Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

sie eine vielfältige demokratische Kultur erlebbar machen in ihren vielen Projekten bis hin zu Begegnungen und organisierter Hilfe für Aussiedler und Geflüchtete vor Ort.
 

Gottfried Röthig – Augenoptiker aus Wurzen
Geschlafen wird später!
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Aktuelles_II

 

16. Juni 2024

Nach der Wahl, ist vor der Wahl - wir machen weiter!

Unser Blick auf die Wahlen

Wahlen

Knapp eine Woche sind sie nun her - die Kommunal- und Europawahlen. Wie viele andere Menschen, schauen auch wir ernüchtert auf die Tatsache, dass der Rechtsruck in der Gesellschaft erneut so offen zu Tage getreten ist. 
Im sachsenweiten Vergleich hat die AfD im Landkreis Leipzig bei den Kommunalwahlen zwar etwas geringere Zustimmungswerte (27,2%), dennoch ist die Partei auch hier - wie in allen Kreistagen - zur stärksten Fraktion geworden. Auch die Freien Sachsen sind in allen Kreistagen vertreten. Im Landkreis Leizpig haben sie 3,5% der Stimmen erhalten und sitzen zukünftig mit drei Abgeordneten im Kreistag. Auch auf der Ebene der Gemeinde- und Stadträte feierten extrem rechte Parteien Erfolge und verzeichnen einen Stimmenzuwachs. In Wurzen ist die AfD zukünftig im verkleinerten Stadtrat (von 26 auf 22 Sitze) ebenso wie die CDU mit 7 Sitzen vertreten. Welche Veränderungen die Wahlen in der alltäglichen Kommunalpolitik nach sich ziehen, werden die kommenden Monate zeigen. Ob die vielzitierte "Brandmauer" nach ganz rechts - sofern es sie je gab - hält, ist zweifelhaft.

Als Reaktion auf die Wahl haben wir viele Stimmen vernommen, die sagen, dass nur das eingetreten sei, was zu befürchten war. Diese Einschätzung teilen wir und doch ist dies kein Grund, zu resignieren. "Nie wieder ist jetzt" war der Weckruf, der leider viel zu spät kam und nichts mehr ändern konnte, aber langfristig in unseren Köpfen bleiben muss. Die Kommunal - und Europawahlen liegen hinter uns, aber die Landtagswahlen kommen noch. Die Ergebnisse sollten uns Antrieb und Motivation sein, um weiter zu machen. Aber womit? Wir glauben, dass es gerade jetzt Positionierungen braucht - auch von denen, die dem Treiben bisher eher vom Seitenrand aus zugeschaut haben. Es braucht ein Aufstehen im Kleinen, auf der Arbeit, in der Schule, in der Familie und auf dem Marktplatz. Auch wenn es schwer ist, sich zu positionieren und Gesicht zu zeigen, müssen wir damit anfangen, denn die Lage und die Bedeutung der Ergebnisse sind ernst. Wenn wir nicht aktiv werden, wird das ohnehin schon raue Klima zukünftig noch rauer werden. Häufig braucht es nur einen passenden Auslöser und aus einer menschenfeindlichen Einstellung wird verbale und physische Gewalt. Wir befürchten, dass die Wahlergebnisse solchen Dynamiken Auftrieb verleihen und rechte Gewalt - beflügelt durch den parlamentarischen Rückhalt - weiter zunehmen wird. Auch die Bemühungen, die Initiativenlandschaft finanziell auszuhungern, werden vermutlich weiter zunehmen. 

Wir glauben, dass es nach wie vor eine große Zahl von Menschen in großen und in kleinen Städten, in Dörfern und Gemeinden gibt, die für demokratische Werte einstehen und diese auch in Zukunft lautstark verteidigen werden. So werden auch wir uns weiterhin für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Was das bedeutet, zeigt sich in unseren unterschiedlichen Projekten: Von der "Heldinnen wie wir" Projektwerkstatt, bis zum Tischgespräch über Antisemitismus, von der Bildung für nachhaltige Entwicklung bis zum Fußball-Turnier beim "SummerBash". Wir wollen weiterhin Begegnung, Austausch und Räume schaffen, in denen Menschen ohne Angst verschieden sein können - gerade für alljene, die nicht in das Weltbild der extremen Rechten passen. Die Grundlage dieser Arbeit droht zukünftig noch stärker in Gefahr zu geraten, da sie zu großen Teilen auf  Fördergeldern basiert. Damit wir von diesen unabhängiger werden, sind wir auf Spenden angewiesen - über unsere Website ist das ganz unkompliziert möglich.

4. Juni 2024

Petition: Aber wie lange noch?

Jetzt unterzeichnen und Zivilgesellschaft unterstützen!

Aktuell drohen im Bundeshaushalt drastische Ein­sparungen, die für unsere Arbeit dramatische Folgen hätten. Doch: Es geht um so viel mehr als um Geld.

Gerade_Jetzt

Was wir tun.
Tausende gemeinnützige Organisationen leisten täglich wichtige Arbeit – zum Beispiel bei der Hilfe für Betroffene von Hass und Gewalt, der Bildungsarbeit für Kinder, der Förderung freiwilligen Engagements oder mit Initiativen für eine solidarische, offene Gesellschaft. Was wir tun, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Für wen wir es tun.
Viele Menschen und Institutionen sind betroffen und brauchen Beratungsangebote, Hilfe und Schulungen dringend und mehr denn je. Gerade jetzt zeigt sich: Zivilgesellschaftliche Organisationen sind mit ihrem vielfältigen Engagement das Rückgrat der Demokratie.

Ausgerechnet jetzt.
In einer Zeit, in der antidemokratische Tendenzen, Fake News, Populismus und gewalttätige Übergriffe an der Tagesordnung sind, dürfen wir nicht zulassen, dass wichtige Stimmen verstummen oder Hilfsangebote, die viele Menschen betreffen, ausgedünnt werden.

Gerade jetzt
Die Bundesregierung diskutiert aktuell Einsparungen, die die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisation existenziell bedrohen würden. Der Einsatz für das Gemeinwohl und eine soziale Gesellschaft darf nicht gekürzt werden. Wir brauchen deine Unterstützung, um Druck gegen die Kürzungen aufzubauen. Gib der Zivilgesellschaft deine Stimme. Gerade jetzt. Für alle.

Mehr Informationen auf der Petitionsseite oder Petition hier direkt unterzeichnen.

4. Juni 2024

Ausstellungseröffnung "Heldinnen wie wir" in Naunhof

- Mit Lesung einiger Texte von Beteiligten des Projektes

Am 02. Juni fand die feierliche Eröffnung unser Ausstellung "Heldinnen wie wir" im Alten Kranwerk Naunhof statt. Für das Projekt haben sich 15 Frauen aus Wurzen vor zwei Jahren auf den Weg gemacht, um die Heldin in sich selbst und die Heldinnen in ihrem Leben zu entdecken: Frauen aus dem Seniorinnenheim, aus dem betreuten Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigung, der interkulturellen Frauengruppe und der feministischen Aktionsgruppe. Sie haben Geschichten geschrieben, die von ihrem Leben erzählen, in dem sie Gewalt und Ausgrenzung auf unterschiedliche Art erfahren, in dem sie gekämpft und sich befreit, neu angefangen oder trotz alledem weiter gemacht haben. Daraus ist ein Manuskript mit 20 Texten entstanden. Zu den Texten haben die Teilnehmerinnen gemeinsam Motive entwickelt und diese fotografiert. Die Ausstellung zeigt diese Bilder, zusammen mit einem Hörstück und dem Film zum Projekt. In Naunhof kann sie noch bis zum 12 Juni besichtigt werden.

Altes Kranwerk Naunhof
Lutherstr. 10. 04683 Naunhof

7. Mai 2024

Baueinsatz beim Roten Stern Leipzig

Unser Betriebsausflug ging dieses Jahr wieder in den Sportpark Dölitz

BaueinsatzI

Am 06.05. haben wir unsere Freund:innen vom Roten Stern Leipzig besucht und tatkräftig mit angepackt! Im Sportpark Dölitz gab es die eine oder andere Baustelle, bei der wir unterstützen konnten. Der Tag endete mit einem gemeinsamen Grillen, bei dem wir auch auf die lange Verbundenheit zwischen den beiden Vereinen angestoßen haben.

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2. Mai 2024

Gedenken an den Muldenwiesen und Aufruf zur Teilnahme an der Gedenkfahrt

Ein kurzer Rück- und Ausblick

Am 12.04. haben wir uns um 17 Uhr wie jedes Jahr an den Muldenwiesen am Dreibrückenbad zusammengefunden, um den Menschen zu gedenken, die im April 1945 unter unsäglichen Bedingungen auf der Strecke der sogenannten Todesmärsche unter den Augen der SS Wachmannschaften dort entlang und teilweise auch übernachten mussten. In diesem Jahr haben wir Namen von ungarischen, rumänischen und polnischen Jüdinnen verlesen, die am 1. Juni 1945 in Wurzen gemeldet wurden, die Schrecken also überlebt haben. Viele von ihnen waren junge Frauen.

Das Gedenken an die Todesmärsche im Muldental fand im Zeitraum der Aktion „Tatorte markieren – Menschen gedenken 2024“ statt, einer Aktion des Zeitwerks vom Landesjugendring Brandenburg, die deutschlandweit zu Gedenkveranstaltungen und zum Markieren von Tatorten nationalsozialistischer Verbrechen aufrufen - in Erinnerung an die Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Im Anschluss gab es einen Vortrag von dem Geografie Studenten Jonas Wahle, der zu Todesmärschen von Leipzig nach Wurzen forscht und seine Ergebnisse im Kulturkeller des D5 präsentierte.

Wir möchten außerdem zur Beteiligung an der diesjährigen Gedenkfahrt im Gedenken an die Opfer der Todesmärsche im Muldental aufrufen. Mit dem Fahrrad werden wir einen Teil der Strecke der Todesmärsche, von Borsdorf nach Wurzen abfahren und an einigen Stationen halten. Treffpunkt ist 10:15 in Borsdorf am Heimatmuseum.

Gedenken

2. Mai 2024

Jetzt für unser Mitmach-Café abstimmen!

Tickets gibts bei aidFIVE - der Soziallotterie

AidFive

Aufgepasst! Bis zum 06.05. Könnt ihr unter diesem Link für unser Mitmach-Café abstimmen. Auf der Website von aidFIVE erfahrt ihr wie ihr teilnehmen könnt. Abgestimmt werden kann noch bis zum 06.05. - wir freuen uns über jede Stimme! :)

23. April 2024

Landesschülerrat veröffentlicht Positionspapier über Rechtsextremismus in Schulen

Rex

Die Landesschüler_innenvertretungen der Ostländer, u.a. der LSR Sachsen, haben ein sehr gutes und eindeutiges Positionspapier zu Rechtsextremismus an Schulen veröffentlicht, auf das wir hiermit hinweisen wollen:

Rechtsextremismus ist ein aktuell steigendes Problem der Gesellschaft, bei dem wir feststellen müssen, dass es keinen Halt vor den Toren der Schulen macht. Völkische Narrative, antisemitische Verschwörungstheorien und extremistisches Gedankengut treten auch im Raum Schule immer häufiger zu Tage und treffen dabei auf eine Schulgemeinschaft, die personell, materiell und vom Wissen her schlecht vorbereitet ist.

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16. April 2024

Webdokumentation des Projekts „Leerstellen“ veröffentlicht

Jetzt anschauen!

Release_Leerstellen.mp4

Die erste Episode der Webdokumentation „Leerstellen“ ist online unter: www.leerstellen-lkl.de zugänglich. Die Webdoku thematisiert verschiedene Fälle rechter Gewalt im Landkreis Leipzig von den 1990er Jahren bis in die Gegenwart und hat dabei zum Ziel, die Stimmen und Perspektiven von Betroffenen hör- und sichtbar zu machen.

Die erste Episode setzt sich mit dem Angriff auf Spieler und Fans des Roten Stern Leipzig ’99 e.V. durch 50 Neonazis in Brandis am 24.10.2009 auseinander. Betroffene berichten in der Webdokumentation über ihre Erlebnisse an dem Tag sowie die Erfahrungen, die sie im Nachgang vor Gericht, bei der Pressearbeit oder im Umgang mit Behörden machten. Auch die Geschichte des Vereins sowie die Entwicklungen und Veränderungen, die er seit dem Überfall in Brandis durchlaufen hat, werden thematisiert.

Bis Ende 2025 werden in dem Projekt „Leerstellen“ vom Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen (NDK) drei weitere Fälle von rechter Gewalt bearbeitet und die Perspektiven von Betroffenen darauf in der Webdokumentation dargestellt. Ab 2025 wird zudem ein begleitendes pädagogisches Workshopangebot auf Basis des peer-to-peer-Ansatzes verfügbar sein.

Zur Webdoku: www.leerstellen-lkl.de  
Das Projekt bei Instagram: https://www.instagram.com/leerstellen_lkl/

10. April 2024

Ramadan – Projekttage in der Ringelnatz-Grundschule

Eine Kooperation der DRK-Schulsozialarbeiterin, der DaZ-Lehrerin der Schule und dem NDK e.V.

Kundgebung

Schon zum zweiten Mal gestalteten die DRK-Schulsozialarbeiterin & die DaZ-Lehrerin der Schule gemeinsam mit dem NDK e.V. ein Projekt zum Thema Ramadan. In diesem Jahr konnten die Kinder aus der Deutsch als Zweitsprache Klasse an drei Tagen verschiedene Aspekte des Ramadans kennenlernen. Begleitet wurde das Projekt von einer Sozialpädagogin in Ausbildung und einem Elternteil, welche ihre Expertise einbrachten. Durch eine bunt gestaltete Wandzeitung konnte auch der Rest der Schule Einblick ins Thema bekommen.

Das Projekt endete mit einem Besuch im Tierheim. Aus diesem Grund machen die Kinder beim Frühlingsfest der Vielfalt auf dem Marktplatz in Wurzen eine Spendenaktion für dieses, für das sie bereits bunte Spendendosen gebastelt haben. Das Fest findet am 11.04.2024 von 14-17 Uhr statt - der komplette Erlös wird danach dem Tierheim übergeben.

Wir bedanken uns noch einmal für die Bereitschaft des Tierheims, uns so einen tollen Einblick gegeben zu haben!