Ich finde die Arbeit des NDK wichtig, weil …

es gegenseitige Achtung vorlebt und mit seinen Handlungen tatsächliche und seelische Gewalt verhindern will.

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3. November 2012

Stolpersteine für Familie Helft

Gedenken an ehemalige Bürger_innen Wurzens

Bereits seit seiner Gründung hatte sich das NDK intensiv mit dem Leben und dem Schicksal der ehemaligen Wurzener jüdischen Einwohner_innen befasst, recherchiert und immer wieder darauf hingewiesen, dass auch in unserer Stadt an den Lebens- und Wirkungsstätten dieser Familien Stolpersteine verlegt werden sollten, um uns an sie zu erinnern und sie als Opfer des Holocaust und einer barbarischen Rassenidee zu würdigen.

Mit dem politischen Wechsel an der Stadtspitze 2008 wurde die Idee endlich auch dort aufgenommen. Nach nochmaliger intensiver Recherche der ehrenamtlichen Projektgruppe, vor allem von Ulrike Ernst und Gaby Kirsten, konnten mehrere Biografien Wurzener jüdischer Familien rekonstruiert werden und Vorbereitungen für deren Ehrung getroffen werden. Lediglich Hiltrud Helft überlebte den Holocaust in England, ihre Töchter Inge, Johanne Finkenstein und Lina Hartmann starben.

Die Stadtverwaltung, das NDK und eben jene beiden engagierte Bürgerinnen verlegten unter sehr großer Anteilnahme von 100 Einwohner_innen unserer Stadt am 3. November 2012 die ersten vier Stolpersteine für die Familie Helft in Anwesenheit des Stolperstein-Initiators und Kölner Bildhauers Gunter Demnig in der Wenceslaigasse/ Färbergasse, wo die Familie wohnte und ein Textilgeschäft betrieb.

Eine schier unglaubliche Anzahl an Spenden von Wurzenern machten diese erste Verlegung möglich. Die Recherchegruppe gab zudem ein kleines Informationsfaltblatt über das schwere und traurige Schicksal der Familie Helft heraus, welches im NDK und bei Lederwaren Schulze, dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus von Helfts, zum Mitnehmen ausliegt. Am Abend gab es aus diesem Anlass in der Wenceslaikirche ein Konzert mit der Berliner Klezmerband AUFWIND und es wurde eine Ausstellung zu aktuellem Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung gezeigt.

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