Alle zwei Jahre dokumentieren wir Projekte und Veranstaltungen des NDK ausführlich in gedruckter Form. Das aktuelle Exemplar, die Chronik 2007/2008, schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Ein kurzer Anruf, eine Mail oder Postkarte genügt!
Dokumentation 2007/2008
Kultursommer Openair
In Ermangelung eines Veranstaltungsraumes und der Baustelle D5 trotzend, führte das NDK drei Sommer lang Kulturprojekte Openair durch.
2003: Der erste Kultursommer des D5
Der Sommer 2003 war meteorologisch gesehen ein Jahrhundertsommer. Aber auch für uns NDKler brachte er neue Höchstleistungen hervor. Wir nutzten zum ersten Mal das Gelände vor unserem Haus am Domplatz 5. Eine Bar wurde fachgerecht während der Baueinsätze an den Samstagen gebaut, Biergarnituren wurden angeschafft, Rasen gemäht und Unkraut gezupft um den Platz für Besucher herzurichten. Dann ging es los. Der Kultursommer begann im Juni und ging bis in den September hinein. Für die Besucher gab es Kino, Theater, Lesungen und Konzerte. Um die Bar zu besetzen, wurde eine Bargruppe gegründet. Der Betrieb dieser lief ausnahmslos ehrenamtlich und das an vier Tagen in der Woche. Zu den Gästen der Kinobar gesellte sich Montags noch die Trommelgruppe, die in der D5 einen Probenraum gefunden hatte. Bis zum Ende des Sommers liefen viele Filme beim Mondscheinkino in D5 – neue, alte, Wunschfilme – für jeden war etwas dabei. Hängen geblieben sind aus diesem Sommer einige neue Mitglieder fürs NDK, neue Freunde und die Idee auch im Sommer 2004 wieder einen Openairsommer auf dem gut geeigneten Domplatz zu gestalten.
Der Openair-Sommer 2004 oder KuBa5plus
D5 plus 6, KuBa, Kinobar, ..., wie nennen wir bloß unseren zweiten Openair Kultursommer, der in diesem Jahr nicht wieder vor D5 stattfinden konnte, da hier die Baustelle Vortritt hatte. Stattdessen haben wir den Hof des Geländes von Domplatz 6 angemietet und damit viel Platz für unsere Ideen. Auf dem Transparent für alle lesbar hieß der Veranstaltungsort dann „KuBa 5plus“ – aber die Identifizierung mit diesem Namen klappte dann doch nicht so wie gewollt. Was soll dieser Name bloß bedeuten, hat sich wohl so mancher gefragt. Dafür war die Atmosphäre des Geländes wirklich beeindruckend und gemütlich mit Fackeln, Lichterketten, Kerzen und einer Weihnachtsbarhütte vor der Kulisse der alten Kaserne, D5 und dem Dom. Der Kultursommer währte drei Monate, er war oft kalt und verregnet – aber das Programm war vielseitig und bunt und die Resonanz sehr positiv. Der erste Monat stand ganz im Zeichen der Fußballeuropameisterschaft in Portugal. Bei uns hieß das „Fußball ohne Rassismus“, mit Freundschaftsspielen, Fußballübertragungen auf Großbildleinwand, Kickern und einem EM – Abschlußkonzert. Der Fußball ging und Mitte Juli war es dann Zeit für Kino. Ab Mitte August ging es dann weiter mit Konzerten und Lesungen. Die Jugendbegegnung Campanella lud Bands aus Polen (Agresywny Plaster), Tschechien (Feher Fekete Kertek) und Deutschland (Pig up) und die Bürger Wurzens zum Feiern ihres Abschlußabends ein. Viele Highlights folgten: so kamen Herr Walter & Fräulein Krause mit ihren Chansons von Georg Kreisler und brachten noch ihr Klavier mit, Chelesta ließ uns zu Balkanreagge tanzen und zum Openstage Abend konnte sich neben der Band „voices of thistle“ jeder selbst ausprobieren.
Kultursommer 2005: Klappe, die Dritte, die Letzte
Die Langeweile eines Sommerlochs kam im Kultursommer 2005 nicht auf. Das NDK präsentierte ein umfangreiches Open Air Kulturprogramm – an jedem Wochenende von Juli bis September. Da im Gebäude Domplatz 5 immer noch kräftig gebaut wurde, richteten wir auch in diesem Jahr das Gelände auf dem Nachbargrundstück Domplatz 6 für die Freiluftsaison her, um wieder einmal die Nerven der Anwohner auf die Probe zu stellen. Dabei war natürlich an erster Stelle das altbewährte Mondscheinkino, das mit abwechslungsreichen Filmen wie der Thrillerkomödie „Bube, Dame, König, Gras“ bis hin zu Fatih Akins Liebesfilm „Im Juli“ oder den in Leipzig gedrehten Drama „Katze im Sack“ aufwartete. Die Filmemacher des Leipziger Künstlerkonglomerats „heiligenwald“ stellten ihre absurden Kurzfilme sogar persönlich zur Diskussion. Besonders wichtig waren uns auch in diesem Jahr eine Reihe lokaler Bands wie „pig up“, „Elektro van Tee“ und „Seltsam“, die wieder einmal zeigten, wie viel musikalisches Talent unsere Region zu bieten hat. Eine märchenhafte Lesung in der Jurte entführte durch die tiefen Wälder der Gebrüder Grimm bis in arabische Welten aus „Tausend und einer Nacht“. Beim Open Stage war das kreative Potenzial des Publikums gefragt und dabei selbst einmal auf die Bühne zu steigen – weniger künstlerisch Veranlagte konnten ihre Kräfte beim Kickerturnier oder Spieleabend messen. Heiß her ging es mit Viroumania aus Dresden, die mit ihren Sambarhythmen den Platz erbeben ließen, während der Jugendchor „Akzente“ eher die leiseren Töne anstimmte. Neben Musik und Lesungen wurde dem Publikum auch Open Air Theater geboten. Die hauseigene Theatergruppe des NDK „Theaterflut-LICHT“ verarbeitete in ihrem selbstgeschriebenen Stück „Und ewig grüßt der Kunstlehrer“ lokale Ereignisse und sorgte damit beim Publikum für einen heiteren Abend.
Kommentare
Kommentar schreiben

- Kultursommerbühne am Domplatz 6