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Anne Pallas – Landesverband Soziokultur
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10. November 2019

Wurzener gedenken ehemaliger jüdischer Mitbürger

„… aber zu dieser Jahreszeit sind Sie und unsere Freunde in Wurzen besonders in meinen Gedanken. Ich werde morgen Abend eine Kerze anzünden und an die Stolpersteine-Zeremonie denken. Bitte übermittelt meine Liebe und meinen Dank an alle, besonders an die Kinder, die die Steine polieren werden und sich an meine Familie und die anderen drei jüdischen Familien erinnern. Das ist ein großer Trost für mich.“

Keren Ludlow, von der diese berührenden Worte stammen, ist die Enkelin von Hugo und Hedwig Luchtenstein und Tochter des jüngeren Sohnes Hans Luchtenstein / Ludlow. Sie ist eine der Nachfahrinnen ehemaliger Wurzener Juden, zu denen seitens der Stadt mittlerweile sehr intensive Kontakte bestehen und von denen einige auch bei der Verlegung der Stolpersteine, die an ihre Familie erinnern, dabei waren.

Stolpersteine2019b

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Arbeitsgruppe „Stolpersteine“ um Gabi Kirsten, Ulrike Ernst, Ingo Stange und Conny Hanspach, das Andenken an die jüdischen Einwohner Wurzens wachzuhalten, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Stadt vertrieben und umgebracht wurden. An sechs Stellen in der Stadt, wo jüdische Mitbürger gewohnt und gearbeitet haben, sind mittlerweile 19 Stolpersteine verlegt worden, mit denen an ihr Schicksal erinnert werden soll.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier.

Sylke Mathiebe

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