Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

das NDK selbstbewußt, aber nicht selbstgefällig, selbstkritisch, aber nicht selbsterhöhend ist, weil es überzeugt und überzeugend auch auf Menschen mit anderer Meinung zugeht, und weil es nichts und niemanden über einen Kamm schert, doch Probleme klar anspricht."

Carl Rößler – Dipl.Ing., Mitarbeiter Stadtverwaltung i.R.
Geschlafen wird später!
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29. März 2021, 19:30 Uhr

Die Umweltzerstörung in der DDR und organisierter Widerstand (Online)

ACHTUNG:
Statt am Sonntag, 28. März findet die Veranstaltung am Montag, 29. März statt.

Die DDR-Führung sah sich gern in der Rolle des Vorreiters in Sachen Umweltschutz. Sie schrieb bereits im Jahr 1968 den Umweltschutz als Staatsziel in der Verfassung fest und gründete 1972 - bereits 15 Jahre vor der Bundesrepublik - ein eigenes Umweltministerium. Die Realität der Umweltsituation in der DDR war von diesem Anspruch allerdings weit entfernt. Umweltschäden, wie hohe Verschmutzungen von Luft, Boden und Wasser waren alltäglich und wirkten sich negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Die Braunkohleregion in Sachsen und deren Kohlekraftwerke oder die Chemieriesen in Leuna und Bitterfeld stehen dafür exemplarisch.

Espenhain
Foto: ADN, Waltraud Grubitzsch, 13.7.90 - Das dreckigste Dorf Europas (Wikipedia)

Die hohe Umweltbelastung war dabei nicht etwa der Preis für einen höheren materiellen Wohlstand, sondern ein Resultat von verschwenderischer Produktion, Wasser- und Energieversorgung. Obwohl die Wirtschaftsleistung der DDR pro Person im Jahr 1989 nur etwa 60 Prozent der Wirtschaftsleistung der BRD betrug, war das Ausmaß der Umweltverschmutzung deutlich ausgeprägter.

Wir sprechen mit Protagonist*innen aus der Umweltbewegung über die katastrophale Situation der Umwelt in unserer Region, über die Motivation, dies offen zu kritisieren und dagegen zu protestieren. Thematisiert werden aber auch Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung in Bezug auf unsere Zukunft. Eingeladen sind Gisela Kallenbach (Bündnis90/ Die Grünen, Umweltaktivistin gegen den Braunkohleabbau und dessen Folgen in der DDR), Karl-Heinz Maischner (ehem. Pfarrer in Wurzen, Mitbegründer des Friedens- und Umweltkreises in Wurzen) und Dr. Ernst Paul Dörfler (Mitbegründer der Grünen Partei in der DDR, Buchautor und aktiver Umweltschützer).

 

Anmeldungen bitte über team@ndk-wurzen.de oder 034 25 – 85 27 10. Eine Anmeldebestätigung wird es nicht geben. Ein entsprechender Zugangs-Link wird am 29.03.2021 bis ca. 16 Uhr zugemailt.

Da wir keinen Eintritt nehmen, bitten wir Sie, stattdessen um eine Spende. Genutzt werden kann hierzu das Spendentool auf unserer Webseite: https://www.ndk-wurzen.de/ueber-uns/spenden/

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