2011 | Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.

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Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

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2011

 

08.01.2011

Wurzen: Die JN Muldental hatte am Sonnabend in Wurzen angeblich eine "Neujahrsfeier" durchgeführt, an der knapp 80 Neonazis teilgenommen haben sollen. Neben Mitgliedern der NPD-Jugendorganisation JN hätten daran auch "Freie Kräfte" und "unorganisierte Jugendliche" aus dem Landkreis Leipzig sowie aus der Stadt Leipzig und aus Torgau teilgenommen. Nach den einführenden Worten des Wurzener "JN-Stützpunktleiters" Mathias König und der Präsentation eines Videos mit JN-Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr unter dem vielsagenden Titel "Nationaler Widerstand im Angriff" referierte als Gast der NPD-Mitarbeiter Thomas Sattelberg, einstiger Rädelsführer der verbotenen "Skinheads Sächsische Schweiz" (SSS), über die derzeitige "faschistische Bewegung in Italien". Mit einem Vortrag über das neofaschistischeJugendzentrum "Casa Pound" in Rom war im September bereits das angebliche "NationaleSchulungszentrum" in Delitzsch eröffnet worden, das sich kurze Zeit später jedoch als Luftnumer herausgestellt hatte.In Wurzen verzichteten die Kameraden darauf, die Hinterzimmer-Veranstaltung zur Gründung eines "Zentrums" zu überhöhen. Wo genau die Feier stattgefunden hat, wird jedoch verschwiegen. Ebenso unklar ist, ob der Veranstaltungsort für die Nazis damit in Zukunft regelmäßiger nutzbar sein wird. Zum Abschluss hätte noch das "Sängergespann Max und Tobias aus Jena" alte und neue "deutsche (Volks)Lieder" zum Besten gegeben.Quelle: Chronik.LE

19.01.2011

Wurzen: Bei einer sachsenweiten Razzia gegen Neonazis hat die Polizei auch ein Objekt in Wurzen durchsucht. Das teilten gestern das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft in Leipzig auf Anfrage der LVZ mit. Mutmaßlich handelt es sich um den Front Records Vertrieb in der Walter-Rathenau-Straße. Auch ein Nebenwohnsitz des Geschäftsbetreibers im Landkreis Nordsachsen (vermutlich Schildau) wurde durchsucht. Sachsenweit gab es am Mittwoch neun Durchsuchungen, wie das Landeskriminalamt bestätigte. Es gehe um den Vorwurf der Volksverhetzung und des Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz, wie Ricardo Schulz, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, erklärte. Das beschlagnahmte Material - Tonträger und Computerzubehör - werde noch ausgewertet, sagte er. Im Einsatz waren 70 Beamte. Quelle: LVZ-Muldental, eigene

24.01.2011

Colditz: Etwa 35 Neonazis versammelten sich gegen 17 Uhr auf dem Colditzer Markt vor dem Rathaus zu einer Kundgebung unter dem Motto "Montagsdemo für Meinungsfreiheit und gegen polizeiliche Willkür", wie die Polizei gegenüber der LVZ mitteilte. Die Veranstaltung wurde durch eine Person aus Zschadraß angemeldet und sei "friedlich verlaufen". 17.25 Uhr war sie bereits beendet. Die Polizei hatte die kaum beachtete Demonstration abgesichert. Quelle: LVZ-Muldental

26.01.2011

Wurzen: Bei der Abstimmung zur Neubesetzung des Verwaltungssausschusses während der ersten Sitzung des Wurzener Stadtrates im Jahr 2011 verlor die NPD ihren bisherigen Sitz und ist somit in keinem der Ausschüsse mehr vertreten. Als Jugendbeauftragter kandidierte mit Mathias König der Vorsitzende der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN) im Muldental . Er erhielt bei der Abstimmung lediglich die zwei Stimmen der NPD. In seiner Berwerbungsrede vor dem Stadtrat verwies der 28-Jährige unter anderem auf seine angeblich guten Kontakte zu Jugendklubs in Sachsendorf, Burkhartshain und Kühren. Zudem beklagte er sich über eine "verrohte Jugend", die mit Sachbeschädigungen und sinnloser Zerstörung "auch hier in unserer Stadt jährlich großen finanziellen Schaden" verursachen würde. Der NPD-Abgeordnete Wolfgang Schroth erhielt bei der Wahl des Seniorenbeauftragten allerdings drei Stimmen - eine mehr als die NPD Sitze im Stadtrat hat.

NPD-Blog.info berichtet zudem, dass es einen Konflikt zwischen der "Kommunalpolitischen Vereinigung" (KPV) der NPD und den beiden Wurzener NPD-Räten gibt. Grund dafür sind nach Informationen des NPD-Watchblogs angeblich ausstehende Beiträge von KPV-Mitgliedern aus Wurzen. Intern werde von jahrelangen Rückständen gemunkelt. Zudem störe sich der KPV-Vorsitzende Hartmut Krien offenbar an der Kooperation zwischen NPD-Stadtrat Schroth und dem Borsdorfer Gerd Fritzsche, mit dem Schroth gemeinsam für die NPD im Kreistag des Landkreises Leipzig sitzt. Quelle:LVZ-Muldental, Bericht beim "Freien Netz/Aktionsbüro Nordsachsen", chronik.LE, NPD.blog.info

28.01.2011

Eilenburg: Am Jugendhaus in der Dr.-Belian-Straße brachten mutmaßlich Neonazis in der Nacht mehrere Schriftzüge, Hakenkreuze mit Graffiti an. Zudem beschädigten sie drei Fensterscheiben. Die Polizei hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Quelle: Polizei Sachsen

10.02.2011

Grimma: In der Nacht zum 10. Februar wurde das Bürger_innenbüro der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Die Linke) in der Malzhausgasse mit den neonazistischen Parolen bzw. Abkürzungen „NS jetzt!“ und „NSM“ (für Nationale Sozialisten Muldental) beschmiert. Zudem wurde ein Aufkleber des „Freien Netzes“ angebracht. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Die Polizei ermittelt u.a. wegen Volksverhetzung. Quelle: LVZ-Muldental, Abgeordnetenbüro Kerstin Köditz

13.02.2011

Eilenburg: Am Sonntagmorgen zwischen 02.20 Uhr und 03.15 Uhr brachten unbekannte Täter mittels schwarzer Farbe und durch Plakate diverse Sprüche mit politischen Inhalten an verschiedenen Objekten u. a. in der Puschkinstraße und am Markt an. Die Sprüche hatten allesamt einen Bezug zu den Ereignissen in Dresden vom 13. Februar 1945. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung wurden aufgenommen. Quelle: RAA Sachsen

19.02.2011

Wurzen: Eine Gruppe Neonazis zog in der Nacht grölend durch die Innenstadt von Wurzen. Die Gruppe, darunter auch Frauen, rief unverständliche Parolen und zündete mehrere Feuerwerkskörper, wie Zeuge_innen berichteten. Wahrscheinlich ist, dass die Gruppe entweder aus Leipzig oder Dresden von den dortigen Neonazikundgebungen anlässlich der Bombardierung der Stadt am 13. Februar 1945 kamen. Quelle: Zeug_innen

30.03.2011

Delitzsch: An ein Gebäude in der Eilenburger Straße sprühten Unbekannte zwei Hakenkreuze und rechte Parolen Die Straftat wurde heute gegen 9.30 Uhr festgestellt. Die Höhe des Sachschadens wurde nicht übermittelt. Quelle: RAA Sachsen

30.03.2011

Mügeln: Trotz einer gerichtlichen Verfügung begab sich ein 34-Jähriger am 30. März 2011, gegen 21.15 Uhr, zur Wohnung seiner Freundin in der R.-Luxemburg-Straße. Er brüllte rechtsgerichtete und ausländerfeindliche Parolen. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sind die Freundin sowie alle Hausbewohner deutsche Staatsbürger. Quelle: RAA Sachsen

02.04.2011

Geithain: Das neonazistische "Freie Netz Geithain" berichtet auf seinem Twitter-Kanal von der Teilnahme am "nationalen Fußballturnier des FN". Dieses Turnier fand bereits 2008 und 2009 in Geithain statt. 2010 wichen die Nazis für ihr „Nationales Pfingstturnier“ in das bei Borna gelegene Neukieritzsch aus. Über den diesjährigen Veranstaltungsort schweigen sie sich aus. Insgesamt sollen sich mehr als zehn Mannschaften aus den "Freies Netz"-Strukturen beteiligt haben.Nach dem Turnier fand - ebenfalls an einem ungenannten Ort - noch ein Rechtsrock-Konzert mit den Nazi-Bands "Racial Purity" (Dresden), "White Rebel Boys" (Hof), „Inkubation“ (Döbeln) und "Sturmkrieger" (Chemnitz) statt. Dabei sollen laut einem Bericht beim neonazistischen Thiazi-Forum rund 130 Personen anwesend gewesen sein. Ähnliche Nationale Fußballturniere fanden in den vergangenen Jahren auch immer wieder in Wurzen statt. Quelle: Chronik.LE

05.04.2011

Borna: Ein durchkreuztes Hakenkreuz sprühten Unbekannte an einer Mauer des Grundstücks Rossmarktsche Straße/Ecke An der Mauer. Entdeckt wurde die Schmiererei am 5. April 2011, gegen 15.10 Uhr. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

06.04.2011

Grauschwitz (Landkreis Nordsachsen): Durch einen Bürgerhinweis wurde gegen 21.30 Uhr bekannt, dass ein 40-Jähriger in der Öffentlichkeit den Arm zum Hitlergruß erhob und Sieg Heil rief. Der Mann konnte wenig später gestellt werden. Die Ermittlungen dauern noch an. Quelle: Polizei Sachsen

12.04.2011

Wurzen: Aus einem Fenster eines Hauses im Crostigall heraus wurde einem jungen Mann von zwei ca. 20-23 Jahre alten Männern (beide mit Glatze) ein Blumentopf ins Genick geworfen. Verletzt wurde er dabei nicht. Als er sich allerdings gegen 21 Uhr wieder in der Nähe des Tatortes aufhielt, wurde er wiederum von beiden Männern, die mit einem Messer und einem Schlagring bewaffnet waren, bedroht. Als er sich versuchte zu verteidigen wurde er mit dem Messer leicht im Gesicht verletzt. Quelle: Zeuge

13.04.2011

Frohburg:Die Fassade einer Verkaufsstelle in der Bahnhofstraße besprühten Unbekannte in der Nacht zum 13. April 2011 mit vier durchgestrichenen Hakenkreuzen. Sachschaden ca. 200 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

16.04.2011

Staupitz: Am Sonnabend fand in Nordsachsen ein Nazikonzert mit den einschlägigen Bands "Thematik 25" (Leipzig), "Aryan Hope" (Wurzen), "12 Golden Years" (Thüringen), "Priorität 18" (Dresden) und einer weiteren Band namens "Brigade 7" statt, die für die anscheinend verhinderte tschechische Band "Legion S" einsprang. Das Konzert war im neonazistischen "Thiazi-Forum" unter der Bezeichnung "Rocknacht in Nordsachsen" angekündigt worden. Veranstaltungsort soll nach chronik.LE-Informationen mal wieder der Torgauer Ortsteil Staupitz gewesen sein, wo 2008 mindestens vier Nazikonzerte mit bis zu 400 Besuchern stattgefunden haben. Die Kontaktnummer auf dem bei Thiazi veröffentlichten Flyer für das Konzert stimmte mit der des "Nordsachsen-Versands" überein, der vom Eilenburger NPD-Stadtrat Kai R. betrieben wird. Auf dem Flyer prangte auch das Symbol (Schwarze Fahne in Kreis) der neonazistischen "Freien Kräfte" bzw. des "Freien Netzes", zu dem u.a. das mit der örtlichen NPD verbandelte "Aktionsbüro Nordsachsen" gehört. Quelle:Nazi-Forum "Thiazi" (Ankündigung und Konzertbericht), chronik.LE

19.04.2011

Geithain: Auf dem Geithainer Marktplatz versammelten sich ca. 20 Neonazis, um eine Kundgebung durchzuführen, die sich "gegen staatliche Kriminalisierung und Repression" von Neonazis richtete. Anlass sind Hausdurchsuchungen bei dem erst kürzlich verurteilten Nazi-Schläger Albert R. sowie weiteren Neonazis aus Geithain. Als Anmelder fungierte der NPD-Stadtrat Manuel Tripp, der sich erneut offen für einen verurteilten Gewalttäter einsetzt.

Außerdem wurde auf der Veranstaltung die Wiedereröffnung des Jugendclubs in Syhra gefordert, der von der lokalen Neonaziszene frequentiert wurde und im vergangenen Jahr geschlossen worden war.Quelle: chronik.LE, Twittermeldungen des neonazistischen "FN Geithain", Bericht des NPD-Stadtrats Manuel Tripp

20.04.2011

Leipzig: Wie schon 2010 beging die Leipziger JN (NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten") auch dieses Mal am 20. April die Gründung ihres hiesigen "Stützpunktes" 2008 und den auf den gleichen Tag fallenden 122. Geburtstag ihres Idols Adolf Hitler. Gefeiert wurde vermutlich im "Nationalen Zentrum" der NPD in der Odermannstraße 8 in Lindenau. Nach chronik.LE-Informationen soll dort in der Nacht zu Mittwoch eine Veranstaltung stattgefunden haben. In einem Bericht auf der Homepage des "Aktionsbündis Leipzig" (Teil des neonazistischen "Freien Netzes") heißt es, dass die Leipziger "Jugendgruppe" zusammen mit Gästen aus dem benachbarten Muldental gefeiert hat. Der Vorsitzende der JN Muldental, Mathias König aus Wurzen, fungiert seit kurzem als Stellvertreter des sächsischen JN-Vorsitzenden Tommy Naumann aus Leipzig. Quelle: Chronik.LE

23.04.2011

Wurzen: In einer Gaststätte in der Dresdener Straße feierten am Nachmittag mehr als 20 Nazis auf dem Freisitz vor dem Lokal. Bekleidet waren sie mit szenetypischen Shirts mit u.a. rassistischen und völkischen Motiven und Slogans, berichten Zeugen. Quelle: eigene

28.04.2011

Markkranstädt: Im Schulgarten der Grundschule Markranstädt randalierten Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag. Sie warfen eine Bank in den Teich, beschädigten Hinweisschilder, schlugen die Scheibe einer Laube ein und entwendeten technisches Kleingerät. Außerdem fand die Polizei ein Hakenkreuz, das in ein Beet gekratzt war, ein weiteres war in der Nähe aus Plastikstreben ausgelegt. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: RAA Sachsen

30.04.2011

Region: Die JN Muldental lud am Wochenende zu einem so genannten Kameradschaftslauf der JN Sachsen ins Muldental ein, an welchem sich laut einem Video auf Youtube ca. 25 Neonazis nebst Kindern und Müttern beteiligten. Das Ganze wurde in der Tradition von Wehrsportmanövern abgehalten. So wurden u.a. Handgrantenattrappen geworfen, Baumscheiben geschleudert, mit Pfeil und Bogen gespielt und Häuserwände erklommen. Quelle: youtube.de

Anfang Mai 2011

Wurzen/ Falkenhain: Laut Auszug aus dem Handelsregister hat Thomas P. für die hinter dem Neonazilabel Front Records stehende Firma TexHa UG Ende letzten Jahres die Liquidation beantragt. Bereits im Frühjahr 2010 hat er ein weiteres Unternehmen mit Namen A&B Service UG mit Sitz im Doktorweg 2 in Falkenhain gegründet. Er und Benjamin B. (Leipzig, Freefighter) sollen Geschäftsführer, Jörg W. (Colditz, vorbestrafter Gewalttäter) und Paul F. (Wurzen, Neonazi und Gewalttäter) weitere Gesellschafter sein. Gegenstand des Unternehmens ist lt. Handelsregister: Handel und Verleih von Zweikrafträdern, Baudienstleistungen, Handel mit Textilien und
Merchandise, Eventorganisation, Personalservice und Sportmanagement. Unter A&B Service UG firmiert u.a. das Onlineportal aryan-brotherhood.de (arische Bruderschaft=A&B). Quelle: Handelsregister

04.05.2011

Schkeuditz: Unbekannte beschmierten in der Nacht zum 4. Mai die Turnhalle der Schule in der Lessingstraße mit zehn Hakenkreuzen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

06.05.2011

Region: Wie das Nazi-Onlineportal des Aktionsbüros Nordsachsen meldet, trafen sich „Mitglieder und Freunde der Jungen Nationaldemokraten Muldental, um im Rahmen eines Vortrages gemeinsam den 8. Mai 1945 historisch richtig(!) zu beleuchten, bzw. die damalige Situation der angeblich „befreiten“ Deutschen zu erarbeiten.“ Federführend war JN-Stützpunktleiter König, der wohl auch referierte. Am folgenden Wochenende wurden zudem angeblich Tausende Flugblätter verteilt. Vereinzelt tauchten auch Plakate mit Bezug zum 8.Mai auf, so z.B. in Wurzen und Gerichshain. In einer „Großaktion“ der Neonazis wurden auch Denkmäler für gefallene Soldaten des 1.Weltkrieges in über 25 Städten und Dörfern gepflegt, gereinigt und mit Kerzen und Blumen geschmückt, wie das Portal berichtet.. Darunter waren zum Beispiel: Borsdorf, Gerichshain, Röcknitz, Hohburg, Falkenhain, Wurzen, Trebsen, Grimma und Nerchau. Quelle: Aktionsbüros Nordsachsen, youtube.de

09.05.2011

Eilenburg: Unbekannte beklebten im Bereich der F.-Mehring-Straße/Samuelisdamm mehrere Verkehrszeichen und –Leiteinrichtungen mit NPD-Aufklebern in der Größe A 6. Die Aufkleber wurden am 9.5.2011 gegen 13.00 Uhr festgestellt. Quelle: Polizei Sachsen

18.05.2011

Borna: Fußballfans haben vorgestern gegen 20.40 Uhr Am Wilhemschacht randaliert. Dort machte ein Reisebus mit Fußballfans Station, die vom Spiel Zwickau gegen Lok Leipzig kamen. Etwa 20 Fans beschmierten das Fahrzeug von innen mit Hakenkreuzen, zerschnitten die Sitzpolster, setzten sie teilweise in Brand und zerschlugen eine Scheibe. Der Bus hatte nach Polizeiangaben gehalten, um einige Fans aussteigen zu lassen. Die Höhe des Sachschadens ist allerdings noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommenhieß es weiter dazu. Quelle: LVZ-Borna-Geithain

20.05.2011

Nerchau: Unbekannte haben das Gebäude der ehem. Verladerampe der BHG in der Schützenstraße beschmiert. Es wurde ein weißer Davidstern auf ein Holztor gesprüht. Außerdem wurden mehrere Hakenkreuze in eine Metallschiene geritzt. Die Tatzeit liegt zwischen dem 18. Mai 2011, 16.00 Uhr und dem 22. Mai 2011, 11.00 Uhr. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte unter Angabe der VG-Nr. 3672 an das Polizeirevier Grimma, Tel. (03437) 708925100 oder an jede andere Polizeidienststelle. Quelle: Polizei Sachsen

22.05.2011

Nerchau: Durch einen Bürgerhinweis während der Streifentätigkeit wurde am Sonntag, gegen 9.00 Uhr bekannt, dass auf dem Spielplatz im Wiesental mehrere rechtsgerichtete Schmierereien angebracht wurden. So u.a. ein Hakenkreuz (1 m x 1 m) auf einer Banküberdachung. Im Laufe der Anzeigenaufnahme fielen den Beamten mehrere Jugendliche auf. Auf die Schmierereien befragt verwickelten sie sich zunächst in Widersprüche. Im Laufe der Ermittlungen konnten fünf Jugendlichen (w15, m15, 16, 16, 18) bekannt gemacht werden, die teilweise aus Nerchau kommen. Die Täter wurden angewiesen ihre Schmierereien wieder zu entfernen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Quelle: Polizei Sachsen

26.05.2011

Trebsen: Unbekannte Täter überklebten die Werbeplakate zum Stadtfest der Stadt Trebsen mit NPD-Parolen. Dadurch entstand ein Schaden in Höhe von ca. 500 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

Borna: Neonazis sprühten mit blauer Farbe die Worte „FC Lok Dynamo, Zecken raus“ und ein Hakenkreuz(2,50 m x 10 m) an das Gymnasium der Stadt. Es entstand dadurch ein Sachschaden in Höhe von 150 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

27.05.2011

Oschatz: Am 27. Mai wurde der Wohnungslose André K. am Oschatzer Bahnhof von drei Männern so brutal zusammengeschlagen, dass er wenige Tage später, am 1. Juni, seinen schweren im Krankenhaus erlag. Mit Tritten und Schlägen hätten die ortsansässigen Täter ihrem Opfer massive Verletzungen am Kopf zugefügt.

Mindestens einer der drei Täter wird laut Angaben der Linksfraktion im Sächsischen Landtag in der Naziszene verortet. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich bisher mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht zu Tathergang und Motiv. Inzwischen wurden die drei Tatverdächtigen jedoch festgenommen und es gibt Hinweise auf drei weitere Täter. Die Opferberatungsstelle RAA Sachsen weist darauf hin, dass "Gewalt gegen Wohnungslose ein gesellschaftlich kaum wahrgenommenes Problem sei. Sie geschieht nicht selten aus der Motivation heraus einen „Penner fertig zu machen“. Das Opfer wird als „minderwertig“ und „asozial“ angesehen und ihm/ihr das Recht auf Leben abgesprochen. Aus dieser Einstellung heraus zeichnen sich Gewalttaten gegen Wohnungslose häufig durch schwere Misshandlungen und besondere Brutalität aus."

Am 08.08.2011kam es zu drei weiteren Festnahmen. Zwei 16-Jährige sowie ein 18-Jähriger werden beschuldigt, gemeinsam mit anderen Tatverdächtigen, die sich bereits in Untersuchungshaft befinden, den 40-jährigen misshandelt zu haben. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Alle drei befinden sich in Untersuchungshaft. Quelle: Chronik.LE, RAA Sachsen, LVZ, Polizei Sachsen

28./29.05.2011

Eilenburg: Mehrere Außenfassaden von Verkaufsstellen und öffentlichen Einrichtungen besprühten Unbekannte am vergangenen Wochenende mit rechtsgerichteten Parolen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Quelle: Polizei Sachsen

29.05.2011

Trebsen: Mehrere Neonazis aus dem regionalen JN-Umfeld um Matthias König beteiligen sich am Festumzug zur 850-Jahr-Feier der Stadt. U.a. tragen sie ein Transparent mit dem Schriftzug „Zukunft gestalten statt Probleme verwalten! BRD = Volkstod/ JN Muldental“. Laut einem youtube-Video griff ein Ordner der Stadtverwaltung ein und Zudem verteilen sie Handzettel an die Zuschauer. Ein Ordner griff später ein und beendete nach einer Diskussion die Aktion. Quelle: youtube

02.06.2011

Mügeln: Zu Christi Himmelfahrt griffen Neonazis mehrere nicht-rechte Jugendliche in Mügeln an. Bereits am späten Nachmittag wurde eine Jugendliche, die mit ihrem Hund spazieren ging, mit pyrotechnischen Erzeugnissen beworfen. Kurz darauf wurde auf dem Mügelner Markt ein alternativer Jugendlicher von einer größeren Personengruppe angegriffen. Der Betroffene wurde verletzt und musste sich in ärztliche Behandlung geben. Die herbeigerufene Polizei nahm die Personalien von einigen Angreifern auf.

Am späten Abend versammelten sich erneut mehrere Nazis vor dem Wohnhaus eines nicht-rechten Jugendlichen, bewarfen dieses mit Flaschen, Steinen sowie Pyrotechnik und versuchten gewaltsam in dessen Wohnung einzudringen. Mügeln ist seit Jahren ein Schwerpunkt neonazistischer Gewalt in Sachsen. Fast täglich werden nicht-rechte Menschen bedroht, eingeschüchtert und angegriffen.n Quelle: Chronik.LE

05.06.2011

Kohren-Salis: Während des Töpfermarktes kam es am 5. Mai 2011, gegen 14.45 Uhr zu einer Demonstration von ca. 30 teilweise vermummten Personen. Diese liefen mit rechtsgerichteten Sprechchören und Transparenten über den Markt, die Friedensstraße bis zur Gnandsteiner Straße wo sich die Demo auflöste. Der Organisator wurde bekannt gemacht. Die Ermittlungsarbeiten dauern noch an. Quelle: Polizei Sachsen

Frühjahr 2011

Colditz: Im Vorstand des Jugendcenter Colditz e.V. (JCC, Betreiber des Jugendzentrums Colditz) arbeitet nunmehr neben dem als Sympathisant der Neonazisszene geltenden Ronny L. auch der Neonazi und Freefighter Ricky H. aus Hausdorf mit, was nach Aussagen anderer Mitglieder des Vorstandes als problematisch angesehen wird. H. gilt seit vielen Jahren als wichtiger Akteur der regionalen Neonazisszene, der sich in der Vergangenheit mehrmals an gewalttätigen Übergriffen beteiligte, so etwa auf den antirassistischen Spaziergang 2008 in Wurzen und auf Fans und Spieler des Fußballvereins Roter Stern Leipzig in Brandis 2009. Gemeinhin gilt das Jugendzentrum bei vielen nicht-rechten Jugendlichen der Stadt als Anlaufpunkt für Neonazis bzw. deren Sympathisanten. Quelle: Sozialraumanalyse Colditz, aardl.blogsport.de, recherche-ost.de, chronik.LE

06./07.06.2011

Delitzsch: Die Fassade eines Supermarktes in der Sachsenstraße beschmierten Unbekannte in der letzten Nacht (6./7.6.) teilweise mit undefinierbaren Schriftzeichen, aber auch mit zwei Hakenkreuzen. Sachschaden ca. 1.000 Euro. Quelle: Polizei Sachsen

11.06.2011

Roda: Mit laut eigenen Angaben 350 Gästen beging die sächsische NPD-Landtagsfraktion am Sonnabend ihr Sommerfest auf dem Grundstück des NPD-Landtagsabgeordneten und Winfried Petzold in Roda bei Mutzschen (Landkreis Leipzig). Dazugestoßen sein sollen auch Teilnehmer eines Pfingstlagers der "Jungen Nationaldemokraten", das am Vortag in der Nähe von Niesky aufgelöst worden war, da sich darunter mehrere Anhänger der verbotenen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) befanden. Neben dem "nationalen Liedermacher" Frank Rennicke mussten sich die Anwesenden u.a. die Reden von Gastgeber Petzold, dem sächsischen JN-Chef Tommy Naumann (Leipzig), dem NPD-Fraktions- und Landesvorsitzendem Holger Apfel, von Eckart Bräuniger (neuer "Organisationsleiter des Deutsche Stimme-Verlages"), des JN-Bundesvorsitzenden Michael Schäfer und des NPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Udo Pastörs anhören.

In seiner Ansprache warb Holger Apfel erstmals öffentlich für einen für den 20. August am Völkerschlachtdenkmal geplanten Nazi-Aufmarsch als ein "Zeichen gegen die zunehmende Repression gegen nationale Deutsche" . Quelle: Chronik.LE

18.06.2011

Geithain: Zur 825-Jahrs-Feier der Stadt präsentierten sich auf dem Marktplatz neben verschiedenen Vereinen und Gruppen, auch die "Heimattreue Jugend Geithain", denen ebenfalls die Durchführung eines Standes unter Auflagen genehmigt wurde. Hinter dem Namen verbergen sich Personen aus dem Umfeld des neonazistischen "Freien Netz Geithain". Der Stand, angemeldet durch den NPD-Stadtrat Manuel Tripp, war mit einem Transparent behangen, auf dem "Heimattreue Jugend Geithain - Für weitere 825 Jahre Tradition & Identität!" zu lesen war. Weiterhin waren Symbole aus der neonazistischen Szene zu erkennen. Doch trotz des beauflagten Verbots der politischer Betätigung war es Neonazis möglich, ein Transparent aufzuhängen, mit dem sie ihre menschenverachtende Ideologie transportierten. Die Neonazis boten mit dem Stand, der laut Tripp einen "überwältigenden Zuspruch" erhielt, Kinderschminken sowie Kuchen an. Ebenso nutzten sie die gebotene öffentliche Plattform, um über Gespräche mit Besucher_innen des Standes ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie zu verbreiten. Ermöglicht wurde die Durchführung des Standes durch die Genehmigung seitens der Stadtverwaltung bzw. des Festkomitees, die beide durch die Bürgermeisterin vertreten wurden. Laut Angaben von zivilgesellschaftlich engagierten Personen soll Tripp der Bürgermeisterin mit einer Neonazi-Demonstration gedroht haben, woraufhin diese sich entschloss, dem "Freien Netz" einen Stand zu genehmigen. Quelle: Chronik.LE

18.06.2011

Hohenwussen: In Hohenwussen (Gemeinde Naundorf) bei Oschatz im Landkreis Nordsachsen fand ein Neonazi-Fußballturnier statt, an dem angeblich 120 Personen teilgenommen haben. Organisiert wurde dieses "1. Nordsächsische Fußballturnier" von dem der NPD nahestehenden "Oschatzer Bürgerforum", dem "Aktionsbüro Nordsachsen" (Teil des neonazistischen "Freien Netzes") sowie der NPD und JN Nordsachsen. Unterstützung kam laut einem Bericht beim "Freien Netz/Aktionsbüro Nordsachsen" (auch veröffentlicht auf der Seite der NPD Nordsachsen) vom NPD-Landesverband sowie von NPD-Landtagsabgeordneten, "welche die Tore als auch das Preisgeld gesponsert" haben.

Als teilnehmende Mannschaften werden angeführt: die gewaltbereite Neonazi-Kameradschaft "Terror Crew Muldental" (im Bericht nur "TC Muldental" genannt), die "JN-Muldental", "Turbine Rackwitz/Delitzsch" mit Unterstützung von "Rakete Beilrode", "Jungsturm Riesa", "Komakolonne Oschatz" und "Eiserne Garde Eilenburg". Als Schleußungspunkt für das Turnier wurde eine Tankstelle in Oschatz genutzt.

In dem "Freies Netz"-Bericht werden weitere "sportliche" Ereignisse dieser Art für 2011 angekündigt, u.a. der "Muldentaler Kameradschaftslauf" und eine "Nordsächsische Fight Night".

Am 13. Juli berichtete auch der sächsische Verfassungsschutz auf seiner Homepage unter dem Titel "NPD unterstützt Aktivitäten mit gewaltbereiten Rechtsextremisten" über das Turnier. Dabei wurde in einem Nebensatz vermutlich unfreiwillig verraten, dass die Polizei derzeit gegen Mitglieder der "Terror Crew Muldental" wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung gemäß Paragraf 129 Strafgesetzbuch ermittelt. Dieser Passus wurde inzwischen stillschweigend herausgenommen. Nun heißt es nur noch, dass einige TCM-Mitglieder "bereits wegen der Begehung von Straf- und Gewalttaten verurteilt worden". Quelle: Chronik.LE, LfV Sachsen

23.06.2011

Grimma: Drei Neonazis standen am heutigen Tag in Grimma vor Gericht. Vorgeworfen wurde ihnen die Beteiligung am brutalen Überfall auf Spieler und Fans des Fußballvereins Roter Stern Leipzig während eines Fußballspiels in Brandis im Oktober 2009. Da sie geständig waren, wurden keine Zeug_innen befragt und bereits die Urteile verkündet. Michael W. (Wurzen): 2 Jahre Haft auf 3 Jahre Bewährung ausgesetzt, Ronny R. (Wurzen): 1 Jahr 6 Monate Haft auf 2 Jahre Bewährung ausgesetzt, Stefan R. (Bennewitz): 1 Jahr 4 Monate Haft auf 2 Jahre Bewährung ausgesetzt. Quelle: RSL Leipzig

27.07.2011

Wurzen: Die Terror Crew Muldental (TCM) ist Ziel einer Razzia gewesen. Diese fand am Mittwochmorgen statt. 31 Objekte haben Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden, der Sonderkommission "Rex" und der Bereitschaftspolizei durchsucht. Die Polizei ermittelt gegen die TCM, weil es sich bei ihr um eine kriminelle Vereinigung handeln soll. Dies wurde vor zwei Wochen durch eine Panne beim sächsischen Verfassungsschutz öffentlich. Konkret wird den Verdächtigen vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum gemeinschaftlich Straftaten geplant und durchgeführt zu haben - das Landeskriminalamt listete dezidiert Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung auf. Die durchsuchten Wohnungen lagen im Einsatzbereich der Polizeidirektionen Oberes Elbtal-Osterzgebirge und Westsachsen, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Nach Informationen der LVZ wurde allerdings auch mindestens ein Objekt in Wurzen durchsucht. Insgesamt richtete sich die Polizeiaktion nach Aussagen der Behörden gegen 22 Beschuldigte. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass die Terror Crew etwa 30 Mitglieder zählt. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem Computer und Laptops beschlagnahmt. Auch andere Datenträger wie Mobiltelefone, CDs und Digitalkameras wurden gesichert. Darüber hinaus konfiszierten die Polizisten Filmaufnahmen und stellten Präzisionsschleudern, Messer, Pyrotechnik und Sturmhauben sicher. Kurz nach Bekanntwerden der Ermittlungen hatten die Jungen Nationaldemokraten über den Kurznachrichtendienst Twitter vor Hausdurchsuchungen gewarnt. Quelle: LVZ-Muldental

08.08.2011

Flößberg: Der KZ-Häftlingsfriedhof Flößberg ist in den vergangenen Tagen geschändet worden. Unbekannte sprühten hierbei mit schwarzer Farbe zwei Hakenkreuze sowie eine antisemitische Parole („Der Jude Sieg mit der Lüge und Stirbt mit der Wahrheit“ sic!) auf das neu errichtete Eingangstor zum Friedhof. Im Zuge der Sanierungsarbeiten auf der Grabstätte war dieses Tor erst vor kurzem neu gesetzt worden. Es verweist symbolisch auf den jüdischen Hintergrund der im KZ-Außenlager Flößberg umgekommenen Opfer. Quelle: Initiative Flößberg gedenkt

13./14.08.2011

Wurzen/ Grimma/ Hartha: Unbekannte haben am Wochenende mehrere Gebäude in Wurzen mit Nazi-Graffiti beschmiert. Sie wurden unter anderem in der Unterführung am Bahnhof, auf dem Trafo-Häuschen im Stadtpark und in der Straße Altstadt aufgesprüht. Auch an Ortsausgangsstraßen Richtung Dehnitz und Nischwitz wurden die Schriftzüge gesichtet. Diese stellen eine Zusammenhang zum Todestag des verurteilten Kriegsverbrechers Rudolf Heß in dieser Woche her. Hess hatte sich 1987 im Gefängnis selbst umgebracht. Die Stadtverwaltung wolle die Graffiti so schnell wie möglich von Mitarbeitern des Bauhofes entfernen lassen. Die rechtsextremistische Aktion war laut Polizei nicht nur auf Wurzen beschränkt. Auch in Grimma oder aus Hartha im Landkreis Nordsachsen wurden ähnliche Schmierereien am Wochenende gemeldet, wie Polizeisprecher Michael Hille auf Anfrage bestätigte. Quelle: LVZ-Muldental

12.09.2011

Wurzen: Die NPD hatte einen Infostand auf dem Jacobsplatz in Wurzen. Betreut wurde dieser u.a. von Jens Gatter (Kreistagsmitglied in Nordsachsen), Uwe Bautze (Kreisvorstand in Nordsachsen, Stadtratskanditat in Oschatz), Wolfgang Schroth (Stadtrat in Wurzen, Kreistagsmitglied in Landkreis Leipzig) , Paul Rzehaczek (“Stützpunktleiter” der “Jungen Nationaldemokraten - JN” Nordsachsen, Vorstandsmitglied des NPD-Kreisverbandes in Nordsachsen sowie Aktivist des “Freien Netzes”)und Maik Scheffler (Vizechef der sächsischen NPD und führender Aktivist des s.g. Aktionsbüros Nordsachsen). Zudem wurden durch JN-Stützpunktleiter von Wurzen Matthias König und Markus L. (Wurzen, Brandistäter) Infoflyer (Volkstod etc.) in Briefkästen verteilt. Entgegen Darstellungen der NPD/ JN im Netz interessierten sich so gut wie keine Bürger_innen für den Stand. Quelle: Zeug_innen, Twitter

15.09.2011

Wurzen: Die NPD/ JN der Region hielt auf dem Wettiner Platz ab 18 Uhr eine im Vorfeld scheinbar angemeldete Kundgebung unter der Parole "Recht auf freie Rede - WIR sind das Volk!"samt Infostand ab, zu der ca. 35 Nazis mit Fahnen und Transparenten kamen. Der Spuk dauerte lediglich bis ca. 19.15 Uhr. Polizei war anwesend. Redner waren u.a. Matthias König (Wurzen), Tommy Naumann (Leipzig), Manuel Tripp (Geithain) und Paul Rzehaczek (Eilenburg). Zudem sollen Flyer und Zeitungen verteilt worden sein. Laut Anwohner_innen stieß die Kundgebung - wiederum entgegen Behauptungen der Nazis, die von ca. 60 Teilnehmenden sprachen - auf äußerst geringes Interesse bei den Bürger_innen. Quelle: Zeug_innen, Twitter

12.11.2011

Wurzen: Rund 80 Neonazis zogen am Sonnabend ab 17 Uhr unter dem Motto "Ehre, wem Ehre gebührt – Großvater ich bin stolz auf dich!" durch Wurzen. Dabei führten sie Handfackeln, Grablichter, Soldatenporträts und Transparente mit sich. Sammelpunkt war ab 16 Uhr der Jacobsplatz, danach gab es Zwischenkundgebungen auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz und auf dem Markt. Der von nerviger Musik begleite Marsch endete schließlich am so genannten "Kriegerdenkmal", erbaut für die Toten des Ersten Weltkriegs in der Nähe des Bahnhofs. In den vergangenen Jahren hatten Neonazis ihr "Heldengedenken" stets am so genannten Volkstrauertag zelebriert. Diesmal waren sie auf den Vorabend ausgewichen, möglicherweise als Reaktion auf eine für Sonntag geplante Gedenkaktion des städtischen "Bündnisses für Demokratie gegen Neonazismus".

Der Aufzug war vom stellvertretenden sächsischen NPD-Vorsitzenden Maik Scheffler aus Delitzsch angemeldet worden, als Versammlungsleiter fungierte der Wurzener Mathias König (JN Muldental). Die mitgeführten Transparente stammten vom neonazistischen "Freien Netz" ("Ein Volk ist nur soviel wert, wie es seine Toten ehrt!"), der NPD-Fraktion im sächsichen Landtag ("Ehre, wem Ehre gebührt"), dem Dresdner Aktionsbündnis "Gegen das Vergessen" und dem JN-Stützpunkt Muldental ("Meines Volkes Not, ist Meine Not! Nationaler Sozialismus Jetzt!"). Erwartet hatten die Neonazis 200 Teilnehmer, tatsächlich kamen jedoch viel weniger als in den Vorjahren.

Zu den Rednern gehörten einschlägige Kader wie Pierre Dornbrach aus Südbrandenburg, Manuel Tripp aus Geithain und der sächsische JN-Chef Tommy Naumann aus Leipzig. Der zuvor auf diversen "Freies Netz"-Seiten sowie der Homepage des JN-Bundesverbandes veröffentlichte Aufruf für das "Gedenken" enthält mehrere geschichtsrevisionistische, antisemitisch und antiamerikanisch konnotierte Behauptungen wie: "Aber auch wollen wir mahnen, [...] dass genau dieselben Kräfte, welche die Völker Europas damals schon gegeneinander ausspielten, heute wieder Völker 'befreien'." Demonstriert werden sollte demnach u.a. "gegen die 'Geo-Strategen' der Neuen Weltordnung, für die wir alle keine Menschen, sondern lediglich eine Ware sind."

Bereits einen Tag später wurde bei Youtube ein mit "Sachsens heimattreue Jugend" unterzeichnetes Propaganda-Video eingestellt. Dies enthält vor allem Aufnahmen von der Abschlusskundgebung am Denkmal, bei der offen den "Gefallenen" von Wehrmacht, Waffen-SS, "Wehrwolf" und "Volkssturm" sowie den "Opfern" des "alliierten Bomben-Terrors" gehuldigt wird. Quelle: chronik.LE, Youtube-Video, LVZ-Online vom 13.11.2011

22.12.2011

Dresden: Der NPD-Landtagsabgeordnete Winfried Petzold ist im Alter von 68 Jahren verstorben, wie die Landtagsfraktion der Partei mitteilte. Petzold war seit dem Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag 2004 Mitglied der Fraktion. 1989 trat er den Republikanern bei und war von 1991 bis 1993 ihr Vorsitzender in Sachsen. 1995 trat Petzold in die NPD ein, von 1998 bis 2009 war er Vorsitzender in Sachsen, seitdem Ehrenvorsitzender. Auf seinem Grundstück in Roda bei Mutzschen fanden viele Jahre lang immer wieder groß angelegte NPD-Veranstaltungen statt. Nachfolger Petzolds wird Mario Löffler aus dem Erzgebirgskreis. Quelle: endstation-rechts.de

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