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Open Space Seminare

Jugendliche interessieren sich nicht für Politik? Jugendliche engagieren sich nicht? Dies sind sicherlich nur zwei Vorurteile über die „böse“ Jugend, die so gar nicht nach der „guten“ Elterngeneration kommen will. Aber wie so oft ist ein Vorurteil eben ein Vorurteil und „die“ Jugend deutlich besser als ihr Ruf.

Zu beobachten war dies an drei sog. Open Space Seminaren, die 2007 an den Gymnasien in Wurzen, Grimma und Brandis jeweils mit der 9. oder 10. Jahrgangsstufe statt fanden.

„Open Space“ bezeichnet dabei eine Methode der politischen Bildung, bei der die Teilnehmenden die Seminarinhalte weitgehend selbst bestimmen, lediglich die Seminarüberschrift ist dabei vorgegeben. In diesem Fall handelte es sich um die Vorgaben „Was ich schon immer für die Region tun wollte, aber noch nicht angepackt habe“ und „Was ich schon immer gegen Rechtsextremismus tun wollte, aber noch nicht angepackt habe“. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken über ihr unmittelbares gesellschaftliches Umfeld anzuregen, sie Probleme aus ihrer spezifischen Sichtweise als Jugendliche diskutieren zu lassen. Dabei sollten sie zudem Kontakt zur „großen“ Politik haben. Eingeladen wurden daher Politikerinnen und Politiker aller politischen Ebenen, von der Kommune bis Europa. Erfreulich dabei: Bei jeder der drei Veranstaltungen waren mindestens fünf Politiker anwesend und begaben sich in den Dialog auf Augenhöhe mit den Schülern.

Noch erfreulicher war die Diskussionsfreude der Schülerinnen und Schüler, die jeweils sechs Schulstunden lang ihrer Kreativität und Diskussionsfreude freien lauf ließen. Von Eulenschutz über DSL im ländlichen Raum bis zu rechtsextremer Symbolik reichte dabei die Palette der selbst gewählten Themen.

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Open Space Seminar Grimma
Open Space Seminar Grimma