen. Außerdem stehen technische Möglichkeiten zum Textildruck zur Verfügung. Das zugehörige Tonträger-Label brachte bislang knapp 60 Tonträger einschlägiger rechtsextremistischer Bands und Liedermacher auf den Markt. 14 Produktionen wurden bislang wegen jugendgefährdender Inhalte von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert. Einen Angebotsschwerpunkt stellen Textilien dar, die in ihrer Gestaltung vielfach Versatzstücke der rechtsextremistischen Weltanschauung transportieren. Darüber hinaus ist der Vertrieb in einen Unternehmenskomplex eingebettet, dem weitere, vordergründig nicht extremistische Gewerbe zugerechnet werden können. Teilweise stehen diese in Verbindung mit dem Handel mit bedruckten Textilien. FRONT RECORDS stellt einen Teil seiner Gewinne der rechtsextremistischen Szene zur Verfügung. So tritt der Vertrieb u. a. als Unterstützer eines auf die Szene ausgerichteten Online-Radios sowie einer „Schulhof-CD“ auf. 2010 produzierte das Label eine CD und verpflichtete sich zur Abgabe von einem Euro je verkaufter CD an die HILFSORGANISATION FÜR NATIONALE UND POLITISCHE GEFANGENE UND DEREN ANGEHÖRIGE e. V. (HNG), die am 21. September 2011 vom Bundesminister des Innern verboten wurde." (Quelle: Verfassungschutzbericht Sachsen 2011)

04.07.2012

Sachsen: In dem in dieser Woche erschienen antifaschistischen Newsflyer GAMMA ist einer der thematischen Schwerpunkte das Firmengeflecht um den Versandhandel Front Records, dessen Verbindungen in die Neonazi-Szene sowie dessen scheinbar unpolitische Nebenunternehmungen. GAMMA beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der extremen Rechten in Sachsen und liefert interessante Hintergründe zu Aktionen, Netzwerken und Personen. Quelle: gamma

24./ 25.07.2012

Borna: Unbekannte Täter zerschlugen in der Zeit vom 24.Juli, 21.30 Uhr bis 25. Juli, 9.15 Uhr eine Schaufensterscheibe der Pizzeria in der Bahnhofstraße. Dadurch entstand ein Sachschaden von ca. 1000 Euro. Hinweise zu den Tätern bitte an die PD Westsachsen Tel. 0341 255 100 oder an jede andere Polizeidienststelle. Quelle: Polizei

21.08.2012

Bennewitz: Ein alternativer 15-Jähriger wurde im Jugendhaus von einem 17-Jährigen bekannten Anhänger der Naziszene ins Gesicht geschlagen. Verletzt wurde er dabei nicht, jedoch wurde die Polizei verständigt, welche wenig später vor Ort die Tat sowie Personendaten, auch vom Täter und von Zeugen, aufnahm. Quelle. Zeug_innen

30.08.2012

Nordsachsen: In Delitzsch und Eilenburg wurden vier Männer im Alter von 24, 26, 30 und 54 Jahren festgenommen, die mit der Droge "Crystal" gehandelt haben. Bei der Durchsuchung von zehn Wohnungen, Garagen und Nebengebäuden wurde neben Rauschgift, Waffen, anabolen Steroiden und mehreren tausend Euro auch "rechtsradikales Material" sichergestellt. Laut Medienberichten gehören zumindest die drei Jüngeren der "gewalttätigen rechten Szene" in Nordsachsen an. Die Aktion begann am Donnerstagmorgen mit der gezielten Kontrolle des 54-jährigen Kuriers der Gruppe, der von einer "Beschaffungsfahrt" aus der Tschechischen Republik mehr als 300 Gramm Crystal dabei hatte. Anschließend kam es zu den Durchsuchungen in Eilenburg und Delitzsch. Die Festnahme der drei Nazis erfolgte durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes. Anführer der Bande soll der aus Delitzsch stammende 30-Jährige gewesen sein. Beim neonazistischen Internetforum "Altermedia" wird der Fall unter der Überschrift "Was der NW [nationaler Widerstand] nicht braucht: Drogenfahnder fassen in Nordsachsen rechtsextreme Dealer" diskutiert. Das örtliche Neonaziportal "Aktionsbüro Nordsachsen" hatte erst vor kurzem beklagt, dass "unsere Rosenstadt immer mehr zu Umschlaglagern der Leipziger Drogen- und Waffenmafia" verkomme. Gegen linke, alternative Jugendliche, bei denen es sich in Wahrheit um "heroin- und crystalsüchtige[...] Chaoten" handele, solle "zum Schutz unserer Stadt und vor allem der Kinder" Gesicht gezeigt werden. Quelle: LVZ, chronik.LE

21.09.2012

Wurzen: Während eine privaten Party eines Wurzeners, an den der Kulturkeller im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 vermietet worden war, kommt es zu Bedrohungen einiger Gäste durch ebenfalls anwesende Neonazis. Diese sollen u.a. aus Bennewitz und Altenbach angereist sein. Vermutlich irgendwann im Laufe des Abends posieren ca. 15 Jugendliche, die kaum erkennbar sind, vor dem Eingangsportal des Hauses, wobei mehrere den Hitlergruß zeigen. Quelle: ZeugInnen, facebook

06.10.2012

Leipzig: Bei einem "Landeskongress" der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten"(JN) in Leipzig wurde der Stützpunktleiter der JN Nordsachsen, Paul Rzehaczek aus Eilenburg, zum neuen JN-Landesvorsitzenden "gewählt". Er löst den bisherigen sächsischen JN-Vorsitzenden Tommy Naumann aus Leipzig ab. Dieser soll intern bereits im Februar 2012 angekündigt haben, seinen Posten aufzugeben, und daraufhin seinen Job bei der NPD-Landtagsfraktion verloren haben, berichtete der Newsflyer GAMMA. Gründe für Naumanns Rückzug seien nicht bekannt. Rzehaczek hat in seiner "Antrittsrede zur Kandidatur um den Landesvorsitz der JN-Sachsen" laut NPD-Bericht ebenfalls versprochen, einen "revolutionären Gedanken nach Außen und auch in die Mutterpartei" zu tragen. Als sein Stellvertreter fungiert mit Jens Gatter aus Liebschützberg ebenfalls ein NPD-Funktionär aus Nordsachsen. Bisher hatte diesen Posten der Leiter des JN-Stützpunktes Muldental, Mathias König aus Wurzen, inne. Warum sich dieser zurückgezogen hat, teilte die NPD ebenfalls nicht mit.

Offenbar ist der JN-Landesverband somit auf eine rein nordsächsische Angelegenheit geschrumpft. Wie mit so einer Aufstellung die von Rzehaczek angekündigte "Bündelung aller nationalen Kräfte [...] einschließlich (noch) ungebundener Potenziale" gelingen soll, bleibt ein Geheimnis des neuen Landesvorsitzenden und seines Mentors Maik Scheffler.Quelle: GAMMA, chronik.LE

07.10.2012

Wurzen: Nazis haben in der Nacht zum Sonntag, 7.10.2012 gegen 2 Uhr vier Hakenkreuze (60 x 60 cm) mit silberner Farbe an die beiden Eingangstüren und zwei Fenster des Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 in Wurzen gesprüht. Zudem bewarfen sie die Fassade mit Eiern. Die drei Täter sind mit einem PKW vor das Grundstück am Domplatz 5 gefahren und damit auch wieder geflüchtet, wie Überwachungsvideos zeigen. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen. Die Höhe des Sachschadens, vor allen an der historischen Eingangstür (ca. 1890), die erst im letzten Jahr restauriert worden war, ist noch nicht bekannt. In der gleichen Nacht wurde auch die Pizzeria Bollywood in der Jacobsgasse mit Eiern beworfen, eine Schaufensterscheibe des Büros des CDU-Ortsverbandes am Markt/ Schuhgasse beschädigt sowie die bereits zerstörte Eingangstür eines Textilgeschäftes eines vietnamesischen Händlers am Jacobsplatz eingetreten. Quelle: eigene, LVZ-Muldental

25.11.2012

Geithain: Anlass eines Nazi-Aufmarsches war ein Gerichtsurteil am Landgericht Chemnitz vom 22.11.2012, in dem ein Mann aus Geithain wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Gefängnisstrafe von 5 Jahren und 4 Monaten verurteilt worden war. Weiterer Anlass war laut LVZ die "Entscheidung, den Täter nicht sofort in Haft zu nehmen." Im Aufruf, der auf der Webseite von Manuel Tripp (NPD-Stadtrat in Geithain) veröffentlicht wurde, wird darauf verwiesen, dass sich "der Täter [...] weiterhin auf freiem Fuß" befindet. Die Demo begann am Sonntag gegen 16.30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Geithainer Markt. Anschließend zog der Aufmarsch über die Bahnhofstraße, Louis-Petermann-Straße und Hospitalstraße zurück zum Markt. Der Aufzug wurde seitens des Ordnungsamtes mit Auflagen versehen, so wurde die Route beschnitten, zudem durften sie am Totensonntag nur sechs Fackeln mitführen und ihr Megafon nur zweimal für zehn Minuten einsetzen. Als Redner traten Manuel Tripp, Stefan S. (Kohren-Sahlis) sowie der Delitzscher Neonazi-Multifunktionär Maik Scheffler auf. Neben Scheffler war auch der JN-Landes- und JN-Nordsachsen-Vorsitzende, Paul Rzehaczek, vor Ort. Während der Auftaktkundgebung positionierten sich ca. 30 Gegendemonstrant_innen in Sicht- und Hörweite vor dem Rathaus. Ihre Kundgebung wurde ebenso mit Auflagen versehen. Ihnen war es, im Gegensatz zum Neonazi-Aufmarsch, untersagt ihre Meinung laut kundzutun. Außerdem wurden sie durch ein übermäßig starkes Polizeiaufgebot abgeschirmt. Quelle: Chonik.LE

29.11.2012

Oschatz: In der Nacht auf den 29.11.2012 beschmierten Unbekannte 14 Stolpersteine der Familien Mendel und Hirschfeld in der Strehlaer Str.7 mit grauer Farbe. Die Stolpersteine erinnern als Kunstprojekt an Juden und Jüdinnen, Roma und Sinti, Homosexuelle, Obdachlose, Opfer der sogenannten "Euthanasie"-Aktionen, religiös Gläubige und politische Gegner_innen, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland und während des Zweiten Weltkrieges europaweit durch Deutsche und NS-Kollaborateur_innen verfolgt und ermordet wurden. Quelle: Chronik.LE

19.12.2012

Wurzen: Ein 18jähriger Mann wurde in der Theodor-Körner-Straße gegen 23.30 Uhr von mutmaßlichen Neonazis angegriffen und verletzt. Die Täter waren mit einem blauen Golf unterwegs, wendeten, als sie den Mann sahen und einer der vermummten Insassen stieg aus, trat dem Betroffenen mit dem Knie in den Bauch und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Zuvor rief er: „Eh, du Zecke!“. Der 18jährige erlitt Hämatome im Gesicht und meldete den Vorfall der Polizei, die die Anzeige aufnahmen. Quelle: Betroffener

20.12.2012

Landkreis Leipzig: Wie die LVZ berichtete, wird der Landesvize der sächsischen NPD Mike Scheffler als Bundestagskanditat für den Landkreis Leipzig antreten. Scheffler ist zudem Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Leipzig. Diese Funktion hatte Scheffler bereits kommissarisch im März diesen Jahres übernommen, als der komplette Kreisvorstand seine Ämter niederlegte und fast alle Mitglieder im Landkreis die NPD verließen. Jürgen Gansel, Pressesprecher der NPD Sachsen, kommentierte das seinerzeit mit den Worten: "Nach langwährender Sabotage der Parteiarbeit sowie Kooperations- und Informationsverweigerung gegenüber dem NPD-Landesvorstand haben die Mitglieder des Kreisvorstandes im Landkreis Leipzig endlich ihre Ämter niedergelegt". Über Marcus Müller, lange Jahre einer der führenden Köpfe der NPD im Muldental, urteilte Gansel, der langjährige Kreisvorsitzende habe "den Kreisverband zuletzt als privaten Klüngelverein mit lausiger Verwaltung" geführt. Quelle: LVZ-Muldental

21.12.2012

Wurzen: Der JN-Stützpunktleiter König spielte an diesem Tag wieder einmal Knecht Ruprecht und verteilte, eskortiert von einem hinkenden Kameraden, die JN-Schulhof-CD, Flugblätter, Aufkleber und diverse Süßigkeiten im Stadtgebiet. U.a. besucht er auch sehr kurz das Kultur- und Bürgerzentrum D5. Die in höchstem Maße alberne und peinliche Aktion wird von einem Dritten zudem gefilmt und ins Internet gestellt. Quelle: NDK, http://vimeo.com/56297233

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