Das für das Wochenende vom 13. – 15. November 2015 geplante Biografiewochenende des Projektes Migrationsgeschichte(n) stark machen in Bad Lausick muss leider ausfallen. Wir bitten um Verständnis.
11. November 2015, eigene
11. November 2015, eigene
Das für das Wochenende vom 13. – 15. November 2015 geplante Biografiewochenende des Projektes Migrationsgeschichte(n) stark machen in Bad Lausick muss leider ausfallen. Wir bitten um Verständnis.
4. November 2015, SEBIT
M.U.K.A. - Projekt aus Südafrika tritt in Pestalozzi-Oberschule auf
1994 - das Ende der Apartheid - war für die Menschen in Südafrika eine Zeit voller Umbrüche. Viele Jugendliche zog es von den Townships in die Zentren der Städte, wo sie sich häufig auf der Straße wieder fanden. Hier nahm das M.U.K.A.-Project 1995 seinen Anfang. In der Evangelischen Friedenskirche Johannesburg trafen sich Jugendliche aus Soweto und begannen gemeinsam Theaterstücke zu entwickeln. Sie nannten sich "Most United Knowledgeable Artists" - kurz M.U.K.A. - und verarbeiteten in ihren Inszenierungen ihre Erfahrungen als Straßenkinder. Für ihre Auftritte machten sie Straßen, Gemeindezentren und Kirchen zu ihrer Bühne.

Heute ist das Projekt eine feste Institution in Hillbrow, einem sozialen Brennpunkt Johannesburgs. Ca. 100 Kinder und Jugendliche erarbeiten zusammen Theaterstücke und traditionelle Tänze, es gibt viel Musik und Workshops. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden.
Am 4. November, 17 Uhr tritt das M.U.K.A. - Projekt in der Turnhalle der Pestalozzi-Oberschule auf und lädt Interessierte dazu herzlich ein. Der Unkostenbeitrag beträgt 2,- Euro.
Im Vorfeld der Veranstaltung gibt es bereits vorbereitende Workshops in der Schule. Übernachten werden die sieben jungen Leute aus Südafrika bei Gasteltern in Wurzen, ebenso ihre beiden Betreuer. Gefördert wird die Tournee der Künstler vom Landkreis Leipzig und Nordsachsen aus Mitteln der Lokalen Partnerschaft für Demokratie und führt u.a. nach Torgau, Brandis, Oschatz und Mügeln, wo ebenfalls mit Schulen zusammen gearbeitet wird.
9. November 2015, eigene
Wurzen. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Jüdische Geschäfte wurden zerstört und tausende Juden geschlagen und eingesperrt. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung von jüdischen Mitbürgern, die im Holocaust endete und sechs Millionen europäischen Juden das Leben kostete. Auch die Wurzener jüdischen Familien wurden vertrieben, ihrer Grundlage beraubt, ihr Besitz „arisiert“. Mindestens sieben Angehörige von ihnen wurden durch die Nationalsozialisten ermordet.

Das ehemalige Wohnhaus der Familie Luchtenstein in der Heinrich-Heine-Straße in Wurzen ist 18 Uhr Treffpunkt einer Mahnwache.
„Um die Erinnerung an das große Leid und das furchtbare Schicksal dieser, unserer Wurzener wach zu halten, wurden in den vergangenen vier Jahren 19 Stolpersteine für vier Familien an sechs Orten im Stadtgebiet verlegt. Und an eben jenen Orten, den ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern, möchten wir am 9. November, 18 Uhr, kurze Mahnwachen abhalten, die Stolpersteine vom Schmutz befreien und den Opfern gedenken“, so Gabi Kirsten von der Initiativgruppe. Mitstreiterin Ulrike Ernst ergänzt dazu: „Wir würden uns freuen, wenn zahlreiche Menschen mit uns gemeinsam zu den Orten spazieren und Blumen und Teelichter mitbringen.“
Den Ablauf finden Sie auf der nächtsen Seite.
21. Oktober 2015, eigene
Das Unterstützungsnetzwerk für Flüchtlinge in Wurzen trifft sich am Mittwoch, 21.10.2015 um 17 Uhr im Kultur- und BürgerInnenezentrum D5 am Domplatz 5. Eingeladen sind dazu all jene, die den seit kurzem in Wurzen lebenden Flüchtlingen und Asylbewerbern, darunter auch mehrere Familien, helfen möchten.
Das Unterstützernetzwerk mit ca. einem Dutzend Ehrenamtlichen hatte sich vor einigen Monaten gegründet und versucht seitdem möglichst bedarfsorientiert individuelle Unterstützung anzubieten. So etwa beim Erlernen der deutschen Sprache oder der Organisation von dringend benötigter Bekleidung, insbesondere für Kinder.
dienstags, ab 14 Uhr – Deutschkurs(e) mit Frau Weiske
mittwochs, ab 14 Uhr – offener Treff "Cafe´ International" mit Frau Schuster und Frau Kuntzsch
Laden Sie gerne weitere Interessierte mit ein.
28. September 2015, eigene
In der dritten Veranstaltung unserer Reihe der D5-Tischgespräche wollen wir uns am Montag, 28.09.2015, 19 Uhr dem Thema „Die Türkei und die Kurden“ im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 widmen. Dazu ist es uns gelungen Frau Dr. Carina Großer-Kaya als Gesprächspartnerin zu gewinnen.
Frau Dr. Großer-Kaya ist Arabistin, Islam- und Politikwissenschaftlerin und hat einen deutsch-kurdisch-türkischen Familienhintergrund. Sie arbeitet derzeit beim Verband binationaler Familien und ist Dozentin für interkulturelle Kommunikation und Diversity.

5. Oktober 2015, TheaterSpiel Witten
Mit dem TheaterSpiel Witten und deren spritzigem, hervorragend inszeniertem Stück „2x Heimat“, bringen wir eine gute Portion interkultureller Missverständnisse und gegenseitige Vorurteile auf die Bühne, die im alltäglichen Miteinander unser Leben beeinträchtigen und im gemeinsamen Dialog dennoch reicher machen können. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig statt und wird durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie des Landkreises gefördert.
Informationen und das Programm (PDF) der Interkulturellen Woche finden Sie hier.
26. August 2015, eigene
Das Unterstützungsnetzwerk für Flüchtlinge in Wurzen trifft sich am Mittwoch, 26.08.2015 um 17 Uhr im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 am Domplatz 5. Eingeladen sind dazu all jene, die den seit kurzem in Wurzen lebenden Flüchtlingen und Asylbewerbern, darunter auch mehrere Familien, helfen möchten.
Das Unterstützernetzwerk mit ca. einem Dutzend Ehrenamtlichen hatte sich vor einigen Monaten gegründet und versucht seitdem möglichst bedarfsorientiert individuelle Unterstützung anzubieten. So etwa beim Erlernen der deutschen Sprache oder der Organisation von dringend benötigter Bekleidung, insbesondere für Kinder. Etabliert hat sich mittlerweile ein rege besuchter Kennenlerntreff, welcher mittwochs von 14 bis 16 Uhr stattfindet.
11. August 2015, LVZ-LK Leipzig, 11.08.2015
Von Haig Latchinian
Wurzen. Gleich nach dem Fall der Berliner Mauer reiste er nach Wurzen: Claus-Dietrich Seligmann, der Architektur-Professor aus Seattle (USA) blieb 1990 nur wenige Stunden in jener Stadt, aus der er als zwölfjähriger jüdischer Junge nach England flüchten musste. Gut 50 Jahre später führte ihn sein Weg in die Domgasse 19, wo sein Vater am Abend des 9. November 1938 verhaftet wurde. Der weit gereiste Professor wollte seinen Freund Fritz Bode besuchen, der früher im Nebenhaus wohnte. Doch er traf den Sohn des damaligen Druckereibesitzers nicht an.

Emotionaler Moment: Der Berliner Gotthart Kumpan (r.), Enkel des einstigen Wurzener Pfarrers Carl Magirius, begrüßt die Engländer Veronica und David Russell. Fotos: Frank Schmidt
5. September 2015, eigene
Am Sonnabend (5.9.) und Sonntag (6.9.) wird sich das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) und das Kultur- und BürgerInnentzentrum D5 den Gästen und besuchern unserer Stadt gerne präsentieren und lädt ein, uns auf dem Domplatz zu besuchen.
Der "Runde Tisch Migration" im Landkreis Leipzig präsentiert sich und sein Anliegen im Kulturkeller und wird die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von Pro Asyl zeigen.

Die Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht" von Pro Asyl wird im D5 gezeigt
30. Juli 2015, Kulturbüro Sachsen
Gemeinsame Presseerklärung von Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, dem Kulturbüro Sachsen e.V., RAA Sachsen e.V., des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV), des Netzwerks Asyl, Migration und Flucht (NAMF), Medinetz Dresden und der Initiative „Willkommen in Löbtau“ vom 30.07.2015
Die steigenden Zahlen von Geflüchteten sind seit langem Realität und bedürfen umfassender Konzepte. Davon ist beim Thema Asyl in Sachsen- zu Lasten der Geflüchteten - nichts erkennbar.
Rechtsanwältin Dr. Kati Lang vom Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) erklärt: „Der Freistaat Sachsen verletzt mit der Unterbringung von Flüchtlingen, in dem in Dresden errichteten Zeltlager Grund- und Menschenrechte. Die Gewährleistung von medizinischer Versorgung, menschenwürdiger Unterbringung, Schutz gegen rassistische Angriffe sowie hygienischen Standards ist staatliche Pflicht. Mit der Errichtung eines solchen Zeltlagers handeln die verantwortlichen Behörden entgegen dem geltenden Recht. Die Einhaltung verfahrensrechtlicher Standards wie der unverzüglichen Registrierung der Asylanträge, menschenwürdiger Unterbringung und Versorgung muss unverzüglich hergestellt werden.“
„Geflüchtete in diesem gesellschaftlichen Klima in Zelten unterzubringen, macht sie in höchstem Maße angreifbar für rassistische Gewalt. Zudem halten wir diese Form der Unterbringung von zum Teil traumatisierten Menschen für inakzeptabel.“ kritisiert Kathrin Bastet von Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.