2017 | Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.

nixlos?

Unser kleiner Held von nixlos?

Unsere interaktive Internetplattform „nixlos? – dann mach was los“ ruft zur landkreisweiten Vernetzung von Jugendinitiativen und -gruppen, Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe sowie zivilgesellschaftlichen Partnern auf.

InUmMitWurzen

Plakataktion

Aktive Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Rassismus in Wurzen und Umgebung - plakative und performative Aktionen im öffentlichen Raum.

NDK auf facebook

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Hier findet ihr das NDK auf facebook.

2017

15.01.2017

In der Nacht zum 15. Januar 2017 griffen bisher Unbekannte gegen 3.00 Uhr wiederholt eine Wohnung von Asylsuchenden in Wurzen an. Sie zerschlugen zwei Fenster. Dabei warfen sie neben Pyrotechnik auch ein Verkehrsschild in die im Parterre liegenden Räume. Verletzt wurde von den in der Wohnung schlafenden vier Männern aus Eritrea niemand. Zu einem Brand kam es nicht, allerdings entstand Sachschaden an der Wohnungseinrichtung.

Die Betroffenen im Alter von 19 bis 27 Jahren meldeten den Angriff sofort bei der Polizei, die allerdings laut Aussagen von Betroffenen erst nach Anrufen zweier Wurznerinnen, die ebenfalls alarmiert worden waren, ein Kommen zugesichert hatten.. Trotzdem benötigten die Beamten mehr als eine Stunde, um Vorort zu sein. Durch befreundete Personen konnten die Bewohner andernorts untergebracht werden.

Das Ausländeramt des Landkreises Leipzig signalisierte bereits eine Verlegung der Eritreer in sichere Wohnungen. Am Folgetag wurden durch die Polizei mögliche vorhandene Spuren gesichert und die Ermittlungen durch das OAZ (Operative Abwehrzentrum) aufgenommen, u.a. wegen gefährlicher Brandstiftung.

Bereits in der Nacht vorher zum 14. Januar wurde die Wohnung durch zwei Personen angegriffen. Sie schlugen von außen gegen Fenster und traten gegen die Wohnungstür, wobei sie rassistische und ausländerfeindliche Parolen riefen. Die Polizei konnte noch unmittelbar am Tatort die Personalien der Angreifer feststellen. Auch hier hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Betroffene

http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/nachrichten116.htm

lhttp://www.lvz.de/Region/Wurzen/Fenster-von-Fluechtlingswohnung-in-Wurzen-zertruemmert

12.04.2017

Naunhof/ Leipzig: Zwei Jahre und elf Monate Haft lautete das Urteil der Achten Strafkammer des Landgerichtes Leipzig im Prozess gegen Maik E., einen Schläger von Naunhof. Die Kammer verurteilte den 30-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen (der Angeklagte soll einen Hitlergruß gezeigt haben). E. muss zudem eine Alkoholtherapie beginnen. Zudem trägt er die Kosten des Verfahrens und die der Nebenklage. Die Staatsanwaltschaft argumentierte: „Die Tritte und Schläge gegen das wehrlose Opfer waren von einer hohen Intensität geprägt. Dass das Opfer an den Folgen nicht verstarb, ist allein glücklichen Umständen zu verdanken. Wäre die Tat tödlich geendet, hätte niemand an dem Vorsatz gezweifelt“. E. hatte am Abend des 3. Juni 2016 den gleichaltrigen Michael S. in der Naunhofer Ladestraße unvermittelt von der Trage eines Rettungswagens gezerrt und mit Schlägen und Tritten brutal verprügelt, weil er ihn als mutmaßlichen Drogendealer wiedererkannt haben will. Quelle: LVZ, 12.04.2017

08.05.2017

Oschatz: Unbekannte besprühen mit schwarzer Farbe einen leerstehenden Einkaufsmarkt mit einem Hakenkreuz und dem Schriftzug „ A.C.A.B.“ Die Abkürzung steht für "All Cops Are Bastards" ("Alle Polizisten sind Schweine"). Quelle: chronik.LE

20.05.2017

Oschatz: Am Sonnabend wird ein Asylbewerber am Oschatzer Bahnhof angegriffen. Der aus Marokko stammende Mann wird gegen Mitternacht aus einer Gruppe von etwa zehn Leuten heraus zunächst beleidigt. Anschließend schlägt ihm eine Person aus der Gruppe mit einem Stock auf den Oberschenkel. Eine weitere Person tritt ihm gegen das Bein. Dabei wird der 25-Jährige leicht verletzt. Schließlich kann er vor den Angreifern in Richtung Asylunterkunft flüchten. Quelle: chronik.LE

25.05.2017

Grimma: Am "Männertag" kommt es in Grimma Ortsteil Bahren vor einer Asylunterkunft zu einer Auseinandersetzung. Zwei betrunkene Männer beleidigen mehrere Bewohner der Unterkunft. Dabei wirft einer der Beiden ein Fahrrad in den Innenbereich der Einrichtung. Die Heimbewohner klettern daraufhin über den Zaun. Die beiden Männer, die zuvor vor der Unterkunft gestanden hatten, werden leicht verletzt. Quelle: chronik.LE

09.06.2017

Wurzen: Gegen 20 Uhr trafen sich auf dem Marktplatz Wurzen bis zu 80, teilweise stark alkoholisierte, Neonazis und „besorgte Bürger“, um anschließend vor einem Haus in der Wenceslaigasse, in welchem u.a. eritreische und afghanische Flüchtlinge wohnen, rassistische und nazistische Parolen zu skandieren. Sie drohen zudem mit Gewalt. Die BewohnerInnen waren zutiefst verängstigt, insbesondere eine afghanische Familie mit kleinen Kindern. Stundenlang belagerten die Rassisten, darunter viele junge Leute, aber auch bekannte Altnazis, das Haus. Polizeibeamte konnten Übergriffe verhindern, nahmen zwei Personen fest, es wurden Platzverwesie ausgesprochen und Personalien festgestellt. Ein Aufruf bei Facebook und über einen WhatsApp-Account "A-Jugend Frisch auf Wurzen" hatte für die Randale in der Wurzener Innenstadt ausgelöst und sorgte gleichzeitig dafür, dass genügend Polizeibeamte vor Ort waren. Dem Schreiben nach sollten sich Bürger auf dem Marktplatz treffen, um zu zeigen, dass ihnen „die Straßen der Stadt“ und „die ganze Stadt“ gehören. Damit nahmen die Verfasser Bezug auf einen Zwischenfall am Pfingstmontag (03.06.2017) in der Wenceslaigasse. Dort gerieten zwei Anwohner mit jungen Asylbewerbern aneinander, die kurz nach Mitternacht mit lauter Musik die Nachtruhe störten und es mindestens einen Verletzten gab. Quelle: ZeugInnen, LVZ-Muldental, Polizei Sachsen, Facebook, https://www.facebook.com/wurzenwehrtsich/videos/1094314907379949/

17.06.2017

Grimma: Im Ortsteil Roda fand ein Nazikonzert („Sommerfest mit Lunikoff und Freunden“) mit ca. 200 Teilnehmenden statt. Aufgetreten waren Lunikoff, Neonazilegende, Kevin von Amok (Schweiz) und Schraddi/ RAC Teufel (RAC=Rock gegen Kommunismus). Dies ging aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei im Sächsischen Landtag hervor. Mehr wollte Innenminister Ulbig nicht preisgeben und verwies auf Geheimhaltung. Laut seiner Antwort waren Polizeibeamte aus Leipzig vor Ort und es gab keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten. Auch einer Genehmigung bedurfte es nicht, da die Veranstaltung auf Privatgelände stattfand. Quelle: Fraktion Die Linke im SLT, Drs. 6/9868

17.06.2017

In der Nacht zu Sonnabend hinterlassen Unbekannte in Eilenburg an mehreren Stellen im Stadtgebiet Schmierereien mit neonazistischen Symbolen und Bezügen zur "Fußballszene". An den Eingang des "Haus 6" in der Dr.-Belian-Straße in der Nähe des Eilenburger Bahnhofs, wo neben einem Jugendclub auch der Flüchtlingssozialarbeiter seinen Sitz hat, werden mit blauer Farbe nebeneinander fünf Hakenkreuze gesprüht. An der Rückseite des nahegelegenen Amtsgerichts wird vor einem älteren Schriftzug des Leipziger Fußballvereins BSG Chemie das Wort "Juden" angebracht. Quelle: chronik.LE

27.06.2017

Grimma: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden in Grimma massiv Plakate und Auflkleber der völkisch-rassistischen "Identitären Bewegung" sowie des islamfeindlichen Blogs "Politically Incorrect" (PI-News) verklebt. In der gesamten Innenstadt und auf dem Weg zum Bahnhof sind viele Stromkästen, Laternenpfähle und Dachrinnen mit entsprechenden Aufklebern oder A5-Plakaten zugepflastert. Quelle: chronik.LE

29.07.2017

Borna: In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag attackieren Unbekannte gegen 2 Uhr das Büro des Vereins Bon Courage in Borna mit Steinen. Da die Scheiben aus Sicherheitsglas bestehen können sie diese nicht durchschlagen. Quelle: chronik.LE

14.07.2017

Eilenburg: Unbekannte Täter besprühen an einem Schulgebäude in Eilenburg mehrere Türen, die Fassade, sowie ein auf dem Gelände stehenden Container mit gelber Farbe. Mit der Sprühfarbe wird auch ein Hakenkreuz angebracht, sowie ein weiteres kleines Hakenkreuz mittels eines Markers an einer Seitentür. Quelle: chronik.LE

25.07.2017

Grimma: Es werden mehrere Gebäude in der Grimmaer Nicolaistraße, am Nicolaiplatz sowie der Weberstraße beschmiert. An der Arbeitsagentur ist der Schriftzug "Arbeiten macht frei" zu lesen. Diese Parole prangte am Eingang mehrerer Konzentrations- und Vernichtungslager im Nationalsozialismus, so z.B. in Auschwitz. Weitere Parolen lauten "Autonome an die Macht" sowie "Fuck of ANTIAFA" (Rechtschreibfehler im Original). Quelle: chronik.LE

24.08.2017

Wurzen: Unbekannte entwendeten um den 24. August die Büste zu Ehren des NS-Widerstandskämpfers und KPD-Politikers Albert Kuntz aus dem Ehrenhain im Wurzener Stadtpark. Der Bronzekopf war nach einer Sanierung erst im Juni zu seinem Standort zurückgekehrt. Deshalb wird das Fehlen der Plastik erst nach ein paar Tagen bemerkt. Die Stadtverwaltung meldet den Vorfall am 7. September. Oberbürgermeister Jörg Röglin geht davon aus, dass Metalldiebe dahinter stecken könnten. Ein Zusammenhang zu einer antifaschistischen Demonstration am 2. September in Wurzen ist jedoch ebenfalls nicht auszuschließen. Die Büste wurde vor 14 Jahren schon einmal demoliert. Am Vorabend des Geburtstages von Albert Kuntz am 4. Dezember 2003 rissen Unbekannte den Kopf aus seiner Verankerung. Wie die LVZ berichtet, erhielt kurz darauf eine damalige PDS-Stadträtin einen anoymen Anruf mit dem Bezug auf die Tat. Erst im April des folgenden Jahres entdeckten Mitarbeiter des Bauhofes die Büste beim Ablassen des Schwanenteiches im Park auf dem Grund des Gewässers. Quelle: LVZ, chronik.LE

Ende August 2017

Wurzen: Kinder einer geflüchteten Familie wurden durch einen Mann aus dem Nachbarhaus aus ihrer Wohnung ausgesperrt. Er hatte einen großen Hund dabei und klingelte an der Wohnungstür und warf die verängstigten Kinder, nachdem sie geöffnet hatten, kurzerhand aus der Wohnung. Die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Der Mann setzte sich auf das Sofa der Familie, wo ihn die durch andere Nachbarn informierte Polizei antraf. Er begründete seine Tat damit, dass er nicht wolle, dass Ausländer in seiner Nachbarschaft wohnen. Quelle: Zeug*innen

02.09.2017

Wurzen: Abgesichert von einem massiven Polizeiaufgebot sind in Wurzen bei Leipzig Hunderte linksgerichtete Demonstranten gegen Rassismus und Neonazis auf die Straße gegangen. Bis zu 400 Menschen zogen laut Veranstalter am Sonnabend durch die Stadt, die Polizei spricht von 350 Teilnehmern. Entgegen den Befürchtungen vieler Einwohner ist es in Wurzen weitgehend ruhig geblieben. Die Demonstration der Antifa verlief friedlich. Abgesichert wurde sie von Polizisten der Bundes- und Bereitschaftspolizei sowie des SEK Sachsen. Begleitet wurde der Demonstrationszug allerdings von rechten Störern, die sich entlang der Route versammelt hatten. Immer wieder versuchten sie, die Teilnehmer der Antifa-Demo zu attackieren oder niederzuschreien, sie pöbelten und gingen dabei verbal auch Polizisten an. Mehrfach ging die Polizei dazwischen und drängte die Störer zurück, so unter anderem am Bürgermeister-Schmidt-Platz. Hier war die Lage aufgrund der Größe des Platzes kurzzeitig unübersichtlich. Nach dem offiziellen Ende der Demonstration hatten die Rechten dann versucht, den Bahnhof zu blockieren. Schließlich wurde eine Spontankundgebung in 100 Meter Entfernung genehmigt. Bereits im Vorfeld der Demonstration wurden auf Facebook mindestens drei Seiten erstellt, die von mutmaßlichen Neonazis oder "besorgten Bürgern" angelegt worden waren (Wurzen bleibt braun, Wurzen Heimatstadt und Wurzen gegen Krawalltourismus) und Hetze gegen die Demonstration betrieben und Angst schürten. Quelle: MDR

02.09.2017

Grimma: Unbekannte haben zwischen Freitagmittag und Sonntagnachmittag mehrere Strom- und Briefkästen sowie ein CDU-Wahlplakat an der Straße "Zum Storchennest" im Ortsteil Mutzschen besprüht. Es fanden sich Hakenkreuze, SS-Runen sowie der neonazistische Zahlencode 88. Die Zahl 8 steht in in diesem Zusammenhang für den achten Buchstaben im Alphabet, die Zahl 88 für "HH", als Abkürzung für "Heil Hitler".

Quelle: Tag24, chronik.LE

14.09.2017

Bad Lausick: Unbekannte besprühen den Boden eines Parkplatz in Bad Lausick mit einem Hakenkreuz, dem Schriftzug "ACAB" und "Sieg Heil". Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Quelle: chronik.LE

18.09.2017

Groitzsch: Drei große Wahlplakate an der Schusterstraße in Groitzsch sind mit schwarzer Farbe beschmiert worden. Dabei traf es sowohl die Werbungen für die CDU mit dem Porträt von Angela Merkel und die SPD mit dem Bild von Martin Schulz als auch die für die Linken mit dem Foto von Dietmar Bartsch. Die unbekannten Täter verunstalteten die Gesichter und hinterließen antisemitische Parolen. Quelle: LVZ-Muldental

24.09.2017

Grimma: In der Nacht zum Sonntag wurde ein 25-jähriger Geflüchteter aus einer Gruppe von Neonazis heraus angegriffen. Die Tat ereignete sich nach dem Grimmaer Stadtfest. Laut Darstellung der Polizei hat der Angegriffene einen Faustschlag sowie einen Tritt gegen den Kopf bekommen. Den Augenzeug_innen zufolge ist die Security des Stadtfestes bei dem Übergriff zunächst nicht eingeschritten, weshalb die Tätergruppe unerkannt fliehen konnte. Später wurde laut Polizei jedoch ein 18-jähriger, polizeibekannter junger Mann als Tätverdächtiger aufgegriffen. Auf Nachfrage von chronik.LE antwortet die Polizei, derzeit keine besonderen Hinweise auf ein politisches Motiv zu haben. Sie gehe stattdessen von einer "alkoholbedingten Enthemmung" als Ursache für die Auseinandersetzung aus. Für den weiteren Verlauf der Nacht berichtete ein anderer Augenzeuge, dass später noch eine Gruppe von ca. fünf Neonazis, zwei davon mit Knüppeln in der Hand, durch die Stadt gezogen seien auf der Suche nach "linken Schwuchteln". Quelle: Augenzeug*innen

10.10.2017

Borna: Unbekannte Täter bringen an der Hauswand eines Einkaufsmarktes in Borna ein Hakenkreuz sowie den Spruch: „i hate N*****“ an. Derselbe Spruch wird auch in der Fabrikstraße, in der Sachsenallee und an der Bahnüberführung Deutzner Straße gesprüht. Einen Tag später wird derselbe Spruch an einen Einkaufsmarkt gesprüht.

* Das N-Wort schreiben wir an dieser Stelle nicht aus, um die rassistische Botschaft nicht unnötig zu wiederholen. Quelle: chronik.LE

05.11.2017

Borsdorf: Unbekannte klebten an das Haltestellenschild am Borsdorfer Bahnhof Aufkleber mit der Abkürzung "ACAJ", welche für "All Chemiker Are Jews" steht. Dabei verweist "Chemiker" auf den Leipziger Fußballverein BSG Chemie. Der Verein und seine antirassistische Fanszene werden immer wieder Ziel antisemitischer Beleidigungen. Berichtet wird auch von ähnlichen antisemitischen Aufklebern im Landkreis, welche das Konterfei von Anne Frank zeigen. Quelle: chronik.LE, NDK

08.11.2017

Nerchau: Unbekannte sprühten im Grimmaer Ortsteil Nerchau ein Hakenkreuz sowie eine Doppelsigrune an die Hauswand der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft. Die Polizei ermittelt nun wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen. Quelle: chronik.LE

09.11.2017

Wurzen: Noch während das Gedenken an die Opfer des Holocaust anlässlich der Pogromnacht gegen Juden 1938 in Wurzen in der Wenceslaigasse stattfand, wurden die kurz zuvor aufgestellten Kerzen an den Stolpersteinen für die Familie Seligmann in der Domgasse gestohlen. Wahrscheinlich schon in der gleichen Nacht wurden die Stolpersteine für die Familie Luchtenstein in der Jacobsgasse mit schwarzer Farbe beschmiert und die für die Familie Helft in der Färbergasse mit Naziaufklebern geschändet. Quelle: NDK

19.11.2017

Wurzen/ Grimma: In beiden Orten fanden am Volkstrauertag Heldengedenken durch Neonazis statt. In Wurzen am so genannten Kriegerdenkmal auf dem Alten Friedhof. Es wurden Grablichter aufgestellt und ein Gebinde abgelegt. Die JN-Sachsen berichtete auf Facebook: „Nach unserem gemeinsamen Gedenken als JN Sachsen haben Aktivisten aus Wurzen noch in ihrer Heimat die Gräber gereinigt und zu späterer Stunde gemeinsam mit anderen Aktivisten das Heldengedenken begangen.“ In Grimma fand mehr oder weniger das Gleiche statt. Über eine Teilnehmeranzahl ist nichts bekannt. Gleichzeitig wurden in beiden Städten JN-Sticker verklebt.Quelle: Facebook

30.12.2017

Wurzen: Ein Jugendlicher aus Somalia wird am Nachmittag auf dem alten Friedhof in Bahnhofsnähe aus einer Gruppe Jugendlicher verbal und anschließend körperlich attackiert und dabei leicht verletzt. Die Polizei wurde benachrichtigt und Anzeige erstattet. Seit mehreren Wochen gibt es auf dem Areal um den Bahnhof immer wieder Angriffe (verbal und körperlich) gegen sich dort aufhaltende oder den Park passierende Geflüchtete. Verantwortlich ist mutmaßlich eine Gruppe junger Neonazis, die dort „patroullieren“ und gezielt insbesondere junge Geflüchtete abpassen. Quelle: Betroffene

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