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17. Oktober 2009

Medea – eine Aufführung der freien Theatergruppe „Der Nachtspalter“

Der antike Stoff um die Sage der Medea polarisiert seit Jahrhunderten. Von Euripides mit einer ersten Theaterbearbeitung zu einer bösen und blutrünstigen Hexe verteufelt, die aus purer Rache an ihrem Mann Jason die gemeinsamen Kinder umbringt, wird Medea im 19. Jahrhundert bei Grillparzer schon differenzierter als scheiternde Vermittlerin zwischen einer vom Matriachat geprägten, archaischen Welt (Kolchis) und dem vermeintlich fortschrittlichen Patriachat Griechenlands (Korinth) gesehen.

In der Romanfassung von Christa Wolf, „Medea. Stimmen“, wird die Rolle vor dem Hintergrund der modernen Frauenbewegung ganz anders gezeichnet: Medea als selbstbewusste Frau, die sich den engen Regeln am korinthischen Königshof nicht anpassen will, die ein schreckliches Verbrechen aufdeckt und von den Machthabern aus dem Weg geräumt werden muss.

Die freie Leipziger Theatergruppe „Der Nachtspalter“ konzentriert sich in ihrer Fassung der „Medea“ auf all das Positive und Negative was uns als Menschen ausmacht und wie wir manchmal Scheitern, gerade am Menschsein.

 

Eintritt: 4,-/3,- Euro

 

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