Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

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12. Mai 2016, Literatur statt Brandsätze, Luchterhand

LITERATUR statt Brandsätze zu Gast in Wurzen

Pilotlesung mit Jaroslav Rudiš in Wurzen

Am 12. Mai liest der tschechische Autor Jaroslav Rudiš aus seinem kürzlich erschienenen Roman „Nationalstraße". Dieser Monolog eines Wütenden thematisiert auf literarische Weise den Umgang mit Gewalt. Die Auftaktveranstaltung findet in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. im D5 in Wurzen statt. Die Wurzener Wenceslaibuchhandlung wird mit einem Büchertisch vor Ort sein.

 

Rudis

 

Die Initiatoren von „Literatur statt Brandsätze“ freuen sich über eine beeindruckende Resonanz. Seit dem ersten Aufruf vor vier Wochen haben sich rund 60 AutorInnen gemeldet und ihr Mitwirken angekündigt. Darunter Josef Haslinger, Clemens Meyer, Katharina Bendixen, Kerstin Hensel, Franziska Gerstenberg, Kerstin Becker und Jaroslav Rudiš.

„Diese Zustimmung ist überwältigend. Jetzt können wir loslegen“, sagt die Leipziger Schriftstellerin Anna Kaleri, eine der Initiatorinnen.

Weitere Leseorte können sich anmelden. Das Angebot der Initiative „Literatur statt Brandsätze“ richtet sich an Vereine, Kirchgemeinden, Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, die außerhalb der sächsischen Großstädte eine Lesung mit Gespräch anbieten wollen. Alle potenziellen Veranstalter können sich über die Webseite www.literatur-statt-brandsaetze.de anmelden. Danach erhalten sie die Angebotsliste und können daraus ihre Autoren und das passende Genre wählen. Die Spanne reicht von Lyrik über Poetry Slam, Belletristik, bis zum historischen Roman. „Diese Vielfalt der Genres steht für die Vielfalt einer pluralistischen Gesellschaft“, sagt Kaleri.

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17. Mai 2016, Pressemitteilung Bon Courage

„Unser langfristiges Ziel ist es, dass diese Angriffe nicht mehr stattfinden.“

Trotz des mit Steinen und Buttersäure verübten Anschlags auf das Büro von Bon Courage e.V. in der Nacht zum 04. Mai konnte die wöchentliche Beratung des Vereins bereits am Freitag, den 06. Mai, ohne Probleme stattfinden, indem selbige einfach ins Freie verlagert wurde. Auch wenn der Verein sich angesichts der Unterstützung und Hilfe überwältigt zeigt, sehen die Sprecherinnen des Vereins weiter Handlungsbedarf.

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1. Mai 2016, eigene

Wurzen ist bunt – Bürgerbrunch für Demokratie und Toleranz

Alle Wurzenerinnen und Wurzener sind für Sonntag, 1. Mai 2016 herzlich zum „Bürgerbrunch für Demokratie und Toleranz“ auf den Markt eingeladen.

Beginn ist 13 Uhr.

 

Wer möchte, kann gern eine Kleinigkeit zum Brunch mitbringen. Tische und Sitzgelegenheiten sind vorbereitet. Ebenso besteht die Möglichkeit, für die Kleiderkammer des Unterstützernetzwerkes Spenden abzugeben. Zudem wird es Mitmachaktionen und Infotische geben.

 

Anlass der Veranstaltung sind die Herausforderungen vor allem zum Thema Flüchtlinge, die auch wir in unserer Stadt meistern wollen. Wurzen nimmt, wie andere Städte und Gemeinen, seit Monaten eine größere Anzahl von Flüchtlingen auf, die hier Sicherheit finden und deren Integration eine gemeinsame Aufgabe ist. Neben amtlichen Stellen und Hilfsorganisationen gibt es bereits zahlreiche Bürger, die sich hier engagieren. Folgen wir nicht jenen, die ebenfalls am 1.Mai. hier in Wurzen allzu einfache Antworten vorgeben und eine Welt mit Hass zerstören wollen, die uns lieb und teuer ist. Eine Welt, in der auch Flüchtlinge ihren Platz haben. Menschlichkeit, Toleranz und Sachlichkeit sind der Weg. Gehen wir es gemeinsam an.

 

Flüchtlinge willkommen! Auch in Wurzen.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Es lädt ein: das „Wurzener Bündnis für Demokratie gegen Neonazismus „ - ein Bündnis aus Vereinen, Kirche, Bürgern, Stadträten und Stadtverwaltung in Partnerschaft mit dem DGB

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9. Mai 2016, eigene

1. Mai in Wurzen

Bürgerbrunch gegen rassistische Hetze

Ausgerechnet in Wurzen sollte in diesem Jahr der zentrale Aufmarsch der NPD und ihrer Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) zum Tag der Arbeit in „Mitteldeutschland“ stattfinden. Im Vorjahr hatte die Partei dafür noch in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt geladen. Bereits damals hatte ihr die offen neonazistische Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ mit einem Aufmarsch in Saalfeld zahlenmäßig den Rang abgelaufen. Auch in diesem Jahr folgten am 1. Mai weitaus mehr Neonazis dem Aufruf des „Dritten Weges“ nach Plauen – und attackierten dort die Polizei sowie Gegendemonstrant_innen. In Wurzen versammelten sich nur knapp 100 Personen, darunter Kader wie der NPD-Landesvorsitzende Jens Baur (Dresden), sein Stellvertreter Arne Schimmer (Kreisvorsitzender im Vogtland), der stellvertretende Bundesvorsitzende Ronny Zasowk aus Brandenburg, der JN-Landesvorsitzende Paul Rzehaczek (Eilenburg) und der JN-„Landesschulungsleiter“ Jan Häntzschel (Döbeln). Bekannte Neonazis aus Wurzen schlossen sich dem Zug vom Bahnhof bis zum Bürgermeister-Schmidt-Platz nicht an, bedrohten aber Journalisten, die über den NPD-Aufmarsch berichten wollten.
 

1.Mai in Wurzen

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8. Mai 2016, eigene

17. Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche

8. Mai - Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus mahnt an dessen Opfer

Am 8. Mai 2016 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und der Nazidiktatur in Europa zum 71. Mal. Noch in den letzten Kriegstagen versuchten SS und Gestapo die von ihnen begangenen Verbrechen durch neue Verbrechen zu verwischen. Konzentrationslager, Zwangsarbeitslager und Haftlager der verschiedensten Art in Leipzig und Umland wurden durch sie geräumt und tausende dem Tod entronnene Häftlinge auf lange, oft ziellose Märsche auch durch das Muldental gehetzt.

 

Von Anfang an dabei - Erwin Bruse (1.v.l.) während des 10. Gedenkmarsches 2009

 

Viele der Gehetzten und Geschundenen überlebten diese Qualen nicht. Sie starben vor Hunger und Durst, an völliger Entkräftung und durch die Schüsse der SS-Wachen und wurden oftmals einfach am Straßenrand liegen gelassen. Diese letzten Verbrechen der Nazis, die so kurz vor der ersehnten Freiheit noch so vielen Menschen das Leben kosteten, kennen wir heute als die Todesmärsche.

 

Um die Erinnerung an die vielen Opfer, deren Qualen und deren Tod aufrecht zu erhalten und um ihrer zu gedenken, rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger der Region dazu auf, gemeinsam am 8. Mai 2016 zu den Gedenkmärschen für die Opfer der Todesmärsche teilzunehmen und damit ein Zeichen für Demokratie, Frieden und Menschlichkeit, gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus zu setzen.

Initiativgruppen Wurzen und Leipzig

Das Projekt steht unter Schirmherrschaft von Peter Sodann.

 

Den vorläufigen Ablaufplan finden Sie auf der nächsten Seite.

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2. November 2017, eigene

missioTruck „Menschen auf der Flucht. Weltweit.

Projektangebot für Lehrer_innen und Multiplikator_innen:
Hintergründe, Auswirkungen und Folgen von Flucht und Migration mit dem Medium missioTruck

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Dennoch ist das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen weit entfernt vom Alltag der meisten Jugendlichen in Deutschland. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo werden die Besucherinnen und Besucher durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert.

misso Truck

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14. April 2016, eigene

Gedenken an den Muldenwiesen

Erinnerung an die letzten Kriegsverbrechen 1945

Die Organisator_innen des Gedenkmarschs für die Opfer der Todesmärsche 1945 laden für den 14. April, 17 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger ein, am 2015 eingeweihten Gedenkstein an den Muldenwiesen (Dreibrückenbad) in Wurzen der letzten Opfer des Naziregimes zu gedenken.

In der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 mussten hunderte Häftlinge während eines Todesmarsches auf den Muldenwiesen die eiskalte Nacht verbringen.

Alain Noquet legt Blumen nieder

Alain Noquet legt zu Ehren seiner Großmutter Marie Noquet und der Opfer der Todesmärsche am 3. Mai 2015 Blumen am neuen Gedenkstein nieder.

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20. April 2016, eigene

Treffen des Unterstützungsnetzwerkes für Flüchtlinge

Das Unterstützungsnetzwerk für Flüchtlinge in Wurzen trifft sich am Mittwoch, 20.04.2016 um 17 Uhr im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 am Domplatz 5. Eingeladen sind dazu all jene, die den in Wurzen lebenden Flüchtlingen und Asylbewerbern, darunter auch mehrere Familien, helfen möchten.

 

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11. April 2016, eigene

Tischgespräch: Polen 2016

Diskussion zur politischen Situation in Polen

Unser Nachbar Polen steht derzeit im kritischen Fokus: Was aber treibt die rechtskonservative Regierung um? Welche Auswirkungen hat ihre Politik auf die deutsch-polnischen Beziehungen und auf die zur EU?

Radoslaw S. Ciszewski steht uns Rede und Antwort. Ciszewski war u.a. Berater des ehem. Ministers für Digitalisierung und EU-Abgeordneten Michal Boni und für weitere EU-Abgeordnete tätig. Er arbeitet u.a. für die Europäische Diplomatie-Akademie, Stiftungen und NGOs. Er ist Träger des goldenen Verdienstkreuzes für  seine Aktivitäten zur Förderung der europäischen Idee.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

 

Radoslaw S. Ciszewski

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4. Februar 2016, eigene

Nachlese zum M.U.K.A.-Musikprojelt mit Pestalozzi-Oberschülern

Schüler trafen sich zur Auswertung

Das MUKA-Projekt der Kinderkulturkarawane, das im November vergangenen Jahres mit den Acht- und Zehntklässler_innen der Pestalozzi-Oberschule und dem Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) stattgefunden hatte, hinterließ tiefe, emotionale Eindrücke bei den Jugendlichen.

 

Nachlese Muka

 

Am 04.02.2016 kamen die Schüler und Schülerinnen nochmals mit dem NDK zusammen, um über das Erlebte zu sprechen, aber auch um eigene Wünsche, Träume und Herzensangelegenheiten anzusprechen. Dabei blieb es nicht nur theoretisch. Gleichwohl wurden Ideen gesammelt, wie sich die eigenen Wünsche in tatkräftiges Engagement umsetzten lassen könnten. Drei Jugendliche möchten sich stärker für den fairen Handel einsetzen und mit einer Ausstellung dafür sorgen, dass er in aller Munde und irgendwann auch in aller Hände kommt. Fünf weiteren Jugendlichen ist es ein Anliegen, Kinder in Kinderheimen in ganz Europa zum Weihnachtsfest mit gesprendeten Spielsachen zu erfreuen.

 

Begleitet werden sollen diese beiden Initiativen nun neben einer fachlichen Betreuung durch das NDK, auch von der Schulsozialarbeiterin und hoffentlich vielen engagierten Lehrer_innen und Eltern.

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