Alle zwei Jahre dokumentieren wir Projekte und Veranstaltungen des NDK ausführlich in gedruckter Form. Das aktuelle Exemplar, die Chronik 2007/2008, schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Ein kurzer Anruf, eine Mail oder Postkarte genügt!
Dokumentation 2007/2008
ASF-Sommerlager 2005
Seit vielen Jahren organisieren ehrenamtliche VertreterInnen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ca. 20 Sommerlager jährlich in Europa. So kam es im August 2005 zur Durchführung eines ASF-Sommerlagers auf dem Domplatz in Wurzen.
OrganisatorInnen waren – neben Frank Schubert vom NDK – Friederike Krebs, persönlich verknüpft mit Wurzen und ehemalige ASF-Freiwillige in Polen, und Franziska Jentsch, ebenfalls ehemalige Freiwillige in den Niederlanden. Nach vielen Absagen, vor allem der deutschen TeilnehmerInnen, kamen schließlich Magda mit Marcin sowie Mimi und Olga aus Polen, Viktoriya aus der Ukraine, Olga aus Russland und Szidi mit Istvan aus Rumänien. Kurzfristig konnte dank Kirchenvorstand noch die 2. Etage im Domplatz 9 als Unterkunft gewonnen werden.
Abgesehen von einem Mangel an deutschen TeilnehmerInnen und an Kontakt zu EinwohnerInnen bzw. NDK-Leuten, was teils der Jahreszeit und teils der Isoliertheit auf dem Domplatz anzulasten ist, war das Projekt sehr lohnenswert! Inhaltlich aber auch die körperliche Arbeit betreffend wurden die zwei Wochen zu einer sehr produktiven Zeit! Sommerlager-TeilnehmerInnen sind oft höchst motiviert und das Freilegen der alten Fischgrätendecke im heutigen Seminarraum des D5 machte allen besonders viel Spaß. Weiterhin wurden Fenster gestrichen und Entrümpelungen vorgenommen.
Auch inhaltlich bzw. thematisch lag die Gruppe nicht auf der faulen Haut: die Stadtrallye mit Aufgaben und Stationen an wichtigen Plätzen der Wurzener Geschichte der 90er Jahre, eine Lernstraße zum Thema Rechtsextremismus und Gespräche über Minderheiten und Diskriminierung in Europa vertieften das Wissen der TeilnehmerInnen, ließ sie aber auch kreativ mit den Themen umgehen. Spannend für alle war das “Zeitzeugengespräch" mit Mike Thiemer und Ingo Stange, die über ihre Erfahrungen mit den Rechten und Linken in Wurzen berichteten. Ein Höhepunkt wurde das Wochenende in Leipzig und hier besonders der Besuch des Asylbewerberheims in der Wodanstraße, welcher teilweise recht emotional endete.
Die Stimmung in der Gruppe war größtenteils sehr gut, an Spaß fehlte es nicht, aber einige hatten sich noch tiefere persönliche Kontakte gewünscht. Auch hier wurde wieder deutlich: Nie lassen sich alle Erwartungen erfüllen und menschliche Begegnung lässt sich nicht perfekt durchplanen, vielmehr ist Spontaneität gefragt!
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