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12.01.2012
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Leipzig/Dresden: Wie die LVZ berichtet, haben Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen und der Dresdner Bereitschaftspolizei insgesamt 44 Wohnungen und andere Räumlichkeiten von mutmaßlichen Neonazis in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg durchsucht. Schwerpunkt sei Sachsen mit 31 Orten gewesen. U.a. wurden Objekte in Borna, Eilenburg, Geithain und Wurzen kontrolliert. Den 41 Beschuldigten wird nach Aussagen des LKA vorgeworfen, sich Ende November vergangenen Jahres an einer nicht genehmigten Demonstration in Stolpen (Sächsische Schhweiz) beteiligt zu haben. Die Teilnehmer seien dabei vermummt gewesen. Der Aufmarsch habe unter dem Motto „Werde unsterblich“ gestanden. Die Demonstranten treten bei solchen Anlässen regelmäßig ohne Anmeldung auf, tragen schwarze Kleidung, meist mit aufgezogener Kapuze und weißer Gesichtsmaske. Oftmals führten die Teilnehmer Fackeln mit sich. Die Szene nenne diese Aktionen auch „Volkstod“.Quelle: LVZ-Leipzig
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23.01.2012
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Grimma: Unbekannte beschmierten zum wiederholten Male das Schild des Bürgerbüros der Linken in der Malzhausgasse mit schwarzer Farbe. Außerdem wurde ein Aufkleber angebracht, der dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen ist. Quelle: Polizei Sachsen
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02.02.2012
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Landkreis Leipzig/Dresden: Die NPD im Landkreis verlor zwei ihrer vier Abgordneten im Kreistag, meldete die LVZ. Der Landesvorstand der NPD erklärte in einer Mitteilung an Landrat Dr. Gey, die auch als Pressemitteilung verschickt wurde, dass Sven Tautermann (Nerchau) sowie Gerd Fritzsche (Borsdorf) die NPD künftig nicht mehr im Kreistag vertreten werden. Tautermann (Nerchau) sei aus der NPD ausgetreten, Fritsche war bisher als Parteiloser dem NPD-Quartett angehörig. "Die NPD lehnt daher eine Verantwortung für künftige Äußerungen und Handlungen dieser beiden Kreisräte ab", heißt es wörtlich. Fritzsche sei schon länger in der Partei umstritten gewesen, galt aber als Vordenker des Quartetts, so die LVZ. Quelle: LVZ-Muldental
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10.02.2012
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Eilenburg: Am Abend warfen drei bislang unbekannte Männer einen Mann aus seinem Rollstuhl und ließen ihn vor Ort liegen. Der 63-jährige Rollstuhlfahrer wollte vor sein Wohnhaus den Müll zu entsorgen. Dabei wurde er von drei Personen attackiert. Die Täter kippten den Rollstuhl, so dass das Opfer in den Schnee stürzte. Anschließend entwendeten sie den Rollstuhl. Unter großen Mühen gelangte der Zurückgelassene über eine Rampe in den Kellerbereich und per Fahrstuhl in seine Wohnung. Am darauf folgenden Morgen schilderte die ebenfalls gehbehinderte Ehefrau des Opfers das Geschehen einer Mitarbeiterin des ambulanten Pflegedienstes. Die daraufhin umgehend informierte Polizei sicherte vor Ort den Rollstuhl, der am Morgen vor dem Wohnhaus wieder aufgefundenen wurde. Quelle: chronik.LE
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05.03.2012
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Landkreis Leipzig:In Sachsen hat sich die Spaltung der NPD mit weiteren Austritten aus dem Kreisverband (KV) Landkreis Leipzig zugespitzt. Der dortige Kreisvorstand, bisher geleitet durch Marcus Müller (39, Mutzschen), ist demnach geschlossen zurück- und umgehend aus der Partei ausgetreten. Über den offenbar länger geplanten Schritt war bisher nur intern berichtet worden. Gestern wurde in einem Kommentar auf der Neonazi-Website “Altermedia” behauptet, ein nicht näher bezeichneter “NPD-KV in Sachsen” wolle “die Gefolgschaft zur Apfelmusfraktion aufkündigen”. Weiter hieß es, man wolle “auf jeden Fall als Freie Kräfte weiterarbeiten, ohne den Betonklotz der NPD am Fuß”. Einen NPD-Kreisverband werde es in der betroffenen Region “auf absehbarer Zeit nicht mehr geben.” Es ziehe sich nicht nur der Vorstand zurück, auch weitere NPDler aus der Region wollen die Partei verlassen. Der gesamte Kreisverband hatte bisher etwa 50 Mitglieder. Der faktischen Selbstauflösung des Kreisverbandes ging ein hartes Durchgreifen des Landesverbandes voraus. Anfang Februar war Sven Tautermann (41, Nerchau), der bisher für die Partei im Kreistag saß, aus der NPD ausgetreten. Zugleich distanzierte sich die Partei vom NPD-nahen Kreistagsmitglied Gerd Fritzsche (59, Borsdorf). Durch die neuerlichen Austritte wird die NPD vermutlich eine ganze Reihe kommunaler Mandatsträger verlieren, darunter die Kreisräte Heiko Forweg (35, Machern) und Wolfgang Schroth (65, Wurzen), außerdem ihren Stadtrat in Trebsen, Andreas Hufnagel (47). Quelle: GAMMA, chronik.LE
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10.03.2012
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Bad Lausick: Laut einer Polizeimeldung steckten Unbekannte ein Flugblatt mit "rechtsgerichtetem Inhalt" in den Briefkasten eines Wohnhauses. Tatsächlich handelte es sich um eine „Fahrplanauskunft“ für die Strecke von Bad Lausick nach Auschwitz. Diese Drohung unter Bezugnahme auf den Holocaust wurde mit einem Hakenkreuz auf dem Fahrplan noch verdeutlicht. Quelle: chronik.LE
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17.03.2012
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Naunhof: Bei einem Freizeitfußballturnier in einer Turnhalle sang eine aus zwölf Personen bestehende Gruppe "rechtsradikale Schmähgesänge", wie die Polizei berichtete. Nach Angaben des Veranstalters handelte es sich um das so genannte "U-Bahn-Lied", welches von Anhängern eines teilnehmenden Brandiser Teams skandiert wurde. Einige der Spieler seien ebenfalls beim FSV Brandis aktiv. Der Veranstalter sprach daraufhin Hausverbote aus und erstattete Anzeige. Die Polizei stellte die Identität der mutmaßlichen Täter_innen fest. Quelle: chronik.LE
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18.03.2012
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Delitzsch: Nach einem Ska-Konzert im Jugendhaus „YOZ“ wurden acht Konzertbesucher, davon drei tschechische und ein slowakischer Staatsbürger, auf den Nachhauseweg von etwa zehn Neonazis angegriffen. Dabei wurde einer der tschechischen jungen Männer schwer am Kopf und im Gesicht verletzt, und in eine Klinik gebracht. Infolge der Verletzungen könnte der Mann auf einem Auge erblinden, wie sich später herausgestellte. Seine Lebensgefährtin erhielt einen Schlag gegen den Kopf und wurde ebenfalls verletzt. Die Ermittlungen zu den Tätern hat der Staatsschutz übernommen, ermittelt wird wegen Landfriedensbruch und schwerer Körperverletzung.. Mindestens einer der Angreifer sei ein bekannte Neonazis und Gewalttäter, wie Zeug_innen bestätigten. Quelle: RAA Sachsen
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26.04.2012
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Mügeln und Thallwitz: In Mügeln beschmierten Unbekannte in der Nacht zum 26.04. eine Hauswand im Bereich Johanniskirchhof mit "rechtsgerichteten Parolen" . In Thallwitz ritzten Unbekannte zwei Hakenkreuze in Bäume am Schloss, beschädigten eine Parkbank und warfen eine Fensterscheibe ein. Quelle: chronik.LE, Polizei Sachsen
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26.04.2012
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Leipzig/Brandis: Gegen einen weiteren Brandis-Täter begann am Landgericht Leipzig verhandelt. Angeklagt ist Gabriel S., der mit etwa 50 weiteren Angreifern am Überfall auf das Spiel des Roten Stern am 24. Oktober 2009 in Brandis beteiligt gewesen war.
Der Leipziger verbüßt derzeit eine mehrjährige Haftstrafe. Während die Ermittlungen zu Brandis noch liefen, verurteilte ihn das Landgericht in einem anderen Fall zu über drei Jahren Gefängnis. Die Beweislage für seinen Brandis-Ausflug gilt als ausgesprochen gut. Ein Fotoreporter hatte das Geschehen auf dem „Sportplatz der Freundschaft" damals dokumentiert. Auf mehreren Aufnahmen deutlich zu erkennen: Gabriel S. in der Rolle des Angreifers. Mit der Eckfahne in der Hand stürmte der 28-Jährige das Spielfeld. Ein anderes Foto zeigt, wie er eine Person brutal attackiert. Gabriel S. sei mit dem festen Entschluss nach Brandis gefahren, Anhänger des Roten Stern zu verletzen, lautet der Vorwurf der Anklage. Mit Eisenstangen, Holzlatten, Flaschen und Steinen bewaffnet, hatten die Angreifer damals Jagd auf die Fans gemacht. Vier weitere Verhandlungstage sollen erhellen, was an jedem Samstag in Brandis geschah. Quelle: LVZ-Muldental
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02.05.2012
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Wurzen: Während einer Info- und Diskussionsveranstaltung des Bündnis für Demokratie gegen Neonazismus im Plenarsaal des Stadthauses zur künstlerischen Gestaltung des Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges kam es zu tumultähnlichen und verbalen Ausschreitungenen gegenüber den angereisten Künstler_innen und der Initiator_innen des Projektes „Perspektivwechsel“. Neben den Statements mehrere Neonazis aus dem Umfeld der JN um Matthias König, kam es auch aus der so genannten bürgerlichen Mitte zu lautstarken fremdenfeindlichen und beleidigenden Äußerungen gegen die ehemalige Leiterin der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig und die Künstler_innen, die u.a. aus Berlin, München und Wien angereist waren. Beiträge von vor allem Wurzener CDU-Akteuren ernteten großen Beifall der ca. 15 anwesenden Neonazis und wurden ohne Widerspruch hingenommen. Nur wenige Befürworter der Idee einer künstlerischen Umrahmung und Interpretation des umstrittenen Denkmals meldeten sich zu Wort. Auf Unterschriftenlisten gegen den „Umbau“ des Denkmals trugen sich vor Ort der Großteil der anwesenden Nazis ein. Quelle: NDK
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06.05.2012
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Geithain: Kurz nach Mitternacht sammelten sich vor der Pizzeria Bollywood ungefähr zehn mutmaßliche Neonazis und skandierten zunächst ausländerfeindliche Parolen, wobei auch Morddrohungen fielen. Einer der Angreifer habe ein großes Messer in der Hand gehabt. Mit einer Bierflasche sei mehrfach gegen die Scheibe geschlagen worden, sie bekam ein Loch. Durch das sei dann ein Stein geflogen, der im Innenraum auch Schaden anrichtete, so ein Angestellter, der ebenso wie andere große Angst hat. Die Ermittlungen dauerten an. Die Beamten suchen nun Zeugen und machen deshalb die Beschreibung von zwei Personen öffentlich. Der erste Mann soll etwa 160 bis 165 Zentimeter groß sein, circa 20 bis 25 Jahre alt. Bekleidet gewesen sei er mit einer roten Jacke mit Kapuze, die er über den Kopf gezogen hatte. Der zweite Mann ist etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, circa 20 bis 25 Jahre alt. Er trug eine schwarze Jacke sowie einen schwarzen Bart von der Unterlippe bis zum Kinn. Quelle: LVZ-Online.de
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10.05.2012
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Wurzen: Der kürzlich aus der NPD ausgetretene Kreistagsabgeordnete Sven Tautermann wurde wegen Beleidigung zu einer Strafe von 90 Tagessätzen á 10 Euro verurteilt. Er hatte im September 2011einen Kommentar auf der NDK-Homepage hinterlassen, der in verworrener und kruder Weise dem NDK u.a. Exotenverehrung, Bastdardverherrlichung, Negerkulturbelästigungen, Germanophobie, Verherrlichung der Kinderabschlachtung im Mutterleib (altes Testament, Abtreibung) Verhunzung der deutschen Sprache durch orwellschen Neusprech, Bespitzelung und das Denunzieren deutscher Patrioten vorwarf. Quelle: eigene
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12.05.2012
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Geithain: In der Nacht zum Sonnabend ist kurz nach Mitternacht vor einer Pizzeria in der Geithainer Katharinenstraße ein Sprengsatz detoniert. Möglicherweise handelte es sich dabei um einen selbstgebastelten Böller mit enormer Sprengkraft, wie die LVZ mitteilte. Geithains Feuerwehr wurde um 0.38 Uhr alarmiert, rückte mit drei Fahrzeugen und zwölf Kameraden an. 15 Personen des Wohnhauses wurden in Sicherheit gebracht, konnten dann aber wieder in ihre Wohnungen zurück. Verletzt wurde niemand. Die Pizzeria war bereits zum fünften Mal Ziel einer ausländerfeindlichen Attacke. Das Landeskriminalamt und die Soko Rex haben nach dem neuesten Vorfall nun die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: LVZ-Online.de
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