2016 | Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.

nixlos?

Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

2016

 

01.01.2016

Grimma: Unter dem großspurigen Motto "Lichter der Hoffnung" forderte die eng mit Legida verbundenen "Bürgerbewegung Grimma" ihre Anhänger auf, am 1. Januar vor dem Stadthaus Kerzen mit Wünschen zu hinterlegen. Dem Aufruf folgten nach eigenen Angaben "knapp 50 Bürger", nicht nur aus Grimma selbst, sondern auch "aus Naunhof, Altenhain, Fuchshain, Großbothen und Leipzig".

11.01.2016

Leipzig: Während in der Leipziger Innenstadt das rassistische Legida-Bündnis demonstriert, nutzen rund 250 Hooligans und Neonazis, darunter auch mindestens 12 aus Wurzen, Thallwitz und dem Lossatal, die Gelegenheit, in Connewitz einzufallen. Sie ziehen eine Schneise der Verwüstung durch das Viertel. Sie werfen Pyrotechnik und Böller. In der mehrere hundert Meter langen Wolfgang-Heinze-Straße bleibt kaum ein Schaufenster ganz. Der Polizei gelingt es schließlich, einen großen Teil der Neonazis in einem Kessel in einer Seitenstraße der Wolfgang-Heinze-Straße festzusetzen. Diese werden anschließend zur Identitätsfeststellung auf die Polizeiwache verbracht und gegen sechs Uhr morgens wieder entlassen. Die festgenommenen Täter, darunter zahlreiche aus dem Hooligan-Milieu bekannte Gewalttäter, müssen nun mit einer Anklage wegen schweren Landfriedensbruchs rechnen. Quelle: Chronik.LE

24.01.2016

Naunhof: Unbekannte Täter brachten am Objekt der Leipziger Straße 24 an zwei Seiten der Fassade mit schwarzer Farbe die Schriftzüge "Handeln statt zusehen" und "Handeln statt wegsehen" an. Das private Objekt in der Grimmaer Straße wurde durch Steinwürfe gegen drei Fenster im Erdgeschoss und Fassade beschädigt. Am Haus in der Mühlgasse wurden sieben Scheiben eingeworfen und zwei Schriftzüge " Handeln statt zusehen“ angebracht. Bereits am 14.01.2016 warfen Unbekannte nachts eine Bierflasche durch das Küchenfenster der Unterkunft. Verletzt wurde niemand. Das OAZ geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Quelle: OAZ, RAA Sachsen

29.01.2016

Bahren: Gegen das Asylbewerberheim werden in der Nacht Steine geworfen. Insgesamt werden am Morgen zehn Einschläge, darunter drei gegen ein Fenster gezählt. Verletzt wird niemand. Quelle: LVZ

05.02.2016

Grimma: Nach einem Angriff in Grimma ist gegen einen 20-Jährigen Haftbefehl erlassen worden. Gegen ihn werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig am Sonntag. Der 20-Jährige soll am Freitagabend einen 19-Jährigen auf der Straße angegriffen haben. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Die Hintergründe des Angriffs seien noch unklar, sagte der Behördensprecher. Das Opfer gehöre zur linken Szene. Vor dem Angriff habe es eine "verbale Provokation" Rechter gegen eine Gruppe alternativer Jugendlicher gegeben. Quelle: RAA Sachsen

26.02.2016

Wurzen: Ca. 100 Leute zogen am Abend durch Wurzens Innenstadt. Aufgerufen dazu hatte wieder die Facebookseite „Wurzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch“. Angekündigt hatte sie auf dem Portal auch die Gründung einer Bürgerwehr. Die Teilnehmenden konnten wie in der Vergangenheit vor allem dem Neonazi- und LEGIDA-Umfeld aus den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen zugerechnet werden. Angemeldet wurde die Demonstration erst vor Ort in Wurzen durch eine Aktivistin der Bürgerbewegung Grimma“. Quelle: LVZ, Mopo24

04.03.2016

Borna: Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag das Deutsch-Arabische Kultur- und Bildungszentrum in Borna angegriffen. Die Täter bewarfen die Fenster mit Steinen. Mehrere Beutel mit einer blutähnlichen Flüssigkeit landeten in der Einrichtung. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet. Quelle: RAA Sachsen, LVZ

20.03.2016

Borsdorf: Auf das künftige Container-Dorf für Flüchtlinge in Borsdorf (Landkreis Leipzig) ist ein Anschlag verübt worden. In der Nacht brachen Unbekannte mehrere Wohnmodule auf und zerstörten darin die Heizungsanlage. „Rohre wurden herausgerissen und die Container so unter Wasser gesetzt“, berichtete Polizei-Sprecherin Katharina Geyer (30) MOPO24. Feuerwehrleute bergen zudem eine ätzende Flüssigkeit. Am Stadtrand von Borsdorf entsteht derzeit eine Container-Siedlung für 120 Asylbewerber. Im April sollten hier die ersten Flüchtlinge einziehen. Quelle: Mopo24

20.03.2016

Leipzig/ Wurzen: Markus Johnke ist laut eigener Angaben nicht mehr Legida-Chef. Wie der bisherige Vereinsvorstand der fremden- und islamfeindlichen Gruppe auf seiner persönlichen Facebook-Seite erklärte, seien private und berufliche Dinge Gründe für den Rückzug. Johnke deutete aber auch Streit mit der Dresdner Schwestergruppierung Pegida an. Wie der 30-Jährige schreibt, sind „politische und organisatorische Differenzen mit Pegida entstanden, die einer weiteren engen Zusammenarbeit und mMn [„meiner Meinung nach“, Anmerkung LVZ.de] auch meinen politischen Idealen und persönlichen Werten im Wege standen.“ Johnke will künftig als „freier Unterstützer“ für Gruppen auftreten, die das wünschen. Unter anderem kündigte er bereits an, an dem für Samstag in Chemnitz geplanten Aufmarsch „Heimat und Tradition Chemnitz-Erzgebirge“ teilzunehmen und im Mai bei einer Demonstration in Berlin zur Menge sprechen zu wollen. Quelle: LVZ

27.03.2016

Brandis: Ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei hat in der Nacht zum Ostersonntag den Neonazi Manuel S. (28) stgenommen, nachdem er mit einer Armbrust mehrmals auf Beamte geschossen hatte. S. hatte immer wieder den aus Pakistan stammenden Betreiber einer Pizzeria und Anwohner bedroht. Die Polizei verdächtigt ihn, hinter zwei Brandanschlägen der vorvergangenen Woche zu stecken, bei denen zwei Lieferwagen des Lokals abbrannten. Als ein Fernseh-Team des MDR darüber berichtete, ging der Arbeitslose mit einer Baseballschläger auf die Reporter los. Unter anderem soll er einer Brandiserin ein Bild mit einer Katze geschickt haben, die eine tote Ratte im Maul hat. Darunter stand der Satz: „Das macht man mit Ratten.“ Offenbar war der Neonazi Sonntagnacht auf der Suche nach dem Auto der Frau. Als er es nicht fand, feuerte er zwei Molotow-Cocktails auf das Grundstück völlig unbeteiligter Leute. Die Flammen konnten schnell gelöscht werden. Zeugen hatten den neuerlichen Anschlag beobachtet und riefen die Polizei. Wenig später wollten Polizisten Manuel S. zu Hause festnehmen. „Doch der feuerte mit einer Armbrust auf die Kollegen“, berichtete Polizei-Sprecher Uwe Voigt. Die Fiberglas-Pfeile verfehlten die Beamten knapp, einer traf ein Auto. Voigt: „Die Beamten zogen sich zurück und alarmierten das SEK. Die Polizisten konnten den Neonazi schließlich gegen 1.40 Uhr überwältigen. Bei der Festnahme soll er Augenzeugen zufolge den Beamten „Heil Hitler“ entgegen geschrien haben. Gegen Manuel S. wurde am Montag Haftbefehl erlassen. Quelle: MDR, Mopo24

31.03.2016

Wurzen: In der Nacht zum Donnerstag brannte in der Schweizergartenstraße ein PKW aus, der LEGIDA-Mitorganisators Markus Johnke zugeordnet werden kann. Eigentümer sei laut Presse allerdings ein anderer, Johnke nutzte das Auto lediglich. Durch den Brand wurde ein weiterer PKW beschädigt. Die Höhe des entstandenen Schadens ist bislang unklar. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, die Täter sind bisher unbekannt. Infolge der Berichterstattung in diversen Online-Medien wird in vielen Einträgen eine Täterschaft „Linken“, „Roten“ und der Antifa-Szene herbeigeredet, ohne eine solche belegen zu können. Quelle: LVZ, Polizei Sachsen, Facebook

01.05.2016

Wurzen: Lediglich 100 Anhänger der JN und NPD aus „Mitteldeutschland“ demonstrieren am Tag der Arbeit unter der Parole: „Migranten sind die Armee des Kapitals“ durch Wurzen. Angemeldet hatte die Demonstration JN-Sachsen-Chef Paul Rzehaczek, der neben dem stellvertretenden NPD-Parteivorsitzenden Ronny Zasowk, dem sächsischen NPD-Landesvorsitzenden Jens Baur und dem stellvertretenden sächsische NPD-Landesvorsitzenden Arne Schimmer auf Zwischenkundgebungen sprach. Soweit beobachtet, waren keine Wurzener anwesend. Gegen die Naziveranstaltung protestierte ein breites Bündnis von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Einrichtungen mit einem Bürgerbrunch für Demokratie und Toleranz auf dem Marktplatz mit ca. 150 Teilnehmenden auf welchem u.a. Oberbürgermeister Jörg Röglin, Karl-Heinz Maischner, Leiter der Evang. Erwachsenenbildung in Sachsen und Flüchtlinge sprachen. Während beider Veranstaltungen marodierte eine Gruppe von etwa 20 gewaltbereiten Nazis aus Wurzen und Umgebung lautstark durch die Stadt, die u.a. Bürger und Journalisten bedrohte. Quelle: eigene

04.05.2016

Borna: Bisher unbekannte Täter haben die beiden Schaufensterscheiben der neuen Räume des Vereins „Bon Courage“ eingeworfen und eine übelriechende Flüssigkeit verschüttet. Die Polizei geht von einem rechten Hintergrund aus, der Staatsschutz ermittelt. Quelle: RAA Sachsen

14.05.2016

Borna: Ein pakistanischer Staatsbürger wurde an einer Bushaltestelle von vier deutschen Männern angegriffen und von mindestens zwei Männern geschlagen und getreten. Zwei der Täter konnten gestellt werden und sind bereits wegen rechter Straftaten bekannt. Der Geschädigte mußte im Krankenhaus behandelt werden. Quelle: RAA Sachsen

Frühjahr/ Sommer 2016

Wurzen: Immer wieder berichteten Flüchtlinge aus Wurzen, dass sie rassistisch beleidigt werden, ihnen sogar Gewalt angedroht wird. So wurde eine Familie in der Bahnhofstraße bereits mehrfach Opfer von nächtlichem Lärm, Parolenrufen, Flaschenwürfen und lautstarkem Klopfen gegen die Fensterscheiben ihrer Wohnung. Im Park des Alten Friedhofs wurden mehrfach Flüchtlinge durch Jugendliche und Erwachsene bedroht, ebenso in Supermärkten, wie Kaufland und Lidl. Zu Gewalt und angedrohter Gewalt kam es mehrfach am Busbahnhof, welche sich gegen Kinder und Jugendlicherrichtete, die Wurzens Schulen besuchen. Flüchtlinge, welche die Berufsschule in Wurzen (Str. des Friedens) besuchen, wurden in Höhe des Getränkemarktes von einer Clique Neonazis bedroht und rassistisch beleidigt.Quelle: Flüchtlinge, Zeug_innen

Anfang Juni 2016

Wurzen: Eine Gedenktafel auf den Muldentalwiesen in Nähe des Stadtbades wurde entwendet. Die Tafel, welche erst 2015 angebracht worden war, erinnerte an das Schicksal von tausenden Häftlingen, welche im Frühjahr 1945 auf Todesmärsche geschickt worden. Viele überlebten diese Märsche nicht. Quelle: eigene

30.07.2016

Landkreis Leipzig: Am Sonnabend hat die Bundespolizei auf den Bahnhöfen von Böhlen, Neukieritzsch und Lobstädt jeweils einen „nachgestellten Tatort“ festgestellt. Im Personentunnel beziehungsweise am Aufgang zu den Bahnsteigen waren auf allen drei Bahnhöfen die Umrisse von zwei menschlichen Körpern auf den Boden gezeichnet worden. Neben den Zeichnungen befanden sich Kunstblut (rote Farbe) und Papierschnipsel mit Äußerungen wie „Migration tötet“ und „MERKEL=Volkstod“. Teilweise war der vermeintliche Tatort mit Absperrband abgeriegelt worden. Nach einer ersten Einschätzung handelt es sich um politisch motivierte Taten. Die Polizeidirektion Leipzig hat die Ermittlungen übernommen. Auch im Raum Dresden gab es ähnliche Aktionen. Dort sollen vier Personen festgenommen worden sein, berichtete die Linksjugend Westsachsen auf Facebook. Quelle: LVZ-Muldental, Linksjugend Westsachsen

30./31.07.2016

Borna: Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag Schmierereien in der Gerhart-Hauptmann-Straße angebracht. Vermutlich mit einer Schablone sprühten sie auf die Außenwand der Sporthalle, den Gehweg und die Fahrbahn den Spruch „Nationaler Sozialismus Jetzt!“ in einer Größe von 60 mal 30 Zentimeter. Auf einem Stromkasten hinterließen sie „Deutschland den Deutschen“. Der Sachschaden an der Turnhalle beläuft sich auf circa 500 Euro. Quelle: LVZ-Muldental

02.08.2016

Grimma: Das Amtsgericht Grimma hat einen 43-jährigen Wurzener wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 1950 Euro (150 Tagessätzen zu je 13 Euro )verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in einem Online-Kommentar auf Facebook am 29. Januar Asylbewerber als „Viehzeug“ beziehungsweise „Viecher“ bezeichnet hatte, die „schön kostenlos Taxi fahren können“ und „unsere Frauen vergewaltigen“. Quelle: LVZ-Muldental

02.08.2016

Borna: Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag Schmierereien in der Gerhart-Hauptmann-Straße an­gebracht. Vermutlich mit einer Schablone sprühten sie auf die Außenwand der Sporthalle, den Gehweg und die Fahrbahn den Spruch „Nationaler Sozialismus Jetzt!“ in einer Größe von 60 mal 30 Zentimeter. Auf einem Stromkasten hinterließen sie „Deutschland den Deutschen“ auf. Der Sachschaden an der Turnhalle beläuft sich auf circa 500 Euro, hat die Polizei mitgeteilt. Die Schmierereien entstanden zwischen Sonnabend, 19.30 Uhr, und Sonntag, 10.30 Uhr. Quelle: RAA Sachsen

08.08.2016

Leipzig: In einem Artikel der Leipziger Zeitung (L-IZ), der sich sehr ausführlich mit den Geschehnissen des Überfalls von mehr als 200 Nazis und Hooligans am 11.01.2016 befasst, werden u.a. auch beteiligte Nazis aus Wurzen genannt: Michael W. und Benjamin B. sowie deren Beziehungen zu Tom P.. Geschrieben wird u.a. auch über einen Chatverlauf einer WhatsApp-Gruppe (30 Neonazis, Hooligans und Freefighter), in welchem es u.a. um Absprachen zu einen möglichen Übergriff auf einen Leipziger Journalisten geht. Quelle: L-IZ

13./14.08.2016

Naunhof: Am Wochenende verteilte ein Unbekannter gestohlene Blumenerde in Form eines Hakenkreuzes in der Größe von zwei mal zwei Metern auf einem Gehweg am Baumarkt in der Beuchaer Straße. Zudem stahl er eine Mikrowelle aus einem Imbiss am Markt. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls und Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole. Quelle: LVZ-Muldental

26.08.2016

Wurzen: Nachdem mehrere Gäste einer Pizzeria, darunter auch mindestens ein in der 90er Jahren aktiver Neonazis, einen Flüchtling aus Marokko rassistisch attackieren kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gästen und mehreren Flüchtlingen vor der Pizzeria. Es gab Leichtverletzte und Sachschaden. In der Öffentlichkeit wird der Vorfall zu einem „Überfall durch Asylbewerber“ aufgebauscht, ohne jedoch genauere Hintergründe zu kennen. In sozialen Medien, wie Facebook, häufen sich gewalttätige Äußerungen und rassistische Anfeindungen. Am Montag, 29.08.2016 folgen ca. 300 Personen einem Aufruf zu einer Kundgebung auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz, welche mutmaßlich durch einen bekannten Wurzener Neonazi und Fußballhooligan angemeldet worden war. Redner waren u.a. Markus Johnke (ehem. Legida-Akteur) und Benjamin B. (MMA-Freefighter, Fußballhooligan). Quelle: eigene, Zeug_innen, Mopo24

27.08.2016

Leipzig: Im Kohlrabizirkus in Leipzig fand die Imperium Fight Night statt, an der u.a. der in Wurzen lebende Benjamin B. Teilnahm. Verschieden Medien berichteten im Vorfeld über die Verquickungen von Kämpfern zur rechtsextremen und Hooliganszene, u.a. auch das MDR-Magazin Exakt. Bekannt wurde auch, dass Protagonisten des Freefightumfeldes an den gewaltsamen Ausschreitungen im Leipziger Stadtteil Connewitz am 11. Januar 2016 beteiligt waren. Mehr als 1000 Menschen demonstrierten am Sonnabend gegen die Veranstaltung im Kohlrabizirkus. Quelle: MDR, Facebook, LVZ

27.08.2016

Wurzen: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden mehrere Fensterscheiben des Kultur- und Bürger_innenzentrums D5 durch Unbekannte zerstört. Das D5 ist der Sitz des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. (NDK). Insgesamt wurden fünf Fensterscheiben im Erdgeschoss eingeschlagen, davon wurde eine mutmaßlich durch eine Explosion zerstört. Ermittler der Polizei stellten am Samstagmorgen Reste eines Knallkörpers sicher. Zeug_innen hatten in der Nacht gegen 3 Uhr Lärm auf dem Domplatz gehört, u.a. durch Böller-Explosionen, und mindesten drei Personen weglaufen gesehen. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 600 Euro. Quelle: eigene

07.09.2016

Oschatz: Unbekannte haben laut Polizei am Oschatzer Neumarkt mehrere rechte Graffiti gesprüht. Darunter waren Hakenkreuze, der Zahlencode "88" (für Adolf Hitler) und verschiedene neonazistische Parolen. Besprüht wurden Grundstücksmauern, zwei Hausfassaden, ein Papierkorb, ein Verkehrszeichen und ein Fahrzeug. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf ca. 1.500€. Quelle: Chronik.LE

08.09.2016

Borna: Unbekannte Brandstifter haben in der Nacht zu Freitag das an der Bundesstraße 95 aufgestellte Banner zur Anne-Frank-Ausstellung angezündet und vollständig zerstört. Das teilte Andreas Rauhut vom Flexiblen Jugendmanagement des Landkreises Leipzig mit. Die Organisatoren der Schau seien „zutiefst erschüttert und verurteilen diese Tat aufs Schärfste“, so Rauhut. Das Andenken an Anne Frank derartig zu schänden, sei eine abscheuliche Tat. Quelle: RAA Sachsen

09.09.2016

Grimma: Am Amtsgericht Grimma beginnt am 20. September der Prozess gegen einen heute 26-jährigen Trebsener. Ihm wird eine mit anderen gemeinschaftlich begangene Körperverletzung zur Last gelegt. Der Mann soll aus einer Gruppe von circa 20 Personen heraus am 9. Mai 2013, dem Himmelfahrtstag, nahe einer Gaststätte in Bennewitz bei Wurzen Ausflügler angegriffen und vier Personen misshandelt haben. Gegen drei weitere sei ebenfalls Anklage erhoben worden. Einer von ihnen sei gegen Zahlung einer Geldbuße aus dem Gerichtssaal entlassen worden, zwei andere hätten Strafbefehle hinnehmen müssen. Nach Überzeugung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden stammen die mutmaßlichen Täter aus dem Dunstkreis der rechten „Terror Crew Muldental“. Bei der drei Jahre zurückliegenden Attacke hätten sich laut Anklagebehörde jeweils drei Angreifer auf ein Opfer gestürzt, dieses geschlagen oder gezerrt, bis es stürzte. Daraufhin sollen die Männer auf die am Boden Liegenden eingeschlagen oder eingetreten haben. Die Betroffenen hätten eine Nasenbeinfraktur, eine Platzwunde, Hautabschürfungen und Schwellungen erlitten. Quelle: LVZ-Muldental

22.09.2016

Borna: Am Dienstag Vormittag brachten Unbekannte ein rassistisches Plakat mit der Aufschrift "Wir wollen hier keine Moslems" an die Außenfassade der Räumlichkeiten des Vereins in Bon Courage in Borna an. Bereits im Mai diesen Jahres verübten Unbekannten einen Anschlag auf das Büro des Vereins, dabei zerstörten Sie eine Fensterscheibe und verteilt eine übelriechende Säure im Inneren. Quelle: Chronik.LE

26.09.2016

Taucha: In der Heinrich-Heine-Straße in Taucha wurde an einer Hausfassade gut sichtbar ein neonazistisches Graffiti gesprüht. Dieses beinhaltete die Forderung "NS jetzt". Die verwendete Abkürzung "NS" steht dabei für Nationalsozialismus. Quelle: Chronik.LE

20.10.2016

Naunhof: Am Donnerstagabend, kurz nach 22 Uhr, wurden mehrere Jugendliche auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Naunhof von einer ihnen unbekannten Person angegangen. Der etwa Zwanzigjährige beleidigte die Gruppe alternativer Jugendlicher zunächst rassistisch und schlug dann einer Person ins Gesicht. Quelle: Chronik.LE

12.12.2016

Torgau: Das Amtsgericht Torgau hat den wenig einsichtigen Facebooknutzer Thomas P. zur Zahlung von 2.000 Euro Geldstrafe verurteilt. P. hatte nach Überzeugung des Gerichts auf seinem Facebook-Profil ohne dessen Einwilligung ein Foto des L-IZ-Reporters Martin S. veröffentlicht, welcher seit Jahren zu rechtsextremen Strukturen im Großraum Leipzig recherchiert. In den Kommentaren zum Bild hinterließen User beleidigende Bemerkungen. Nach einer Anzeige erhielt P. einen Strafbefehl zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro. P. ging dagegen in Einspruch. Vor Gericht zeigte sich P., Begründer des Versandhandels „Front Records“ wenig einsichtig und stritt die Tat ab. Letztendlich überzeugten den Richter WhatsApp-Nachrichten, die polizeiliche Ermittler auf dem beschlagnahmten Mobiltelefon eines Geschäftspartners des Angeklagten sicherstellen konnten. Minuspunkte sammelte der mehrfach vorbestrafte Schildauer zudem durch sein unangemessenes Verhalten im Gerichtssaal, u.a. zeigte er dem Nebenklagevertreter den Stinkefinger, was eine Anzeige wegen Beleidigung nach sich ziehen könnte. Der Richter verurteilte P. Letztendlich zur Zahlung von 40 Tagessätzen zu jeweils 50 Euro (800 Euro mehr als im ergangenen Strafbefehl), wartete dieser die Urteilsbegründung nicht ab, sondern verließ mit den Worten „Diesen Quatsch muss ich mir nicht anhören.“, den Saal. Quelle: L-IZ.de vom 12.12.2016

17.12.2016

Hohburg: Mehrere Jugendliche haben am Samstagabend wiederholt vor dem Wohnheim für unbegleitete minderjährige Asylsuchende rassistische Parolen, u.a. „Ausländer raus!“, gerufen und die Bewohner bedroht. Diese versuchten sich zu schützen und ergriffen u.a. Stöcke. Betreuer der vom DRK verwalteten Einrichtung konnten eine gewalttätige Auseinandersetzung verhindern. Anlass der massiven Drohungen der Hohburger soll eine aus einem Fenster des Heimes geworfene Coladose oder Plastikflasche gewesen sein. Bereits mehrfach in diesem Jahr war das Haus, in welchem vor allem junge Menschen aus Eritrea wohnen müssen, Ziel von rassistischen und neonazistischen Angriffen durch Jugendliche, die dem lokalen Fußballverein zugerechnet werden können. Quelle: Zeug_innen, ehrenamtliche Unterstützer_innen der Bewohner

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