Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

da es eine Daueraufgabe ist, Fremdenfeindlichkeit zu überwinden, Integration zu fördern und ein demokratisches Miteinander zu erreichen

Dr. Eberhard Lüderitz – Geschäftsführer WRC Europe und Beirat
Geschlafen wird später!
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Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus

Wir setzen verschiedene Projekte gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlichen in diesem Bereich um.

Hierzu zählen der Holocaustgedenktag, der Gedenkmarsch, Stolpersteine und andere.

Holocaustgedenktag 27. Januar

Der 27. Januar ist fester Bestandteil unserer Erinnerungskultur. Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, den der damalige Bundespräsident Roman Herzog ins Leben rief, finden Filmvorführungen, Lesungen, Musikveranstaltungen, Zeitzeugengespräche oder Gesprächsabende statt. Gemein ist ihnen allen die Botschaft: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche im Muldental 1945

Die Initiativgruppe Gedenkmarsch organisiert seit 2000 den jährlich stattfindenden "Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche 1945". Am jeweils ersten Sonntag nach dem 1. Mai findet dieser Marsch statt entlang der Bundesstraße B6, jener Strecke, die im Frühjahr 1945 Tausende Zwangsarbeiter und Häftlinge unter SS-Aufsicht marschieren mussten. Viele Menschen fanden damals den Tod. Diesen letzten Opfern des Zweiten Weltkrieges gilt unser Gedenken. In enger Zusammenarbeit mit Akteur_innen vor Ort gibt es in Borsdorf, Gerichshain, Machern, Bennewitz und Wurzen Gedenkveranstaltungen. Es gibt ein Infoheft und eine Ausstellung zur Geschichte der Todesmärsche.

Stolpersteine in Wurzen

Seit 2012 wurden zur Erinnerung an die Wurzener Opfer der Shoa 19 Stolpersteine für die Familien Helft, Luchtenstein, Goldschmidt und Seligmann verlegt. Die vierköpfige Initiativgruppe hatte bis dahin die Biografien der jeweiligen Familen recherchiert, Kontakt zu Nachfahren geknüpft und die Verlegungen der Steine organisiert. Am Gedenktag für die Opfer der antijüdischen Pogromnacht 1938 finden in Wurzen Gedenkveranstaltungen an den Steinen statt. Zu vielen Nachfahren in Frankreich, den USA und Großbritannien bestehen mittlerweile intensive persönliche Kontakte bis hin zu gegenseitigen Besuchen.

Stolpersteine putzen

Nachdem wir die ersten Stolpersteine 2012 verlegt haben, findet natürlich alljährlich am 9. November in Erinnerung an die antijüdischen Verbrechen der Pogromnacht 1938, wie in zahlreichen anderen Orten auch, das Stolpersteine-Putzen statt. Daran beteiligen sich stets bis zu 50 Personen, die zu den Orten gehen, an denen die ehemaligen Wurzener Juden wohnten oder wirkten. Während der kleinen Mahnwachen wird ein kurzer biografischer Abriss der Familien verlesen, es werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Möchten Sie mehr wissen zu unseren Geschichtsprojekten oder sich aktiv beteiligen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner: Ingo Stange

Mail: ingo.stange[at]ndk-wurzen.de

Tel: 03425-852710

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