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Presseartikel

Hier gibt es weitere Presseartikel zu uns wichtigen Themen. Ergänzende und neue Artikel zu einem Thema finden Sie unter dem jeweiligs hier angezeigten Artikel weiter unten.

Schulsozialarbeit: Ausbau fraglich

16.12.2011, LVZ-Muldental

Landrat zieht im Jugendhilfeausschuss die Notbremse / Avisierte Bundesmittel nicht gesichert

Landkreis Leipzig. Ob die Schulsozialarbeit im Landkreis in den kommenden beiden Jahren wie geplant ausgeweitet wird, ist wieder ungewiss: Landrat Gerhard Gey (CDU) stellte das jetzt im Jugendhilfeausschuss unter den Vorbehalt, dass die dafür in Aussicht gestellten Gelder des Bundes rechtssicher dafür verwendet werden dürfen. Der Landkreis sei aus eigener Kraft keinesfalls in der Lage, in diese Bresche zu springen, weder 2012 und 2013 noch in den Jahren danach.

Bewegende Häftlingsschicksale

15.12.2011, LVZ-Muldental

Brandiser Gymnasiasten unternehmen Exkursion ins ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und besuchen jüdisches Museum

Brandis (r). "Auschwitz wird heute viel zu oft als Teil der Vergangenheit gesehen, als etwas, das nicht mehr belastet, weil immer weniger Zeitzeugen von damals leben und wir unsere eigenen Probleme haben. Viele dieser heutigen Probleme sind allerdings nur dann lösbar, wenn man sich der Vergangenheit verantwortungsvoll stellen kann." Worte österreichischer Überlebender, die nachdenklich stimmen.

Schwachstellen bei der Jugendarbeit

18.10.2011, LVZ-Muldental

Jugendhilfeausschuss diskutiert erste Bilanz der neuen Strukturen

Landkreis Leipzig. Probleme mit den Öffnungszeiten von Jugendhäusern, eine dünne Personaldecke, mancherorts zu geringe Besucherzahlen: Die Bilanz, die das Jugendamt nach acht Monaten neuorganisierter Strukturen und Verantwortlichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit zieht, weist Schwachstellen auf. Sie würden den Erfolg nicht in Abrede stellen, so der Tenor im Jugendhilfeausschuss, doch die Probleme müssten behoben werden.

Hakenkreuze auf dem Häftlingsfriedhof Flößberg

09.08.2011, www.lvz-online.de

Inge Engelhardt - LVZ-Online, 09.08.2011, 19:31 Uhr

Frohburg/Borna. Für Empörung sorgen nationalsozialistische Schmierereien am Tor des ehemaligen KZ-Außenlagers in Flößberg, die jetzt bekannt wurden. Die Stadt Frohburg hat Strafanzeige gestellt, der Staatsschutz ermittelt. Im ehemaligen KZ-Außenlager von Buchenwald im „Großen Fürstenholz" in Flößberg kamen 235 Menschen ums Leben. „Der KZ-Häftlingsfriedhof Flößberg ist in den vergangenen Tagen geschändet worden. Unbekannte sprühten dabei mit schwarzer Farbe Hakenkreuze sowie eine antisemitische Parole auf das neu errichtete Eingangstor zum Friedhof", informieren Stefan Walter und Katrin Henzel vom Verein Geschichtswerkstatt Flößberg.

Hohe Sicherheitsanforderungen - Störungen durch Neonazis

08.06.2011, LVZ-Muldental

Das Festwochenende stellt den Stadtwehrleiter vor Herausforderungen / Budget wird wohl ausgeschöpft

Wurzen. Das Festwochenende im September wirft seine Schatten voraus. Das sorgt für reichlich Arbeit bei der Verwaltung. Und nicht nur Kultur und Gastronomie wollen bedacht sein - auch die Sicherheit der Besucher muss im Rahmen des Möglichen gewährleistet werden. Das entsprechende Sicherheitskonzept wurde bereits mehrfach modifiziert.

 Verantwortlich für die Erstellung und Fortentwicklung des Arbeitspapiers ist Stadtwehrleiter Thilo Bergt. Der allerdings betont: "Wir befassen uns ausschließlich mit der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr." Das bedeutet grob, um die Bekämpfung von Bränden oder anderen Unglücksfällen sowie die Versorgung etwaiger Verletzter kümmert sich der Planungsstab im Rathaus. Die sonstigen Fragen der Sicherheit plant die Polizei - unabhängig davon.

Rechte Gewalt - Nordsachsen an dritter Stelle

08.06.2011, LVZ-Delitzsch/ Eilenburg

Verfassungsschutz: Eilenburg ist Stadt mit überdurchschnittlich hoher Zahl an Propagandadelikten

Kreisgebiet. Der Landkreis Nordsachsen war im vorigen Jahr erneut Schwerpunkt des Rechtsextremismus in Sachsen. Das teilte das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) auf Anfrage mit. Entwarnung gibt es derweil in Sachen Linksextremismus. Weder autonome Strukturen noch orthodox-kommunistische Gruppierungen oder sonstige linksextremistische Bestrebungen sind dem LfV bekannt. Das trifft auch für Strukturen ausländerextremistischer oder -terroristischer Organisationen zu. Allerdings gehen die Staatsschützer davon aus, dass im Kreis Einzelpersonen leben, die zum Mobilisierungspotenzial solcher Organisationen gehören.

"Die wissen gar nicht, was Faschismus ist"

24.05.2011, LVZ-Muldental

Rechtsradikale Schmierereien auf dem Nerchauer Abenteuerspielplatz

Grimma/Nerchau. Es gibt dumme Jungenstreiche, über die man notfalls noch lachen könne, sagt Ortsvorsteher Uwe Cieslack und spielt auf das wiederholte Schaumbad im Gänsebrunnen an: "Die Exzesse am Abenteuerspielplatz im Wiesental dagegen sind nicht zu tolerieren!" Dort wurden unter anderem pinkfarbene rechtsradikale Symbole gesprüht - nicht nur an Spielgeräte, sondern auch an Bäume. 

Spielplatz beschmiert: Ortsvorsteher Uwe Cieslack ist stocksauer über die Sprühereien, die wie an diesem Baum wohl nur sehr schwer zu beseitigen sein werden. Foto: Haig Latchinian

"Extremistischen Kräften Luft und Raum nehmen"

06.04.2011, LVZ-Borna/ Geithain

Gezielter Überfall von drei vermutlich rechtsextremen Tätern auf vier Opfer in Geithain - Staatsschutz ermittelt

Geithain (ie). Der Staatsschutz hat die Ermittlungen nach einem vermutlich rechtsextremen Überfall in Geithain aufgenommen. Drei junge Männer griffen in der Nacht zum Sonnabend gegen 0.45 Uhr vor einer Pizzeria in der Chemnitzer Straße in Geithain vier Personen offenbar gezielt an. "In den nächsten Tagen wird es weitere Vernehmungen geben", erklärte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung Ilka Peter, Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen. Fest stehe bislang, dass die Geschädigten mit Pfefferspray besprüht, getreten und geschlagen wurden, wobei zwei Tatverdächtige augenscheinlich Quarzsand-Handschuhe trugen. Einem 28-Jährigen schlugen die Täter mit einer Bierflasche auf den Kopf, sodass er eine Platzwunde erlitt, die im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Die Täter entfernten sich laut Polizei in unbekannte Richtung. "Ein Motiv der Straftat ist nicht bekannt. Ein politischer Hintergrund ist nicht auszuschließen", so Peter.

Sieg der NPD: Das gallische Dorf Stresow

06.04.2011, www.netz-gegen-nazis.de/ www.news.de

 


Hakenkreuz im Baum: Alltagskultur in Stresow Foto: © Björn Menzel / news.de

In einem einzigen Dorf in Sachsen-Anhalt hat die NPD die Wahl gewonnen. Jeder vierte Wähler machte in Stresow sein Kreuz bei den Rechten. Aber warum? Björn Menzel suchte nach den Gründen und fand den Nahtod der Demokratie in der ländlichen Region.

Von news.de-Redakteur Björn Menzel, Stresow

 

Abgefackelt

21.10.2010, Sächsische Zeitung

In Döbeln brennen Autos, in Freiberg Dönerläden, in Eilenburg Imbissbuden – Anschläge von rechts nehmen zu. Kati Voigt hat selbst einen erlebt.

von Thomas Schade

Kati Voigt ist froh, dass sie wieder ein Auto hat. „Damit kommt man doch sicherer nach Hause“, sagt die junge Frau mit den schwarzen Haaren. Zu Fuß geht die 30-Jährige nicht mehr gern allein nachts durch Döbeln. Dabei ist die Sozialpädagogin kein ängstlicher Typ. „Aber man muss das Unglück ja nicht herausfordern“, sagt sie.

Das hat Kati Voigt auch in der Nacht zum 14. Juli nicht getan. Da riss ein Nachbar sie aus dem Schlaf und rief: „Dein Auto brennt!“ Aufgeschreckt schaute sie aus dem Fenster und sah, wie unten auf der Straße schwarzer Qualm aus ihrem Opel Astra aufstieg. Die Feuerwehr hatte kaum Zeit zum Löschen. Sie müssten zum nächsten Auto, rief einer der Kameraden. Da ahnte Kati Voigt nichts Gutes. Kaum 500 Meter weiter stand der Peugeot eines Mannes in Flammen, den sie gut kennt.