Alle zwei Jahre dokumentieren wir Projekte und Veranstaltungen des NDK ausführlich in gedruckter Form. Das aktuelle Exemplar, die Chronik 2007/2008, schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Ein kurzer Anruf, eine Mail oder Postkarte genügt!
Dokumentation 2007/2008
2010
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16.01.2010 |
Trebsen: An dem Auto einer Bürgerin mit japanischem Migratinshintergrund wurden nun zum wiederholten Male Neonazi-Aufkleber befestigt. Diesmal handelte es sich nicht nur um einen, wie in der Vornacht, sondern das Auto wurde fast vollständig mit rechtem Gedankengut beklebt. Quelle: RAA Sachsen e.V. |
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19./20.01.2010 |
Colditz: Zeug_innen berichten, dass in der wieder mutmaßliche Neonazis der Stadt waren und mehrere Häuser in der Innenstadt mit Parolen und Symbolen beschmiert haben, so z.B. das Rathaus, die Sparkasse, die Raiffeisenbank, ein Modehaus, Gebäude auf dem Kirchberg sowie wiederholt ein Elektrogeschäft. Quelle: Zeug_innen |
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23.01.2010 |
Grimma: Drei junge Männer (19-20 Jahre) filmten sich Sonnabend Mittag gegenseitig beim Zeigen des Hitlergrußes. Laut LVZ hatten sie sich dafür einen besonderen Hintergrund ausgesucht: einen Funkwagen der Polizei. Als die dies beobachtenden Polizisten einschritten, versuchten die Männer zu fliehen, konnten aber gestellt werden. Quelle: Chronik.LE |
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28.01.2010 |
Eilenburg: Unbekannte beschmierten in der Nacht zum 28.1.2010 die Wand einer Mittelschule mit rechtsgerichteten Parolen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen |
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29.01.2010 |
Colditz: Gegen 21.00 Uhr werden vier junge Männer (22-25 Jahre) in der Lausicker Straße von vier vermummten Neonazis geschlagen und verletzt. Die sofortige Fahndung und Täterermittlung führte zu vier Tatverdächtigen im Alter von 21-53 Jahren. Bei den Opfern handele es sich um Punks aus Grimma und Colditz, informierte die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz. Wie die Polizei mitteilte, werde mit Hochdruck nach weiteren Tätern gesucht. Der Gewalt waren mehrfach Beschimpfungen und Bedrohungen vorausgegangen, die vom Fahrer (25) eines silbergrauen Mercedes Kombi begangen worden. Nur wenig später stiegen mehrere vermummte Personen aus dem PKW, unter ihnen der 53jährige Tatverdächtige. Dieser lief direkt zu einem der jungen Männer und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht, welcher stürzte und sich die Schulter verletzte. Das zweite Opfer wurde durch einen 23jährigen Tatverdächtigen mit Schlägen und Tritten im Gesichtsbereich verletzt. Andere wurde von zwei weiteren Tätern attackiert, wobei zwei weitere Personen verletzt wurden. Laut einem Bericht des Antifaschistischen Infoportals Colditz bei Indymedia soll sich zur Tatzeit außerdem eine größere Gruppe von "Nazis, rechten und erlebnisorientierten Jugendlichen" auf dem Gelände eines der Täter und seiner Familie gesammelt haben. Seit geraumer Zeit würden dort zwei Gebäude saniert, woran sich Neonazis aus Colditz und der Region beteiligten.Quelle: Zeug_innen, Polizei Sachsen, Chronik.LE |
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02.02.2010 |
Umland Leipzig: Zu einem Konzert in Torgau (OT Staupitz) kamen am 31. Januar etwa 200 Nazis. Dort spielten die Nazibands "Civil Disorder", "Fear rains down", "Painful Life" und "2 Minutes Warning". In Torgau gab es noch zwei weitere Konzerte: am 21. Februar mit 300 Teilnehmern und den Bands "Thematik 25", "Bloodline", "Oidoxie", "Ehre & Stolz" und "System Infarkt" sowie am 14. März mit 100 Teilnehmern [*]. Auch in Colditz fand laut Innenministerium ein Konzert statt, dieses wurde am 15. Mai mit 140 Teilnehmern durchgeführt [*]. In einem Artikel des Antifaschistischen Infoblatts wird �er ein Konzert am 1. August im Gewerbegebiet ï½»L�titzer Hî’eォ bei Wurzen berichtet. Dort traten die Nazibands "Inkubation Dî’Šeln", "Storm of Minds" und "Eastside" auf. Veranstalter war die Lok-Fangruppierung "Wurzener Jungs". Dort hatten unter anderem die Nazis gefeiert, die sp舩er am Angriff auf Fans und Spieler des Fußballvereins Roter Stern Leipzig beteiligt waren. Am 21. August gab es ein weiteres Konzert in Geithain im Rahmen einer Vortragsveranstaltung der NPD. Vor einem Publikum von �er 50 Personen referierte der parteilose Direktkandidat der NPD f� den s臘hsischen Landtag Gerd Fritzsche. Am 30. Oktober hielt die NPD in Geithain eine weitere Veranstaltung mit anschließendem "Liederabend" ab. |
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05.02.2010 |
Eilenburg: In der Torgauer Landstraße und der Puschkinstraße wurden gegen 09.00 Uhr mehrere Aufkleber und Schmierereien rechtsradikalen Inhalts festgestellt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen |
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06.02.2010 |
Eilenburg: Gegen 03.30 Uhr bis gegen 05.30 Uhr hielt sich eine Gruppe Neonazis in einem Jugendclub in der Dr.-Belian- Straße auf. Nachdem einer Person durch einem Verantwortlichen Hausverbot erteilt worden war, wurde die Stimmung gereizt, es kam zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen, zu Sachbeschädigungen und Skandieren von Naziparolen. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der angerichtete Sachschaden beträgt ca. 300 Euro. Quelle: Polizei Sachsen |
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09.02.2010 |
Grimma: Unbekannte brachten in der Kreuzstraße vier Plakate an, die die Bombardierung Dresdens im Krieg thematisierten. Wann die Plakate angeklebt wurden, ließ sich bisher noch nicht ermitteln. Entdeckt wurden sie am 09.02.2010 gegen 5.30 Uhr. Quelle: Polizei Sachsen |
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10.02.2010 |
Colditz: Im Stadtgebiet wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Briefkasten mit einer rechtsgerichteten Parole beschmiert, in der Nacht zum Freitag ein Verteilerkasten mit ähnlichen Parolen. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: Polizei Sachsen |
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10./11.02.2010 |
Grimma: Unbekannte klebten in der Nacht zum Donnerstag vier Plakate in Grimma-West. Thema waren u.a. Nazi-Märtyrer Horst Wessel und die Bombardierung Dresdens im Februar 1945. : Polizei Sachsen |
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14.02.2010 |
Wurzen: Einen Tag nach dem gescheiterten so genannten Trauermarsch in Dresden veranstalteten Neonazis in Wurzen eine Kundgebung unter der Motto "Dresden – das deutsche Hiroshima und sie bomben weiter!". Ursprünglich für nur etwa zwei Dutzend TeilnehmerInnen angemeldet, kamen schließlich ca. 50 Personen aus der regionalen Neonaziszene im Zentrum von Wurzen zusammen, darunter vorrangig Jugendliche. Auch eine Reihe neonazistischer Hooligans beteiligte sich an der Kundgebung beziehungsweise hielt sich in ihrem Umfeld auf. Dabei waren auch mindestens zwei der Schläger, die im Oktober 2009 Spieler und Fans eines Fußballspiel in Brandis angegriffen hatten. Auffällig war, dass einschlägig bekannte regionale Neonazikader nicht erschienen waren. Veranstaltet wurde die Kundgebung aus dem Kreis der Jungen Nationaldemokraten Muldental. Anmelder soll deren "Stützungspunktleiter" Mathias König aus Wurzen gewesen sein. Er ist wiederholt als Aktivist der regionalen Neonazi-Szene und des "Freien Netz Muldental" in Erscheinung getreten. Als Redner trat neben König auch NPD-Kreisrat Gerd Fritzsche auf. Gegen die Kundgebung hatte in Wurzen unter Beteiligung von etwa 160 Menschen ein Friedensgebet mit anschließender Demonstration zum Kundgebungsort der Neonazis stattgefunden. Der regionale Grünen-Landtagsabgeordnete Miro Jennerhahn bezeichnete dies zu recht als "einen Quantensprung in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus". : Recherche Ost, NPD-Blog.info, miro-jennerjahn.eu, LVZ-Muldental |
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15./16.02.2010 |
Borna: Unbekannte besprühten in der Nacht zum Dienstag mehrere Wände des Volksplatzes mit rneonazistischen Parolen. Es entstand Sachschaden in bisher unbekannter Höhe. Quelle: Polizei Sachsen |
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17.2.2010 |
Borna: In den frühen Morgenstunden wurden mehrere neonazistische Schmierereien im Stadtgebiet entdeckt. Die Beseitigung wurde veranlasst, die Polizei ermittelt. Quelle: Polizei Sachsen |
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18.02.2010 |
Hohburg: Unbekannte beschmierten in der Nacht mehrere öffentliche Gebäude mit Graffiti, wobei mindestens eine einen neonazistischen Hintergrund aufwies. Sachschaden ca. 1.500 Euro. Quelle: Polizei Sachsen |
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03.03.2010 |
Colditz: In der Nacht zogen mehrere jugendliche Neonazis durch die Colditzer Innenstadt und grölten rechte Parolen. Es wurden mehrere Knaller gezündet. Danach liefen zwei der Jugendlichen zu einem türkischen Imbiss am Untermarkt und warfen einen Böller gegen die Fensterscheibe. Nur dem Einschreiten des Besitzers, der das Geschehen aus dem Fenster beobachtet hat, ist zu verdanken, dass nichts beschädigt wurde, da die Täter daraufhin die Flucht ergriffen. Durch sofort eingesetzte Polizeikräfte konnten fünf tatverdächtige Personen (vier Männer im Alter von 27, 19, 25 und 22 Jahren und einer Frau im Alter von 21 Jahren) festgestellt werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Dönerimbiss wurde bereits im November 2009 von Neonazis angegriffen, wobei die Fensterscheibe beschädigt wurde. Quelle: RAA Sachsen e.V. e.V., Polizei Sachsen |
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04.03.2010 |
Borna: Einer Mitteilung der Polizei zufolge wurden in der Nacht vom 03. zum 04.03.2010 die im Pflaster des Gehweges in der Roßmarktschen Straße 32 eingelassenen „Stolpersteine“ von Unbekannten mit Farbe beschmiert. Die Stolpersteine erinnern an die jüdische Familie Rose, die bis 1938 in Borna ein Kaufhaus besaß. In der Bornaer Pogromnacht wurden dass Kaufhaus sowie das Textil- und Schuhgeschäft "Britania" der Familie von SA-Männern niedergebrannt. Alle Mitglieder der Familie Rose wurden festgenommen, deportiert und in den Todeslagern der Deutschen ermordet. Die Stolpersteine in Borna wurden am 20. August 2009 verlegt. Quelle: RAA Sachsen e.V. |
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04.03.2010 |
Bad Lausick: Am frühen Abend wurde eine Schülerin von vier Männern angegriffen. Es ist von einem rassistischen Tathintergrund auszugehen, da sie dunkle Hautfarbe hat. In der Nähe des Bahnhofs umkreisten die Vier in einem Auto zunächst zweimal die Frau. Anschließend seien sie ein Stück zurückgefahren, hätten das Auto geparkt und seien aus dem Wagen gestiegen. Einer der Männer habe einen Baseballschläger in der Hand gehabt. "Wie auf Kommando“ seien die Männer auf die 19-Jährige zugestürmt. Sie habe jedoch auf ihrem Fahrrad vor den Angreifern fliehen können. Schutz fand sie bei einer in der Nähe wohnenden Freundin. Von dort aus wurde sofort die Polizei verständigt, die eine halbe Stunde später aus Grimma eintraf. Der Fall wurde mittlerweile von der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes Sachsen übernommen. Laut Betroffener sind die Männer dem Erscheinungsbild nach dem Neonazi-Spektrum zuzurechnen. Quelle: RAA Sachsen e.V. |
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10.03.2010 |
Böhlen/Großdeuben: Unbekannte beschmieren einen Brückenpfeiler der B 2 mit einem Nazi-Symbol und Fußballparolen. Entdeckt wurde die Schmiererei am 10.3.2010, gegen 8.30 Uhr. Quelle: Polizei Sachsen |
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17.03.2010 |
Wurzen: In den frühen Abendstunden laufen zwei Jugendliche in der Lüptitzer Straße in Richtung Ortsausgang. Auf Höhe des Altenpflegeheimes stellt sich einer der Jugendlichen mitten auf die Straße und führt mehrfach den so genannten Hitlergruß gegen vorbeifahrende Autos aus, wie berichtet wird. Quelle: RAA Sachsen e.V. |
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21.03.2010 |
Colditz: Im Stadtgebiet kommt es in den frühen Morgenstunden nach einem Neonazikonzert zu körperlichen Auseinandersetzungen mehrerer Personen am Wettiner Ring und am Baderberg. Die Polizei ermittelt. Ein rechtsmotivierter Hintergrund wurde bestätigt. Quelle: Polizei Sachsen |
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01.04.2010 |
Kitzscher: An die Fassaden mehrere Gebäuden, so in der Seebergasse, Parkstraße, Trageser Straße, Ernst-Schneller-Straße und Steigerstraße, schmierten in der Nacht zum 01.04.2010, bislang unbekannte Täter, mittels roter Farbe eine Vielzahl rechtsgerichteter Symbole. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Höhe der angerichteten Schäden konnte noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen |
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02./ 03.04.2010 |
Delitzsch: Auf dem Jüdischen Friedhof haben in der Nacht von Karfreitag auf Ostersonnabend mutmaßliche Neonazis das gesamte Gräberfeld verwüstet. Zuerst rissen sie die Gedenktafel am Eingangsportal des 1861 errichteten Friedhofs aus der Verankerung und warfen sie auf die Straße. Dann brachen sie die Friedhofstür auf und wüteten drinnen weiter, warfen 30 Grabsteine um und zertrümmerten sie teilweise. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Zeugenhinweise bitte an die Polizei: Tel. 0341/255-100. Quelle: Bild |
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07.04.2010 |
Brandis: Neonazis beklebten im Vorfeld einer antifaschistischen Demonstration die geplante Route mit Propaganda-Material sowie Schmähungen gegenüber der Leipziger Fußballmannschaft Roter Stern. Die AnwohnerInnen waren nach Aussage eines örtlichen Stadtrates mit Postwurfsendungen vor drohenden Chaoten gewarnt und über die 'heilsame Wirkung des nationalen Sozialismus' informiert worden. Am Sportplatz war unter anderem "NS" und "Fuck RSL" zu lesen, an der Strecke klebten großflächige Plakate mit Werbung für das neonazistische Internet-Portal "Freies Netz" sowie eine Vielzahl Aufkleber neonazistischen Inhalts. Spiegel Online berichtet von Aufkleber-Sprüchen wie "Treue um Treue - im Gedenken an die gefallenen deutschen Soldaten", "Das abgewrackte System abschaffen: Nationale Sozialisten!", "Nationalisten gegen Kinderschänder", sowie "Gute Heimreise" (über dem Bild einer Frau mit Kopftuch). Quelle: RSL, Chronik.LE, Spiegel Online |
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08.04.2010 |
Grimma: Vermutlich Rechtsextreme haben am Donnerstagabend auf dem Parkplatz eines Grimmaer Einkaufszentrums randaliert und ein aus brennbarer Flüssigkeit gegossenes Hakenkreuz in Brand gesteckt. Wie die Polizei in Leipzig mitteilte, seien außerdem ein Müllcontainer abgebrannt, eine Glasscheibe von einem Imbiss aus dem Rahmen gedrückt, eine Hakenkreuzschmiererei gegangen und ein Marktstand umgeworfen worden. Quelle: RAA Sachsen e.V. |
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11.04.2010 |
Colditz: Drei Bundeswehrangehörige (21-22 Jahre) wurden in ihrem PKW gegen 19 Uhr von mutmaßlichen Neonazis überfallen, wobei zwei schwere Verletzungen davon trugen. Die Betroffenen wurden in der Bahnhofstraße von einem anderen PKW zuerst ausgebremst, dessen Fahrer dann einem der Soldaten grundlos ins Gesicht schlug und daraufhin die Fahrt fort setzte. Nur wenige Minuten später - in Schönbach - wurden die drei von mittlerweile drei PKW verfolgt und zum Anhalten genötigt. Sieben Angreifer schlugen auf die Soldaten ein. Nach Polizeiangaben soll es sich um Neonazis handeln. Quelle: Dresdner Morgenpost |
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14.04.2010 |
Naunhof: Auf der Kreistagssitzung in Naunhof pöbelten drei Anhänger der NPD - unter ihnen NPD-Chef Müller - mehrere Zuschauer an; u.a. eine junge Frau mit den Worten "Eh du Fotze!". Nach einer lautstarken Diskussion im Saal verwies Landrat Dr. Gey die drei NPDler des Saales, was sich allerdings der Nerchauer NPD-Kreisrat Sven Tautermann nicht gefallen lassen wollte und mehrmals äußerst aggressiv herum brüllte. Der Landrat griff durch und verwies auch Tautermann aus dem Tagungssaal. Unter inzwischen eingetroffener Polizeibegleitung und Beifall wurde daraufhin die gesamte NPD-Fraktion und deren Anhängerschaft aus dem Saal eskortiert. Quelle: grimmablog |
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16.04.2010 |
Wurzen: In einer Postwurfaktion werden gleichzeitig Faltblätter der NPD und der Nationalen Sozialisten Muldental in Wurzen verbreitet. Insbesondere das Flugblatt der Nationalen Sozialisten (als ViSdP wird wiederholt der Wurzener Conrad K. angeführt) zeigt inhaltlich deutliche Anzeichen von Antisemitismus und nationalsozialistischer Propaganda. Quelle: Zeug_innen |
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20./21.04.2010 |
Bennewitz: An der Schule werden in der Nacht rechtsgerichtete Schmierereien angebracht und an der Bahnüberführung wird ein Transparent ("Jugend kämpft für Deutschlands Zukunft") aufgehängt, welches für eine NPD/JN-Demonstration am 24. April in Torgau wirbt, an welcher sich auch das so genannte Freie Netz Nordsachsen beteiligt. An diesem Wochenende wird in der Stadt der historisch bedeutsame "Elbe-Day" aus Anlass des 65. Jahrestag der Begegnung von Sowjets und Amerikanern zum Ende des Zweiten Weltkrieges begangen. Am 20. April hattte das Landratsamt Nordsachsen ein Verbot der Demonstration erlassen. Quelle: Zeugin, Torgauer Zeitung, Polizei Sachsen |
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23.04.2010 |
Wurzen: Mit einem Transparent protestieren Mitglieder und Sympathisanten der NPD/JN am Freitagvormittag gegen die Zusammenkunft historischer Militärfahrzeuge auf dem Wurzener Markt. Die so genannte Robertson-Patrouille, bestehend aus Geländewagen und Motorradgespannen amerikanischer und russischer Bauart, will im Vorfeld der Feierlichkeiten zum "Elbe Day" in Torgau an die Ereignisse des 25. April 1945 erinnern. Damals verließ ein amerikanischer Aufklärungstrupp, geführt von Unterleutnant William D. Robertson, die Stadt Wurzen mit dem Ziel, das Gelände bis zur Elbe zu erkunden. Dabei begegneten sie bei Torgau schließlich sowjetischen Truppen der Roten Armee. Von einem Polizisten werden die Protestierendent, darunter der Wurzener JN-Chef Mathias König, aufgefordert, den Platz zu verlassen, was sie auch tun. In einem Bericht auf der Internetseite "Aktionsbüro Nordsachsen" (Teil der Neonazi-Plattform "Freies Netz") behaupten die Neonazis kurze Zeit später, ein Stadtrat der Linkspartei habe sich unmittelbar vor diesem Platzverweis zu ihnen gestellt und damit "seine Solidarität für die nationalen Freiheitskämpfer" bezeugt. Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr eigenwillige Wahrnehmung des Geschehens, da der Stadtrat sich zusammen mit anderen Bürger_innen vor das revisionistische Transparent stellt, um es zu verdecken. |
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24.04.2010 |
Mügeln: Das Bezirksklassespiel SV Mügeln-Ablaß gegen Roter Stern Leipzig `99 wurde am 24.04.2010 durch den Schiedsrichter in der 80. Spielminute abgebrochen. Grund hierfür waren andauernde und lautstarke antisemitische Schmähungen seitens der Mügelner Anhänger_innen. Seit Spielbeginn riefen diese Parolen wie „Ein Baum, ein Strick, ein Judengenick“ und „Eine U-Bahn bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz“. Zudem gab es auch homophobe und nazistische Äußerungen: „Schwule, Schwule, Schwule“, „Scheiß, Schwuchteln“, „Zecken vergasen“ und „Frei, Sozial und National“. Genannte Äußerungen wurden seitens Vereinsvertreter_innen nicht unterbunden, der Leipziger Verein obendrein für den Spielabbruch verantwortlich gemacht, berichteten Zeug_innen. Bereits Mitte der ersten Halbzeit wurde das Spiel längere Zeit unterbrochen, weil es im Fanbereich von RSL zu diesem Zeitpunkt zu einem unverhältnismäßigen Polizeieinsatz, so dass mehrere Personen auf das Spielfeld flüchteten, berichtete RSL weiter. Bei diesem Einsatz wurden mindestens fünf Anhänger_innen des Roten Stern verletzt. Noch vor Ort wurden mehrere Anzeigen gegen Polizeibeamte erstattet. Gegen 18.00 Uhr versammelten sich auf dem Marktplatz von Mügeln ca. 60 Mügelner Fußballfans, entrollten Plakate mit rechtsextremistischem Inhalt, die sich u.a. gegen linke Gewalt und den gegen Neonazis im Ort engagierten Verein Vive Le Courage richteten. Als durch ca. 30 Demonstrationsteilnehmer ein Lied mit verfassungsfeindlichem Inhalt angesungen wurde, löste die Polizei die nicht genehmigte Versammlung auf. Es wurden die Personalien der beteiligten Personen erhoben. Die Polizei leitete gegen alle Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung ein. Zudem wurden gegen alle Demonstranten durch die Polizei Platzverweise für den Bereich der Mügelner Innenstadt ausgesprochen. Quelle: RSL, Polizei Sachsen |
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24.04.2010 |
Torgau: In Torgau konnte eine genehmigte Versammlung der Jungen Nationaldemokraten unter dem Motto “Jugend kämpft für Deutschlands Zukunft” stattfinden, die durch ca. 400 Polizeibeamte abgesichert wurde. Als Anmelder fungierte der “Organisationsleiter” der NPD Sachsen, Maik Scheffler und als Co-Anmelder der JN-Sachsen-Vorsitzende Tommy Naumann. Im Vorfeld der Versammlung wurden mehrere verbotene Gegenstände sichergestellt. Während des Aufzuges durch die Torgauer Innenstadt kam es zu Flaschen- und Steinwürfen gegenüber der JN-Demonstration. In deren Folge wurden 16 antifaschistische Demonstranten kurzzeitig in Gewahrsam genommen. An diesem Wochenende fanden in Torgau zahlreiche veranstaltungen statt, die sich dem 65. Jahrestag der bedingungsloses Kapitulation Nazideutschlands und der historischen Begegnung der Alliierten an der Elbe widmeten. Quelle: Indymedia, Polizei Sachsen Wurzen: Im Stadtgebiet wurden in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von neonazistischen Aufklebern an Strommasten und Verkehrsschildern verklebt. Im Hintergrund des Motivs (eine nationalsozialistische Familienidylle) prankt ein Hakenkreuz. Gefordert wird Arbeit, Brot und eine sichere Zukunft. Hinweise auf Verfasser gibt es nicht. Quelle: Aufkleber |
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23.-28.04.2010 |
Eilenburg: In der Zeit vom 23. bis zum 28.04.2010 beschmierten Unbekannte in der Ziegelstraße die Hochwasserschutzwand auf einer Länge von 35 Metern und einer Höhe von 2 Metern mit rechtsextremistische Parolen in schwarzer Farbe. Der Schaden kann noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen |
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28./29.04.2010 |
Bad Lausick: Unbekannte beschmierten in der Nacht mehrere Gebäude mit rechten Symbolen. Außerdem wurden Plakate mit gleichem Inhalt angebracht. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Quelle: Polizei Sachsen |
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04.05.2010 |
Borna:Durch eine Funkwagenbesatzung wurde am Dienstag, kurz nach Mitternacht ein 24-Jähriger gestellt, der gerade einen Schaltkasten in der Nähe des Nettomarktes besprühte. Er hatte rechtsgerichtete Aufkleber bei sich. Die Ermittlungen dauern noch an. Quelle: Polizei Sachsen |
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07.05.2010 |
Geithain: Am Abend wurde ein 15-Jähriger von Neonazis angegriffen und so schwer am Kopf verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde, wo eine schwere Schädelverletzung festgestellt wurde. Der Jugendliche verließ gerade den Verkaufsbereich einer Tankstelle, als aus einem in der Nähe stehenden Auto plötzlich ein ortsbekannter Neonazi auf ihn zustürmte und ihn mit Schlägen und Tritten auf den Kopf und ins Gesicht misshandelte. Der Täter verschwand anschließend mit seinen Begleitern. Er schwebte bis zur Operation am Sonntagmorgen in Lebensgefahr. Bereits im Dezember hatten Geithainer Neonazis im Internet mit "Erziehungsmaßnahmen" und körperlicher Gewalt gedroht, so auch explizit gegen den nichtrechten Jugendlichen. An das Haus seiner Familie wurden wiederholt Drohungen wie "Wir kriegen dich" gesprüht. Am 17. Mai wurde schließlich ein 19-Jähriger aus Lunzenau (Kreis Mittelsachsen) wegen dringendem Tatverdacht festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei ist der mutmaßliche Täter bereits wegen anderer Straftaten bekannt und stamme "aus der rechten Szene", er habe "ohne ersichtlichen Grund" auf sein "linksorientiertes" Opfer eingeschlagen. Quelle: Chronik.LE, LVZ, Polizei |
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07.05.2010 |
Rochlitz: Rechtsextreme versuchen systematisch ihre Gegner in Verruf zu bringen und zu kriminalisieren. In der Nacht vor einer linken Gedenkveranstaltung zur Befreiung vom Nationalsozialismus tauchten innerhalb von Stunden an rund 50 Häusern in Rochlitz Schmierereien auf. „Teils mit vorgefertigten Schablonen waren Sprüche wie ‚Nazis angreifen‘, ‚Nazifreie Zone‘ und ‚Sozialismus jetzt‘ gesprüht worden.“, wie die Polizei mitteilte. Die durch Anwohner gerufene Polizei suchte in der Innenstadt nach den Verursachern der Schmierereien und wurde fündig. Festgenommen wurden fünf Männer zwischen 19 und 21 Jahren. „Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei den Verdächtigen um polizeibekannte Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum handelt“, erklärte die Polizei, „ Außerdem seien die Täter teilweise aus Limbach-Oberfrohna und Burgstädt angereist.“ Quelle: Sächsische Zeitung, endstation-rechts.de |
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12.05.2010 |
Schildau: Mit Transparenten und Parolen hat eine Gruppe von etwa 60 Neonazis beim Bezirksklasse-Fußballspiel des TSV 1862 Schildau (Landkreis Nordsachsen) gegen den Roten Stern Leipzig (RSL) die angereisten Fans und eine Auseinandersetzung mit der Polizei provoziert. Bereits vor Spielbeginn hatte sich eine Gruppe von etwa 40 Neonazis auf dem Schildauer Marktplatz getroffen und wurde dort von der Polizei vorläufig festgesetzt. Nach dem Anpfiff im Stadion entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Love Football – Hate Roter Stern" und skandierten Parolen wie "Rotfront verrecke", "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" und "Wir sind Lokisten, Mörder und Faschisten". Bei den mutmaßlichen Urhebern, den "Schildauer Jungs" handelt es sich um eine neonazistische Kameradschaft, in der seit Jahren der Kern der Nazi-Szene in Schildau und der näheren Umgebung organisiert ist. In deren Tross befand sich der Wurzener Michael W., der am Überfall auf Fans des RSL am 24. Oktober 2009 in Brandis beteiligt war; ebenso war Thomas P. vor Ort - der Schildauer ist bekannt als Inhaber des in Wurzen ansässigen Neonazi-Versandhandels "Front Records". Nach dem 1:0-Sieg des RSL bewarfen Neonazis die Polizei mit Bierbechern und versuchten, gewaltsam durch die Reihe aufgestellter Polizist_innen aufs Spielfeld durchzubrechen. Die Polizei, die mit einer Hundertschaft vor Ort war, verhinderte dies. Mindestens zwei Polizeibeamte wurden verletzt, neun Schildau-"Fans" vorläufig fest- bzw. in Gewahrsam genommen. Im Anschluss versammelten sich etwa 20 Neonazis und beschimpften die abreisenden RSL-Fans, wurden aber von der Polizei zurückgehalten. Quelle: Chronik.LE |
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13.05.2010 |
Wurzen/ Bennewitz/ Brandis: Am Himmelfahrtstag fuhr von Wurzen bzw. Bennewitz aus ein Traktor mit Anhänger und Aufsatz auf der B 6 in Richtung Machern, auf welchem eine Reichskriegsflagge gehisst sowie ein Transparent mit der nationalsozialistischen Parole "Kraft durch Freude" befestigt war. Auf dem Anhänger feierten 12-15 bekannte Nazis aus der Umgebung, die laut Zeug_innen sehr angetrunken waren, aggressiv auftraten und szenetypische Lieder sangen. Station machten sie an den Lübschützer Teichen, in Machern und kehrten in einer einschlägig bekannten Kneipe am Markt in Brandis ein. Unter den Nazis befanden sich mehrere Personen, die sich an den Angriffen auf Fans und Spieler des RSL in Brandis im Oktober 2009 beteiligten. Quelle: Zeug_innen |
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20.05.2010 |
Bad Lausick: Eine Gruppe von 30 bis 50 Vermummten zog gegen 20 Uhr mit Fackeln, Megafon und Transparenten durch das Neubaugebiet von Bad Lausick. Beim Eintreffen der informierten Polizei hätte sich die Gruppe allerdings bereits aufgelöst und sei im Stadtgebiet nicht mehr auffindbar gewesen. Durch Befragungen von Hinweisgebern sei bekannt geworden, dass alle Personen vermummt waren, rote Transparente der NPD mitführten und im Frontbereich ein Transparent mitgeführt worden sei, auf dem "Freiheit für Albert" stand, mutmaßlich in Bezug auf den kürzlich verhafteten 19-Jährigen aus Lunzenau, der in Geithain einen 15-Jährigen brutal misshandelt hatte. Weiterhin wurde durch das Megafon "Freiheit für Deutschland" und "Nationaler Sozialismus jetzt" skandiert. Quelle: LVZ-Muldental, Chronik.LE |
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23./24.05.2010 |
Wurzen: In der Nacht vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag werden von zehn Jugendlichen, die in einem Garten in der Gartensparte Am Doktorteich feiern, lautstark neonazistische Musik abgespielt. Zudem singen sie ebensolche Lieder und grölen laut Parolen, wie berichtet wird. Erst gegen 3.30 Uhr kehrt Ruhe ein, nachdem die Polizei verständigt wurde. Quelle: Zeug_innen |
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29.05.2010 |
Wurzen: Mit mehr als 50 Teilnehmern findet bereits zum dritten Mal ein von Nazis organisiertes Fußballturnier in Wurzen statt. Eine Gruppierung namens "Nationale Sozialisten Muldental" organisiert den "Fußballwettstreit" unter dem Motto "Das System ins Abeits" im Stadtwald (Spitzbergpark). Angereist sind Mannschaften mit Namen, wie "Junge Nationalisten (JN) Muldental", "JN Torgau", "Terror Crew Muldental", "Hatecore (HC) Grimma" und "Sonntags Club Wurzen". Einige der Spieler tragen T-Shirts mit einschlägigen neonazistischen Motiven, etwa dem NS-Symbol der "schwarze Sonne" und dem Zahlencode "88", der für "Heil Hitler" steht. Als Siegermannschaft wird die "Terror Crew Muldental" (TCM) gekürt. Führende Aktivisten dieser Kameradschaft sind im Oktober 2009 an dem Überfall auf Fans und Spieler_innen des Fußballclubs "Roten Stern Leipzig" (RSL) bei einem Ligaspiel in Brandis beteiligt. Wie damals tragen die TCM-Anhänger auch in Wurzen einheitliche Kleidung: Auf ihren T-Shirts rühmen sie sich des Angriffs, bei dem etliche Menschen zum Teil schwer verletzt worden waren. Eine Brustaufschrift lautet "No Fairness, no Remorse" (engl. "Ohne Fairness, ohne Reue"), auf dem Rücken ist "TCM 1:0 RSL" zu lesen, nebst einem Bild, auf dem ein RSL-Fan am Boden liegend getreten wird. In einem auf Youtube verbreiteten Video vom Wurzner Turnier ist unter anderem Mathias König zu erkennen. Dieser leitet den Wurzner Stützpunkt der NPD-Nachwuchsorganisation JN ("Junge Nationaldemokraten"), die vermutlich identisch sind mit den Ausrichtern des Turniers. Quelle: Chronik.LE, youtube |
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26./ 27.06.2010 |
Wurzen: Im Bereich der Lüptitzer Straße und der Kleegasse besprühten Unbekannte am vergangenen Wochenende rechtsgerichtete Symbole und Parolen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen |
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10.08.2010 |
Machern: Ein bekannter Tatverdächtiger (Alter noch nicht bekannt) besprühte gestern gegen 16.30 Uhr insgesamt fünf PKW mit einem Pulverfeuerlöscher. An einem der PKW zeichnete der Tatverdächtige, laut Aussage einer Zeugin, mittels Finger in das noch feuchte Pulver ein Hakenkreuz sowie jeweils links und rechts davon ein Runen-S. Trotz Wagenwäsche sollen die Zeichen noch erkennbar sein. Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Quelle: Polizei Sachsen |
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16.08.2010 |
Wurzen: Unbekannte haben in der Nacht zum Montag im Eingangsbereich zum Kulturkeller von D5 antisemitische Schmierereien gemalt. So schrieben sie mit Edding "Jude" und "Hasse Juden". Entdeckt wurden die Schmierereien am Montag. Die Polizei wurde informiert. Quelle: eigene |
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20./21.08.2010 |
Grimma: Gleich zwei Vorfälle mit rechtsextremistischem Hintergrund meldet die Polizei aus Grimma. In der Nacht zum Sonnabend klebten Unbekannte im Bereich der Innenstadt mehrere rechtsgerichtete Plakate. Am Sonntag gegen 21.30 Uhr beleidigte ein 28-Jähriger in einer Gaststätte in der Bahnhofstraße mehrere Gäste, außerdem rief er rechtsgerichtete Parolen. Die Ermittlungsarbeiten in beiden Fällen dauern noch an. Quelle: LVZ-Muldental |
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22.08.2010 |
Böhlitz: Während der Bergfilmnacht von Sonnabend auf Sonntag, weit nach Mitternacht, fiel eine Gruppe von acht Personen zunächst durch rechtsextremistische Sprüche und Sieg-Heil-Gegröle auf. Die Veranstalter sind zunächst eingeschritten und haben angekündigt, die Polizei zu holen, was mit hämischen Bemerkungen abgetan worden sei. |