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Röglin ruft Wurzener zur Zivilcourage auf

Stadt möchte Nazi-Aufmarsch verhindern / Landratsamt entscheidet heute über Route

Wurzen (kol). Die Stadtverwaltung Wurzen will alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Marsch von Nazis durch die Stadt zu verhindern. Das teilte sie gestern mit. Ende vergangener Woche wurde von den Rechtsextremen für den Volkstrauertag am Sonntag eine Demonstration angemeldet. Diese soll vom Bahnhof ausgehend bis in den Norden der Stadt führen.

Entlang der Strecke sind verschiedene Kundgebungen geplant. "Auf jeden Fall werden wir als Stadt gegenüber der Genehmigungsbehörde im Landratsamt deutlich machen, dass wir diese Leute hier überhaupt nicht wollen. Am liebsten wäre mir, wir könnten diesen Aufmarsch per Gesetz verbieten", sagte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos). Deutlich machte das Stadtoberhaupt aber auch, dass dieses Prozedere schwer durchzusetzen sei.
Am Montag hat dazu ein erstes Treffen im Landratsamt stattgefunden. Der Termin diente der Erörterung, welche Aktionen am kommenden Sonntag insgesamt geplant sind. Sowohl die Stadt Wurzen, die am gleichen Tag eine Veranstaltung auf dem Alten Friedhof mitveranstaltet als auch die Organisatoren der Nazi-Demonstration konnten ihre Plänen schildern. Deutlich wurde dabei, dass es eine starke zeitliche und örtliche Überschneidung der beiden Veranstaltungen gibt. Für heute ist noch ein weiterer Termin angesetzt. Dann soll besprochen werden, ob die Veranstaltungen entzerrt werden können. Die Route für die Demonstration der Rechtsextremen werde dann festgelegt, teilte das Landratsamt mit.

Wie Röglin betonte, sei neben den verwaltungstechnischen Vorgängen vor allem die Zivilcourage der Wurzener gefragt. In Leipzig, Dresden und auch anderen Städten hätten es Bürger in der aktuellen Vergangenheit geschafft, den Nazis die Lust am Marsch durch die Städte zu nehmen. "Mit friedlichen Aktionen wurde dort deutlich gemacht ,Wir wollen Euch nicht in unserer Stadt!'. Das sollte auch in Wurzen möglich sein", sagte Röglin. Stadtverwaltung, Stadträte, Kirchgemeinden, Netzwerk für Demokratische Kultur, Jugendvereinigungen und engagierte Bürger laden die Einwohner von Wurzen und Umgebung zu einer Gedenkfeier ein, die am Sonntag, 17 Uhr, beginnt. Passend zum Thema Trauer würden verschiedene Rede- und Musikbeiträge ausgewählt, die die Veranstaltung auf dem Alten Friedhof untermalen

Jörg Röglin: Wir werden deutlich machen, dass wir diese Leute hier überhaupt nicht wollen.

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LVZ-Muldental vom 09.11.2010:

 

Nazi-Aufmarsch

Wurzen veranstaltet Gegen-Demo

Wurzen (r.). Für den Volkstrauertag an diesem Sonntag hat die rechte Szene aus der Region wieder eine Demonstration in Wurzen angemeldet. Das bestätigte gestern Dorothea Strekies, Leiterin für Sicherheit und Ordnung bei der Stadtverwaltung. Ein Bündnis zahlreicher Akteure lädt aber zeitgleich zu einer Gegenveranstaltung auf dem Alten Friedhof ein. Das teilte die Stadt gestern mit. Stadtverwaltung, Stadträte, Kirchgemeinden, das Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK), Jugendvereinigungen und engagierte Bürger wollen damit erneut Zeichen setzen gegen den Missbrauch des Gefallenendenkmals durch die rechte Szene der Region. "Das Gefallenendenkmal ist keine Stätte, an der Helden verehrt werden. Der Volkstrauertag ist kein Tag, der für solche Zwecke missbraucht werden darf. Das wollen wir erneut deutlich machen", sagte Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin.

Im vergangenen Jahr hatte es erstmals eine Gegen-Aktion dieser Art gegeben. Damals wurde recherchiert, um den Namen der Gefallenen, die als Inschrift im Denkmal zu lesen sind, Gesichter zu geben. "Diese Recherchen laufen weiter", sagte Stefan Meister vom NDK. Dennoch wird der Ablauf der Gedenkfeier diesmal anders aufgebaut sein. Worte und Musik sollen eine Einheit bilden. Passend zum Thema Trauer wurden von den Akteuren verschiedene Rede- und Musikbeiträge ausgewählt. Gedichte, Zitate aus Büchern, ganz persönliche Worte werden mit Bildern illustriert.

Da derzeit das Gefallendenkmal restauriert wird, findet die Gegen-Veranstaltung rund um das Denkmal statt. Die Gedenkfeier beginnt 17 Uhr.

Kommentare

Und was soll daran eine gegendemo sein?Es ist ne kundgebung,mehr nicht.Wo vielleicht ein dutzend leute stehen werden,wenn überhaupt so viel bei dieser stadt voll nazis.Soll dies das ergebnis einjähriger planung sein,eine kundgebung?Warum wird nicht sachsenweit zur blockade in wurzen aufgerufen?Habt ihr angst als nestbeschmutzer zu gelten?Oder das euch fördermittel gestrichen werden?Kann ja wohl nicht anders sein.Genauso gut könntet ihr gar nichts machen,es hätte die selbe wirkung!

burn wurzen,burn am 12.11.2010 09:30

Widerliches Kack-Nest ... "Zivilgesellschaft" macht ne Konkurrenzveranstaltung, die inhaltlich genauso scheiße ist wie die der Nazis!

fuck wurzen am 15.11.2010 00:43

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