Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

das NDK selbstbewußt, aber nicht selbstgefällig, selbstkritisch, aber nicht selbsterhöhend ist, weil es überzeugt und überzeugend auch auf Menschen mit anderer Meinung zugeht, und weil es nichts und niemanden über einen Kamm schert, doch Probleme klar anspricht."

Carl Rößler – Dipl.Ing., Mitarbeiter Stadtverwaltung i.R.
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1. Februar 2018

12 qm Welt

Was wirklich wichtig ist?

Manchmal fehlen uns die Worte für die Dinge, die uns am wichtigsten sind. Sie erscheinen so selbstverständlich und sind doch so schwer zu beschreiben. Kinder können das noch. Nicht mit großen Worten, aber in Bildern und mit ihrem ganzen Körper.

Die 11 Kinder der Auftaktveranstaltung zum Projekt „12m² WELT“ arbeiteten in ihrer ersten Winterferienwoche im D5 an der Frage: Gibt es Punkte, die alle Menschen vereinen? – Regeln, die wir brauchen, um gut und friedvoll miteinander leben zu können? Begeistert entwickelten die Teilnehmer_innen ihre ganz eigenen Vorstellungen von Gemeinschaft und gestalteten dazu künstlerisch ein großes Banner mit dem Spruch: „Kein Mensch muss müssen.“. Es ging hierbei um die „freie Entfaltung“, die jedem Menschen in der Bundesrepublik laut Art. 2, Absatz 1, Grundgesetz zusteht: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“

Das war den Kindern wichtig! Jeden Vormittag wurde unter künstlerischer Leitung von Martina Jacobi und in Begleitung von Leonore Kasper (Film) an diesem Thema gearbeitet. Es wurde gemeinsam herausgestellt, was für Menschen, Gruppen und Gesellschaften wichtig ist, ausgehend davon, was für jeden Einzelnen wichtig ist. Neben Freunden, Familie, Essen, Trinken und Ronaldo, schien den Mädchen und Jungen besonders die Natur sehr wertvoll. Tiere und Pflanzen sollten geschützt werden, nicht so viele Bäume gefällt und das Wasser nicht verschmutzt werden. Sie wünschten sich, dass jeder Mensch Bildung und Wissen erhält. Ein 10jähriger Junge der Gruppe sagte dazu: „Wir brauchen Frieden – sonst geht das alles nicht.“.

Nachmittags spielte das Schweizerhaus Püchau mit den Ferienkindern Theater. Unter Leitung von Josephine Freund entstand ein Stück mit eigenem Bühnenbild, das das Thema Raum und Welt aufgreift und drei Reise-Episoden aus der Sicht der Kinder erzählt. Vom Meer ging’s hier schnell in die Berge; zwischendurch wurde im Garten gezeltet. Vor Eltern, Freunden und Unterstützer_innen wurde eine gemeinsame Abschlussveranstaltung mit Theateraufführung und Banner-Präsentation gefeiert.

Fortgeführt wurde das Projekt ab März 2018 mit der Pestalozzi-Oberschule und mit einer Grundschule in Wurzen. Entstanden sind mehrere große Banner, die im öffentlichen Raum platziert wurden. Anschließend wurden die Bilder auf Banner gedruckt, um sie langfristig zu erhalten und für weitere Aktionen wieder zu verwenden.  

Hier geht es zum informativen Flyer des Projektes.

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