Aktuelles | Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

NDK auf Facebook

Hier findet ihr das NDK auf facebook.

nixlos?

Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

Aktuelles

Veranstaltungshinweise für unseren Kulturkeller finden Sie unter Veranstaltungen und in unserem halbjährlich erscheinenden Programmfaltblatt. Dieses sowie den aktuellen Newsletter und weitere Infomaterialien finden Sie hier im Downloadbereich.

Bitte achten Sie  auch auf unsere Veranstaltungsflyer und Plakate, die in vielen Lokalen und Geschäften in der Stadt ausliegen.

Gedenken an den Muldenwiesen

14.04.2018, eigene

Erinnerung an die letzten Kriegsverbrechen

Gemeinsam mit den Organisator_innen des Gedenkmarschs für die Opfer der Todesmärsche sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, am Sonnabend, 14. April, 11 Uhr am Gedenkstein an den Muldenwiesen (Dreibrückenbad) in Wurzen der letzten Opfer des Naziregimes zu gedenken. In der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 mussten hunderte Häftlinge während eines Todesmarsches auf den Muldenwiesen die eiskalte Nacht verbringen.

Blumen können niedergelegt werden.

Statement zu Angriffen auf Gaststätten in Wurzen

06.04.2018, eigene

Das NDK bedauert die Angriffe gegen zwei lokale Gaststätten in Wurzen in der Nacht zum 6. April und distanziert sich klar von jegliche Form gewaltsamer Handlungen.

Gleichzeitig weist der Verein jedwede Anschuldigung der Verantwortung für diese Tat entschieden zurück. Wir sind erschrocken über mündliche und schriftliche Drohungen, welche gegen uns, Mitglieder, Ehrenamtliche oder Mitarbeiter_innen des NDK ausgesprochen wurden. Eine demokratische Auseinandersetzungen führt das NDK auf der Ebene der Diskussion und des Dialogs. Gewalt lehnt das NDK als Mittel der Auseinandersetzung entschieden ab.

In diesem Sinne appelliert das NDK an die Menschen in Wurzen, sich nicht in ihrem Einsatz für ein friedliches Miteinander beirren zu lassen. Diese Angriffe sollten nicht als Anlass genutzt werden, zu weiterer Gewalt und einer eventuellen Eskalation in Wurzen.

Statement des NDK zur Kundgebung des „Neuen Forums für Wurzen“ am 26.03.2018

05.04.2018, eigene

Etwa 200 Personen folgten am Montag, 26.03.2018, dem Aufruf des „Neuen Forums für Wurzen“ um Christoph Mike Dietel zu einer Kundgebung auf dem Markt. Dafür war im Vorfeld auf der

Facebook-Seite des Forums, mit Flyern in der Stadt und auf der rechten Hetz-Seite „Journalistenwatch“ (Informationen dazu: http://www.zeit.de/kultur/2017-12/journalistenwatch-neue-rechte-finanzierung) mobilisiert worden. Geladen hierzu war unter anderem der Verein „Zukunft Heimat“ aus Cottbus (vgl. http://www.belltower.news/artikel/%E2%80%9Czukunft-heimat%E2%80%9D-cottbus-die-neue-pegida-13307). Der Sprecher Hans-Christoph Berndt nahm die Einladung prompt an und sprach bei der Kundgebung in Wurzen ein „Grußwort“. Dazu waren in der Menge Schilder mit u.a. aus Cottbus bekannten Parolen wie „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ und „Multikulti Endstation“ zu sehen. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch andere bekannte Personen wie Markus Johnke (ehemaliger Legida-Chef) oder der frühere NPD-Stadtrat Matthias Möbius. Letzterer fungierte sogar als Ordner.

Die Kundgebung richtete sich erklärtermaßen vor allem gegen das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK). 

Kein Mensch muss müssen: Schüler_innen gestalten die Stadt

04.04.2018, eigene

Wurzener Schüler_innen bringen ihr Demokratieverständnis auf großflächige Banner

 In Workshops von jeweils vier Stunden setzten sich die neunten Klassen der Pestalozzi Oberschule in Wurzen mit Demokratie und dem Grundgesetz auseinander. Vom 9. bis 11. April werden die Ergebnisse der Workshops in der Pestalozzi Oberschule kreativ umgesetzt. Gemeinsam mit dem Schweizerhaus Püchau e.V. sowie dem Kunstlehrer Herr Körnich werden die Schüler_innen ihre Ansichten und Erfahrungswelten zum Thema Demokratie auf insgesamt acht großformatige Banner (1,20x5m) bringen. Diese sollen zunächst das Schulgebäude schmücken und anschließend an einem öffentlichen Platz in Wurzen ausgestellt werden.

 

Hände

 

Workshop- und Projektleiterin Heidi Bischof vom Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK e.V.) erklärt: „Im Vordergrund stand bei den Workshops Selbstreflektion: Wozu brauchen wir ein Grundgesetz und was ist mir wichtig für ein friedliches Zusammenleben? Durch die Banner bekommen die Schüler_innen schließlich eine Stimme und können ihr Demokratieverständnis nach außen tragen.“

Miteinander ins Gespräch kommen, Dinge ausdiskutieren, auch wenn es dabei manchmal sehr lebhaft und kontrovers zugeht, ist sodann auch Ziel des gesamten Projektes „12qmWELT“.

Vernetzt für eine starke Demokratie - Fachtag in Bautzen

13.03.2018

Am 11. April 2018, 9.00 bis 16.00 Uhr, findet im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen der Fachtag „Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft. Vernetzt für eine starke Demokratie“ statt. Angehörige der Bundes- und Landespolizei, verantwortliche Haupt- und Ehrenamtliche aus den sächsischen Kirchgemeinden sowie Mitglieder zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Verständnis für die jeweils anderen Denkweisen zu entwickeln, aber auch eigene Perspektiven zu artikulieren. Arbeitsgruppen mit vielen Diskussionsmöglichkeiten und Pausengespräche tragen dazu bei.

Im Hauptvortrag am Vormittag wird Dr. Daniela Hunold (Deutsche Hochschule der Polizei Münster) über „Die Polizei in der multi-ethnischen Stadt – Herausforderungen und Chancen“ sprechen. Die Themen der einzelnen Arbeitsgruppen am Nachmittag entnehmen Sie bitte dem beigefügtem Flyer.

Sie sind herzlich zum Fachtag eingeladen! Gleichzeitig bitten wir Sie um Weitergabe des Flyers an Interessierte in Ihrem Umfeld.

 

 

Download Vorschau
 

2018_03_15_EEB-AG-Kirche-Faltblatt-Fachtag-2018-web.pdf

Wir dürfen nicht wegschauen – wir müssen jetzt handeln!

25.02.2018

Zwei weitere gewalttätige Angriffe auf Geflüchtete in Wurzen innerhalb einer Woche. Zum wiederholten Male kam es zu einem Angriff an einem Haus in der Schillerstraße, in dem im Erdgeschoss Geflüchtete wohnen. 

"Wir brauchen Frieden - sonst geht das alles nicht."

22.02.2018

 

Manchmal fehlen uns die Worte für die Dinge, die uns am wichtigsten sind. Sie erscheinen so selbstverständlich und sind doch so schwer zu beschreiben. Kinder können das, noch. Nicht mit großen Worten, aber wenn es sein muss in Bildern und mit ihrem ganzen Körper. Die 11 Kinder der Auftaktveranstaltung zum Projekt „12m² WELT“ (ein Projekt gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig) arbeiteten in ihrer ersten Winterferienwoche im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 an der Frage: Gibt es Punkte, die alle Menschen vereinen? – Regeln, die wir brauchen, um gut und friedvoll miteinander leben zu können?

 

Gruppenfoto Projekt 12m2

»Wir sind hier nicht alleine«

zuerst erschienen Jungle 2018/07, 15.2.2018

 

nachzulesen hier: https://jungle.world/artikel/2018/07/wir-sind-hier-nicht-alleine

 

Es ist nicht alles braun in Sachsen. Es gibt verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich gegen die rechte Hegemonie, Rassismus und Rechtsextremismus engagieren. Eine davon ist das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen (NDK). 

Die Geschäftsführerin des Vereins, Martina Glass hat mit der »Jungle World« über den täglichen Kampf gegen Rechtsextreme und die Förderung demokratischer Kultur in Wurzen.

 

Interview Von Carl Melchers

 

Angriffe auf Flüchtlinge haben Wurzen im Januar in die Schlagzeilen gebracht. Was ist in Wurzen passiert?
Es gab am 12. Januar eine gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Geflüchteten und deutschen jungen Menschen in einem Park am Bahnhof und anschließend vor und in einem Haus, in dem ausschließlich Geflüchtete wohnen. Alles Weitere ist nicht wirklich klar. Man spricht von 30 bis 50 Beteiligten. Von der Polizei gibt es überhaupt kein Statement dazu, außer das auch der Staatsschutz ermittelt.

 

Welche Rolle hat der Verein, für den Sie arbeiten, das Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK), in diesem Konflikt?

Was wir vor Ort machen, nennen wir »Demokratische Bildungsarbeit«, dazu zählt auch antirassistische Arbeit. Wir haben viel Kontakt zu Geflüchteten, weil wir für sie von Anfang an eine Anlaufstelle waren. Unser Haus ist offen für Interessierte und die Infrastruktur, wie beispielsweise das Internet, ist kostenlos nutzbar.

 

Was ist denn der Hintergrund des NDK?
Das NDK ist in den neunziger Jahren entstanden, als hier Neonazis alle Räume besetzt hielten und auch in der ­Öffentlichkeit sehr offen und offensiv auftraten. Wurzen hatte da bis weit über die Grenzen Deutschlands hinaus diesen sehr schlechten Ruf als »national befreite Zone«. Alternative Jugendliche aus der Umweltbewegung, Punks, Jugendliche von der Kirchengemeinde – solche Leute brauchten einfach einen Raum. Daraus entstand das NDK. Früher eher Treffpunkt und verschiedene kleine Projekte, betreiben wir heute ein großes Haus, das Zentrum mit Kulturkeller, unser Haus ist offen für alle, die sich für die Themen interessieren und sich engagieren möchten. Darüber ­hinaus veranstalten wir Konzerte, aber auch Lesungen, Podiumsdiskussionen und Tischgespräche zu ­aktuellen Themen. Im letzten Jahr haben wir beispielsweise mehrere Ver­anstaltungen zu Fluchtursachen gemacht. Wir behandeln Themen, von denen wir denken, darüber muss man jetzt mal reden. Wichtig ist dabei auch das negative Selbstbild, das viele hier von Wurzen und der ländlichen Region haben. Es gibt diese Stimmung, man sei abgehängt und niemand tue etwas für die Region. 

Friedensgebet in St. Wenceslai

05.02.2018

Für Offenheit, Miteinander und Vertrauen – Wurzener ziehen an einem Strang und treffen sich zum Friedensgebet in der Stadtkirche St. Wenceslai.

Am 5. Februar 2018 ab 19 Uhr wird eingeladen, in einem Friedensgebet Gesicht zu zeigen

  • für ein friedliches, weltoffenes Wurzen
  • für eine Streitkultur, in der man sich mit anderen Meinungen respektvoll auseinandersetzt
  • für eine lebendige Gemeinschaft, die ihre Stadt und die Region aktiv gestaltet

Es laden ein: Stadt Wurzen, Evangelische Kirchgemeinde Wurzen, Katholische Kirchgemeinde Wurzen

Pressemitteilung zu erneuten rassistischen Vorfällen in Wurzen

18.01.2018, NDK, Presse bundesweit

Das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) sieht in den Angriffen auf Geflüchtete am vergangenen Freitag einen weiteren traurigen Höhepunkt der rassistischen Gewalt in Wurzen. Der Verein und seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen sorgen sich um die in der Stadt lebenden Asylsuchenden und deren Gesundheit und Leben. Soweit bekannt ist, sind die betroffenen Bewohner_innen mittlerweile in Sicherheit und vorerst andernorts untergebracht.

 

Für das NDK ist klar, dass die Ausschreitungen von bis zu 50 Neonazis und rechtsgerichteten Jugendlichen dringend durch die Polizei aufgearbeitet werden und juristische Konsequenzen haben müssen. Zudem müssen weitere Übergriffe verhindert werden. Derzeit kursieren u.a. in den Schulen der Region Aufrufe dafür, an diesem Wochenende (Freitag & Samstag) wieder nach Wurzen zu kommen, um „Rache“ an den Asylsuchenden zu nehmen.

 

Das NDK appelliert an alle Menschen in und um Wurzen, sich mit Geflüchteten und Asylsuchenden zu solidarisieren und Unterstützung zu leisten. Aus der Stadtgesellschaft heraus müssen deutliche Signale gegen Rassismus gesetzt werden. Die aus unserer Sicht erfolgreiche Arbeit für und mit geflüchteten Menschen muss fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Deutlich wird überdies, dass es Bedarf an einer Diskussion zu Jugend- und Sozialarbeit und vor allem auch zu Fragen der Sicherheit in Wurzen gibt.

 

Die Opferberatung der RAA Sachsen hat für die Betroffenen des Überfalls ein Spendenkonto eingerichtet (siehe unten), um Schäden und entstehende Kosten für juristische oder soziale Begleitung decken zu können. U.a. auch für die Unterbringung der Betroffenen. Menschen, die Kenntnisse zu den Vorkommnissen haben, können sich gerne auch an die RAA Sachsen wenden.

 

Spendenkonto: RAA Sachsen e.V.
Commerzbank AG
IBAN: DE33 8508 0200 0643 9986 00
BIC: DRESDEFF857
Verwendungszweck: Opferfonds Wurzen