Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

es immer wieder neue Impulse setzt, Menschen motiviert sich in die Stadt-/Gesellschaft einzubringen und Biss hat.

Martina Jacobi - Wilhelm – Schweizerhaus Püchau e.V.
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1. September 2016

Missio Truck

Mensche auf der Flucht. weltweit.

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Flucht ist Zwang und keine lustvoll freie Entscheidung! Das haben wir mit der multimedialen Wanderausstellung »Menschen auf der Flucht. Weltweit.« ein mal mehr aufgezeigt und betont.

Die Ausstellung tourte vom 17.–28.10.2016 durch die Landkreise Nordsachsen und Leipzig und gab mit einem pädagogischen Begleitprogramm Schülerinnen und Schülern sowie Bürgerinnen und Bürgern der Städte Eilenburg, Wurzen und Borna eine Ahnung davon, was Flucht, Fliehen, Ankommen und Leben in der Fremde bedeuten, bewirken, auslösen können, vor allem in der fingierten Rolle als Flüchtling. Was bewegt diese Menschen, was haben sie erlebt? Wir erfahren darüber wenig, denn wer erzählt schon einfach mal eben so, warum er in seinem Leben sehr einschneidende Entscheidungen treffen musste? Dazu braucht es Sicherheit. Schaffen wir es, dieses Gefühl zu vermitteln? Wie sehr werden diese Menschen verunsichert angesehen? Es gibt Offenheit und klare Abweisung. Es gibt Engagement und Begegnungen in einigen Städten und Gemeinden, um den Menschen, die in unsere Gegend gekommen sind, in ihrer jetzigen Lebenssituation Unterstützung und Orientierung zu geben. Eigentlich nichts Ungewöhnliches.

Eigentlich eine völlig natürliche Reaktion, doch eben nur eigentlich.

Wir haben mit dieser Ausstellung Hintergründe beleuchtet und Zusammenhänge aufgezeigt, warum Menschen zur Flucht gezwungen werden. Wichtig war uns dabei der Bezug zu unserem Alltag. Wir können uns eben nicht hinstellen und sagen, was haben wir hier in Deutschland damit zu tun? Warum geht uns das was an? Warum müssen wir »so viele« Flüchtlinge aufnehmen?

Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo bekam insbesondere der Alltagsgegenstand Handy und/ oder Smartphone eine ganz besondere und damit neue Gewichtung. Längst hängt alles zusammen, auch wenn einige das Wort Globalisierung nicht mehr hören können.

Die Besucher_innen konnten sowohl faktisch als auch emotional einen Zugang zwischen ihrer und der Lebenswelt der Flüchtlinge herstellen. Wer durch die Ausstellung gegangen ist, dem wird spätestens dabei klar, wo unsere Verantwortung liegt und welche Lebensleistung die geflüchteten Menschen erbracht haben, auch in widrigen Lebensumständen Würde zu bewahren und zu lernen, die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen.

Thematisiert wurde außerdem die Situation von Geflüchteten in Deutschland sowie Handlungsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher. Für das Gelingen des Projektes danken wir an dieser Stelle den Schulen, den Stadtverwaltungen sowie den Polizeikräften Eilenburg, Wurzen, Borna und umliegenden Gemeinden für die gute Zusammenarbeit und große Unterstützung.

Das Projekt »missio-Truck« ist ein Teil der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.. Wir führen weitere Projekte mit Schulen zum Thema globales Lernen durch und bieten Weiterbildungen zu interkultureller Kommunikation für Fachkräfte der sozialen Arbeit, Mitarbeiter_innen der Stadtverwaltungen, des Job-Centers sowie für Polizeikräfte an.

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