Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

das NDK selbstbewußt, aber nicht selbstgefällig, selbstkritisch, aber nicht selbsterhöhend ist, weil es überzeugt und überzeugend auch auf Menschen mit anderer Meinung zugeht, und weil es nichts und niemanden über einen Kamm schert, doch Probleme klar anspricht."

Carl Rößler – Dipl.Ing., Mitarbeiter Stadtverwaltung i.R.
Geschlafen wird später!
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Im Dezember 1999 war es eine Handvoll Jugendlicher vom Punker bis zum Mitglied der jungen Gemeinde, die sich in einer unbeheizten Wurzener Hinterhof-Wohnung trafen und das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.  (NDK) gründeten.

Sie wollten nicht länger hinnehmen, dass die sächsische Kleinstadt von Neonazistrukturen dominiert wurde, während die Stadtspitze und die Mehrheit der Bürger_innen wegschaute. Einen geschützten Raum zu schaffen, in dem demokratische Ideen gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden konnten, war von Anfang an die Grundlage des NDK.

Der Verein konnte zunächst mit Hilfe von außen (z.B. der Amadeu Antonio Stiftung aus Berlin durch Spendengelder und Lobby-Arbeit und der Theodor-Heuß-Stiftung mit Preisverleihung) zunehmend mehr Unterstützer_innen finden und sein Engagement auch vor Ort breiter aufstellen.

2001 wurde das Haus am Domplatz 5 erworben, jedoch fehlten die zur Sanierung notwendigen Gelder, so dass zunächst Büroräume angemietet wurden, die jedoch noch nicht die Durchführung von Veranstaltungen zuließen.

2004 gründete das NDK einen Beirat aus lokal deutungsmächtigen Akteur_innen. Dies war ein weiterer Schritt, als ernst zu nehmender Projektträger in der Stadt anerkannt zu werden.

Im Juni 2006 konnte nach 5 - jähriger eigenhändiger Sanierung mittels tausender ehrenamtlich geleisteter Arbeitsstunden und mit Hilfe eines Kredites das Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 teileröffnet werden. Damit waren nicht nur neue Kapazitäten und Ressourcen für Bürgerengagement geschaffen, sondern auch die feste Verankerung des Vereins in den Stadtstrukturen besiegelt. Mittlerweile ist das NDK aus der Projektlandschaft Wurzens und des Landkreises Leipzig nicht mehr wegzudenken.

Organisationsstruktur

Das Netzwerk für Demokratische Kultur hat im Laufe seines Bestehens verschiedene Organisationsstrukturen durchlaufen - von einer ehrenamtlichen Initiative vor allem junger Menschen über erste hauptamtliche Teilzeitstellen bis hin zu einer semiprofessionellen Arbeitsstruktur mit heute 10 hauptamtlichen Mitarbeiter_innen in Teilzeit. Bis heute ist es uns wichtig, das Engagement der Menschen innerhalb und außerhalb von Wurzen zu unterstützen und sie in unsere Arbeit aktiv einzubinden. Hierfür stellen wir unsere Arbeitskraft und unsere Infrastruktur kostenlos zur Verfügung.

Die hauptamtlichen Mitarbeiter_innen sind in unterschiedlichen Aufgabenfeldern tätig - von Beratung über Bildung bis hin zu Projektarbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen. Wir sind außerdem vertreten in verschiedenen Gremien in Wurzen (Beirat Wurzener Land, Standortinitiative Wurzen, Filmbeirat Leoliese), auf Landkreisebene (Begleitausschuss Partnerschaft für Demokratie, Runder Tisch Migration, Kinder und Jugendring LKL), Landesebene (Netzwerk Tolerantes Sachsen, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen, Landesverband Soziokultur) und Bundesebene (Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung, Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus).

Das NDK hat als Verein Gremien und Personen, die auf Grundlage der Vereinssatzung über bestimmte Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten verfügen. Es handelt sich hierbei um die Mitgliederversammlung, den Vorstand und die Geschäftsführung. Wir streben eine flache Hierarchie in unserem Verein an, da wir nicht gänzlich hierarchiefrei agieren können. Wir arbeiten in allen Strukturen eng zusammen und machen Entscheidungen transparent.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das höchste entscheidende Gremium des Vereins. Hier werden Änderungen der Satzung, der Inhalte der Arbeit oder auch die Auflösung des Vereins beschlossen.

Die Mitgliederversammlung wählt alle zwei Jahre einen Vorstand, der die Interessen der Mitgliederversammlung nach außen und gegenüber dem Team bzw. der Geschäftsführung vertritt. Der Vorstand setzt die Entscheidungen der Mitgliederversammlung um und informiert die Mitglieder über Entwicklungsprozesse im Verein. Grundlegende Entscheidungen, die den Verein betreffen, muss der Vorstand mit der Mitgliederversammlung absprechen bzw. müssen auf der Mitgliederversammlung abgestimmt werden.

Vorstand

Der Vorstand sind gewählte Vertreter_innen der Mitglieder. Sie setzen die Entscheidungen der Mitgliederversammlung um. Der Vorstand ist das Bindeglied zwischen Mitarbeiter_innen und Mitgliedern des Vereins. Er arbeitet eng mit der Geschäftsführung zusammen. Der Vorstand trifft unter anderem Personalentscheidungen (Einstellungen, Entlassungen, Verlängerungen etc.). Er wird dabei von der Geschäftsführung beraten und/oder holt sich Informationen von anderen Mitarbeiter_innen des Vereins ein.

Die Vorstandssitzungen sind offen für alle Mitglieder des Vereins.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung ist das ausführende Organ von Mitgliederversammlung und Vorstand im Tagesgeschäft des Vereins. Die Geschäftsführung muss dem Vorstand und der Mitgliederversammlung regelmäßig Rechenschaft über die Aktivitäten des Vereins und getroffene Entscheidungen ablegen.

Die Geschäftsführung hat den Gesamtüberblick über die laufenden Aktivitäten des Vereins sowohl in inhaltlicher als auch in finanzieller Hinsicht und trägt die Verantwortung für einen ausgeglichenen Haushalt sowie die ordnungsgemäße Umsetzung der Projekte.

Die Geschäftsführung erarbeitet gemeinsam mit dem Team und Engagierten die Strategieentwicklung des Vereins sowie einzelner Projektbereiche.

Team der Mitarbeiter_innen

Darüber hinaus hat das Team der Mitarbeiter_innen des Vereins die Verantwortung in Fragen der praktischen Umsetzung der Arbeit, wie beispielsweise: Vermietungen, FSJ Stelle, Anschaffungen, politisch strategische Fragen, Reaktion auf aktuelle Ereignisse, inhaltliche Ausrichtung der Arbeit etc.

Ehrenamtliche

Ein Leitziel des NDK ist die Förderung von Engagement der Bürger_innen in Wurzen und darüber hinaus in den Landkreisen Nordsachen und Leipzig. Deshalb bieten wir ein offenes Haus, dass Engagierte willkommen heißt.

Ehrenamtliche im NDK kommen mit eigenen Ideen und Wünschen, und wir unterstützen diese nach unseren Möglichkeiten. In diesem Sinne sind die Ehrenamtlichen ein sinnstiftender Teil unserer Arbeit und wichtig für die Umsetzung unserer Leitziele.

Beirat

Der Beirat fungiert als beratendes Gremium und bietet den Mitarbeiter_innen und dem Vorstand eine Reflexionsmöglichkeit. Mitglieder des Beirates werden durch den Vorstand angefragt und ernannt. Es handelt sich hierbei um gegenwärtige oder ehemalige Wurzener Bürger und Bürgerinnen. 

Grafik von Katrin einfügen