Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

sie eine vielfältige demokratische Kultur erlebbar machen in ihren vielen Projekten bis hin zu Begegnungen und organisierter Hilfe für Aussiedler und Geflüchtete vor Ort.
 

Gottfried Röthig – Augenoptiker aus Wurzen
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28. September 2014

Stolpersteine für Familie Goldschmidt

Gedenken an ehemalige Bürger_innen Wurzens

Am 8. September 2014 konnten weitere Stolpersteine für Familie Goldschmidt verlegt werden. Gabi Kirsten und Ulrike Ernst, die zwei sehr engagierten Frauen in der Stolpersteingruppe, schafften es, die Kinder der beiden Holocaustüberlebenden Wolfgang Manfred und Liselotte Goldschmidt ausfindig zu machen und sie einzuladen, an der Ehrung für ihre Eltern und Großeltern Friedrich und Bianca Goldschmidt teilzunehmen.13 Familienangehörige aus Großbritannien, den USA, Frankreich und Berlin waren in unserer Stadt zu Gast. Die Wurzenerinnen und Wurzener ehrten Bianca und Friedrich Goldschmidt, sowie deren Kinder Manfred Wolfgang und Liselotte mit vier Steinen vor deren ehemaligem Wohnhaus in der Dr.-Rudolf-Friedrich- Straße (heute im Besitz der Unternehmerfamilie Hoffmann/ Hühn) und mit einem Stein vor deren ehemaligen Geschäft für Knaben- und Herrenbekleidung in der Jacobsgasse, dessen Inhaber die Familie seit 1884 war und welches sie noch vor der Pogromnacht vom 9. November 1938 zwangsweise verkaufen musste. Bianca und Friedrich Goldschmidt wurden 1944 in Auschwitz umgebracht, Liselotte überlebte den Holocaust in England. Manfred musste Zwangsarbeit in Auschwitz, Hamburg und Buchenwald leisten. Er ging nach dem Krieg nach Frankreich. Oberbürgermeister Jörg Röglin erinnerte in seiner Rede an das Schicksal der Familie und bereitete einen Empfang für die Gäste im Rathaus vor, die sich zudem ins Goldene Buch der Stadt eintrugen. Während der Verlegung an den beiden Orten in Wurzen konnten neben dem Oberbürgermeister, Stadträten der demokratischen Parteien, zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, auch der Pfarrer der katholischen Herz-Jesu-Kirche, Malinowski, begrüßt werden, der in eindringlichen Worten zur Erinnerung mahnte. Am Abend lud die bekannte Wurzener Unternehmerfamilie Hühn die Nachfahren der Goldschmidts, die Initiatoren des Projektes und den Oberbürgermeister ein, in den Räumen der Firma Hoffmann Fördertechnik gemeinsam zu essen

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