Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

das NDK selbstbewußt, aber nicht selbstgefällig, selbstkritisch, aber nicht selbsterhöhend ist, weil es überzeugt und überzeugend auch auf Menschen mit anderer Meinung zugeht, und weil es nichts und niemanden über einen Kamm schert, doch Probleme klar anspricht."

Carl Rößler – Dipl.Ing., Mitarbeiter Stadtverwaltung i.R.
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1. April 2018

Mein Name ist Mensch

Wir brauchen wieder mehr Mitmenschlichkeit

„ … ich habe viele Väter, ich habe viele Mütter … und ich habe viele Schwestern und ich habe viele Brüder. Meine Väter sind schwarz und meine Mütter sind gelb. Meine Brüder sind rot und meine Schwestern sind hell …“ So sang es in den 70er Jahren bereits die Band „Ton Steine Scherben“.

Wir greifen das Thema auf und rufen es wieder auf die Tagesordnung. Allzu oft wird in letzter Zeit nämlich eine Tatsache vergessen: der kleinste gemeinsame Nenner, welcher uns alle verbindet, ist das Menschsein. Nehmen wir alles weg, was uns durch Gesellschaft, Herkunft, Glauben, Sozialisation usw. eingeschrieben wird, dann bleibt nur diese eine Sache, die wir alle gemeinsam haben.

Im Angesicht der zunehmenden Globalisierung, der Öffnung von Gesellschaften, des Überwindens von räumlichen Grenzen und dem daraus resultierenden Aufeinandertreffen verschiedener Religionen, Kulturen und Lebensweisen, ist es wichtig, sich genau hierauf zu besinnen. Denn sonst sind Angst und Abwehr die bestimmenden Gefühle dieser Entwicklung.

Mit dem Projekt „Mein Name ist Mensch“ möchten wir Mitmenschlichkeit und Empathiefähigkeit als tragende Werte unserer Gesellschaft wieder betonen und stärken, um sie so zur erneuten Grundlage unseres Handelns und Entscheidens zu machen. Im Rahmen des Projektes haben wir mehrere Veranstaltungen im Format des Open Spaces an Schulen im Landkreis Leipzig und Nordsachsen durchgeführt. Die Schüler_innen sollten sich Gedanken machen, wo Mitmenschlichkeit in ihrem eigenen Umfeld fehlt und was wir tun können, um dies zu ändern. Wichtige Themen für die Schüler_innen waren Mobbing, Homophobie, Rassismus und Migration, aber auch die schlechte Infrastruktur in ländlichen Räumen oder die fehlenden Freizeitgestaltungsmöglichkeiten.

Neben den Veranstaltungen an Schulen haben wir verschiedene Workshops zu „Bilder in unserem Kopf“ mit Multiplikator_innen der Sozialen Arbeit im Landkreis Leipzig und Geflüchteten aus Wurzen durchgeführt. Aus den Ergebnissen soll eine Handreichung zur argumentativen Unterstützung gegen Pauschalisierungen und Vorurteile entstehen. Darüber hinaus haben wir zu Nachbarschaftstreffen in Wurzen eingeladen, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir sehen dies als einen Anfang. Auch im kommenden Jahr werden wir weiter versuchen, mit jungen und älteren Menschen ins Gespräch zu kommen.

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