Projekt 20 Jahre - 20 Orte

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Internetprojekt zur Friedlichen Revolution im ehemaligen Bezirk Leipzig

 

Auf der Homepage www.2020-sachsen.de finden Sie Informationen, Fotos und zahlreiche Dokumente, die sich mit der Umgestaltung und den bedeutsamsten Ereignissen der Wendezeit beschäftigen. Machen auch Sie mit!

Was jetzt zu tun ist!

Kein Ort für Nazis!

Appell gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Was jetzt zu tun ist!

Engagierte Projekte aus mehreren Bundesländern haben im Zuge der aktuellen Debatte um Rechtsterrorismus zehn Handlungsmöglichkeiten aufgeschrieben, die es ermöglichen, sofort, konsequent und nachhaltig gegen Rechtsextremismus vorzugehen.

Unterstützen Sie jetzt den Appell gegen Rechtsextremismus und Rassismus hier.

Aktion gegen Ultrarechts auf Wurzener Marktplatz

NDK, E-Werk, bon Courage laden Bürger zu Gesprächen

Wurzen. Der Wurzener Marktplatz wird am Freitag, 28. August, von 14 bis gegen 21 Uhr im Zeichen der auf Mittelsachsen bezogenen Aktion „Meine Stimme gegen Nazis“ stehen. Organisatoren der als Versammlung angemeldeten Veranstaltung sind Vereine wie das Netzwerk für Demokratische Kultur Wurzen (NDK), Jugend-, Kultur- und Umweltzentrum Oschatz (E-Werk), bon Courage Borna und andere, die sich dem Kampf gegen den Rechtsextremismus verschrieben haben.

Angemeldet wurde sie von Ingo Stange, in der üblichen Weise als Privatperson, was Klaus-Thomas Kirstenpfad, Ordnungsamtsleiter im Landratsamt, bestätigte. Der Ex-Wurzener ist derzeit Mitarbeiter des Oschatzer E-Werks.

„Wir hatten unsere Aktion an diesem Tag eigentlich in Trebsen geplant“, erklärte Ingo Stange gestern auf Anfrage gegenüber der LVZ. Doch habe man davon abgesehen, weil die Kirchgemeinde zur selben Zeit einen Jugendgottesdienst abhalte „und wir den, wenn wir auf dem Kirchplatz auch mit Musik aktiv sind, nicht stören wollen.“

Auf die Frage, warum Wurzen dann als nächster Standort gewählt worden sei und ob aktuell der Eklat auf der konstituierenden Sitzung des Stadtrates möglicherweise den Ausschlag gegeben habe, erklärte Ingo Stange, solche Überlegungen hätten überhaupt keine Rolle gespielt. „Wir waren auf Trebsen eingestellt, hatten auch unsere gesamte Technik und deren Transport auf den Standort zugeschnitten. Und als das nun nicht ging, haben wir, in der Kürze der Zeit und der kürzeren Wege wegen, an Wurzen gedacht.“ Im Übrigen habe es die Aktion schon in einigen Orten gegeben, sie werde auch fortgesetzt, an diesem Wochenende sei man zum Beispiel in Borna.

Das Programm, so Ingo Stange weiter, sehe ab 14 Uhr einen Info-Stand vor, mit Broschüren zum Thema, mit ein wenig Kinderschminken und Milchshakes-Mischen drumherum. „Nichts Großes, vor allem möchten wir mit den Leuten ins Gespräch kommen, warum man nicht Nazis wählen sollte.“ Ab 16 Uhr unterhalten vier Bands aus der Region, darunter „Unter Strom“ aus Grimma, und ein DJ die Besucher. „Ich habe die Oberbürgermeister von Wurzen und Grimma um Statements zum Aktions-Thema gebeten.“

Wie von Klaus-Thomas Kirstenpfad zu erfahren war, wird es in der nächsten Woche ein Kooperationsgespräch zwischen ihm, der Stadtverwaltung Wurzen und den Veranstaltern geben. „Das ist so üblich.“ Wulf Skaun

Quelle: LVZ/MTL, 15./16.08.2009

Mehr Infos zur Kampagne unter http://www.meine-stimme-gegen-nazis.de

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