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Gottfried Röthig – Augenoptiker aus Wurzen
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6. August 2023

Mit-Mach Café in Wurzen wird wiederholt zur Zielscheibe extrem rechter Anfeindungen und Angriffe

Am 7. Juli eröffnete das NDK in der Wurzener Innenstadt das Mit-Mach Café im Rahmen des Projektes „Orte der Demokratie“. Das in der Martin-Luther-Straße gelegene Ladengeschäft dient Menschen aus der Stadt seit kurzem als ein Raum, in dem sie zusammenkommen, eigene Ideen entwickeln und sich austauschen können.

Der Ort wird von Bürger:innen während der Öffnungszeiten bisher rege besucht und darüber hinaus als offener Raum in eigener Verantwortung genutzt.

Leider wurde das Mit-Mach Café seit seiner Eröffnung jedoch auch mehrfach zur Zielscheibe extrem rechter Anfeindungen und Angriffe. Den vorläufigen Höhepunkt bilden zwei Farbanschläge auf das Café, die am 1. und 5. August stattfanden. Dabei wurden die Schaufensterscheibe sowie die Eingangstür mit Farbbeuteln beworfen und großflächig beschmiert.

Farbanschlag

Die Angriffe sind dabei Teil einer Serie von Anfeindungen gegenüber dem Mit-Mach Café, die in einem guten Monat insgesamt fünf Taten umfasst:

  • Am 20.06.2023 werden während Vorbereitungsarbeiten für die Eröffnung des Cafés Aufkleber des neonazistischen Versandhandels „Druck18“ auf das Fahrrad einer dort engagierten Person geklebt. Die Zahl 18 dient Neonazis als Zahlencode für den ersten und achten Buchstaben des Alphabets und bildet zusammengenommen die Abkürzung AH für Adolf Hitler.

  • Am 15.07.2023 wird das Schaufenster des Cafés mit Stickern beklebt. Diese richten sich gegen politische Gegner:innen und Antifaschist:innen.

  • Am 25.07.2023 wird erneut das Schaufenster beklebt. Auch in diesem Fall werden Sticker angebracht, die gegen Antifaschist:innen hetzen.

  • Am 01.08.2023 findet der erste Farbangriff auf das Café statt. Schwarze Farbbeutel werden auf die Tür und das Schaufenster geworfen. Zudem wird der Schriftzug „Verpisst euch“ angebracht und das Türschloss des Cafés mit Klebstoff verschmiert und unbrauchbar gemacht.

  • Am 05.08.2023 findet der zweite Farbangriff auf das Café statt. Farbbeutel mit dunkler und weißer Farbe werden an Schaufenster und Tür geworfen, sodass sich die Farbe großflächig an der Fassade und dem Eingangsbereich verteilt.

Diese Angriffe sind dabei mehr als nur Sachbeschädigungen. Sie dienen der Markierung politisch unliebsamer Personen und Einrichtungen und stellen den Versuch einer Einschüchterung dar, der engagierte Menschen und eine aktive Zivilgesellschaft aus dem öffentlichen Raum zu vertreiben sucht. Zugleich verdeutlichen sie die Wichtigkeit, in eben diesem öffentlichen Raum klar und unnachgiebig für demokratische Werte und eine demokratische Kultur einzustehen. Dies wird das Mit-Mach Café auch weiterhin tun!

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